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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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MATTIELLI, Lorenzo

 

1. MATTIELLI, Lorenzo (Lorenz)
Matielli; Mattiely; Matthielli; Mathielli

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Bildhauer

3. BIOGRAPHIE

* 20.4.1687 (Vicenza)
† 28.4.1748 (Dresden)

wurde am 20. April 1687 im Handwerkerviertel von Vicenza als fünftes Kind des Zuanne (Giovanni) Mattielli und seiner Frau Catharina geboren; am folgenden Tag wurde er in der heute nicht mehr existierenden Kirche San Michele getauft. Er kam zu Angelo Marinali in die Lehre, wechselte nach dessen Tod 1701 zu dessen Bruder Orazio Marinali, in den führenden Bildhauerbetrieb im Vicentiner Raum und wurde zusammen mit Angelo de Putti 1705 in die Fraglia die Muratori e Scalpellini aufgenommen. Um 1710 müssen Mattielli und De Putti, beide urspr. mit Töchtern Angelos verheiratet, Vicenza in Richtung Norden verlassen haben. Es bleiben die wenigen Jahre 1705­-1710 für die Entstehung eines möglichen Frühwerks Mattiellis in Vicenza. Dokumentiert ist seine Mitarbeit nur bei der Gartenplastik für die Villa Conti. In Vicenza selbst werden mit Mattielli sonst keine Werke in Zusammenhang gebracht. An etw. 60 Statuen der Kirche Monte Berico (1692 bis ca.1705/6), von denen viele das Siegel Orazio Marinalis tragen, könnte Mattielli mitgearbeitet haben. Marinalis Werkstatt war im Auftrag der Familie Manin ferner in Friaul tätig. Mattielli könnte auch auf diese Weise von Auftragsmöglichkeiten in Wien erfahren haben.

Am 2.10.1712 Eheschließung des Künstlers in der Pfarre St. Stephan in Wien mit Elisabeth Sacconin, des verst. Franz Persii Sacconi, kays. Hofgärtners in der Favorita, Tochter. Damals war der Bildhauer bereits fest in Wien etabliert. Unter der Regentschaft der Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie 1710/11 hat er die würkliche Hoffreiheit, d.h. die Befreiung von Zunftzwang, erlangt. Mattielli war bei Hof als bereits ein Begriff und bereits 1714 nicht mehr Hilfskraft, sondern bereits tonangebender Bildhauer, wenn uns auch bis jetzt keine so frühen Arbeiten für den Kaiserhof bekannt sind. Der erste nachweisbare kaiserliche Auftrag waren 1716 die Modelle für die Opfergaben nach Mariazell. Am Engelskirchnerischen Lusthaus schuf Mattielli erstmals Skulpturen nach Entwürfen des Bolognesen Beduzzi. Betrachtet man die weitgehend gesicherten Werke der Wiener Jahre, so lässt sich eine kontinuierliche Vollbeschäftigung der Werkstatt feststellen; die Zahl der Mitarbeiter muss bedeutend gewesen sein. Gekränkt durch die Niederlage gegen G.R. Donner im Wettbewerb um den Brunnen am Neuen Markt (1737) entschloss Mattielli sich zur Übersiedlung nach Dresden, wo er am 1.10.1738 in den Hofdienst übernommen und 1744 zum Hofinspektor
der antiken und modernen Statuen ernannt, die Hauptaufgabe seines Lebens in der Schaffung des gesamten äußeren Statuen-schmucks für Chiaveris Kath. Hofkirche fand. Mattielli hat diese gewaltige Leistung nach eigenen Entwürfen, in der Ausführung offenbar nur auf die Hilfe untergeordneter Gehilfen angewiesen, kurz vor seinem Tode zu Ende führen können, d.h. innerhalb von acht Jahren 78 Kolossalfiguren geschaffen, die innerhalb der zeitgenössischen Barockplastik ihrer vorzüglichen dekor. Wirkung und virtuosen Ausführung wegen eine hervorragende Stelle einnehmen. Mattiellis Sohn Francesco Antonio (geb. in Wien 1725, get. 6.1.), Schüler und Gehilfe seines Vaters, kam 22.2.1749 vergeblich um die Stelle eines sächs. Hofbildhauers ein und arbeitete an den Bildwerken der Hofkirche bis 1752. Lorenzo Mattielli stirbt am 28.4.1748 in Dresden.
 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Ein weiteres Mitglied der Werkstatt Orazio Marinalis ist der 1682 geb. Venezianer Giacomo Cassetti, gehörte seit 1688 zu den Lehrlingen Angelo Marinalis, wechselte wie De Putti und Mattielli 1702 in die Werkstatt Orazios, heiratet dessen Tochter Anna und wurde damit legitimer Nachfolger des Meisters, da Marinalis Sohn Francesco aufgrund fehlender Begabung keine führende Position einnehmen konnte. Die ihm zugeschriebene elegante Frauenfigur am Giebelschenkel der Kirche Aracelli in Vicenza zeigt große Nähe zu den Giebelfiguren Mattiellis in Hirschstetten und Thürnthal. Die Konkurrenzsituation zu Cassetti war wohl ausschlaggebend für Mattiellis Entschluss, sich 1710 nach Wien zu begeben. In Udine (Friaul) hatte man in Gelehrtenkreisen gute Kontakte zu Wien, zum Historiker Gian Domenico Bertoli (1676-1763), zum Zeichner und Antikeninspektor am Hof Daniele Antonio Bertoli (1678-1743), dem Mathematiker und Geometer Giovanni Jacopo Marinoni (1676-1755), der wiederum im engen Kontakt zu Lukas von Hildebrandt und Antonio Beduzzi stand.

