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MOLZANO, Domenico

 

1. MOLZANO, Domenico

Molzano Domenico (DEHIO, 1979, 31)
Dominicus, Moltschän (ÖKT, 1913, 332, 600)
Moltschen (ÖKT, 1913, 20; RIESENHUBER, 1924, 250)
Molciano (LIST, 1976, 639)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Steinmetz (DEHIO, 1979, 270; LIST, 1976, 639)
Welscher Baumeister (ÖKT, 1913, 600; RIESENHUBER, 1924, 250)

3. BIOGRAPHIE

* keine Angaben
† keine Angaben

Molciano Domenico war ab 1547 der führende Steinmetz bei den Arbeiten auf dem Grazer Schlossberg, der Vertrauensmann des Superintendanten. Die Arbeiten des sich auch Multschan nennenden Meisters sind im Einzelnen Unbekannt. (LIST 1976, 639)
Er war ein wälscher Baumeister zu Salzburg und wird 1603 in St. Gilgen und 1625 in Mattsee erwähnt. (RIESENHUBER 1924, 250)

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

D.M. war als Trautzeuge bei der Heirat des Steinhauers Dionys Landerweger und der Bildhauerwitwe Lucia Frisonin genannt.

 

5. WERKE

(STEIERMARK)

5.1 Graz, Ehemalige Dominikanerinnenkirche und Kloster (Bürgergasse 13)
Steinmetzarbeiten u.a. von Domenico Molzano (Dehio Graz S. 31)

5.1 Ehemalige Dominikanerkirche und Kloster, Bürgergasse N.13, Graz
Ursprünglich stand hier eine spätgotische Kirche der ein späterer Bau angeschlossen wurde. 1463 wurde dort dann das Franziskanerkloster gegründet. 1797 wird den bisher am „Grillbichel“ sesshaften und durch Brand von 1467 obdachlosen Dominikanerinnen das Franziskanerkloster eingeräumt. Ab 1517 war es dann im Besitz der Dominikanerinnen. 1599 folgte ein Umbau durch Jakob Solar der ab 1600 von Pietro Valnegro weitergeführt wurde. Die Steinmetzarbeiten dieser Zeit stammen von Jacob Fison, Domenico Molzano, Domenico Gianolo und Giovanni Mamolo. Die Bildhauerarbeiten von Philibert Pocabello und Hans Ludwig Ackhermann; vollendet um 1633/1636 (DEHIO, 1979, 31)

(SALZBURG)

5.2 Gebäude des k.k. (kaiserlichen und königlichen) Bezirksgerichtes, St. Gilgen, Salzburg, 1603
Das Pflegegericht befand sich seit 1565 im neuen Schloss Hüttenstein. In St. Gilgen wohnte nur der Gerichtsschreiber. Das „Amtshäusl“ besichtigten 1603 der hf. Baukommisär Egyd Riedl und Domenico Moltschen, welsche Baumeister, samt einem Talgauer Zimmermann. (OKT, 1913, 20)

5.3 Burgruine Mattsee, Salzburg, 1625
1625 berichten Gilig Mosleutner, Hofzimmermeister und Dominicus Moltschän, Maurermeister, daß 26 Klafter des Zwingers oder der Ringmauer des Schlosses Mattsee eingefallen sind und bei weiteren 14 Klaften dies zu erwarten ist, wenn man sie nicht vorzeitig abträgt. (ÖKT, 1913, 332)

6. ABBILDUNGEN

(SALZBURG)

6.1 Burgruine Mattsee, Grundriss, Salzburg

Bildnachweis: Mattsee Burgruine Grundriss 1:3000. Dr. Paul Buberl, Seite 332, Figur 324 in: ÖKT Band 10 Teil 2, Seite 332


7. BIBLIOGRAPHIE

Verlag Anton Schroll & Co, Wien, Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Graz, Wien 1979 (Dehio Graz)

sowie

DEHIO-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs. GRAZ, Wien 1979 Seite 31
ÖKT, Österreichische Kunsttopographie, Die Denkmäler des politischen Bezirkes Salzburg, Band 10 Teil 1 und 2, Wien 1913 Seite 20, 332, 600
RIESENHUBER, P. Martin, Die kirchliche Barockkunst in Österreich, Linz an der Donau 1924 Seite 250
LIST, Rudolf, Kunst und Künstler in der Steiermark, Ein Nachschlagewerk, Sechzehnte und Siebzehnte Lieferung, Ried im Innkreis 1976, Seite 639

 
©Esther Kerschbaumer, 2006; überarbeitet von Stefanie Garber, April 2010

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