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VERDA, Alexander de

 

1. VERDA, Alexander de (Alessandro); (Saur Index S. 217)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Architekt (Dehio Stmk 1982, S. 514)
Steinmetz und Baumeister (Th-B. S. 232)

3. BIOGRAPHIE

De Verda: Baumeister- und Steinmetzfamilie aus Gandria am Luganersee.
Alessandro de Verda scheint über Klagenfurt nach Graz gekommen zu sein. Arbeitete dort 1576 für die ständische Stiftskirche „una opera di marmoro“ (wahrscheinlich ein Taufstein); 1585 legte er der steirischen Landschaft einen Plan zum Ausbau des Landhauses in Graz vor, der aber abschlägig beschieden wurde. 1587/92 errichtete er das prächtige Mausoleum für Erzherzog Karl II. im Dom zu Seckau, in dessen Verlauf er zur Anwerbung von Arbeitskräften mehrmals in Italien weilte. 1592/96 führte er wegen einer Restforderung Prozess mit der steirischen Regierung und dürfte nach Bezahlung derselben 1601 in seine Heimat zurückgekehrt sein (Th.B. S. 232)
.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Giovanni Antonio (Steinmetz und Baumeister) Bruder des Alessandro de Verda.
Marco Andrea (Bildschnitzer) Vetter des Alessandro de Verda (Th-B. S. 232).

 

5. WERKE

(STEIERMARK)

5.1 Seckau - Stift und Dom
Mausoleum für Erzherzog Karl II. von Innerösterreich (gest. 1590); (ehemaliger nördlicher Seitenchor der Basilika Mariä Himmelfahrt): 1587-1611 von oberitalienischen Meistern errichtet und von der Kunst ihrer Heimat beeinflusst. 1587-1592 unter der Leitung von Alexander de Verda begonnen; ihm ist daher das Gesamtkonzept zuzuschreiben. Sein Nachfolger ist 1592 Sebastian Carlone, der den Bau bis 1611 abschließt. Der zierliche Gesamteindruck ist von einer Schrankenarchitektur bestimmt, die hauptsächlich von de Verda geschaffen wurde.
Das große Marmorkenotaph mit Inschrift am Spruchband des Gewölbeengels an der Fensterwand wurde von de Verda begonnen, durch Sebastian Carlone vollendet und 1595 aufgestellt (Dehio Stmk 1982, S. 514).

Bischofkapelle
Runder Taufstein gefertigt aus weißem Marmor, mit Balusterfuss mit Blattornamenten und Propsteiwappen, gegen 1580 von Alexander de Verda; Deckel von Br. Bernward Schmid (Dehio Stmk 1982, S. 515).

6. ABBILDUNGEN

(STEIERMARK)

Franz Attems, Johannes Koren, Kirchen und Stifte der Steiermark, Pinguin Verlag Innsbruck 1988, S. 60 f.

7. BIBLIOGRAPHIE

Verlag Anton Schroll & Co, Wien, Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Steiermark, Wien 1982
(Dehio Stmk. 1982)
K.G. Saur Verlag München Leipzig (Hrsg.), Saur – Allgemeines Künstlerlexikon – Bio-bibliographischer Index A-Z, Band 10, München 2000 (Saur Index)
E.A. Seemann Verlag Leipzig (Hrsg.), Thieme-Becker – Künstlerlexikon – Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler,
von der Antike bis zur Gegenwart, Band 34, Leipzig 1940 (Th-B.)

 
©Esther Kerschbaumer, 2007

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