Dienstag, 16.06.2026
18:00 - 20:00 Uhr
Hörsaal 4, Geiwi-Turm, Innrain 52, 6020 Innsbruck
Anmeldung ist nicht erforderlich
Eintritt / Kosten: keine
Dr.in Daria Jadreškić, Postdoc, Projekt „Leaky Pipeline und Karriereverläufe von Frauen in MINT-Fächern“, FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck
Univ.-Prof. Dr. Dirk Rupnow, Vizerektor für Personal
Assoz. Prof. Dr.in Kordula Schnegg, Philosophisch historische Fakultät
Assoz. Prof. Dr. Thomas Schubatzky, Institut für Fachdidaktik, Didaktik der Physik
Moderation: Dr.in Alexandra Weiss, Büro für Gleichstellung und Gender Studies, Bereich Diversität und Gender Studies
Der Exzellenzdiskurs spielt in hochschulpolitischen Reformen eine wesentliche Rolle und bestimmt seit etwa einem Vierteljahrhundert den Universitätsalltag. Schien es anfangs so, als ob gleichstellungspolitische Ziele die „natürliche“ Voraussetzung von wissenschaftlicher Exzellenz seien, stellte sich nach und nach heraus, dass in den Universitätsleitungen eher ein marktlogisches Verständnis von Gleichstellungs- und Diversitätspolitik in den Fokus rückte. Gerechtigkeitstheoretische Aspekte schienen dabei eine geringe Rolle zu spielen. Resultat davon war in gewisser Weise eine Fortführung der Privilegierung von privilegierten Gruppen und die Marginalisierung von marginalisierten Gruppen – mit anderen Mitteln.
Nun müssen Universitäten nicht nur fachlichen Kriterien genügen, sondern auch Gerechtigkeitsansprüche erfüllen, denn Wissenschaft ist nicht zuletzt eine „gesellschaftliche Veranstaltung“. Wer teilhaben kann und wer nicht, ist eine politische Frage, die Konsequenzen für die Inhalte von Wissenschaft und die Definition von Wissenschaftlichkeit hat. Forderungen nach Gerechtigkeit werden mit dem Konzept der Diversität umfassender definiert und es stellt sich die Frage, wie sie mit dem traditionellen Verständnis von Exzellenz vereinbar sind.
In der Diskussion möchten wir mehrere Fragen diskutieren:
•Wie wollen wir heute Exzellenz verstehen?
•Was bedeutet die Unschärfe des Begriffs der Exzellenz für hochschulpolitische Strategien und für verschiedene Fächerkulturen?
•Wie können die beiden Konzepte – Exzellenz und Diversität – produktiv zusammengedacht werden?
Mit den eingeladenen Podiumsgästen möchten wir verschieden Ebenen und Perspektiven zum Thema ins Gespräch bringen. Wir sind aber auf Ihre und Deine Beteiligung und Ideen angewiesen, um den Prozess weiter zu treiben, zu verbreitern und dem Thema gerecht zu werden.
Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und Ihre und Deine Ideen!
Büro für Gleichstellung und Gender Studies