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START-Preis für Innsbrucker Theologen

Autor:Schwager Raymund, Niewiadomski Jozef, u.a. 
Veröffentlichung:
Kategoriefak
Abstrakt:Mitarbeiter der Theologischen Fakultät wurde mit der höchsten österreichischen Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet
Publiziert in:
Datum:2001-10-07

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

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Der START-Preis beträgt jährlich 1,5 bis 2,5 Millionen ATS und wird für sechsjährige Projekte vergeben. Er ist damit der wichtigste und höchst dotierte Wissenschaftspreis für Nachwuchswissenschaftler in Österreich.

Clemens Sedmak wurde als erster Theologe und Philosoph mit dem START-Preis ausgezeichnet. Er setzt sich in seinem Forschungsprojekt mit grundlegenden Fragen der Wissenschaft auseinander: Was kann die Universität zum Gemeinwohl und zum Lösen drängender Probleme beitragen, welchem Ethos ist sie verpflichtet? Er geht der Frage nach, wie in den Geistes- und Sozialwissenschaften Theorien konstruiert werden und ob es möglich ist, im Rahmen dieser Theorienbildung eine "Option für die Armen" zu verfolgen.

Der österreichische START-Preis wird seit 1996 verliehen. Seither erhielt mit einer Ausnahme in jedem Jahr auch ein Innsbrucker Wissenschaftler den begehrten Preis. Die Universität Innsbruck führt damit das Spitzenfeld der österreichischen Nachwuchsforschung an.

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Projektbeschreibung: Theorien und Commitments

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Der Theologe und Sozialtheoretiker Clemens Sedmak forscht am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck. Nach drei Studienabschlüssen und zwei Habilitationen, Post-graduate-Studien in New York und Zürich und mehrfachen ausländischen Forschungsaufenthalten widmet sich Sedmak in dem interdisziplinären und internationalen Projekt den Bedingungen und Mechanismen der Theorienbildung in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

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Vor allem die wechselhafte Einflussnahme von wissenschaftlicher Arbeit und außerwissenschaftlichem Kontext, also die Frage nach Gestaltungsspielraum und Wertefreiheit der Wissenschaft, steht im Zentrum seiner Forschung. Soll Wissenschaft z. B. so betrieben werden, dass soziale Ungerechtigkeiten abgebaut werden? Oder führt die aus der lateinamerikanischen Theologie entwickelte "Option für die Armen" bereits zur Ideologiebildung und ist daher mit der Grundidee wissenschaftlicher Arbeit nicht mehr vereinbar? Das Projekt stellt sich mit diesen Fragestellungen einem in der Öffentlichkeit zunehmenden Diskurs über die Verantwortung der Wissenschaft.

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Aus: Das Informationsmagazin des Wissenschaftsfonds 38_9/2001, 7.

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