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ZANUSI, Jacob

 

1. ZANUSI, Jacob (Giacomo)
Zanussy; ladinisch: Sanús, Sanúz,
Tschanuschi, Zanus, Zanuschi, Zanúts, Zanúz

BLECHINGER 1951, 21. KRONBICHLER 2001, 9.15.21.34.63
NAREDI-RAINER – MADERSBACHER 2007, 138
THIEME-BECKER 1947, Bd. 35/36, 411 f.
WURZBACH 1890. Bd. 59, 175

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Malergeselle, Maler-Prinz (ausgelernter Geselle), Maler, pictor aulicus, Hofmaler, Haushofmeister

3. BIOGRAPHIE

1679 geboren (genaues Datum unbekannt) in Buchenstein (ladinisch Fodom), im Weiler Ornela.
Vater: Johann Baptist  Zanús (1642-1730), Tischler. Möglicherweise Schulung bei Giuseppe Alberti (1640-1716) in Cavelese, Studienaufenthalt in Venedig, vielleicht bei Johann Carl Loth (1632-1698).
Lehrzeit: Geselle bei Maler Martin Schaumberger (1653-1712) in Salzburg und bei dem Brixener Hofmaler Nikolaus Weis
(1657-1737). Einfluss von Luca Giordano (1634-1705), Francesco Solimena (1657-1737), Johann Michael Rottmayr (1654-1730). 1705 Heirat mit Maria Ursula Schaumberger (1680-1724), der Tochter des Lehrherrn, in Salzburg; 13 Kinder.
Nach ihrem Tod im gleichen Jahr Heirat mit der Innsbruckerin Maria Ursula Theresia Kastnerin (1700?-1766) in Salzburg;
weitere 6 Kinder. 1705-1708/09 Aufenthalt im Schloss Seggau/Leibnitz. Ab 1709 Maler bei Fürsterzbischof Franz Anton Graf
von Harrach (reg. 1709-1727), ab 1714 Hofmaler, auch unter Erzbischof Leopold Anton von Firmian (reg. 1727-1744).
1729/30 schweres  Augenleiden, 1730 eigene kleine Werkstatt. Vermutlich  finanzielle Schwierigkeiten.
Schlaganfall und Tod am 24.12.1742 in Salzburg, Beerdigung am Friedhof St. Sebastian.

Seine  Werke, vorwiegend Altarbilder, in Salzburg, Tirol, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Südtirol, Trentino, Bayern und in den Sammlungen: Akademie der Bildenden Künste, Wien; Bayerische Staatsgemäldesammlung, München;  Diözesanmuseum Trient; Kunstsammlung der Diözese Linz; Kunstsammlung Stift  Admont; Nationalgalerie Prag; Österreichische Galerie, Wien; Residenzgalerie Salzburg.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Seit 1727, der Ankunft von Paul Troger (1698-1762) in Salzburg Freundschaft und Nachahmung. 1705-1709 im Dienst des Bischofs Franz Adolf Graf von Wagensperg (reg. 1702-1723) in Seckau, der 1690 als Domherr von Salzburg Zanusi  kennen gelernt hatte; sein Förderer. Weitere wichtige Auftraggeber waren die Fürsterzbischöfe von Salzburg.

 

5. WERKE

(TIROL)

5.1 Rattenberg, Pfarrkirche zum Hl. Virgilius
5.1.1 Glorie des Hl. Virgilius, Hochaltar
Öl auf Leinwand, 460x280 cm
Signatur: "Giacomo Zanusi pinsse in Salisburgo, 1728“
Restaurierung 1981 (DEHIO 1980, 630. FESTSCHRIFT 1984, 221 ff.)

