Imagines Illustrium
Eine archäologische Porträtforschung
Prof. Dr. Dietrich Boschung (Archäologisches Institut der Universität Köln)
Der Wunsch, die prägenden Persönlichkeiten der Antike nicht nur aus literarischen Texten, sondern auch aus eigener Anschauung kennen zu lernen, führte seit der Renaissance zu einer Vielzahl von Benennungen der neu entdeckten Skulpturen. Das geschah manchmal spontan und willkürlich, oft aber mit nachvollziehbaren Argumenten. Die Statuen und Büsten wurden dadurch, oft unabhängig von ihrer ursprünglichen Bedeutung, zur Verkörperung der exemplarischen Eigenschaften und Leistungen historischer Figuren.
Der Vortrag bespricht unterschiedliche Versuche seit der Antike, durch die Verknüpfung von Namen und Bildnissen eine imaginierte Vergangenheit zu veranschaulichen und zu ordnen. Er zeigt Voraussetzungen und Methoden der Benennungen des 16. und 17. Jahrhunderts, ihren unterschiedlichen Erfolg und ihren Einfluss auf die aktuelle Porträtforschung.
Campus Innrain
Ágnes-Heller-Haus
Kleiner Hörsaal U1J090 (U1)
Innrain 52a
6020 Innsbruck
Teilnahme
Eintritt frei
Veranstalter
Archäologien
Archäologische Gesellschaft Innsbruck
Kontaktpersonen
Florian Müller
Florian.M.Mueller@uibk.ac.at
+43 512 50740808
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