Im 2. Jahrzehnt treffen Hildebrandt, Beduzzi und Mattielli in Hetzendorf im Auftrag der Fürstin Liechtenstein zusammen.
Beduzzi und Hildebrandt waren auch ab 1709 für die Familie Harrach in Salzburg tätig. Diesem Kontakt verdankte Mattielli den Auftrag für die Marmorengel in der Wiener Palastkapelle und die beiden Vestibülfiguren in Mirabell. Eine weitere Achse über Beduzzi ergab sich zu dem Architekten Anton Ospel. Beduzzi und Ospel spielten als Vermittler zu den Aufträgen der Stadt Wien an Mattielli eine wichtige Rolle. Parallel zu den Aufträgen für Hochadel und Stadt gingen die Arbeiten für Kirchen und Klöster voran. Auch hier kam Beduzzi eine Mittlerfunktion zu und lieferte, parallel zu den Arbeiten für Engelskirchen, schon
1711 Entwürfe für das Kirchenportal in Melk und 1714 solche für die allegorischen Giebelgruppen der Stiftseinfahrt, für deren Ausführung Mattielli bezahlt wird. In Melk traf Mattielli auf Peter Widerin, den Schwiegersohn des Stiftsbaumeisters Prandtauer, der hier sein wichtigster Mitarbeiter wurde. Beduzzi verschaffte Mattielli auch den Auftrag für die Lambacher Hochaltarfiguren. Zusammen mit Giuseppe Galli-Bibiena verwirklichte Mattielli 1731 den Hochaltar der Stiftskirche von Melk und1734 den Hochaltar der Barmherzigen Brüder in Wien. Eng zu dieser Truppe zählte auch der Stukkateur Santino Bussi. Eine mehrmalige Zusammen-arbeit ergab sich mit den Architekten Donato Felice d’Allio (Schloss Ladendorf, bei den Wiener Salesianerinnen und in Klosterneuburg). Eine gute Kooperation bestand mit dem Architekten Joseph Emanuel Fischer von Erlach und den Hof-historiographen Carl Gustav Heraeus und Conrad Adolph von Albrecht, wenn es darum ging allegorisch transportierte Ideen der kaiserlichen Kunstpolitik in plastische Formen umzusetzen. Eine freundschaftliche Beziehung verband Mattielli mit der Künstlerfamilie Galliardi. Gottlieb Anton Galliardi, Sohn des Freskanten der Ägydi-Kirche in Vöcklabruck, wurde 1720 durch Verehelichung mit Maria Elisabeth Kronawetter, der Schwester von Mattiellis zweiter Gemahlin (seine erste Gemahlin verstarb 1717), zum Schwager des Bildhauers. Aus der zweiten Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen jedoch nur zwei überlebten. Der ältere, Franz Anton, versuchte später in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, war aber wenig begabt. Seine Mitarbeit in Dresden ist bezeugt.