Zweidiagonale Komposition ohne Aufsatzbild, schließt am oberen Rand mit einer dem Rahmen folgenden dunklen Wolke ab. Darunter Dreifaltigkeit, Gottesmutter und der Hl. Virgilius (um 700-784) mit Pluviale und Mitra. Außerdem weibliche Allegorien der drei göttlichen Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe). Rechts unten, vom Betrachter aus, ein großer Engel mit erhobenem Arm. Entlang des unteren Bildrandes architektonische Gestaltung durch ein halbkreisförmiges Gesims, das mit einem Sockel und einer darauf liegenden Kugel endet; an diesem befindet sich, als Steinrelief gezeigt, der österreichische Doppeladler.
Der Hl. Virgilius ist mit dem zweiten Salzburger Dommodell gezeigt, den er jedoch nicht gestiftet hat; dessen Weihe fand 1628 statt.
Zanusi übernahm Motive aus Paul Trogers (1698-1762) Deckenfresko der Salzburger Kajetanerkirche, 1728, z.B. die genannte Architektur, die Personifizierung der Tugenden, den großen Engel (vgl. KRONBICHLER 2001,65 f.). Ebenso die Wahl des Inkarnats, das sich zu den Extremitäten der Figuren hin stark rötet (vgl. BLECHINGER 1951, 69.)
.

5.1.2 Hl. Joachim und Anna mit Maria, Knappenchor
Öl auf Leinwand, 350x160 cm
Signatur: „Jac: Zanussi Pinx: Salisb. AN:1718” (KRONBICHLER 2001, 49. NEUHARDT 1995,9.)

Im Vordergrund Anna, die auf einem Stufenpodest sitzt und Maria im Lesen unterweist. Dahinter stehend ihr Mann Joachim; er schaut auf zu zwei adorierenden Engeln. Im oberen Bildteil Gottvater in hellblauer Gewandung, die farblich ident ist mit der des Joachim und der Marias. Gottvater, über hellen Wolken, wird von Putten und Engelsköpfen umgeben. In hellem Licht der Hl. Geist in Gestalt einer Taube, darunter Verweis auf Christus durch das herabschwebende Kind (animula), das ein Kreuz hält. Maria im Typus der Immaculata: Sie steht mit nackten Füssen auf der Schlange, dem Ursymbol der Sünde, gemäß dem Protoevangelium (Gen 3,15). Auf dem Kopf Marias ein Blütenkranz, der von Sternen umgeben ist (Symbol der Jungfräulichkeit ). Das aufgeschlagene Buch, in dem Maria eine Zeile mit dem rechten Zeigefinger verfolgt, zitiert einen Lobpreis Gottes (Jes 8,14). Mitte des unteren Bildrandes Doppelter Familienwappenschild, vermutlich der Stifter (vgl. KRONBICHLER 2001, 49.).
Einfluss von Johann Michael Rottmayr (1654-1730) in den Figurentypen, in der rötlich-braunen Gesamttönung und im grauvioletten Gewand des anbetenden Engels (vgl. BLECHINGER 1957,117.).
Altaraufbau von Meinrad Guggenbichler (1649-1739), (vgl. BLECHINGER 1951,27f.).

5.1.3 Rechter Seitenaltar, „Hl. Johannes Nepomuk“
Öl auf Leinwand, 230x120 cm
Signatur „Zanusi Pinx. Salisburgo 1730“ (vgl. KRONBICHLER 2001, 159.)

Der Heilige sitzt in einem dunklen Raum, vermutlich einem Gefängnis. Licht fällt auf seinen leicht zur Seite geneigten Kopf und auf das in seinem Schoß liegende Kruzifix, das er mit der rechten Hand stützt. Die Linke spreizt er vor der Brust. Die Augen sind geschlossen. Er trägt einen schwarzen Talar und ein weißes Rochett mit schmalem Spitzenrand. Darüber ein violettgraues Pelzcape mit zwei Schnurquasten. Über seinem Kopf deutet ein Goldreif schon den Heiligenschein an. Verweis auf sein Martyrium: Mühlstein mit Kette. Ein lebensgroßer Engel fasst mit der Rechten einen Palmzweig, Siegeszeichen. Die linke Hand hält er im Schweigegestus vor den Mund, da der Heilige das Beichtgeheimnis bewahrte und deshalb den Martyrertod erlitt.
Das Bildthema  ist das am häufigsten von Zanusi gewählte Sujet (vgl. KRONBICHLER 2001, 93.).
Der sitzende Heilige Johannes von Pomuk (1340/50-1383, Tod in der Moldau in Prag). Heiligsprechung 1721. Seit 1736 zweiter Diözesanpatron Salzburgs, der Vorrang kommt dem Hl. Rupert (696 Ankunft in Salzburg, Todesjahr unsicher) zu.

