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Politische Kommunikation Political Communication Sprecherin: Univ.-Prof. Mag. Dr. Harriet Rudolph (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie).
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Was ist politische Kommunikation? Kommunikation ist nicht per se politisch, vielmehr lassen sich unterschiedliche Faktoren festmachen, die bewirken können, dass Kommunikationsprozessen politische Dimensionen zukommen. Dazu zählen etwa die Selbst- oder Fremdverortung von Sprechern oder Adressaten als politische Akteure, die Zuschreibung von Kommunikationsinhalten zu bestimmten Politikfeldern, die Durchführung von Kommunikationsakten in politischen Räumen oder eine den Kommunikationsakt prägende Intention, politisch im Sinne einer Herstellung von allgemein verbindlichen Entscheidungen wirken zu wollen. Politische Kommunikation bedarf in der Regel der Öffentlichkeit – und sie bedarf darüber hinaus der Fixierung in den Medien des sozialen Gedächtnisses, wenn sie langfristig Wirkung zeitigen will. Der Cluster "Politische Kommunikation" innerhalb der Forschungsplattform "Politik – Religion – Kunst. Plattform für Konflikt- und Kommunikationsforschung" beschäftigt sich sowohl mit der Untersuchung von derartigen Zuschreibungsprozessen (Unter welchen Bedingungen werden Kommunikationsakte als politisch verstanden?) als auch mit der Analyse von spezifischen Kommunikationsformen und ihren sich im Zeitverlauf verändernden gesellschaftlichen Funktionen und Wirkungsmöglichkeiten. Das Aufkommen von bestimmten Medien in der politischen Kommunikation und die damit verbundenen Praktiken und Nutzungskontexte können als symptomatisch für eine spezifische politische Kultur betrachtet werden, die sich in einer bestimmten Epoche und/oder einem bestimmten Raum als dominant erweist. Dabei kann im Sinne von Karl Rohe zwischen den Akteuren, Medien und Praktiken einer politischen Soziokultur und jenen einer politischen Deutungskultur unterschieden werden, wobei die vielfältigen Interdependenzen zwischen diesen beiden Existenzformen von politischer Kultur ebenfalls Gegenstand der Analyse sind. Der hier vorgestellte Cluster begreift sich als epochenübergreifender, interdisziplinär ausgerichteter Arbeitskontext, in dem neue MitstreiterInnen innerhalb und außerhalb der Universität Innsbruck ausdrücklich willkommen sind. Darüber hinaus besteht eine enge personelle Verbindung mit dem Internationalen Graduiertenkolleg „Politische Kommunikation von der Antike bis zur Gegenwart“. Im zeitlichen Rahmen von ein oder zwei Semestern werden jeweils inhaltliche und methodische Schwerpunkte gesetzt, welche dann im Rahmen von Workshops, Tagungen oder Einzelvorträgen durch gemeinsame Diskussionen vertieft werden. Kontakt: Harriet Rudolph(at)uibk.ac.at MitarbeiterInnen des Clusters Gunda Barth-Scalmani, Klaus Brandstätter, Francesca Brunet, Joachim Bürgschwentner, Tobias Daniels, Ellinor Forster, Katharina Gasser, Martin Gronau, Thomas J. Hagen, Florian Huber, Michael Kasper, Tanja Kraler, Brigitte Mazohl, Mark Mersiowsky, Michaela Morys, Armin Niedermeier, Eva Pfanzelter, Harriet Rudolph, Dirk Rupnow, Astrid von Schlachta, Kordula Schnegg, Christian Steppan, Maria Stopfner, Miriam Trojer, Hannes Vatthauer, Eva Werner, Erika Wimmer, Elisabeth Zingerle
Aktuelle Publikationen von Clustermitgliedern (Auswahl)
Laufende und fertiggestellte Dissertationsvorhaben der Clustermitglieder
Laufende Habilitationsvorhaben der Clustermitglieder
Weitere Drittmittelprojekte der Clustermitglieder
Bisherige Tagungen des Clusters
Aktivitäten 2012
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