Stilistisch haben sich im 2. Jahrzehnt unter den Steinbildhauern Josef Kracker und Johann Stanetti stark an Mattielli orientiert. Sie waren Mitarbeiter Hildebrandts (Palais Daun, Unteres Belvedere, Göllersdorf, Riegersburg). Stanetti muss als kaiserlicher Kammerbildhauer für Mattielli ein Konkurrent gewesen sein; erhielt er doch die Bildhauerarbeiten an der Karlskirche; stirbt jedoch nach Vollendung des Giebelreliefs und der Borromäusstatue 1725. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt Mattielli die Führungsposition. Nicht zuletzt stehen fast alle Mitarbeiter der Skulpturen an der Karlskirche wie Stanetti, Mader, Gunst und Cannavese unter Mattiellis Einfluss. Mitte der 30er Jahre vermuten wir Josef Resler in der Werkstatt des Meisters, die stilistische Abhängigkeit seiner frühen Werke ist so groß, dass auf ein Schülerverhältnis geschlossen werden kann. Weitere Schüler sind Anton Zinner und Johann Wolfgang van der Auwera. Als nicht fix bestallter, also nur durch den Titel eines Hofbildhauers mit dem Hofstaat verbundener Künstler hatte Mattielli die Freiheit, für andere Bauherren zu arbeiten. Zu seinen Kunden zählten: Kaiserinnenwitwe Wilhelmine Amalia, Obersthofmeister Fürst Anton Florian von Liechtenstein, Generalbau-direktor Gundacker Graf Althann, Oberhofstallmeister Fürst Schwarzenberg, Erblandfalkenmeister Graf Saint Julien, Feld-marschall Graf Daun, Landeshauptmann vom Land unter der Enns Graf Enckevoirt, die gräfliche Familie Hatzenberg, Graf Leopold Victorin Windischgrätz. An geistlichen Auftraggebern sind zu nennen: der Abt des Benediktinerstiftes Melk Berthold Dietmayer und derjenige des Benediktinerstiftes Lambach Maximilian Pagl, in Zusammenhang mit den Mariazeller Aufträgen Stift St. Lambrecht, Fürstbischof Harrach in Salzburg, der Propst des Chorherrenstiftes Klosterneuburg Ernest Perger, der Abt von Klosterbruck (Louka) und der Bischof von Fünfkirchen (Pecs) Graf Nesselrode. Einige Heiligendenkmäler zwischen Melk
und St. Pölten stehen der Auffassung Mattiellis nahe. Verantwortlich dafür ist wohl einerseits die Tätigkeit Beduzzis für Stift Melk und für Gundacker Graf Althann in Murstetten, andererseits handelt es sich um das „Revier“ von Peter Widerin, der in
St. Pölten seine Werkstatt besaß und in Melk eng mit Mattielli zusammengearbeitet hat.

Als Mattielli im Herbst 1738 nach Dresden aufbrach (als Vermittlerin fungierte die Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie), waren
wohl einige Aufträge (Thürnthal und Klosterneuburg) noch nicht abgeschlossen. Sicher bestand die Werkstatt noch einige Zeit, vermutlich unter Josef Resler, weiter. In Dresden war Mattielli nicht bereit, sich mit der sächsischen Bürokratie zu arrangieren und sich dem Hofarchitekten, seinem Landmann Gaetano Chiaveri, unterzuordnen. Er suchte über einflussreiche Personen wie Minister Graf Brühl und Francesco Algarotti stets den direkten Weg zum Könighaus. Mattielli blieb auch in Dresden Wienerischer Bürger, erlangte jedoch die wichtige Stelle eines Antikeninspektors und wurde mit Freund Algarotti zum Wegbereiter des Klassizismus.

Seine Werke in Dresden zwischen 1738 und 1748: Statuen des Apoll und der Diana und and. Bildw. im Park des Palais der Gräfin Moszinka (1740) - Statuenschmuck der Kath. Hofkirche (1740/48 Ausführung nach Mattiellis Modellen z.T.v. J.G. Adler, Andr. Böhme u.a.  Bildw.). An Longuelunes Neptunbrunnen im Park des Palais Marcolini (1741/44) - Bildw. für Hubertusburg: Giebelgruppe mit Mars, Pallas und Adler mit Waffen und Trophäen für das Schloss, Gartenskulpturen (1745/47) - Bildw. für das Brühlsche Palais: Pallas und Venus am Hauptportal, Meleager und Flora im Innern an der Haupttreppe, Gartenfiguren.
 

5. WERKE

Die Aufzählung der Werke erfolgt in chronologischer Reihenfolge.

(WIEN)

5.1 Gesicherte Werke:

5.1.1 ehemaliges Palais Engelskirchner, 1711 bis 1715
Attikafiguren

1710 wurde das Palais als Sommerhaus für den Hofhandelsmann Leopold von Engelskirchner erbaut. Die Entwürfe für die dekorative Ausgestaltung des Palais stammen von Antonio Beduzzi. Nach Beduzzis Vorlagen schaffte Mattielli die Figuren
am Gebäude und im Garten. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Erhalten sind fünf von ursprünglich zwölf Attikafiguren. Vier Statuen- vermutlich Ceres, Morpheus, Apoll und Bacchus- stehen heute in der Eingangshalle der
Innsbrucker Hofburg, eine Bacchus Figur im Historischen Museum der Stadt Wien (SCHÜTZ, S.62)
.

5.1.2 ehemaliges Schloss Hirschstetten, 1714 bis 1716
Giebelfiguren, Plastiken für Brunnen, Grotten und Toranlage, Vasen mit Puttenreliefs

1713 kaufte Adam Franz Fürst von Schwarzenberg den Landsitz Hirschstetten in Floridsdorf und ließ ihn ausbauen.
Der figurale Schmuck des Schlosses bestand aus lagernden Gestalten am Hauptgiebel, Brunnenfiguren in den Grottenräumen, Bekrönungen der Torpfeiler mit Vasen und Putten sowie aus Statuen im Park.(SCHÜTZ, S.63) Das Palais wurde 1945 zerstört. Heute sind nur noch Reste von verwitterten Puttengruppen am Gartenportal erhalten.