5.2 St. Johann in Tirol, Pfarrkirche
1732 der Himmelfahrt Mariens, Johannes dem Täufer und  dem Apostel Johannes geweiht
(vlg. WIRTENBERGER, 2002, o.S., Sp.1. Alle fünf Altarbilder stammen von Zanusi. FESTSCHRIFT 1984, 241.)

5.2.1 Hochaltar, „Glorie Mariens“
Öl auf Leinwand, 464x231 cm
Signatur: „Jac. Zanusi Pinsse in Salisburgo  1740“. Restaurierung 1976 (vgl. KRONBICHLER 2001, 190.)

Fast symmetrischer Bildaufbau. Im unteren Bereich Johannes der Evangelist und zu ihm durch Haltung und Blickkontakt in Beziehung stehend Johannes der Täufer; daneben die Heiligen Barbara und Katharina mit ihren Attributen Turm und Rad. Die obere Bildhälfte bildet das Zentrum: Maria kniet in leuchtend blauer Gewandung auf Wolken, umgeben von Engeln. Einer schwingt  ein Rauchfass, ein anderer stellt die Verbindung zum unteren Bildteil her, indem er zu dessen Gestalten schaut.
Helle Farben dominieren.

5.2.2 Linker Choraltar, „Hl. Johannes  Nepomuk“
Öl auf Leinwand, 253x120,5 cm
Signatur: „Jac. Zanusi, Pinsse in Salisburgo AN.1740“ (vgl. KRONBICHLER 2001, 191.)

Der Heilige kniet auf einem mit einem roten Überwurf ausgegeschlagenen Betstuhl, dahinter Säule mit Vorhang. Er hält ein Kruzifix, die Linke  hat er im Demutsgestus vor der Brust.
Kopfhaltung, Augen und Mund, sowie Kleidung gleichen der Darstellung in Rattenberg (vgl. 5.1.3.). Ebenso der stehende Engel, der mit der rechten Hand dem Heiligen einen Schlüssel zeigt und damit  an die Bewahrung des Beichtgeheimnisses erinnert.
Im aufgehellten oberen Bildteil zwei Putti, die Martyrerpalme und Lorbeerkranz bereithalten. Vor dem Betstuhl ein Löwe, der einen  Kronreif fasst und zu dem Heiligen schaut. Er ist im Kontext mit dem Wappen Böhmens und der Heimat des Martyrers zu verstehen (vgl. KRONBICHLER  2001, 97.).

Oberbild, „Hl. Martin“
Öl auf Leinwand, 112x72,5 cm
Restaurierung 1974 (vgl. KRONBICHLER 2001, 98.)

Martin von Tours (316-397), in blauem Gewand mit scharlachrotem Mantel und Metallhelm, reitet auf einem Schimmel  und hält mit der Rechten ein nach unten gerichtetes Schwert. Am Boden, als Halbfigur,  ein zu ihm aufblickender Bettler mit nacktem Oberkörper. Er nimmt die Hälfte von Martins  Mantelumhang entgegen. Im Bildhintergrund Andeutung einer Landschaft.

5.2.3 Rechter Choraltar, „Hl. Franziskus“
Öl auf Leinwand, 253x120,5 cm
Signatur: „Zanusi Pinx.“ 1740. Restaurierung 1974 (vgl. KRONBICHLER 2001,104.191.)

