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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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MASCAGNI, Arsenio Donato

 

1. MASCAGNI, Arsenio Donato
Klostername:. Fra Arsenio

 

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Historien- und Porträtmaler (Öl, Fresko) ( Thieme-Becker Bd.24 S.198).

 

3. BIOGRAPHIE

* 1579, Florenz
† 10.3.1636, ebd.; begr. in SS. Annunziata (Thieme- Becker Bd.24 S. 198).

Weder zum Datum der Geburt noch zur Jugend Donatos existieren Nachrichten.
Baldinucci schreibt in seinen `Notizie die professori del disegno`, Donato sei 1579 als Sohn des Florentiner Maurers Matteo Mascagni und dessen Frau Agnoletta Donati zur Welt gekommen (F. Baldinucci, Bd.4, S. 320-323). Dieses Geburtsjahr
bedarf einer Korrektur insofern, als Mascagni bereits 1580 in den Büchern der Compagnia della Purificazione di Maria e S. Zanobi erscheint. Zudem war er ab 1590 Mitglied der Accademia del disegno, wofür er mit elf Jahren zu jung gewesen sein dürfte. Aufgrund dieser Vorgaben ist die Geburt um das Jahr 1570 anzusiedeln (Rott- Freund 1994 S.5).

Um 1585 wurde Mascagni Schüler des aus Verona stammenden Jacopo Ligozzi, der im Dienst des mediceischen Hofes
stand. Ein Brief des Lehrers an Messer Cosimo Latini vom 13. Jan.1589 erwähnt die Mitarbeit Donatos an acht Bildern,
ohne jedoch den Gegenstand näher zu bezeichnen (Rott- Freund 1994 S. 6).

1590 immatrikuliert sich Mascagni erstmals an der Accademia del disegno. 1595 ist seine Zusammenarbeit mit Giovan-
battista Mossi an einem Architekturprospekt für die Accademia dokumentiert. Allerdings haben sich aus dieser Frühzeit bis
zur Mitte der 90er Jahre keine Werke erhalten. Erste Arbeiten lassen sich in Volterra greifen. Um 1595 beauftragte der Abt
des Kamaldulenserklosters S. Giusto , Grisostomo Ticci, Mascagni mit der Ausmalung des Refektoriums. Der Freskenzyklus schildert das Leben der Ordensheiligen Justus und Klemens. Für eine Schmalwand entstand das fünf Meter breite Ölgemälde der `Hochzeit zu Kana`, heute im Palazzo die Priori, Volterra. 1595 ist die Darstellung des `Hiob` ebenfalls im Palazzo die
Priori, datiert (Cinci, 1882 S.11).

Abt Grisostomo Ticci siedelte 1598 in das florentinische Kamaldulenserkloster S. Maria degli Angeli über und beschäftigte
sich dort im zweiten Kreuzgang neben Poccetti und Monaldi Mascagni mit Lünettenfresken aus dem Leben des Hl. Romuald, die er 1600 abschloss. Am 19. Okt. 1600 erhielt Mascagni Zahlungen für sechs Lünetten (F. Baldinucci, Bd.4,S.322).

1603 wurde Mascagni zum Verwalter der Accademia del disegno bestellt, wovon unter anderem ein Autograph zeugt
(L. Benvenuti, Dizionario, S.95).

Noch einmal zog man ihn für eine Arbeit in Volterra heran – eine Kreuzigung mit Heiligen für das Oratorio della Misericordia. Kurz darauf entstand eine weitere Kreuzigungsdarstellung, wohl für S. Pietro in Luco di Mugello; die Auftragssituation ist jedoch nicht mehr rekonstruierbar.

1605 erhielt er für ein Gemälde, dessen Sujet nicht genannt wird, die Summe von 60 Fiorinen. Möglicherweise handelt es
sich um die Darstellung des `Hieronymus`, die heute in der Galleria Corsini von Florenz aufbewahrt wird. Im selben Jahr trat
er in den Orden der Serviten am Monte Senario nördlich von Florenz ein. Vom Orden erbat er, weiterhin malen zu dürfen, um
mit dem Verdienten seine verwitwete Mutter mit sechs Scudi im Monat unterstützen und für seine Nichte Lucrezia für eine Aussteuer sorgen zu können (F. Baldinucci, Bd.4, S. 320 f).