5.1.3 Schloss Hetzendorf, 1716 bis 1718
8 Attikafiguren, 2 Puttengruppen, 4 Sphingen, lagernde Figuren und Putten

Das Schloss wurde zwischen 1712 und 1718 nach Plänen Johann Lucas von Hildebrandt umgebaut. Die Entwürfe für die dekorative Ausgestaltung des Schlosses stammen von Antonio Beduzzi. Mattielli schuf mehrere Plastiken nach Beduzzis Plänen.
Folgende Plastiken sind noch erhalten: Jeweils vier Attikafiguren auf der Hof- und Gartenseite des Mittelrisalits; zwei um die
Uhr in der Mitte der Attika lagernde Genien mit mehreren Putten und zwei, die seitlichen Portale flankierende Sphingen auf
den Wangen von Freitreppen. Zu Mattiellis Arbeiten gehören außerdem zwei laternentragende Puttengruppen auf der im
rechten Seitentrakt befindlichen Hauptstiege (SCHÜTZ, S.64)
.

5.1.4 Palais Harrach, 1720
Altarfiguren der Hauskapelle

Der Entwurf des Kapellenaltars stammt von Antonio Beduzzi. Die Bildhauerarbeiten führte Mattielli aus.

5.1.5 Gartenpalais Schwarzenberg, 1719 bis1724
Gartenplastiken

1716 wurde das Palais von Fürst Adam Franz von Schwarzenberg erworben. Die skulpturale Dekoration des Gartens führte Mattielli nach Vorlagen des jüngeren Fischer von Erlach aus. Die Skulpturen stellen von links nach rechts gesehen, Apollo
und Daphne, Alpheus und Arethusa, Boreas und Oryteia, Pluto und Proserpina, eine Nymphe und Hylas sowie Neptun und Coronis dar (SCHÜTZ, S.71). In der Mitte der Gartenanlage befindet sich ein Bassin mit einer lagernder Wassergöttin.

5.1.6 Dominikanerkirche, 1724
Nepomukaltar mit Figurenschmuck

Der Altar ist der einzige, der nachweislich zur Gänze von Mattielli hergestellt wurde (SCHÜTZ, S.74). Vier auf Konsolen stehenden Figuren (Hl. Antonius von Padua und Vinzenz Ferrer sowie der Apostel Petrus und Severin von Noricum)
gruppieren sich um das Altarbild (Darstellung des Hl. Johannes von Nepomuk). Über den Kapitellen der das Bild flankierenden Doppelsäulen sitzen auf Voluten weibliche Figuren, die als Allegorien von Glaube und Hoffnung gedeutet werden, ergänzt
durch das aus der Mitte des Auszugs hervorstrahlende Auge Gottes, das Symbol der Liebe (SCHÜTZ, S. 74)
.

5.1.7 Hofstallungen, 1724
2 Steinfiguren (verschollen) und 10 Pferdeköpfe

Zehn Pferdeköpfe ragen über den großen Stallungstoren heraus. Sie lassen sich mit den Köpfen der Rösser auf dem Mittel-risalit der Hofbibliothek vergleichen, stammen also mit großer Wahrscheinlichkeit auch von Mattielli (SCHÜTZ,S. 76).

5.1.8 Portal der Michaelerkirche, 1724/1725
Figurengruppe auf dem Portalportikus

Der barocke Portalvorbau stammt von Antonio Beduzzi, die Gestaltung des Dreiecksgiebels unterlag Lorenzo Mattielli. Dargestellt ist der "Engelssturz".

5.1.9 Karlskirche, 1725 bis 1730
Figurenschmuck

Die zehn Engelsfiguren, die rund um den Tambur und die Kuppel angebracht sind, die auf der Attika der Vorhalle stehenden Allegorien der vier geistlichen Tugenden und die vergoldeten Engel auf dem Hochaltar werden Mattielli zugeschrieben.

5.1.10 ehemalige Hofbibliothek (ÖNB), 1726
Attikafiguren

Die Außendekoration der Hofbibliothek führte Mattielli nach dem Programm von Conrad Adolph von Albrecht aus. Auf der
Attika des Mittelrisalits der Hauptfassade (am Josephsplatz) entspringt Pallas Athene mit einer von Pferden gezogener Quadriga. Neid und Unwissenheit stürzt sie in die Tiefe. Auf den Seitentrakten trägt links Atlas, von Astronomie und
Astrologie flankiert die Himmelskugel. Rechts sieht man Gäa mit der Erdkugel, assistiert von den Allegorien der Geographie
und Geometrie.

