Alois Flir
auch (s. GND):
Flir, Aloys
Flir, Alois Cäsar Kasimir
Angedairer, Kasimir (Pseudonym)
7.10.1805, Angedair bei Landeck - 7.3.1859, Rom. Priester, Schriftsteller.
(Siehe Lexikoneintrag in LiteraturTirol)
Zur Kurzbiographie im Verzeichnis der künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Nachlässe in Österreich.
Zur Kurzbiographie und Verweisen in Wikipedia.
1 Kassette, feingeordnet
Nachlassnummer: 84
Standort: Depot 24
Erwerb: 1974 (Leihgabe des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum)
Kontakt: Sekretariat
(Erschließung und Hinweis zur Provenienz: Annette Steinsiek, 2013)
Hinweis zur Provenienz:
Die Briefe von Alois Flir richteten sich an seinen Bruder, sie müssen also aus dessen Beständen stammen (Alois starb 1859 – Corsin dürfte 1894 gestorben sein (jedenfalls enden dann seine Notariatsakten).) Vielleicht stammen auch die Werke ursprünglich aus dem Besitz Corsin Flirs. Denkbar ist, dass Ludwig Rapp, erwähnt als Besitzer auf Manuskripten, der in den 1860ern als Herausgeber Flirs tätig war, das Material von Corsin Flir erhielt. Die Briefe jedenfalls befanden sich gesammelt in einem Briefumschlag, der von Südtirol – Rapp lebte in Sterzing – an Franz Anton Lanznaster in Schwaz geschickt wurde: „Hochwürden Herrn Professor / P. Franz Anton Lanznaster / Schwaz / Nordtirol“, Poststempel: 16.4.?0. Vermutlich hat er im Zuge seiner „biographisch-literarischen Studie“ 1899 die Briefe erhalten und darf als eigentlicher Bestandsbildner gelten.
Werke
M01 „Der Wilddieb“, Erzählung, 18 Doppelseiten, Fragment, handschr., schwarze Tinte, darauf Angaben mit Bleistift v. fr. H.: „A. Flir“, „Aus dem Nachlasse des sl. geistl. P. [Paters] Ludwig Rapp“
02 Heft mit Gedichten, paginiert (28 S.), mit Inhaltsverzeichnis auf der letzten, nicht pag. Seite. Auf der ersten, nicht pag. Seite Zueignung: „Von Deinem Freunde Flir“, handschr., schw. Tinte, [S. 1] Angaben mit Bleistift v. fr. H.:
Gymnasium. Aus dem Nachlasse des sl. geistl. P. [Paters] Ludwig Rapp“
M03 Gedichte „Der Mundfluß oder Die offene Beichte nebst einem Sendschreiben. In fünfzehn netten Sonetten.“, 15 Bl., handschr., schwarze Tinte, Bozen 1838. Inhalt: Sendschreiben. / [Aufzählung von 14 Titeln und ein Gedicht eingeschoben als „10a“] / Botzen 1838“
M04 „S‘Stulzer Soigele bei der Bahneröffnung“, Heftchen, fadengeheftet, 23 pag. Seiten (Rückseite nicht pag.), Seiten 7-12 herausgeschnitten, handschr., Tinte schwarz (Autorschaft ungesichert)
M05 Manuskript „Ästhetik der Poesie nach Flir“, 12 nummerierte Doppelblätter; Manuskript [Literaturgeschichte], 6 nummerierte Doppelblätter
Korrespondenzen
M06 Frankfurt, 5.06.1848, Doppelblatt, mit Poststempel Innsbruck (9.6.), („An Den Wohlgeborenen Herrn Herr Corsin Flir, Akademiker u. Landesvertheidiger in der I. Companie der akad. Legion [...]"), mit Siegel
M07 Frankfurt, 13.08.1848, Doppelblatt + eingelegtes Beiblatt („Tibi soli“), („An den Wohlgeborenen Hern Hern Korsin Flir, absolvirtem Physiker, zu Landeck in Tirol, [...]“, „Abgeber: Flir, Abgeordneter bei der deutschen Nationalversammlung zu Frankfurt. Frei“), mit Kuvert, mit Poststempeln aus Frankfurt (14.8.48) und Innsbruck (17.8.48), mit Siegel
M08 Innsbruck, 28.01.1853, Doppelbl.