Am 25. Sept. 1606 legte Mascagni Profess ab und nahm den Namen Fra Arsenio an. Ab 1607 begann er für das Serviten-
kloster in Florenz zu arbeiten. Das harte eremitische Leben und das Klima auf dem Monte Senario bekamen der physischen Verfassung Mascagnis nicht, zudem starb sein Bruder Bartolomeo, für dessen Familie er fortan sorgen musste. Mascagni suchte daher 1607/08 durch Kardinal Girolamo Bernerio bei Papst Paul V. um Erlaubnis an, in das weniger strenge Kloster
SS. Annunziata in Florenz übersiedeln zu dürfen. Am 25. März 1609 erhielt er in der SS. Annunziata seine Priesterweihe
und feierte seine erste Messe (F. Baldinucci, Bd.4, S.321).

1609 entstanden zwei bedeutende Ölgemälde: F ür die Bibliothek des Klosters von Vallombrosa ein sechs Meter breites Leinwandbild, das die Schenkung Mathildes von Tuszien an den Vallombrosanerorden schildert. Das Kloster leistete dafür
über einen Zeitraum von ein einhalb Jahren Zahlungen an Mascagni, er konnte von dieser Summe sogar die Mitgift der
Nichte Lucrezia bestreiten; das zweite erheblich kleinere Gemälde stellt eine Pietà in S. Niccolò sopr´Arno dar. Aus der
Zeit um 1611 stammen zwei Gemälde mit Portraits der Seligen Filippus Benizius und Juliana Falconieri, die 1612 in das Servitenkloster Innsbruck versandt wurden. Außerdem malte er die Seligen Joachim von Siena und Pellegrino von Forlì,
alle vier Bilder sind verschollen (Rott- Freund 1994 S.10).

Im Frühsommer 1611 erkrankte Mascagni so schwer, dass er offenbar in Erwartung seines Todes seinen Nachlass ordnete
und den Orden ersuchte, seinem Bruder Salvestro das Gemälde `Tod des Conte Ugolino`zu überlassen. Doch bereits im Juli 1611 scheint er genesen, denn der mit zahlreichen Aufträgen beschäftigte Kollege Poccetti bat den Orden, Mascagni die Gestaltung zweier Lünetten des Chiostro Grande zu übertragen.

1915 belegt eine Zahlung ein Gemälde des hl. Franziskus von Mascagni. Thieme Becker berichtet von einem Franziskus-
und einem Klara- Gemälde in der Kirche Descalzas Reales in Valladolid (Thieme- Becker, Bd. 24, S.198), doch Rott-Freund (1994 S.11)schreibt, dass nach einer Analyse vor Ort diese Zuschreibung unwahrscheinlich erscheint.

Bis 1615 ist Mascagni im Servitenkloster von Florenz nachweisbar. Möglicherweise hat er sich vor seinem Weggang nach Salzburg noch in Rom aufgehalten, da römische Zitate in seine Hauptwerke, die Dekorationen des Lustschlosses Hellbrunn
und des Domes in Salzburg, einflossen. Allerdings sind keine Werke des Künstlers in Rom greifbar. Ein weiteres Argument
für einen römischen Aufenthalt bildet die Berufung Mascagnis nach Salzburg durch Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, der im Romam Collegio Germanico studiert hatte und Kontakt zu seinen Verwandten, der Familie Altemps = (lateinisierte
Form von Hohenems)pflegte. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, dass Markus Sittikus in Florenz am Hofe der Medici durch deren Soprintendeten Jacopo Ligozzi auf Mascagni aufmerksam gemacht wurde. Jedenfalls existiert aus dem Jahr 1614 eine Nachricht, dass sich Mascagni nach `Gesandunum´=(Linzer Viertel) begeben solle (Mencarini, 1986 S.119).

Ab 1615/16 weilte Mascagni in Salzburg, ab 1616 erscheinen im Geheimen Archiv Salzburg unter der Rubrik `Paumaistery` erste Zahlungen an ihn, die mit einigen Unterbrechungen bis 1629 geleistet wurden (Rott- Freund 1994 S.11).