5.1.11 Reichskanzleitrakt der Wiener Hofburg, 1728/1728
Figurenschmuck der Fassade

Die ganze Fassade ist mit Symbolen geziert, die die kaiserliche Macht und den Herrschaftsanspruch Karls VI. auf Spanien darstellen sollen.(SCHÜTZ,S. 82) Im Mittelpunkt, des von Conrad Adolph von Albrecht stammenden Programm, steht die Darstellung des Herkulesmythos.

5.1.12 Peterskirche, 1729
Nepomukaltar

5.1.13 Bürgerliches Zeughaus, 1732
Fassadendekoration und Figurenschmuck

Über dem Dreiecksgiebel des Hauses erhebt sich eine hohe Attika mit allegorischen Skulpturen. Dargestellt sind "Beharrlichkeit" und "Stärke", die eine vergoldete Weltkugel tragen.- eine Allegorie auf Kaiser Karl VI. Wahlspruch
"Constantia et fortitudo".

5.1.14 Brunnen am Hof und am Graben, 1732 bis 1735
Im Jahre 1732 schloss die Wiener Stadtverwaltung mit Mattielli einen Kontrakt über die Ausführung von Bildhauerarbeiten an zwei Brunnen auf dem Platz "Am Hof" (SCHÜTZ,S. 89). Die Brunnen wurde 1812 durch solche mit Figuren von Johann Martin Fischer ersetzt.

5.1.15 Altes Rathaus, 1734
Putten am sogenannten "Andromeda- Brunnen"

5.1.16 Kirche der barmherzigen Brüder, 1735/1736
Vier Altarfiguren

Das Hochaltarbild "Taufe Christi" malte Daniel Gran (1736), die seitlich stehenden Stuckstatuen stammen von Lorenzo
Mattielli (CZEIKE, S.226). Die Altarfiguren stellen dar: der hl. Joachim, Zacharias, Anna und Elisabeth.

5.1.17 österreichisches Barockmuseum, 1736
Terrakotta- Gruppe "Heilige Sippe"

5.2 Zugeschriebene Werke (Wien):

5.2.1 Lazanskyhaus; Stock- im- Eisen- Platz, 1714
Attikafiguren

5.2.1 Kirche der Salesianerinnen, 1726
Madonna, Augustinus und Ambrosius

(STEIERMARK)

5.3 Wallfahrtskirche Mariazell
Die übergroße Mittelgruppe Gottvater und Gekreuzigter des Hochaltars von J.B. Fischer v. Erlach der Wallfahrtskirche
Maraizell entstand 1714 nach einem Modell von L.Mattielli und wurde durch den Goldschmied Johann Kanischbauer 1720 in Silber gefertigt.
Die virtuose Gruppe mit Hl. Josef, Joachim und Anna über dem Gebälk der Gnadenkapelle stammt ebenfalls von Mattielli
1734. Seitlich vor der Gnadenkapelle befinden sich als Kopien zwei lebensgroße Holzengel von Franz Anton Zauner als
Ersatz für die damals 1794 eingeschmolzenen Silberengel nach dem Modell von L. Mattielli von 1724.
Im Kirchhof befinden sich die Sandsteinstatuen Hl. Johann Nepomuk und Florian von L. Mattielli 1751, die ehemals in der Josefskapelle aufgestellt waren (I.Schemper-Sparholz berichtet über 3 Figuren am Marktplatz von Mariazell: dem Hl.Josef, Johann von Nepomuk und Florian).
In der Josefskapelle auf dem P. Abel-Platz in Mariazell befinden sich die Steinstatue des Hl.Josef und am Sockel ein Relief
mit der Flucht nach Ägypten und der Anbetung des Kindes von L.Mattielli von 1731. (Dehio erwähnt drei schwungvolle Sandsteinstatuen in der St. Josefi-Kapelle von 1731 von L.Mattielli).

5.4 St.Sebastian bei Mariazell
Der figürliche Schmuck der Bekrönung der Filialkapelle, das Oberbild und der Aufsatz mit Engel um 1730 stammt vermutlich
von Lorenzo Mattielli (Dehio).

(NIEDERÖSTERREICH)

5.5 Schloss und Garten

5.5.1 Schloss Eckartsau
Barockes Lustschloss auf dem Lande, 1722-1732, der Funktion nach ein Jagdschloss mit einem der Jagdgöttin Diana gewidmeten Programm;

Giebelgruppe Frontispiz der westlichen Hauptfassade: Diana triumphans auf einem erlegten Hirsch; rechte und linke Giebelgruppe: Putti mit Hunden und Jagdtrophäen;

Im Hofe: 1. Brunnennische mit Maske um 1725;

Vestibül: Meleager und Atalante; in Flachnischen Jagdreliefs, auf den Balustraden Putten und Prunklaternen;

Treppenhaus: Laternenträgerinnen als Begleiterinnen der Diana;

Großer Festsaal: in den großen Flachnischen zwei mythologische Doppelgruppen: Alpheus und Arethusa, Apoll und Daphne, um 1731; sie erinnern in ihrer gestreckten Schönlinigkeit an Berninis „Veritas“ als Vorbild.

