Freitag, 22.05.2026
19:00 Uhr
Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5 / 10. Stk.
Anmeldung ist nicht erforderlich
Eintritt / Kosten: Eintritt frei
Freitag, 22. Mai, 19 Uhr
[Nahaufnahme] Primo Levi & Heinz Riedt
„Ein unnormaler Deutscher, einer der sich mehr als Italiener gefühlt hat, ein Partisan, kein Nazi“ – so schreibt Levi über Riedt, den Deutschen, den der Turiner Chemiker und Schriftsteller als Übersetzer seines Hauptwerks, die Verarbeitung seiner Zeit im Vernichtungslager Auschwitz Se questo è un uomo, bekam. Aus der Arbeitsbeziehung wurde eine lebenslange Freundschaft, von der ein kürzlich veröffentlichter Briefwechsel zeugt. Was verband Levi mit seinem Übersetzer? Wer war Heinz Riedt, der zu der Gruppe Deutscher gehörte, die während des Zweiten Weltkriegs im von den Deutschen besetzten Italien den antifaschistischen Widerstand unterstützen, Partisanen wurden und ihr Leben riskierten?
Ein Abend über Sprache und Literatur, deutsch-italienische Sprachverwirrung und ein weitgehend unbekanntes Kapitel der neueren deutsch-italienischen Geschichte mit der Germanistin Elisabetta Mengaldo (Universität Padua) und dem Journalisten und Autoren Andreas Wassermann. Diskussion und Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Levi und Riedt (Einaudi 2024), sowie aus Wassermanns Doppelbiografie Der Partisan und der SS-Mann (Aufbau-Verlag 2025).
In Kooperation mit dem Institut für Germanistik.
Literaturhaus am Inn in Kooperation mit dem Institut für Germanistik.