Der kniende Franz von Assisi (1181/82-1226) umfasst mit dem rechten Arm ein aufgerichtetes Kruzifix, mit dem linken verweist er darauf.  Sein Blick geht zum Betrachter. Dunkle Braun- und  Ockertöne dominieren. Das Licht fällt von oben auf den Gekreuzigten, die Kreuzesinschrift und auf drei adorierende kleine Engel. Am Boden ein aufgeschlagenes Buch und ein Totenkopf.

Oberbild, „Hl. Notburga“
Öl auf Leinwand, 112x 72,5 cm
Restaurierung 1974 (vgl. KRONBICHLER 2001, 191.)

Notburga (1265-1313), die einzige Tiroler Heilige, kniet, der Vita entsprechend als Dienstmagd sonntäglich gekleidet: Blauer Rock, weiße Bluse mit weiten Ärmeln und breitem Spitzenkragen, rotem  Mieder, weißer Schürze, Schlüsselbund. Zwei Engelsköpfe und die Heilige blicken zu der in der Luft schwebenden Sichel, dem Hinweis auf die Einhaltung der Sonntagsruhe. Unten ein Bauer mit breitkrempigem, dunklen Hut und eine kleine Kapelle mit Sonnenuhr. Hintergrund wenig ausgeführt.

5.2.4 Linker Seitenaltar, „Rosenkranzspende an den Hl. Dominikus“
Öl auf Leinwand, 253x120,5 cm
Signatur: „Zanusi“. 1740 (vgl. DEHIO 1980, 669; KRONBICHLER 2001,104.)

Dominikus (um 1170 bis 1221 ) in schwarz-weißem Ordenskleid, hält die Hände über der Weltkugel bittend zu Maria empor.
Sie kniet in entgegen gesetzter Richtung auf Wolken, rosa und hellblau gekleidet, und reicht ihm die linke Hand. Mit der Rechten zeigt sie einen herabhängenden Rosenkranz. Kleine Engel stützen ihren Mantel. Über Maria Christus, mit nacktem Oberkörper, mit Seitenwunde und rotem Mantelumhang in hellem Licht. Er umfaßt ein großes Kreuz und hält ein zur Erde gerichtetes Bündel Blitze. Unten versucht ein kleiner Engel einem Hund eine brennende Fackel wegzunehmen. Es ist ein Verweis auf den Dominikanerorden ( O.P.) „Domini canes.“

Oberbild, „Hl. Josef“
Öl auf Leinwand, 115x87cm, 1740
Restaurierung 1974 (vgl. KRONBICHLER 2001, 192.)

Brustbild des Heiligen. Er ist mit vollem, ergrauten Haar  und mit  Bart gezeigt, Blick nach oben. Beide Hände sind über der Brust gehalten, in der rechten Armbeuge zwei weiße Lilien, Symbole der Reinheit. In der Mitte unten ein Engelskopf. Hintergrund Brauntönung.

5.2.5 Rechter Seitenaltar, Knappenaltar, „Hl. Barbara und Hl. Maria Magdalena“
Öl auf Leinwand, 317x138,5 cm
Signatur: „Zanusi 1730“ (vgl. KRONBICHLER 2001, 107. DIALER 1982, 25f.)

Maria Magdalena kniet auf Wolken, zwei Engel reichen ihr ein Kreuz zur Verehrung. Büßende und sich anklagende Körper-haltung. Weißes Gewand und hellblauer Überwurf. Über ihr die Hl. Barbara, Patronin der Bergleute, sitzend. In der rechten
Hand ihr Attribut: Kelch und Hostie. Vornehme Kleidung:  Hellrosa Gewand, Schnürsandalen, Schmuck an der Brust, am
Hals, Arm und im Haar.

Oberbild, „Prophet Daniel“
Öl auf Leinwand, 116x83 cm, 1740
Restaurierung 1973 (vgl. KRONBICHLER 2001,160.)