5.5.2 Schloss Ladendorf
Landschloss, Dekoration zwischen 1719-1724

Prunkportal mit zwei Doppelgruppen, Putti und Trophäen: auf den inneren Torpfeilern wird je eine lebensgroße sitzende Figur
von einer sich annähernden Figur überragt. Links sitzt der gerüstete Mars und stützt sich auf seinen Schild. Venus eilt herbei und hielt wohl ursprünglich einen Kranz über sein Haupt; gegenüber sitzt Minerva mit Schild, Merkur nähert sich;

Schlossgarten: Neptun, Fragment einer Brunnenfigur;

Spuren von Mattiellis Tätigkeit sind in Ladendorf noch mehrfach zu entdecken. In dem allmählich verfallenden Schloss sind einige Vasen und Kinderfiguren unterschiedlicher Größe deponiert: Puttengruppe: ehem. Gartenfassade des Festsaaltraktes, Freitreppe; Kopf eines Putto; Putto mit Kriegsgerät: ehem. Freitreppe der Gartenfassade des Festsaaltraktes; weitere Putten mit Kriegsgerät; Merkur/Minerva-Gruppe; Venus/Mars-Gruppe;

5.5.3 Schloss Thürnthal
Landschloss mit Gartenanlage um 1720, Verkauf des größten Teils der Gartenplastik nach 1933 an Max Reinhardt für das Gartentheater in Schloss Leopoldskron, Salzburg und weiterer Bestand leider fragmentarisch auseinandergerissen nach der Arisierung des Besitzes 1938;

auf der ehemaligen Zugbrücke: zwei Sphingen (heute in Schloss Baumgarten bei Mautern, N.Ö.), die das Tor bewachten;

auf der Brüstung des Wassergrabens befanden sich die Puttengruppen, die in den heute in Klessheim (Salzburg) befindlichen Kinderfiguren wiederzuerkennen sind;

Gartenbereich: Fechtergruppe und zwei Ziervasen.

Im Dickicht befanden sich weitere Prunkvasen und zwei Raptusgruppen. Auf Fotos in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts
sind die Raptusgruppen, die Ringergruppe, die Puttengruppen sowie die Jahreszeiten Sommer, Herbst, Winter und einige monumentale Ziervasen zu identifizieren. Es ist leider nicht mehr feststellbar, wie viele Ziervasen es in Thürnthal gegeben hat. Es kam ihnen jedoch in diesem Ensemble in Bezug auf Formenvielfalt und Monumentalität ein besonderer Stellenwert zu.

Die Frauengruppen und die männliche Figur des Sommers die Puttengruppen (Putto mit Wolf, Putto mit Adler), die Athleten,
die Monumentalvase mit Reliefs der Bacchanalien, Vasen mit Kampfszenen, Raptusgruppen und verschiedene Puttenköpfe befinden sich heute verstreut im Garten von Schloss Klessheim und im Heckentheater von Leopoldskron.

5.6 Repräsentation im Klosterbau

5.6.1 Stift Klosterneuburg
Kaiserliche Residenz: im Erdgeschoss des östlichen Mittelteiles unvollendete, aber gewaltig wirkende sala terrena mit acht Atlantenhermen aus Stein, 1735; aufgestellt wurden die Statuen 1736 im Beisein Mattiellis. Die Anordnung der acht gigantischen Figuren ist so getroffen worden, dass jeweils 2 einander zugewandt sind und miteinander kommunizieren. In
jedem Paar ist ein älterer Typus mit einem jüngeren vereint. Allen gemeinsam ist eine ausgeprägte Lockenpracht und ein Muskelspiel der kraftvollen Oberkörper.

Portal- und Fensterbekrönungen, die über dem Eingang zum Prälatentrakt sowie im Vorraum des Kaisersaales und im Gang
vor den Kaiserzimmern angebracht sind: Es handelt sich um eine höfisch-dekorative Bauplastik, qualitätsvolle Bildhauerarbeit
für Masken, Muscheln, Girlanden und andere Ornamentik aus Stein.

Eine relativ kleine Marmorplastik im Stiftsmuseum (Inv.-Nr. KG 305) könnte von Mattielli stammen: es handelt sich um eine Atlasfigur, die die Weltkugel trägt und als Tabakbehälter gedient hat. Atlas kniet auf einer Felsformation, eine Hand ist aufgestützt, mit der anderen trägt er die große Weltkugel. Gesichtszüge, Haarbehandlung und Muskelspiel sind mit den Atlanten der sala terrena vergleichbar. Kustos Wendelin Boeheim (1887) schreibt die etwa einen halben Meter hohe Skulptur Mattielli zu.

