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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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SPAZIO, Antonio

 

1. SPAZIO, Antonio
Spaz, Spacio, Spacy, Spätz, Spatio, Spatz (Thieme-Becker, Bd. 31, 1937, 338-339);
Spazzo (Fidler, 1990, 149)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Baumeister (Dehio, 1976, 42),
Fortifikationsbaumeister (Prickler, 1972 2 , 16)

3. BIOGRAPHIE

Über das Leben von Antonio ist nicht sehr viel bekannt.
Thieme-Becker gibt an, dass er vor dem 9.9.1553 in Wiener-Neustadt gestorben ist (Thieme-Becker, Bd. 31, 1937, 339).

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Auftraggeber war Ferdinand I., der vorwiegend wegen des Baues von Grenzfestungen gegen die Türken, Baumeister aus
dem oberitalienischen Seengebiet nach Österreich gerufen hatte. Neben dem Ausbau der Grenzfestungen brachten diese Baumeister auch die italienische Renaissance nach Österreich (Wagner-Rieger, 1965, Bd. N.F. 20, 190-191). Antonio
arbeitete zusammen mit Francesco de Pozzo im Burgenland (Dehio, 1976, 42, Prickler, 1972 2 , 16).

Antonio arbeitete an der kaiserlichen Burg in Wiener-Neustadt. 1543 bekam er von Ferdinand I. ein Haus geschenkt, das
sich in Wiener-Neustadt befand. Er wird mit den Arbeiten an den „Basteien bei den Schotten“ in Wien beauftragt. An dieser Baustelle ist er bis zu seinem Tode beschäftigt (Thieme-Becker, Bd. 31, 1937, 339).

Von Antonios Familie und seinem Freundeskreis ist nicht sehr viel bekannt.

Ein weiterer Auftraggeber Antonios war der Ritter (später Freiherrn) von Königsberg: Die Burg Bernstein war seit 1488 im
Besitz der Familie von Königsberg.

Die Burg Bernstein hatte nämlich 1532 durch die Türken und 1536 durch Blitzschlag schwere Schäden erlitten, und musste somit entsprechend, d.h. zu einer Bastion, umgebaut werden (Dehio, 1976, 42).
 
5. WERKE (BURGENLAND)

5.1 Die Bastion (Burg) von Bernstein (politischer Bezirk Oberwart im Burgenland) mit den Befestigungsmauern ist zuerst
nach Plänen des Baumeisters Francesco de Pozzo und später nach denen von Antonio de Spacio errichtet worden.
Die Burg wurde in der Zeit von 1546 bis 1590 erbaut (Dehio, 1976, 42; Fidler, 1990, 149f.; Prickler, 1972 2 , 16).

6. BIBLIOGRAPHIE

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler. Von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix
Becker, Hrsg. Hans Vollmer, Bd. 31, Leipzig 1937, S. 339.
Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Burgenland, Wien 1976, S. 42.
Fidler, Petr, Architektur des seicento. Baumeister, Architekten und Bauten des Wiener Hofkreises, Habilitations-Schrift, Innsbruck 1990, S.149.
Prickler, Harald, Burgen und Schlösser im Burgenland, Wien 1972 2 , S. 16.
Wagner-Rieger, Renate, Die Baukunst des 16. und 17. Jahrhunderts in Österreich. Ein Forschungsbericht, in: Wiener
Jahrbuch für Kunstgeschichte, 1965, Bd. N.F. 20 (24) S. 175-224.

©Irene Raifer, Januar 2004

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