BREATH-MET
Metrology for breath gas analysis (Breath-MET)
European Partnership on Metrology · Project 25HLT02 · Health Call 2025 · 2026–2029
Die Atemgasanalyse bietet einen vielversprechenden, nicht-invasiven Ansatz für die Diagnose von Krankheiten. Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung der flüchtigen Bestandteile in der Ausatemluft können wertvolle Erkenntnisse über Atemwegserkrankungen, Stoffwechselstörungen und Krebserkrankungen liefern. Abgesehen von einer Handvoll etablierter Atemtests wurde eine breitere klinische Anwendung jedoch durch das Fehlen validierter Protokolle, geeigneter Referenzmaterialien und einer zuverlässigen Rückführbarkeit der Messungen behindert.
Das im Rahmen der European Partnership on Metrology finanzierte und auf das EU4Health-Programm abgestimmte Projekt „Breath-MET“ soll diese entscheidenden Lücken schließen. Mithilfe fortschrittlicher Massenspektrometrie- und Gaschromatographie-Verfahren soll das Projekt SI-rückführbare Messungen von potenziellen Krankheitsbiomarkern bis hinunter auf die Nanomol-pro-Mol-Ebene liefern, Primärreferenzmaterialien in relevanten Atemgasmatrizen entwickeln und charakterisieren sowie Probenahme-, Lagerungs- und Transportverfahren unter variierenden Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen validieren.
Ziel ist es, Atemtests genauer, zuverlässiger und reproduzierbarer zu machen, um den Weg für ihren Einsatz bei einer Vielzahl von Krankheiten zu ebnen und die Entwicklung der personalisierten Medizin voranzutreiben.
Dauer: 01.06. 2026 – 20.05.2029
Gesamtbeitrag der EU: ≈ €2.6 million
Konsortium: Neun europäische nationale Metrologieinstitute sowie Universitäten und Partner aus der Industrie, darunter die Universität Innsbruck.
Ansprechperson: Prof. Chris A. Mayhew und Dr. Lorenzo Petralia