Der Künstler wurde zunächst mit scheinillusionistischen Dekorationen im Festsaal und im Oktogon von Schloss Hellbrunn betraut. In der Zeit von 1618/19 entstanden die Portraits Èrzbischof Markus Sittikus´ sowie die Auferstehung Christi für die Kapelle in Hellbrunn. Um 1619/20 erhielt Mascagni Aufträge für einige Altargemälde. Auffällig ist dabei, dass seine Werke nahezu ausschließlich für Santino Solaris geschaffen wurden. Eine Ausnahme bildet das Abendmahl, das ursprünglich an
einem Seitenaltar der Pfarrkirche Hallein aufgestellt war. Für den Chor der Pfarrkirche zum Hl. Leonhard in Hüttau entstanden der Hochaltar und zwei Seitenaltäre, die Darstellungen Hl. Leonhard, Martyrium des hl. Thomas von Canterbury und Glorie
des hl. Thomas von Canterbury. Für die 1620 neu errichtete Expositurkirche Hl. Petrus in Obertauern fertigte er das Altargemälde Befreiung Petri, eine zweite Fassung schuf er wahrscheinlich für Kloster Mülln (Wallentin, 1985 S.88).

1620 erhielt Mascagni von Erzbischof Paris Lodron den Auftrag, die Kreuzkapelle des St. Peter- Friedhofes in Salzburg zu schmücken. Die Dekoration umfasst Szenen aus dem Leben des hl. Antonius, das Bildnis des verstorbenen Dompropstes Anton Lodron für das Epitaph sowie die beiden Seitenaltäre mit den Darstellungen `Verehrung des Hl. Kreuzes durch Helena` und `Wunder des wahren Kreuzes`.

Ein Brief des Innsbrucker Ordensgenerals Gioseffo Maria Barchi an Pater Gregorio Alasia in Florenz bescheinigt einen Aufenthalt Mascagnis 1622 in Florenz; es handelte sich um eine kurze Reise, welche Mascagni offenbar nutzte, um Farben
für die Dekoration des Salzburger Doms zu kaufen.

Ca. 1623 war der Bau des Salzburger Doms soweit gediehen, dass man die Innendekoration beginnen konnte (Wallentin,
1985 S.202). Mascagni freskierte in den folgenden Jahren das Langhaus, die Kuppel, den Chor und die Konchen mit der Passionsdarstellung, Wundertaten Christi, Szenen aus dem Alten Testament, dem Marienleben und der Vita des Hl. Franziskus. An Ölgemälden für den Dom entstanden das Hochaltarbild mit der Auferstehung, für das südliche Presbyterium
das Gemälde Christus in der Vorhölle, das Gemälde des Portiunkula- Ablasses in der nördlichen Konche, das Maria-Schnee-Wunder in der südlichen Konche sowie das Portrait des Erzbischofs Markus Sittikus für dessen Epitaph.

In der Zeit von 1624 bis 1627 suchte Paris Lodron jährlich bei Papst Urban VIII. um Prolongation des Aufenthalts Mascagnis
zum Zwecke der Domdekorierungan.

Das letzte Werk Mascagnis in Salzburg bildet das Rupertusoratorium der nördlichen Domempore. Zur Domweihe 1682 war
die Freskierung sicherlich abgeschlossen, denn Paris Lodron schickte den Maler kurze Zeit später in seinen Heimatort Villa Lagarina nahe Rovereto, um eine von Solari an das nördliche Seitenschiff der Pfarrkirche angebaute Gedächtniskapelle zu
Ehren der verstorbenen Eltern des Erzbischofs zu schmücken. Die dem hl. Rupertus geweihte Kapelle erhielt einen ent-sprechenden Zyklus sowie die Darstellung der acht Seligkeiten und Szenen aus dem Neuen Testament. Eine Inschrift belegt den Abschluss der Arbeiten im Jahr 1629.

Im Anschluss an die Rupertuskapelle dekorierte Mascagni die Hauskapelle des Familiensitzes der Loron in Nogaredo. Das Altarblatt zeigt den vor Maria betenden Hl. Karl Borromäus, die Deckendekoration schildert Szenen aus der Vita des Heiligen.

Für das Kapuzinerklosters in Rovereto fertigte er im Auftrag des Salzburger Erzbischofs ca. 1631 einen Flügelaltar mit dem `Verlöbnis der hl. Katharina von Alexandrien` im Mittelteil und den beiden Martyrien an den Flügeln. Das mittlere Gemälde befindet sich an der Chorrückwand der Kirche S. Caterina in Rovereto, die beiden Seitenflügel werden heute in der Bibliothek
der Kapuziner in Trient aufbewahrt. Das von Thieme- Becker (Bd. 24 S.198) genannte Bild einer Maria mit Kind für die Kirche
S. Rocco in Rovereto ist verschollen.

Danach kehrte Mascagni möglicherweise noch einmal nach Salzburg zurück.

Das einzige Portrait mit seinem Konterfei (Abb. 1 Ölgemälde, unbekannt) entstand in Salzburg und ist 1632 datiert. Es befindet sich in der Schatzkammer des Salzburger Domes und zeigt den beleibten Maler blass und mit ernsten Gesichtszügen.

1634 erscheint er wieder in den Büchern der SS. Annunziata in Florenz. Vermutlich aus gesundheitlichen Gründen arbeitete Mascagni kaum noch. Dieser Spätzeit zuzuschreiben sind drei Gemälde, die Wahl Angiol Montorsolis zum Ordensgeneral für den Kapitelsaal, ein Portrait desselben Ordensgenerals sowie das Portrait seines Mitbruders Fra Agostino Gabriellis, das Gemälde ist verschollen.

Eine Quelle von 1636 berichtet, dass 21 Soldi für zwölf Apostelkreuze ausbezahlt wurden; eventuell handelt es sich um die
noch in der Sakristei der SS. Annunziata erhaltenen vier Kreuze (Rott- Freund 1994 S.15).

Am 10. Februar 1637 starb Mascagni, im März wurde er in der SS. Annunziata beigesetzt (Florenz, Arch. Conv. SS.A.Libro
di Sagrestia 92, fol.275).
 
4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Baldinucci nennt ihn in seinen `Notizie di professori del disegno` Sohn des Florentiner Maurers Matteo Mascagni und dessen Frau Agnoletta Donati. Es wird auch von zwei Brüdern berichtet: Bartolomeo, der zunächst das Handwerk des Vaters erlernte und sich später als Architekt betätigte, sowie Silvestro, der als Goldschmied häufiger in den Bücher des Florentiner Serviten-ordens genannt wird. Aus diesen Quellen geht außerdem hervor, dass Mascagni noch eine Schwester hatte, die mit dem Araziere Jacopo Anselli verheiratet war (F. Baldinucci, S.320).

1605 erbat er vom Orden weiterhin malen zu dürfen, um mit dem Verdienst seine verwitwete Mutter mit sechs Scudi im Monat zu unterstüzen und für seine Nichte Lucrezia durch eine Aussteuer sorgen zu können. 1607 starb sein Bruder Bartolomeo, für dessen Familie er fortan auch sorgen musste.

Um 1585 wurde Mascagni Schüler des aus Verona stammenden Jacopo Ligozzi.

1695 ist seine Zusammenarbeit mit Giovanbattista Mossi an einem Architekturprospekt für die Accademia dokumentiert. Mascagni war für die Kolorierung der Kartons zuständig, die Kartons sind verschollen (Rott- Freund 1994 S.6).

Weitgehend ungeklärt bleibt die Frage nach etwaigen Helfern bzw. Schülern Mascagnis. Anzunehmen ist, dass der Sohn Santino Solaris, Ignazio Solari, am Salzburger Dom mitarbeitete, dessen `Grablegung` an der nördlichen Presbyteriumswand des Domes sich ausgesprochen eng an die Stilistik Mascagnis anlehnt (Thieme- Becker Bd.24, S.198).

Mascagni führte die Arbeiten am Salzburger Dom bis zum Jahre 1632 mit seinen beiden Schülern Antonio Solari und
Francesco da Siena mit großer Hingebung und vorzüglichen Erfolgen aus (Anton Eckardt 1910 S. 57).
Der erste Auftrag-
geber war der Abt des Kamaldulenserklosters S. Giusto, Grisostomo Ticci, der 1595 Mascagni mit der Ausmalung des Refektoriums beauftragte (Rott- Freund, 1994 S.6).

1607 begann Mascagni für das Servitenkloster in Florenz zu arbeiten (Baldinucci, Bd.4, S.321). 1608 übersiedelt Mascagni
in das Kloster SS. Annunziata in Florenz und arbeitet nun für das Kloster.

1614 ließ Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems kurz nach seinem Amtsantritt Mascagni nach Salzburg kommen. Ab 1615/16 weilte Mascagni in Salzburg, ab 1616 erscheinen im Geheimen Archiv Salzburg unter der Rubrik „Paumaistery“
erste Zahlungen an ihn, die mit einigen Unterbrechungen bis 1629 geleistet wurden (Rott- Freund, 1994 S.11).

Erzbischof Paris Lodron beauftragte Mascagni 1620 die Kreuzkapelle des St. Peter- Friedhofes in Salzburg zu schmücken. In der Zeit von 1624- 1627 suchte Paris Lodron jährlich bei Papst Urban VIII. um Prolungation des Aufenthalts Mascagnis zum Zwecke der Domdekorierung nach (Rott- Freund, 1994 S. 13).
 

