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Christen: Widersteht der FPÖ und ihrer Propaganda!

Autor:Dekane der theologischen Fakultäten in Österreich u.a. 
Veröffentlichung:
Kategoriekommentar
Abstrakt:Aufruf
Publiziert in:Presseaussendung vom 22. Mai 2009
Datum:2009-05-26

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

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1. Christen glauben an die gleiche Würde aller Menschen: Alle sind - unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, Hautfarbe - von Gott geschaffen und seine Ebenbilder. Der christliche Glaube ist deshalb unvereinbar mit Rassismus.

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Die FPÖ macht Stimmung gegen Menschen anderer Nationalität, Sprache, Religion und Hautfarbe. Sie will staatliche Sozialleistungen nicht vom Recht, sondern von der Staatsbürgerschaft abhängig machen und vertritt eine offen rassistische Politik.

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2. Die katholische Kirche bekennt sich heute - nach dunklen Jahrhunderten der Verfolgung Andersgläubiger und Andersdenkender - in ihrer offiziellen Lehre zur modernen Demokratie, in der die Religionsgemeinschaften auf Basis der Religionsfreiheit gleichberechtigt zusammenleben.

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Die FPÖ vertritt die gefährliche Ideologie einer homogenen „christlichen" Volksgemeinschaft („Abendland in Christenhand"), aus der alle Andersgläubigen und Andersdenkenden ausgegrenzt werden.

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3. Mit Hochachtung betrachtet die katholische Kirche die Muslime. Das II. Vatikanische Konzil und alle Päpste seither stehen ein für eine Haltung des Dialogs und Respekts gegenüber dem Islam und anderen Religionen.

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Die FPÖ missbraucht - so wie andere Parteien in Europa - eine verbreitete Angst gegenüber dem Islam für ihre politischen Zwecke, schürt Feindschaft gegenüber dem Islam und hetzt gegen die Anhänger dieser Religion.

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4. Das Christentum hat seine Wurzel im Judentum, im von Gott geliebten Volk des Bundes. Die Juden sind unsere älteren Brüder und Schwestern. Deshalb enthält die offizielle Lehre der katholischen Kirche eine eindeutige, scharfe Verurteilung jeder Form von Judenfeindschaft und Antisemitismus.

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Die FPÖ vertritt offen antisemitische Haltungen und Äußerungen sowie Anfeindungen von Funktionären der Israelitischen Kultusgemeinde.

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5. Den Kern der Botschaft Jesu bildet die Liebe und Achtsamkeit für die Ausgegrenzten, für die an den Rand Gedrängten, für die Armen und Schwächsten der Gesellschaft, und die Solidarität mit den Notleidenden.

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Die FPÖ agitiert gerade gegen die Schwächsten in der Gesellschaft, die sich nicht wehren können, und gegen Menschen, die Hilfe brauchen: gegen Asylbewerber, die bei uns das Grundrecht des Schutzes vor Verfolgung und Krieg in Anspruch nehmen, gegen Flüchtlinge und Ausländer.

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Deshalb ist die klare Abgrenzung zur FPÖ eine Bekenntnisfrage für Christen geworden. Wir protestieren auf das Schärfste gegen eine Vereinnahmung des Christentums und seiner Symbole für die Parteipolitik der FPÖ, deren Propaganda in wesentlichen Elementen dem Geist des Evangeliums Jesu widerspricht. Wir rufen die Christen und Christinnen der verschiedenen Konfessionen auf, sich mit allen Kräften gegen eine Gewöhnung an eine Sprache und Politik des Hasses gegen „die Anderen" einzusetzen.

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Dr. Luitgard Derschmidt, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreichs

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Dr. theol. Ernst Fürlinger, Donau-Universität Krems

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Sr. Kunigunde Dr. Fürst, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs

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Univ.-Prof. Dr. Ingeborg Gabriel, Universität Wien, Institut für Sozialethik, Katholisch-Theologischen Fakultät

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Abt Christian Haidinger, Stift Altenburg

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Univ.-Prof. Dr. Martin Jäggle, Universität Wien, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

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Univ.-Prof. Dr. Ilse Kögler, Prorektorin, Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz

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Mag. Magda Krön, Präsidentin des Katholischen Akademiker/innenverbandes Österreichs

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Univ.-Prof. Dr. Józef Niewiadomski, Universität Innsbruck, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

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Univ.-Prof. Dr. Rudolf Pacik, Universität Salzburg, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

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Dr. Peter Pawlowsky, design. Vizepräsident des Katholischen Akademiker/innenverbands Österreichs

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P. Mag. Erhard Rauch SDS, Generalsekretär, Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs

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Ao. Univ.-Prof. Dr. Kurt Remele, Universität Graz, Institut für Ethik und Gesellschaftslehre,
Katholisch-Theologische Fakultät Ao. Univ.-Prof. Dr. Kurt Remele, Universität Graz, Institut für Ethik und Gesellschaftslehre, Katholisch-Theologische Fakultät

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Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger, Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz

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Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg

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Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christa Schnabl, Vizerektorin der Universität Wien

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Dr. Paul Schulmeister, Publizist

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