5.6.2 Stift Melk
Zu sämtlichen plastischen Arbeiten im Stift hat Mattielli die Entwürfe geliefert; ausgeführt wurden sie durchweg in Zusammenarbeit mit der Bildhauer Peter Widerin aus St. Pölten.

Stiftseingang: die Standbilder der Ritterheiligen, Hl. Leopold und der Hl. Koloman auf hohen Sockeln (1716) flankieren die Zufahrt. Die Figuren stehen stilistisch den Plastiken des Hochaltars nahe.

Dreiecksgiebel des Eingangsportals: Engelspaare als Genien des Glaubenseifers und christlichen Liebe, Demut und Gehorsams, die den Stern des Abtes Dietmayr und die Schlüssel – Attribut Petri und des Stiftes Melk – präsentieren. Wahrscheinlich oblag – wie später  am Hochaltar – die Ausführung der Bildhauerarbeiten Peter Widerin, von dem wir wissen, dass er ebenfalls für die Koloman- bzw. Leopoldstatue bezahlt wurde.

Über den gegliederten Mauerteilen und dem Kranzgesims erhebt sich eine glatte Balustrade, die oberhalb der Front der Seitenflügel mit zwei großen Adlern besetzt ist.

Prälatenhof: über den Mittelteilen aller vier Flügel stehen Apostel- und Prophetenfiguren sowie Vasen auf Balustraden.

Stiegenhaus: 3-teilige Stiege auf Pilastern und Säulen mit reichen Stukkaturen und figuralem Schmuck um 1716 bis 1717. Plastische Gruppe aus weißem Stuck gefertigt der Constantia (Standhaftigkeit) verkörpert von einer antik gewandeten Frau
mit einer brennenden Kerze in der Hand, und Fortitudine (Tapferkeit) verkörpert durch einen Mann mit Helm, Mantel und Waffenrock. Ihn begleitet ein Löwe, über dessen Kopf ein Putto und Schild. Das Relief eines liegenden Flussgottes (Danuvius) schmückt den Sockel unterhalt der allegorischen Gruppe. In den mit Pflanzen- und Muscheldekor versehenen Nischen stehen lebensgroße Stuckfiguren der Weisheit verkörpert durch lorbeergeschmückten Mann mit Buch und Fama als jugendliche
Gestalt mit Kranz und Tuba.

Lebendig gestaltete Putten auf den Sockeln bzw. Balustraden des steinernen Stiegengeländers.

Hochaltar in Stiftskirche: Wurde die Kirche selbst 1702-1726 von Jakob Prandtauer erbaut, so wurde der Hochaltar im
Dreischritt errichtet: A.N. Beduzzi zeichnete für den Entwurf, Lorenzo Mattielli für das Modell und Peter Widerin für die plastische Umsetzung verantwortlich (1727-1735). Im weiten mittleren Spatium des Hochaltars ist die freiplastische Gruppe
des „Apostel-Abschieds“ (die heiligen Petrus und Paulus vor dem Martyrium) gestaltet; zwischen den Säulen die Propheten Daniel, Jeremias, David, Jesaja, Ezechiel und Gideon (?). Die Szene beschließt die Krone der Märtyrer, links und rechts
davon tragen Engel die Attribute: das verkehrte Kreuz und Schwert. Im Aufsatz: Gottvater mit Moses und Aaron.
Für die Hauptstatuen des Altars formte Mattielli kleine Modelle. Nach diesen Vorlagen schuf Peter Widerin 1732 den
prächtigen Figurenschmuck.

5.7 Heiligenmonumente

5.7.1 Klosterneuburg
Pietà-Gruppe am Friedhofsportal um 1730, heute oberer Ortsfriedhof: wird vom überlebensgroßen, affektgeladenen Andachts-
bild der Pietà beherrscht. In der Höhlung darunter flehen drei Seelen in Gestalt von zwei Männern und einer Frau aus dem Fegfeuer um die Fürbitte Mariens. Die Pietà wird von zwei seitlich knienden Engeln verehrt. Diese Figurengruppe, zu der es
im Stiftsmuseum ein Tonmodell gibt, wurde lange Zeit Raphael Donner zugeschrieben.

Im Kreuzgang des Klosters: eine überlebensgroße stehende Pietà aus Kalkstein ist eindeutig eine Kopie der Figurengruppe
am Friedhofsportal; Mattielli hat sie möglicherweise noch selbst für den stiftlichen Kassenverwalter Gagg v. Löwenberg im
Jahre 1738 in seiner Werkstatt anfertigen lassen.

 5.7.2 Immendorf bei Hollabrunn
Figur des Hl. Josef und der Madonna mit Johannesknaben um 1720, entstanden im Auftrag der Familie Hatzenberg.

