Forschung
Schwerpunkt: Globaler Wandel - regionale Nachhaltigkeit
Der Forschungsschwerpunkt Globaler Wandel - regionale Nachhaltigkeit" setzt sich mit global wirksamen Prozessen (Stichworte: Folgen des Klimawandels, Globalisierung, sozioökonomischer Wandel) und daraus resultierenden Erscheinungen auf regionaler und lokaler Ebene auseinander. Für diese Maßstabsebene werden zukunftsfähige Lösungen angestrebt, die zu einer nachhaltigen Sicherung des Lebensraums beitragen.
Innerhalb des Forschungsschwerpunkts bestehen derzeit die Forschungsbereiche Stadt- und Regionalforschung, Entwicklungsforschung, Naturgefahren- und Risikoforschung, Klima- und Gletscherforschung sowie Dendrochronologie. Neben der regionalen Fokussierung auf alpine Räume (z.B. Tirol Atlas) stehen andere Extremräume im Vordergrund der regionalen Betrachtung.
Arbeitsgruppen
- Bodenkunde und Landschaftsökologie - Leitung: Dr. Clemens Geitner
- Dendrochronologie - Leitung: Dr. Kurt Nicolussi
- Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung - Leitung: Prof. Dr. Martin Coy
- Landeskunde - Leitung: Dr. Josef Aistleitner
- (Amenity) Migration/ethnische Minderheiten - Leitung: Dr. Ernst Steinicke
- Mountain Dynamics Group - Leitung: Dr. Johann Stötter und Dr. Friedrich Schöberl
- Stadt- und Regionalforschung
Regionale Schwerpunkte
- Tirol, Südtirol, Alpenraum
- Island, Skandinavien
- Afrika
- Lateinamerika, Brasilien, Amazonien
- Kalifornien
Forschungsprojekte / Publikationen
Die Weltumweltkonferenz von Rio de Janeiro (1992) hat eine breite Öffentlichkeit für die Phänomene des Globalen Wandels sensibilisiert. Die Erkenntnis, dass die bis in die lokale Ebene spür- und erkennbaren Folgen nachhaltiger Lösungen in regionaler/lokaler Dimension bedürfen, wurde durch die AGENDA 21 manifestiert. In einer der Folgekonferenzen (Amsterdam 2001) wurde dem fachübergreifenden Charakter der Probleme Rechnung getragen und die sog. "Earth System Science Partnership" formuliert, die eine holistische Auseinandersetzung mit dem Thema einfordert. Dieser Problemstellung gegenüber steht die sog. Mensch Umwelt-Beziehung als immanentes Paradigma der Geographie. Die Auseinandersetzung mit dem Problemkreis "Globaler Wandel - regionale Nachhaltigkeit" ist also quasi eine natürliche Aufgabenstellung für die Geographie.
An dem vom Institut für Geographie getragenen Forschungsschwerpunkt sind auch Mitarbeiter der Institute für Meteorologie und Geophysik sowie Geologie und Paläontologie beteiligt. Die Forschungen von etwa 20 Wissenschaftlern der Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften sowie etwa 25 wissenschaftliche Drittmittelangestellte können dem Forschungsschwerpunkt zugeordnet werden. Mit mehreren anderen Forschungsschwerpunkten bestehen enge Kontakte bzw. gemeinsame Forschungsaktivitäten: