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Apostolischer Stuhl und Friedensmission. Seine Verantwortung als Völkerrechtssubjekt
(Arbeitskreis zum Fakultätstag 2002: Theologie treiben in Zeiten des Krieges)

Autor:Rees Wilhelm, Breitsching Konrad
Veröffentlichung:
Kategoriekommentar
Abstrakt:
Publiziert in:# Beitrag am Fakultätstag 2002: Theologie treiben in Zeiten des Krieges
Datum:2002-03-30

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

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Der Arbeitskreis befaßte sich mit der Völkerrechtssubjektivität des Heiligen Stuhls, seinen Beziehungen zu Internationalen Organisationen sowie seinem besonderen Auftrag in der Friedensfrage.

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Neben dem Vatikanstaat (Città del Vaticano) fungiert auch die Katholische Kirche mit ihrem Zentralorgan, dem Apostolischen Stuhl, als Subjekt des internationalen Rechts. Die Völkerrechtssubjektivität des Apostolischen Stuhls findet ihren praktischen Ausdruck neben dem Gesandtschaftsrecht und dem Recht zum Abschluß von Konkordaten vor allem in seiner internationalen Aktivität. Dabei steht die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Internationalen Organisationen im Zentrum der multilateralen internationalen Beziehungen des Heiligens Stuhls. Bereits im Jahr 1964 wird die Stelle eines Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen geschaffen. Die Kirche anerkennt die Rolle der Internationalen Organisationen für den Friedensprozeß in der Welt und den Fortschritt der Völker (Zweites Vatikanisches Konzil, Gaudium et spes, Nr. 84). Insbesondere hat Papst Johannes Paul II. in seinen Reden 1979 und 1995 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Heilssendung der Kirche als Antriebskraft seiner internationalen Tätigkeit unterstrichen. Zahlreiche Ansprachen von Paul VI. und Johannes Paul II. spiegeln die Verantwortung des Apostolischen Stuhls für den Frieden wider. Die Rede Papst Pauls VI. vor der UNO (4.10.1965), die Reden Johannes Pauls II. vor der UNO (2.10.1979 und 5.10.1995), dessen Ansprachen nach dem 11. September 2001, dessen Botschaft zur Feier des Weltfriedenstages (1.1.2002) sowie dessen Ansprache an die Vertreter der Weltreligionen beim Gebetstag für den Weltfrieden in Assisi (24.1.2002) standen im Mittelpunkt des Arbeistkreises.

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