DOKTORATSKOLLEG - Forschungsbereich CEnT
Der Vorantrag für das DKplus mit dem Titel "Figuration 'Gegenkultur'" wurde im September 2011 beim FWF und im November 2011 für ein universitätsinternes Doktoratskolleg an der Universität Innsbruck eingereicht.
Die Unversitätsleitung hat die Einrichtung eines universitätsinternen Doktoratskolleg "Figuration 'Gegenkultur'" in Innsbruck mittlerweile genehmigt. Die Ausschreibung der Stellen ist im Juni im Mitteilungsblatt der Universität Innsbruck erfolgt. Die zwei Stellen (30/Woche auf drei Jahre) und drei Stipendien wurden von den DozentInnen des DK Anfang September in einem mehrstufigen Auswahlverfahren besetzt.
KollegiatInnen des Doktoratskollegs:
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Jennifer Hein (Klassische Archäologie) |
„Mein Studium der Archäologischen Wissenschaften und Geschichte begann ich 2007 an der Ruhr-Universität Bochum. Nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 2010 folgte das Masterstudium der Klassischen Archäologie. Im darauf folgenden Jahr setzte ich dieses an der Cardiff University fort, wo ich „History and Archaeology of the Greek and Roman World“ studierte und 2012 mit der Masterarbeit „Mycenaean Palatial Architecture: Agency and Performance“ abschloss. Am 01.10.2012 trat ich schließlich meine Stelle als Universitätsassistentin für die Forschungsplattform CEnT an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck an.
Im Rahmen des Doktorandenkollegs „Figuration Gegenkultur“ werde ich mich mit der Gesellschaft des Klassischen Athens im 5. Jh. v. Chr. beschäftigen. Mit einem besonderen Blick auf das Individuum sollen zum einen die Dominanzkultur genau bestimmt werden, und zum anderen die offenstehenden Spielräume des Einzelnen untersucht werden. Die materielle (vor allem Skulptur, Vasenmalerei, Bestattungen) und schriftliche Kultur bilden dabei die Argumentationsgrundlage.“
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Bianca Ludewig (Europäische Ethnologie) |
„Geboren in Hamburg. Studium Ethnologie und Philosophie an der Universität Hamburg. 2009 BA Ethnologie - „Urbane Markierungen als räumliche Interventionspraxis“. Danach Masterstudium Europäische Ethnologie an der Humboldt Universität Berlin. 2012 MA Europäische Ethnologie - „Utopie und Apokalypse in der Popmusik“. 2010-2012 Studienstipendium bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 2012 Abschluss-Stipendium der Humboldt Universität Berlin zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Cultural Studies, Stadtforschung, Popkultur- und Subkulturforschung, Theorie und Geschichte der Populären Musik. Seit Ende 2012 Promotionsstipendium an der Universität Innsbruck, Doktoratskolleg „Figuration Gegenkultur“.
Im Rahmen der Forschungspattform CEnT und des Doktoratskollegs „Figuration Gegenkultur“ werde ich mich mit dem Bereich Popkultur und Popmusik, also mit Subkulturen der Gegenwart auseinander setzen. Ob und wann diese als Gegenkulturen funktionieren ist eine zentrale Forschungsfrage. Welche gesellschaftlichen Funktionen erfüllt Musik? Welche utopischen und oppositionellen Lebensentwürfe entstehen in Zusammenhang mit populärer Musik? Welche ästhetischen Strategien und Praxen nutzen die AkteurInnen und KonsumentInnen im globalisierten Kapitalismus? Welche Resonanzverhältnisse existieren zwischen Klang, Zeit und Gesellschaft? Spiegelt sich Nonkonformität oder Subversion auch im Klanggeschehen von Musik? Welchen Einfluss haben die Produktionsmittel und Produktionsverhältnisse von populärer Musik auf das gegenkulturelle Potenzial?“
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Tobias Neuburger (Soziologie, Politikwissenschaft, Europäische Ethnologie) |
„Nach ausgiebigem Vagabundieren im disziplinären Feld verschiedener Sozial- und Geisteswissenschaften habe ich 2011 mein Studium der Politikwissenschaft, 2012 jenes der Soziologie erfolgreich abgeschlossen. Schwerpunktthemen meiner Studien sind Antisemitismus und Antiziganismus, Ungleichheitsverhältnisse, psychoanalytische Kulturtheorie, Kritische Theorie und Figurationssoziologie.
