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Herz-Jesu-Sonntag 2004

Autor:Niewiadomski Jozef
Veröffentlichung:
Kategoriekommentar
Abstrakt:
Publiziert in:Kurzfassung wurde in: Kirche. Sonntagszeitung für die Dizese Innsbruck 25 vom 20. Juni 2004 veröffentlicht
Datum:2004-06-21

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

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Das Bild und die Botschaft verstören. Werden in der religiösen Landschaft auch kaum gefragt. Die Durchsetzungsfähigen und Aufsteiger halten ja heutzutage bloß Ausschau nach Vorbildern, fragen nach Rezepten und Regeln. Damit sie noch effizienter werden. Und „cooler"! Die Ausgebrannten und Gescheiterten jagen nach Sündenböcken und kämpfen gegen Kirche, Gott und Welt, arbeiten so ihren Lebensfrust ab. Werden auch immer zynischer. Und auch sie „cooler"!  Selbst jene, die zur Prozession gehen, das Treuegelöbnis schwören, Mut zum Bekenntnis haben, zeigen sich  „cool". Bringen halt eine Prise des Nonkonformismus in den Einheitsbrei der liberalen Kultur. Und trotzdem tragen auch sie durch ihr Verhalten kaum dazu bei, dass unsere Öffentlichkeit den spezifischen Sinn des Herz Jesu Festes begreift. Wir alle: die Progressiven und die Konservativen kommen  ja letzendlich mit unserem religiösen Tun der Botschaft des „geöffneten Herzens" zuvor.  Entweder lieben wir dieses Herz oder ignorieren es, kritisieren die Frömmigkeit oder geißeln die Laxheit im religiösen Eifer. Doch immer sind es „wir" und immer ist es unser eigenes Tun.

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Beim Glauben, der sich im Symbol des Herzens Jesu verdichtet, geht es aber nicht um unser Tun, sondern schlicht und einfach  um das Zulassen. Dass ich geliebt werde. Und dies ohne wenn und aber! Wenn Du dieses Herz anschaust, dann wisse, dass dieses Herz alle geliebt hat: ja alle liebt. Selbst diejenigen, die es ablehnen, sich lieben zu lassen - dichtete vor Jahren Karl Rahner - und kam an das Geheimnis des Festes so nahe, wie kaum ein anderer. Sich lieben lassen und cool bleiben? Irgendetwas bleibt da auf der Strecke.

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