Einladung

Ingeborg Bachmanns Malina im ‚Todesarten‘-Projekt: Anfang und Ende und Anfang …

Gastvortrag von Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse (Universität Klagenfurt)

Montag, 15. Juni 2026

15.30 Uhr

Universität Innsbruck, Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Josef-Hirn-Str. 5-7, 10. Stock

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Anke Bosse

Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse

Ingeborg Bachmanns Malina im ‚Todesarten‘-Projekt: Anfang und Ende und Anfang …

Mit Malina trat Ingeborg Bachmann nach schwerer existentieller und kreativer Krise 1971 wieder an die Öffentlichkeit – überraschend mit einem ‚Roman‘, für den sie wegen seiner Komplexität angefeindet wurde, der dann aber sehr erfolgreich war. Bachmann back! Die Komplexität von Malina erklärt sich – auch – durch die Textgenese. Mein Vortrag widmet sich Bachmanns Arbeit an Malina und konzentriert sich vor allem auf den Anfang, das geplante Motto, und auf das Ende mit dem berühmten und umstrittenen finalen Satz „Es war Mord“. Zeitlich setze ich den Fokus auf die Endphase kurz vor und während der Drucklegung 1970/71. Die solitäre Arbeit der Autorin geht über in ein kollaboratives Arbeiten mit Verlagsleuten, darunter Siegfried Unseld, um Malina zur Publikation zu bringen. Hierzu gibt es äußerst spannende und ‚sprechende‘ Materialien in Bachmanns Nachlass. Sie zeigen den Weg des geplanten Mottos als ‚Schreibprogramm‘ bis hin zu seinem ‚Ende‘ als Klappentext für die Erstausgabe. Und sie zeigen vor allem, wie es zu dem rätselhaften Ende von Malina kam.

Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse studierte Germanistik, Romanistik und Komparatistik an den Universitäten Göttingen, Avignon und München und war Universitätsassistentin an der LMU München und der Université de Genève. Dort legte sie 1997 eine thèse d’état vor und erhielt die venia legendi für Neuere deutschsprachige Literatur. Von 1998-2015 war sie Universitätsprofessorin für Neuere deutschsprachige Literatur und Komparatistik an der Universität Namur. Seit 2015 ist Anke Bosse Universitätsprofessorin für Neuere deutschsprachige Literatur an der Universität Klagenfurt und Leiterin des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung, der Kärntner Literaturarchivs und der Literaturveranstaltungen im Musil-Haus. Sie verfasste Publikationen und Forschungen zu Edition(swissenschaft) und Cultural Heritage, zu Schreibprozess­forschung, Medialität/Materialität der Literatur, Intertextualität, Intermedialität, Interkulturalität, Digital Humanities und zu Literatur der Goethezeit und Literatur des 20./21. Jahrhunderts.


Organisation
Uta Degner (Forschungsinstitut Brenner-Archiv)


Kontakt
Forschungsinstitut Brenner-Archiv
Georg-Trakl-Turm, Josef-Hirn-Straße 5-7, 6020 Innsbruck

+43 512 507-45001

sekretariat-brenner-archiv@uibk.ac.at


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