Mit Wintersemester 2012/13 habe ich ein Stipendium des DoktorandInnenkollegs „Figuration Gegenkultur“ angenommen. Im Rahmen dessen werde ich mich mit dem projektiven Gehalt antiziganistischer Ideologie auseinandersetzen und deren herrschaftsstabilisierender Funktion auf den Grund gehen. Hierbei wird mein Augenmerk vor allem auf populären Zigeunerdarstellungen liegen um die gesellschaftliche Breitenwirkung dieses Phänomens erfassen zu können.“
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Koku Gnatuloma Nonoa („interkulturelle“ Germanistik) |
„2001 begann ich mein Germanistikstudium an der Université Lomé und schrieb 2006 meine Magisterarbeit über „Die verlorene Menschlichkeit in Peter Weiss’ Dokumentarstück Die Ermittlung: Dokumentartheater als wirklichkeitstreues Theater“. 2007 und 2008 absolvierte ich erfolgreich ein pluridisziplinäres Vorpromotionsstudium, in dem ich meine Vorpromotionsarbeit „Vom epischen zum intermedialen Theater: Untersuchung an Bertolt Brechts Stück Der aufhaltsame Aufstieg des Artuo Ui“ verteidigte. Am 6. September 2012 wurde ich als Stipendiat im CEnT-Doktoratskolleg „Figuration Gegenkultur“ aufgenommen.
Im Rahmen des Doktoratskollegs gehe ich auf das Thema „Vom epischen zum intermedialen Theater: gegenkulturelle Tendenzen im postdramatischen Theater“ ein und analysiere komparatistisch die früheren theatralen Praxisformen und die gegenkulturellen Theaterphänomene in Hinblick auf bestimmte ausgewählte theatrale Zeichenverwendungen europäischer und außereuropäischer Herkunft.
Neben dem Studium arbeite ich als Deutschlehrer und als wissenschaftlicher Assistent der Deutschabteilung an der Universität von Lomé. Außerdem bin ich freier Schauspieler und Regisseur.“
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Friederike Wolfrum (Anglistik) |
„In den Jahren 2000-2006 habe ich an der Universität Bonn und an der University of Arizona (als Stipendiatin des DAAD) mein Magisterstudium der Anglistik und der Informatik absolviert. Von 2008 bis 2012 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bonn tätig, wo ich das Thema für meine Dissertation entwickelte: “Nympholepsy in British Literature of the Early Nineteenth Century: Revolutionary Poetics, Sexual Politics, and Ideological Mythopoeia.”
In meiner Dissertation betrachte ich die englische Romantikergeneration um den Literaten Leigh Hunt als gegenkulturelle Gruppierung. In ihren Texten untersuche ich die ideologisch motivierte Transformation des altgriechischen Mythos der Nympholepsie, welchen die Romantiker als autoritätsverleihenden Gründungsmythos für ihr Bild des Dichters instrumentalisierten.
Zum 01.10.2012 habe ich meine Stelle als Universitätsassistentin für das Doktorandenkolleg der Forschungsplattform CEnT angetreten und freue mich nun auf eine ertragreiche Zusammenarbeit mit den Kollegiaten und Kollegiatinnen.“
DozentInnen des Doktoratskollegs:
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Univ.-Prof. Dr. Lynne Chisholm (Institut für Erziehungswissenschaft) - Sprecherin |
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Univ.-Prof. Dr. Erich Kistler (Institut für Archäologien) - Stellv. Sprecher |
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Univ.-Prof. Dr. Timo Heimerdinger (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie) |
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Univ.-Prof. Dr. Martin Korenjak (Institut für Sprachen und Literaturen, Bereich: Gräzistik/Latinistik) |
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Univ.-Prof. Dr. Birgit Mertz-Baumgartner (Institut für Romanistik) |
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Univ.-Prof. Dr. Ursula Moser (Institut für Romanistik) |
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Univ.-Prof. Dr. Ingo Schneider (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie) |
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Univ.-Prof. Dr. Sabine Schrader (Institut für Romanistik) |
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| Univ.-Prof. Dr. Christoph Ulf (Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik) |
Hier finden Sie die Abstracts der Projektbeschreibung in deutscher und englischer Version:
Figuration 'Counter-Culture' (en)
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