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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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RAFFAELLI, Giacomo

 

1. RAFFAELLI, Giacomo
Raffaeli (THIEME-BECKER, 1992, 562)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Mosaizist und Steinschneider in pietra dura (THIEME-BECKER, 1992, 562),
Musivarbeiter (NAGLER; 1909, 420)

3. BIOGRAPHIE

* 02.02.1753, in Rom,
† 11.10.1836, ebda. (begraben in S. Stanislao die Polacchi) (Thie.)

Raffaelli wurde am 2.2.1753 in Rom geboren und ebendort zum Künstler herangebildet.
Er war ursprünglich erfolgreich als Bildhauer und erst späterals Musaizist tätig.

1804 wurde er nach Mailand berufen, um dort die „Scuola del mosaico“ zu leiten. 1810/17 entstand dort die nach Mosaikkopie von Leonardo da Vincis Abendmahl, das Raffaelli nach einer gemalten Kopie von Giuseppe Bossi (1808/09) fertigte.

 
4. WERKE (WIEN)

Mosaikkopie von Leonardo da Vincis Abendmahl in Originalgröße (heute: Minoritenkirche)
... wurde auf Befehl Napoleons (oder seines Stiefsohnes Eugen Beauharnais, 1807 TROST); da Leonardos Original bereits
sehr schadhaft war, in Auftrag gegeben.
Sollte unvergänglich bleiben – daher als Mosaik, aber in Originalgröße! Nach Napoleons Sturz (Mailand war wieder bei Österreich) ließ Kaiser Franz Raffaellis Mosaik von Mailand nach Wien überführen.

5. BIBLIOGRAPHIE

FRIMMEL, Theodor, Studien und Skizzen zur Gemäldekunde 6, 1921/22
NAGLER; G.K., Neues allgemeines Künstlerlexikon 13, Linz 1909
SAUR, Allgemeines Künstlerlexikon, Bio-bibliographischer Index A-Z, München 2000
SCHNERICH A., , Wiens Kirchen und Kapellen, 1921
THIEME-BECKER XXVII, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, München 1992
TROST; Alois, Das Mosaik nach Lionardos Abendmahl in der Minoritenkirche, in: Alt-Wiener Kalender für 1919, Wien 1919

©Gerlinde Graninger, Feber 2004

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