Der Prophet wird als Patron der Bergarbeiter verehrt. Stark beleuchtete Gesichts- und Schulterpartie der Halbfigur. Grünes und braun-rotes Gewand.

5.2.6 Linker Pfeiler, „Unterweisung Marias durch die Hl. Anna“
Öl auf Leinwand, 162x111cm (vgl. KRONBICHLER 2001, 192.)

Große Helligkeit in der Farbgebung der beiden Figuren. Anna sitzt frontal, ist in Braun und Weiß gekleidet. Auf dem Schoß hält sie ein aufgeschlagenes Buch, in dem Maria , in Blau und Weiß , liest.

5.3. Schwaz, Pfarrkirche Unser Lieben Frauen Himmelfahrt
Vierschiffige Hallenkirche, Baubeginn 1460. Der linke Seitenaltar im nördlichen Schiff war für Bürger, nicht Knappen, bestimmt. (vgl. EGG 1992, 4.) Er ist eine Stiftung der gräflich Firmianschen Familie, deren Mitglieder Gewerken in Schwaz waren. Daher über dem Altarbild Zanusis das Wappen des Erzbischofs von Salzburg Leopold Anton Graf von Firmian ( reg. 1727-1744). Altar und Bild gelangten auf dem Wasserweg von Salzburg nach Schwaz (vgl. BLECHINGER 1951, 26.)
.

5.3.1 Linker Seitenaltar, „Maria Opferung“
Öl auf Leinwand, 250x170 cm
Signatur: „Jac. Zanusi P. Salisb.1730“ (vgl. KRONBICHLER 2001, 160. EGG 1971,172.)

Das Mädchen Maria kniet auf der obersten Stufe des hell erleuchteten Tempelaufgangs in Begleitung ihrer Mutter Anna, die die Arme weit ausstreckt. Ein zeichnerischer Mangel lässt das Gesicht gequetscht erscheinen. Der Hohepriester kommt aus dem Tempel Maria entgegen. Er trägt keine liturgische Gewandung, aber dieser nachempfunden ein blaues Untergewand, ocker-farbenes Obergewand und Ephod. Maria ist in Blau-Weiß mit gelbem Halstuch gekleidet. Durchblick in die Tempelhalle, davor eine große Säule mit gerafftem Vorhang. Staffagefiguren: Ein Bursche mit brennender Kerze und zwei bärtige Männer. Im
oberen Bildteil Rosen streuende Putti.
Gerade Linien, mehrfach gebrochen, fallen auf. In der diagonal angelegten Komposition dominiert das Prinzip, dunkle Figuren
vor hellen Hintergrund und umgekehrt zu stellen.

Hl. Josef. Aufsatzbild
Glockenform. Der als alter Mann gezeigte Heilige in Seitenansicht hält im linken Arm das Jesuskind, von dem nur der
Hinterkopf zu sehen ist. Darüber ein anbetender kleiner Engel.

5.4 Lanersbach, Gemeinde Tux im Zillertal, Pfarrkirche zum Hl. Thomas 1738/40
5.4.1 Engelsturz
Öl auf Leinwand, 250x170 cm

Vermutlich eigenhändige Wiederholung des Altarbildes der Pfarrkirche in Salzburg-Gnigl. Eine weitere Replik im Bischöflichen Knabenseminar Vinzentinum, Brixen (vgl. KRONBICHLER 1997, 63.).
Der Erzengel, in Laufstellung, setzt den rechten Fuß auf einen nach rückwärts stürzenden Engel. In der rechten Hand ein Schwert mit der Spitze nach unten, in der linken eine Kette zum Fesseln der gefallenen Engel. Der Erzengel ist mit blauem Brustpanzer, Lendenschurz Helm und mit  Schnürsandalen bekleidet; dominant der rote Mantelumhang. Im unteren Bildteil gefallene Engel, im oberen aufgehellte Wolken und Engelsputti.

