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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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PRETTI, Pietro

 

1. PRETTI, Pietro
Preti, Peretti (Saur: Verweis: von Band VIII. Pretti [S.149] auf Band VII. Peretti [S.669])

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Stuckateur

 

3. BIOGRAPHIE

Pretti stammt vermutlich aus Como, könnte aber auch in Mailand geboren sein.
Erstmals erwähnt wird er 1677, seine letzte Erwähnung findet sich 1684 wieder. Neben seiner Tätigkeit in Kremsmünster, dekorierte er 1677/82 die Peter-Pauluskirche in Wilno (Antokolvorstadt) aus [hierzu sind im Thieme- Becker Literaturhinweise vorhanden],
(Saur, S. 669; Thieme- Becker, Band XXVI. S.403).

4. WERKE

(OBERÖSTERREICH)

Kremsmünster, Stiftskirche
Die 1680 beschlossenen Pläne für die Stuckdekoration der Stiftskirche, wurden in den folgenden Jahren umgesetzt. Hauptverantwortliche dabei waren Giovanni Bapt. Colomba und Giovanni Bapt. Barberini. Unterstützt wurden sie von den Gesellen Girolamo Bapt. Perusi, Pietro Preti, Carlo Ant. Martinelli, Girolamo Alfieri und Wolfgang Grinzenberger.
Ursprünglich hätten die Stuckaturen, welche besonders reich an den Gewölben sind, bemalt werden sollen, was aber später unterblieb. Die Stuckdekoration zeichnet sich aus durch Blumen und Fruchtschnüren an den Rippen, Gurtbögen usw. Es
lässt sich festhalten, dass die Stuckaturen im Gesamten die Architektur nicht überwuchern, sondern sich ihr anpassen.
Weiteres sind noch in den Zwickeln der Arkadenbogen Engel und an den Gewölbefüßen der Seitenschiffe Heilige angebracht
(Dehio, S.138; Österreichische Kunsttopographie, 43,1, S. 212, 236; Dr. Theophilus Dorn O.S.B., S. 51).

5. ABBILDUNGEN

Stiftskirche Kremsmünster

1. Bild
Kremsmünster Stiftskirche; Blick in das Deckengewölbe des Hauptschiffes; AUS: 1200 Jahre Kremsmünster, Stiftsführer, Geschichte, Kunstsammlungen, Sternwarte, OÖ Landesverlag, Linz 1977 (3.Auflage), S. 64.

2. Bild
Kremsmünster Stiftskirche; Innen, Blick zum Hochaltar; AUS: Ibidem, S. 71.

3. Bild
Kremsmünster Stiftskirche, Innen, Blick zur Orgelempore vom Presbyterium; AUS: Ibidem, S. 72.

4. Bild
Kremsmünster Stiftskirche, Stukkatur in der Stiftskirche; AUS: Dr. P. Theophilus DORN O.S.B., Abriss der Baugeschichte Kremsmünsters, Verlag R. Pirngruber, Linz 1931, Tafel 12: Abb.2 und Abb.3.

5. Bild
Kremsmünster Stiftskirche, nördliches Seitenschiff; AUS: Ibidem, Tafel 14: Abb.1

 
6. BIBLIOGRAPHIE

Dehio, G.: Die Kunstdenkmäler Österreichs, Oberösterreich. Wien: Anton Schroll & Co, 1958
Österreichische Kunsttopographie, 43,1: Das Stift, der Bau und seine Einrichtung. Wien: Schroll, 1977

sowie:

G. Dehio, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Oberösterreich, Anton Schroll & Co., Wien 1958, S.138.
Österreichische Kunsttopographie, 43,1: Das Stift, der Bau und seine Einrichtung, Anton Schroll & Co., Wien 1977,
S. 212, 236.
Saur, Allgemeines Künstlerlexikon, Band VII., Leipzig 2000, S.140.
Thieme- Becker, Künstlerlexikon, Band XXVI., Leipzig 1932, S. 403.
Thieme- Becker, Gesamtregister, Länder, Band III., Leipzig 1996, S. 2113.
Dr. P. Theophilus Dorn O.S.B., Abriss der Baugeschichte Kremsmünsters, Verlag R. Pirngruber, Linz 1931, S. 51.

©Victoria Neuner, Januar 2004, überarbeitet und ergänzt von Katharina-Sophie Niedermüller, Dezember 2007

 

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