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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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RAGATHON, Antonio und Cassian

 

1. RAGATHON, Antonio und Cassian (Anthonio, Anton, Kassian)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

In der Literatur großenteils als Baumeister (vereinzelt als Architekten, einmal als Maurermeister) bezeichnet.

3. BIOGRAPHIE

Die erste Erwähnung dieser beiden Baumeister aus dem Welschland findet sich im Jahre 1624 (Thieme- Becker Gesamt- Register, S. 1726; Riesenhuber, S. 260).

Antonio wird als erster in den Quellen erfasst und war damit vermutlich früher in Reichersberg tätig.
1627 folgte ihm sein Bruder oder Verwandter Cassian nach. Die Rechnungen nennen letzteren aber stets Caspar.
Diese Bauleute sind angeblich mit den Righettoni aus Castaneda im Misoxtal in Graubünden identisch (Festzeitschrift
"900 Jahre Augustiner Chorherrenstift Reichersberg", S. 246).

 

4. WERKE

(OBERÖSTERREICH)

Reichersberg am Inn, Augustiner-Chorherrenstift
Nach dem großen Brand am 20. Oktober 1624 nahmen die beiden Baumeister (Dr. R. Guby spricht von Maurermeister,
S.122) Anthonio und Cassian Ragathon zusammen mit dem Meister Niklas Zillier den Neubau des Stiftes in ihre Hände.
Tätig waren sie hauptsächlich im Bereich des neu zu erbauenden Sommer- und Winterkonventes, der sich um den Kreuz-
gang erstreckt(e). Weiters gibt es noch Vermutungen dass sie auch bei der Prälatur mitgeholfen haben. Die Bauzeit reicht
von 1625 bis in die folgenden Jahren (Riesenhuber, S. 260; Festzeitschrift „900 Jahre Augustiner Chorherrenstift Reichers-
berg", S. 246; Thieme- Becker Band XXVII., S. 566; Erwin Hainisch, S. 252; Dr. Rudolf Guby, S. 59)
.

5. ABBILDUNGEN

1. Bild
Reichersberg Stift, Stich; AUS: Dr. R. GUBY, Die Kunstdenkmäler des oberösterreichischen Innviertels, österr. Verlagsgesellschaft Hölzl & co, Wien 1921, Abb. 98.

 
6. BIBLIOGRAPHIE

Festzeitschrift "900 Jahre Augustiner Chorherrenstift Reichersberg". Linz: Landesverlag, 1983
Riesenhuber, M.: Die kirchliche Barockkunst in Österreich. Linz: Verlag der "Christlichen Kunstblätter", 1924

sowie:

Festzeitschrift "900 Jahre Augustiner Chorherrenstift Reichersberg", OÖ Landesverlag, Linz 1983, S.246.
M. RIESENHUBER, Die kirchliche Barockkunst in Österreich, Verlag der "Christlichen Kunstblätter", Linz, S. 260.
Dr. R. GUBY, Die Kunstdenkmäler des oberösterreichischen Innviertels, österr. Verlagsgesellschaft Hölzl & co, Wien 1921,
S. 59 u. 105.
Erwin HAINISCH, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Dehio Handbuch, Anton Schroll & Co, Wien 1958, S. 252.
THIEME- BECKER, Künstlerlexikon, Band XXVII., Leipzig 1933, S. 566.
THIEME- BECKER, Gesamtregister, Länder, Band III., Leipzig 1996, S. 1726.
THIEME- BECKER, Gesamtregister, Berufe, Band I., Leipzig 1997, S. 138.
SAUR, Bio- bibliographischer Index A-Z, Band VIII., Leipzig 2000, S. 225.(nur Anton R. erwähnt)

©Victoria Neuner, Januar 2004, überarbeitet und ergänzt von Katharina-Sophie, Niedermüller, Dezember 2007

 

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