Wir über uns

Das Frankophone Forschungsseminar Leipzig wurde 2009 aus der Überzeugung heraus gegründet, dass die Frankophonie im Rahmen einer zunehmend globalisierten Kultur und Literatur, eines vernetzten Wissens und Denkens neu entworfen/gedacht werden müsse. Ein besonderer Fokus lag auf den frankophonen Sprach- und Kulturwelten des Maghreb, der Karibik sowie Québecs, auf deren Literaturen und Sprachen, auf deren Geschichte(n) und kulturellen Wandlungen. Ziel war es, einen Reflexionsraum zu eröffnen, in dem sich ein breit gefächertes Spektrum des Nachdenkens und Schreibens über die Frankophonie entfalten kann. Zwar waren die Studien zu Frankreich und Kanada bereits seit 1993, die zum Maghreb ab 2001 am Institut für Romanistik der Universität Leipzig an der Professur von Prof. Dr. Alfonso de Toro verankert. Mit der Gründung des FFSL 2009 war jedoch eine systematische Forschung und ein entsprechendes Angebot in der Lehre zum Maghreb, zur Karibik und zum kanadischen Raum möglich.

Mit dem Ziel einer internationalen Vernetzung wurde nun 2020 eine Forschungskooperation mit dem Institut für Romanistik der Universität Innsbruck eingegangen, das ebenfalls seit vielen Jahren über große Expertise in den Bereichen der kulturwissenschaftlichen Frankophonieforschung verfügt. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Pionierarbeit im Bereich der Frankokanadistik, die sich 1997 in der Gründung des Zentrums für Kanadastudien niederschlug. Seit den frühen 2000er Jahren bilden französischsprachige Migrationsliteraturen einen weiteren Schwerpunkt, wobei dem maghrebinischen, karibischen und asiatischen Raum besonderes Augenmerk gilt. Aus diesen Forschungsinteressen ging u.a. auch das Literaturlexikon Passages et ancrages. Dictionnaire des écrivains migrants de langue  française (1981-2011) hervor, das den Beitrag nicht in Frankreich geborener Autor*innen zur 'französischen' Literatur erstmals systematisch erfasst hat. 

Mit der Zusammenarbeit sollen nun gemeinsame Forschungsinteressen ausgelotet, gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden, was auch bedeutet, sich für die Zukunft personell, wissenschaftlich und strategisch neu aufzustellen

 

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