6. ABBILDUNGEN

(TIROL)

RATTENBERG

6.1.1 Glorie des Hl. Virgilius
Abb.: Kronbichler  2001
6.1.2 Hl. Joachim und Anna mit Maria
Abb.: Kronbichler 2001
6.1.3 Hl. Johannes Nepomuk
Abb.: Kronbichler  2001


ST. JOHANN IN TIROL

6.2.1 Glorie Mariens
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.2 Hl. Johannes Nepomuk
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.2 Hl. Martin, Oberbild
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.3 Hl. Franziskus
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.3 Hl. Notburga, Oberbild
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.4 Rosenkranzspende
an den Hl. Dominikus
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.4 Hl. Josef
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.5 Hl. Barbara und
Hl. Maria Magdalena
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.5 Prophet Daniel, Oberbild
Abb.: Fischer Peter, St. Johann
6.2.6
Unterweisung Marias durch die Hl. Anna
Abb.: Fischer Peter, St. Johann


SCHWAZ

6.3.1 Maria Opferung
Abb.: Dr. Anna Walser 
6.3.1 Hl. Josef, Aufsatzbild
Abb.: Kronbichler 2001


LANERSBACH

6.4.1
Engelsturz
Abb.: Kronbichler 2001

 

7. BIBLIOGRAPHIE

BLECHINGER, Edmund: Der Salzburger Hofmaler Jacob Zanusi 1679-1742, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Bd. 97. Salzburg 1957
BLECHINGER, Edmund: Jacob Zanusi (1679-1742), Hofmaler zu Salzburg. Phil. Diss. Innsbruck 1951
DEHIO- Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs: Tirol. Wien 1980
DIALER, Alois: Der Hofmaler Jakob Zanusi und unsere Altarblätter, in: Festschrift 250 Jahre Pfarrkirche St. Johann in Tirol, 1732-1982. St. Johann in Tirol 1982

EGG, Erich: Das Tiroler Unterland, in: Österreichische Kunstmonographie. Salzburg 1971  
Die Pfarrkirche Unser lieben Frauen Himmelfahrt in Schwaz / Tirol. 1992
FESTSCHRIFT: Zur Wiedereröffnung der Stadtpfarrkirche zum Hl. Virgil in Rattenberg. Salzburg 1984
HYE,  Franz-Heinz: St. Johann in Tirol, Bd. 2. St. Johann in Tirol 1990
KRONBICHLER , Johann: Barocke  Engelsturz – Darstellungen mit besonderer Berücksichtigung der Österreichischen Malerei des 18. Jahrhunderts, in: Ausstellungskatalog Himmelsboten – Teufelskerle. Salzburg 1997
Der Salzburger Hofmaler Jacob Zanusi, 1679-1742. Ausstellungskatalog Dommuseum. Salzburg 2001
NAREDI-RAINER, Paul / MADERSBACHER, Lukas: Kunst in Tirol, Bd. 2. Innsbruck 2007
NEUHARDT, Johannes.:   Rattenberg Tirol, in: Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 138,3.Aufl. Salzburg 1995
St. Johann in Tirol. Pfarrkirche, in:  Christliche Kunststätten  Österreichs,  10. Aufl., Nr. 47.  Salzburg 1993
PFAUNDLER, Gertrud:  Tirol Lexikon. 1. Aufl. Rum 1983
RINGLER, Josef: Die barocke Tafelmalerei in Tirol. Innsbruck-München 1973
THIEME,Ulrich / BECKER, Felix: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart,
Hrsg.: Vollmer, Hans, Bd. 35/36. Leipzig 1947. Nachdruck München 1992
WIRTENBERGER, Hans: St. Johann in Tirol. Heimatkundliche Beilagen, 53. Jg., Nr. 12, in: Kitzbühler Anzeiger, Nr. 12, 2002
WURZBACH, Constant von: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 59., Wien 1890

 
©Dr. Anna Walser, 2007

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