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Univ.-Prof. Dr. Hans Bernhard Meyer SJ

Autor:Pacik Rudolf
Veröffentlichung:
Kategoriefak
Abstrakt:Am 26. Februar 2002 ist der Univ.-Prof. Dr. Hans Bernhard Meyer SJ in Innsbruck verstorben. Das Requiem mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, dem 8. März 2002, um 14 Uhr in der Innsbrucker Jesuitenkirche statt.
Publiziert in:# Originalbeitrag für den Leseraum
Datum:2002-03-05

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

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Am Morgen des 26. Februar 2002 ist Univ.-Prof. Dr. Hans Bernhard Meyer SJ in Innsbruck verstorben. Seine schwere Krankheit, die ihn immer mehr schwächte, hat er viele Jahre mit Geduld und Disziplin ertragen.

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Hans Bernhard Meyer wurde am 23. Dezember 1924 in Mannheim geboren. 1942 zog man ihn zur deutschen Wehrmacht ein. Aus dem Krieg heimgekehrt, studierte er zunächst Philosophie in Freiburg/Br. 1946 begann er das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Pullach bei München. Von 1948 an absolvierte er die ordensüblichen Studien der Philosophie (in Pullach und Chantilly) und der Theologie (in Frankfurt/M.-St. Georgen und Innsbruck) sowie das Tertiat (in Salamanca). Im Herbst 1958 kam er nach Innsbruck, um an der Theologischen Fakultät bei Univ.-Prof. Dr. Josef Andreas Jungmann sein Doktoratsstudium abzuschließen. Am 11. Juli 1959 promovierte er zum Doktor der Theologie. Während der folgenden Jahre bereitete P. Meyer in München, Rom, Trier und Tübingen seine Habilitationsschrift vor. Am 17. Dezember 1964 wurde er zum Universitätsdozenten der Theologischen Fakultät Innsbruck für das Fach Pastoraltheologie ernannt.

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Seit 1966 wirkte er an der Innsbrucker Fakultät als Professor: bis 1969 für Moraltheologie und Gesellschaftslehre, 1969 bis 1995 für Liturgiewissenschaft - als Nachfolger seines Lehrers Josef Andreas Jungmann. Von ihm übernahm P. Meyer auch die Schriftleitung der „Zeitschrift für katholische Theologie", die er bis Ende 1998 innehatte. Zweimal war er Dekan der Theologischen Fakultät: 1967/68 und 1979-1981. In den siebziger Jahren initiierte P. Meyer ein großes wissenschaftliches Projekt und betreute es bis 2001 als federführender Herausgeber: das auf acht Teile angelegte Handbuch der Liturgiewissenschaft „Gottesdienst der Kirche", das seit 1983 im Verlag Friedrich Pustet (Regensburg) erscheint. Er selbst hat dafür den Band „Eucharistie" verfasst.

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Mehrere Jahrzehnte hindurch gehörte P. Meyer wichtigen liturgischen Gremien an: 1966 bis 1996 der Liturgischen Kommission für Österreich (LKÖ), 1971 bis 1996 der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen im deutschen Sprachgebiet (IAG). 1969 bis 1975 leitete er die Subkommission „Buße" zur Vorbereitung des Gebet- und Gesangbuchs „Gotteslob" und war zugleich Mitglied der Hauptkommission. Auch an der Erarbeitung des Rituale-Teils „Ordo Paenitentiae" war er maßgeblich beteiligt.

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Zum 70. Geburtstag widmeten ihm Kollegen, Schüler und Freunde eine Festschrift: Bewahren und Erneuern. Studien zur Messliturgie. Hg. von R. Meßner, E. Nagel und R. Pacik. Innsbruck: Tyrolia 1995 (Innsbrucker theologische Studien Bd. 42). Eine Auswahl von Aufsätzen P. Meyers enthält der anlässlich seines 75. Geburtstags erschienene Band: Zur Theologie und Spiritualität des christlichen Gottesdienstes. Münster: LIT-Verlag 2000 (Liturgica Oenipontana Bd. 1).

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P. Meyers wissenschaftliches Werk zeigt eine große Vielfalt an historischen, systematischen und pastoralliturgischen Themen. Liebe zur Theologie und zur Kirche verband sich mit einem wachen Blick für Fragen der Zeit. Sein weit über die Grenzen der Liturgiewissenschaft hinaus reichendes Wissen und sein Rat wurden in zahlreichen Gremien hoch geschätzt. Der lebendige, sinngerecht gefeierte Gottesdienst war ihm ein wichtiges Anliegen, das er nicht nur als Lehrer und Forscher vertrat, sondern ebenso als Zelebrant und Prediger zu verwirklichen suchte. Seine letzte, noch unveröffentlichte Arbeit, „Liturgie und Spiritualität", ist für den II. Teil von „Gottesdienst der Kirche" bestimmt. Dieser Beitrag fasst zusammen, was Hans Bernhard Meyer zeit seines Lebens beschäftigte.

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Das Requiem mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, dem 8. März 2002, um 14 Uhr in der Innsbrucker Jesuitenkirche statt.

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