„Bonjour Autriche“. Brenner-Archiv veranstaltete Symposion in Bregenz

Am 5. Februar 2009 fand im Kornmarkttheater in Bregenz das Symposion „Bonjour Autriche“ statt, auf dem die kulturellen Beziehungen zwischen Frankreich und Österreich in den Jahren 1945 bis 1955 diskutiert wurden.
Die Zeitzeuginnen Gertrud Ettenberger und Jutta Höpfel, die Moderatorin Ulrike Längle und Oscar Sandner (von rechts).
Bild: Die Zeitzeuginnen Gertrud Ettenberger und Jutta Höpfel, die Moderatorin Ulrike Längle und Oscar Sandner (von rechts).

Bereits in den Begrüßungsworten von Prof. Dr. Johann Holzner (Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Innsbruck), Mag. Gabriela Dür (Wissenschaftsabteilung des Landes Vorarlberg), Prof. Dr. Eva Lavric (Frankreich-Schwerpunkt der Universität Innsbruck) und Prof. Alain Fourgeaux (Direktor des Institut Français d’Innsbruck) wurde die Bedeutung der kulturellen Aktivitäten der französischen Besatzungsbehörden in Tirol und Vorarlberg hervorgehoben.Die Vorträge über die Kulturpolitik in Vorarlberg nach 1945 (Peter Niedermair, Bregenz) und die Aktivitäten für Studierende, junge Künstler und Literaten in Tirol (Verena Zankl, Innsbruck) legten das inhaltliche Fundament für weitere Diskussionen am Nachmittag.

 

Ausgehend von Einzeldarstellungen zur Kulturzeitschrift „Wort und Tat“ (Roger Vorderegger, Bregenz), zum Künstler und Kulturkritiker Claus Pack (Raffaela Rudigier, Dornbirn) sowie  zur Rezeption des Schriftstellers und Volkskundlers Richard Beitl (Jürgen Thaler, Bregenz) wurde ein Einblick in das kulturelle Leben dieser Zeit gegeben. Die lebhafte Diskussionsrunde mit den Zeitzeuginnen Gertrud Ettenberger, Jutta Höpfel und Oscar Sandner unter der Moderation von Ulrike Längle war der Höhepunkt der Tagung, die ihren Abschluss fand in der Lesung aus Josef Leitgebs Übersetzung von Antoine de Saint-Exupérys „Lettre à un otage“ (Hubert Dragaschnig) und dem Vortrag über die Literatur in Tirol und Vorarlberg (Sandra Unterweger), der die Ergebnisse der Tagung noch einmal zusammenfasste.

 

Das Symposion präsentierte erste Forschungsergebnisse des Projekts „Der Einfluss der französischen Kulturpolitik 1945–1955 auf das literarische und kulturelle Leben in Vorarlberg und Tirol“, an dem seit Anfang 2006 am Forschungsinstitut Brenner-Archiv in Kooperation mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv in Bregenz gearbeitet wird. Die Ergebnisse des Symposions sowie weitere Aufsätze zur kulturellen und literarischen Situation 1945–1955 (mit Fotos, Veranstaltungsprogrammen, literarischen Texten und anderen Dokumenten) werden Ende 2009 in der Reihe „Edition Brenner-Forum“ veröffentlicht.

 

Das Symposion wurde finanziert vom Frankreich-Schwerpunkt der Universität Innsbruck und von der Wissenschaftsabteilung des Landes Vorarlberg.

 

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(ip)