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Das Buch der Weisheit, Kapitel 11

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Weish 11,1 Sie ließ alles gelingen, was sie unter der Führung des heiligen Propheten unternahmen.
Weish 11,2 Sie zogen durch eine unbewohnte Wüste und schlugen in unwegsamen Gegenden ihre Zelte auf.
Weish 11,3 Sie leisteten ihren Feinden Widerstand und wehrten ihre Gegner ab.
Weish 11,4 Als sie dürsteten und dich anriefen, wurde ihnen Wasser aus schroffem Fels gegeben, sodass sie ihren Durst stillen konnten aus hartem Gestein.
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Das Volk Gottes und seine Feinde - sieben Vergleiche: 11,5-19,22

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Das Wasser des Nil - das Wasser aus dem Felsen

Weish 11,5 Denn was ihren Feinden zur Strafe wurde, das empfingen sie als Wohltat in ihrer Not.
Weish 11,6 Der ständig fließende Strom wurde durch schmutziges Blut getrübt.
Weish 11,7 So wurden jene für den befohlenen Kindermord gestraft. Diesen aber gabst du wider Erwarten reichlich Wasser,
Weish 11,8 nachdem du ihnen vorher durch ihren Durst gezeigt hattest, wie ihre Gegner von dir bestraft wurden.
Weish 11,9 Denn als sie geprüft und, wenn auch nur milde, zurechtgewiesen wurden, da erkannten sie, wie die Frevler im Zorn gerichtet und gepeinigt worden waren.
Weish 11,10 Sie hast du wie ein mahnender Vater auf die Probe gestellt, die Frevler aber wie ein strenger König gerichtet und verurteilt.
Weish 11,11 Fern von den Gerechten wurden sie ebenso geplagt wie damals, als sie ihnen noch nahe waren;
Weish 11,12 denn zweifaches Leid und Seufzen brachte ihnen die Erinnerung an das Vergangene:
Weish 11,13 Als sie nämlich hörten, dass ihre eigene Bestrafung jenen sogar zur Wohltat geworden war, da erkannten sie das Wirken des Herrn.
Weish 11,14 Den sie einst ausgesetzt und weggeworfen, den sie mit Hohn abgewiesen hatten, den mussten sie am Ende von allem bestaunen, nachdem sie einen viel schlimmeren Durst gelitten hatten als die Gerechten.
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Erste Einschaltung: Gottes Art zu strafen

Weish 11,15 Zur Strafe für ihre frevlerische Torheit, in die sie sich verirrt hatten, als sie vernunftloses Gewürm und armseliges Ungeziefer verehrten, sandtest du ihnen eine Menge vernunftloser Tiere.
Weish 11,16 Sie sollten erkennen: Man wird mit dem gestraft, womit man sündigt.
Weish 11,17 Für deine allmächtige Hand, die aus ungeformtem Stoff die Welt gestaltet hat, wäre es keine Schwierigkeit gewesen, eine Menge von Bären gegen sie zu senden oder grimmige Löwen
Weish 11,18 oder unbekannte, neu geschaffene, wuterfüllte Tiere, die Feuer sprühenden Atem aushauchen oder zischenden Dampf ausstoßen oder schreckliche Funken aus den Augen sprühen.
Weish 11,19 Nicht nur ihre verderbliche Gewalt hätte sie zermalmen, schon ihr Furcht erregender Anblick hätte sie vernichten können.
Weish 11,20 Aber abgesehen davon hätten sie durch einen einzigen Hauch fallen können, verfolgt von deinem Strafgericht und fortgeweht vom Sturm deiner Macht. Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.
Weish 11,21 Denn du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten. Wer könnte der Kraft deines Arms widerstehen?
Weish 11,22 Die ganze Welt ist ja vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage, wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt.
Weish 11,23 Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie sich bekehren.
Weish 11,24 Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast; denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen.
Weish 11,25 Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?
Weish 11,26 Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens.
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