M09 Wien, 22.02.1853, Doppelbl. sowie 1 Bl. als Kuvert: „An Den wohlgeborenen Herrn Herrn Korsin Flir. Doctorand der Jurid.polit. Wissenschaften in Innsbruck / In der Wohnung des Profeßors Flir.“, mit Poststempel Wien (?) u. Innsbruck (25.2.), Marke fehlt, mit Siegel
M10 Wien, 20.03.1853 (= Palmsonntag), Doppelbl. (zugleich Kuvert), („An XXX Wohlgeborenen Herrn Herrn / Corsin Flir, Doctorand der Rechtswissenschaft / in / Innsbruck. / In der Wohnung des Profeßors Flir.“), mit Poststempel Wien (?) u. Innsbruck (23.3.), Marke fehlt, mit Siegel
M11 Wien, 5.07.1853, Doppelbl. (zugleich Kuvert) „An den Wohlgeborenen Herrn Herrn / Corsin Flir, Doctorand der juridisch-polit. Wißensch. / zu / Innsbruck. / In der Wohnung des Profeßors Flir.“, mit Poststempel Innsbruck (8.7.), mit Siegel
M12 Wien (Pst.), 12.07.1853, 1 Bl., 1 S. (zugleich Kuvert), („An Den wohlgeborenen Herrn Herr Korsin Flir. Doctorand der Rechtswissenschaft in Innsbruck (Wohnung des Profeßor Flir."), mit Poststempel Wien (?) u. Innsbruck (15.7.), Marke fehlt, mit Siegel
M13 Wien, 15.07.1853, Doppelbl. (zugleich Kuvert), („An Den wohlgeborenen Herrn Herrn Korsin Flir. Doctorandus der Rechtswissenschaft in Innsbruck / In der Wohnung des Profeßor Flir.“), mit Poststempel Wien (?) u. Innsbruck (17.7.), Marke fehlt, mit SiegeL
M14 Wien, 21.07.1853, 1 Bl., 1 S. (zugleich Kuvert) („An Den Wohlgeborenen Herrn Herrn Korsin Flir. Doctorand der Rechtswissenschaft zu Innsbruck / In der Wohnung des Profeßors Flir.“, mit Poststempel Wien (?) u. Innsbruck (24.7.), Marke fehlt, mit Siegel
M15 Rom, 10.10.1853, Doppelbl. mit Prägestempel „BATH“ (zugleich Kuvert), Marke o.ä. wurde herausgeschnitten, mit Siegel. („An den Wohlgeborenen Herrn Herrn Corsin Flir, Doctorand der Staats- und Rechtswissenschaften zu Innsbruck in Tirol Stato austriaco. / Neben dem Gasthofe zum goldenen Stern im Hause des Herren Andreas Rößler, x. St./“)
M16 Rom, 5.07.1854, Doppelbl. mit Prägestempel „BATH“
M17 Rom, 22.07.1854, Doppelbl. mit Prägestempel „BATH“ [Das Kuvert mit Postst. Roma (9.1.[55]), ? (14.1.) und ? (15.?), ohne Marke, mit Siegel, das den Brief enthielt, wurde mit dem Datum des Briefes vom 4.2.1857 beschriftet, dürfte aber kaum dazugehören! Siehe M20.]
M18 Rom, 30.07.1855, 1 Bl., 2 S.
M19 Rom, 7.01.1856, Doppelbl. mit Prägestempel „BATH“
M20, Rom, 4.02.1857, Doppelbl. („An xxx Wohlgeborenen Herrn Herrn Dr. Corsin Flir, z.Z. Conceptsprakticant bei dem xx Bezirks-Amte in Bludenz Tirolo. Austria.“). [Das Kuvert mit Postst. Roma (9.1.[55]), ? (14.1.) und ? (15.?), ohne Marke, mit Siegel, das den Brief enthielt, wurde mit dem Datum des Briefes beschriftet, dürfte aber kaum dazugehören!]
M21 Rom, 12.05.1857, Doppelbl.
M22 Rom, 3.06.1857, 1 Bl., 2 S., mit Kuvert, Poststempel Rom (3.6.), Triest (?), Wien (9.6.), Ödenburg (9.6.) („An den Wohlgeborenen Herrn Herrn Dr. Corsin Flir, z.Z. Conceptspraktikant bei der hochlöbl. Finanz-Procuratur zu Oedenburg Ungheria.“)
M23 Rom, 11.03.1858, Doppelblatt, mit Kuvert, Poststempel Rom (11.3.) und Wien (17.3.) („An Den Wohlbeborenen Herrn Herrn Dr. Corsin Flir, z.Z. Actuar bei dem Bezirksamte zu Hitzing bei Wien. Austria.“)
M24 Rom, 7.06.1858, Beiblatt zu einem Brief an ? Schöck („An den Herrn Dr. Flir, z.Z. Actuar beim Bezirksamte Hitzing.")
an andere
M25 Schuler, Johannes, Innsbruck, 26.02.1849 („An xxx Hochwohlgeborenen Herrn Herrn Dr. Schuler Vicepräsident des tirol. Landtags, Mitglied der deutschen Nationalversammlung / Frankfurt / Heiliggeist-Pförtchen Nr. 17.“), Doppelblatt, mit Siegel, Stempel Innsbruck / Lindau / D
M26 „Innigst geliebter Freund“ (nicht: Schuler, Schnack oder Lindner), Rom, 22.11.1854, Doppelblatt
Briefe an Alois Flir von
M27 Schuler, Johannes, Innsbruck, 8.02.1829, Doppelbl. (zugleich Kuvert) („Herrn Herrn Alois Flir, Mediziner des III. XXX zu Wien. Wohnt in der obnen Bäckerstraße (?) Nr. 760 im 2. Stocke bey Hw. v. Temwisch (?)“, mit Postst. Innsbruck, mit Siegel
M28 Meßmer, Alois („Dein dankbarer Schüler“), Brixen, 23.04.1852, Doppelbl. (zugleich Kuvert) („An S. Hochwürden Herrn xxx Dr. Alois Flir, k.k. Professor an der Universität zu Innsbruck“), mit Siegel
Drittbriefe
M29 von Ferdinand Bauernfeind, o.O., o.D., an Robert Schöpfer [Trento]
M30 von Renzo Reichsfreiherr v. Formentini an ?, „Hofrath“ (Corsin Flir?), o.D.
M31 Kuvert (Adressat: Franz Anton Lanznaster, Schwaz), in dem sämtliche vorige Briefe aufbewahrt worden waren; stenograph. Notiz (Lanznaster?)
Bücher (Anreicherung durch Brenner-Archiv):
Alois Flir: Briefe über Shakespeare's Hamlet. Innsbruck 1865
Franz Anton Lanznaster: Alois Flir. Eine biographisch-literarische Studie. Innsbruck 1899
s.a. Josef Lercher: Die aesthetischen Anschauungen Flirs. Innsbruck, Univ. Diss., 1961