5.7.3 Weikendorf bei Gänserndorf
Figur des Hl. Johannes von Nepomuk. Die Statue ist auf die für Mattielli charakteristische Frontal- und Diagonalansicht berechnet, in der Oberfläche rundum ausgearbeitet.

Weitere Heiligenmonumente deklarieren sich unschwer als Produkte der Mattielli-Werkstatt, in:

5.7.4 Ladendorf
Hier finden sich einige Heiligenmonumente, die in Zusammenarbeit Mattielli-Beduzzi entstanden sein dürften, so die Statue eines jugendlichen hl. Bischofs, der mangels erhaltener Attribute nicht mehr eindeutig bestimmt werden kann, eine später
wohl erneuerte Johannes von Nepomuk-Statue in der Kirchengasse und die Mariensäule in der Kapelle am Hauptplatz, wo
man ein Importstück Barattas aus Maromor Mattiellis bildhauerischen Fähigkeiten vorgezogen hat.

5.7.5 Murstetten
Überlebensgroße Statuen der Hl. Carl Borromäus und Elisabeth, deren ursprüngl.  Aufstellungsort nicht mehr eruierbar ist.
Sie stehen oberhalb der ehem. Patronatskirche und wurden anlässlich der Neuaufstellung überarbeitet.

Statue des Hl. Johannes von Nepomuk. Als Begleiter tritt Antonius von Padua auf. Das Werk geht wahrscheinlich auf das
Konto des Mattielli-Kreises, doch nicht auf den Meister selbst.

5.7.6 Atzenbrugg-Aumühle
Figur des Hl. Antonius; große Ähnlichkeit mit der Figur des Heiligen in Murstetten.

5.7.7 Markt Zwentendorf
Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, dessen Typus als übereinstimmend mit der obgenannten Statue des Hl. Carl
Borromäus in Murstetten zu erkennen ist.

5.7.8 Stadt Melk
Mehrgeschossiges Nepomukdenkmal. Es wird traditionellerweise Peter Widerin zugeschrieben, da Mattielli 1736 in Melk
nicht mehr nachweisbar ist, doch scheint es noch eng mit der Werkstatt verbunden, vor allem die Hauptfigur könnte einem Modell des Meisters zugrunde liegen.

5.7.9 Lilienhof bei St. Pölten
Judas Thaddäus Statue, Auftragswerk der Oberin der Englischen Fräulein Anna Kriechbaum könnte auf ein Modell Mattiellis zurückgehen.

5.8 Epitaphien

5.8.1 St. Peter in der Au
Das verlorengegangene Windischgrätz-Grabmal in der Patronatskirche: Aus dem erhaltenen Vertrag aus dem Jahr 1728 zwischen Leopold Johann Victorin und Mattielli wissen wir, dass es sich um ein 4 m hohes Wandmonument handelte, aus Eggenburger Stein bestand und mit grauem Stuckmarmor überzogen war. Erwähnt werden weiters eine Tumba, Bildnis-medaillon des Verstorbenen aus Marmor auf einem Postament, in das die heraldischen Wolfsköpfe des Windischgrätz-Wappens eingebunden sein sollten, und zwei Figuren, Wappen und die Inschrifttafel aus weiß geädertem schwarzem Marmor. Sie allein in Form eines Trapezes hat sich eingemauert hinter dem Hochaltar der Kirche erhalten.

6. ABBILDUNGEN

(WIEN)

6.1.3 Schloss Hetzendorf
Vorzeichnung Antonio Beduzzi- Sphingen auf der Freitreppe, Bildnachweis: Schütz, Abb.16.

6.1.5 Gartenpalais Schwarzenberg
Neptun und Coronis, Bildnachweis: Schütz, Abb.26.
Apoll, Bildnachweis: Schütz, Abb.20.
Jahreszeitenzyklus, Bildnachweis: Schütz, Abb.30.

6.1.7 Hofstallungen
Pferdeköpfe, Detail, Bildnachweis: Schütz, Abb.39.

6.1.8 Michaelerkirche
Figurengruppe auf dem Portalportikus, Detail, Bildnachweis: Schütz, Abb.42.

6.1.10 ehemalige Hofbibliothek (ÖNB)
Attikafiguren, Detail, Bildnachweis: Schütz, Abb.58.

6.1.11 Reichskanzleitrakt der Wiener Hofburg
Figurenschmuck der Fassade, Detail, Bildnachweis: Schütz, Abb.34.

6.1.12 Peterskirche
Nepomukaltar, Bildnachweis: Schütz, Abb.47.

6.1.13 Bürgerliches Zeughaus
Fassadendekoration, Detail, Bildnachweis: Schütz, Abb.57.
Österreichisches Barockmuseum
"Heilige Sippe", Bildnachweis: Schütz, Abb.62.

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©Katharina Furxer, April 2005, Lisbeth Mikula, Mai 2005 und Elsa Uibo, November 2005
   

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