5. WERKE

(WIEN)

Stuckdekorationen in der Wiener Schottenkirche 1649/62 und 1671
Arsenio Mascagni hinterlies Wand- und Deckengemälde, Ölgemälde aber auch Zeichnungen und Stiche. Mascagnis
Malereien sind sehr licht gehalten und durch die an Wachsfiguren erinnernden rötlichblonden und gekrausten Haare der jugendlichen Gestalten leicht erkenntlich (Martin, 1925 S. 1925).

(SALZBURG)

WAND- und DECKENGEMÄLDE

5.1 Hellbrunn, Lustschloss
Bereits wenige Monate nach seiner Wahl zum Erzbischof von Salzburg im Jahre 1612 ließ sich Markus Sittikus von
Hohenems 1613 durch Santino Solari eine Villa suburbana nahe der Stadt errichten, die fünfzehn Monate nach Baubeginn,
1615, vollendet war. Mascagni gestaltete wahrscheinlich ab 1616 den Festsaal, das Oktogon sowie die Grotten; 1618/19
waren die Arbeiten abgeschlossen (Wallentin,1985 S.127).

Festsaal (Abb. 2 Festsaal, Detail, Lustschloss Hellbrunn)

Der zu den frühesten Beispielen der barocken Deckenmalerei nördlich der Alpen zählende Saal stellt eine Zusammenschau
der bedeutendsten illusionistischen Dekorationen wie Michelangelos Sixtinischer Decke, Peruzzis Sala delle Colonne und Veroneses Sala dell' Olimpo in der Villa Barbaro in Maser dar, die Mascagni auf neuartige Weise verknüpft und kombiniert.
Die zwölf Cäsaren nach dem Vorbild Suetons stehen auf illusionerten Sockeln seitlich der vier Türen und in den Ecken der Schmalseiten, Gestalten der zeitgenössischen höfischen Gesellschaft sind in die Scheinarchitektur des Wandgeschosses eingefügt. Auf dem Balkon darüber stehen zwölf Personifikationen, an den Schmalwänden der umlaufenden Balustrade zwei allegorische Figuren; ein Genius schwebt in der Deckenmitte durch eine Rundöffnung in den Raum ein. Der Raum weist kein stringentes Programm auf.

Restaurierungen: 1854 bis1856 Übermalung mit Ölfarbe; 1917 Erdbeben, das Risse verursachte; 1931-34 Restaurierung
durch Anton Bachmayer; 1960-80 mit Unterbrechungen Restaurierungen durch Prof. Arthur Sühs, Salzburg.

Oktogon (Abb. 3 Oktogon, Detail der Kuppel, Lustschloss Hellbrunn)

Wie im Festsaal bestimmt architektonische Illusionsmalerei den oktogonalen Kuppelraum. Verarbeitet sind Vorbilder der Pergolenarchitektur und des palladianischen Bühnenbaus. In die Sparrenkuppel sind acht Personifikationen eingelagert,
höfische Figuren des Salzburger Hofes flanieren im Wandgeschoss.

Wie im Festsaal bestimmt nicht ein Programm den Raumgedanken, sondern, optisch betont, die Gliederung von Wand und Decke durch Quadraturmalerei. Ausgewählt wurden berühmteste Beispiele, die durch die neuartige Kombination zu den Lösungen in Hellbrunn führten. Mit dem Transfer italienischen Formengutes nach Norden hat Mascagni hier den Grundstein
zur barocken Deckenmalerei nördlich der Alpen gelegt (Rott- Freund, 1994 S.49).

Restaurierungen: 1854 bis1856 Übermalung mit Ölfarbe; 1917 Erdbeben, das Risse verursachte; 1927 Restaurierung durch
Prof. Pohlhammer; bereits1933 erneute Schäden; 1960-80 mit Unterbrechung Restaurierung durch Prof. Arthur Sühs.

Grotten (Abb. 4 Neptungrotte, Lustschloss Hellbrunn)

Die fünf Grotten entstanden in Zusammenhang mit dem Schlosskomplex 1613-15, die Malereien um 1618/19. Die tonnen-gewölbte Neptungrotte nimmt den in der Mitte gelegenen Raum ein, sie ist zudem größer und höher als die vier Nachbar-
räume. Die 1951/52 rekonstruierten Malereien der Grotten sind bis auf jene der Neptungrotte stark stilisiert, wodurch sie an Lebendigkeit verloren haben.

Neptungrotte: Die Mitte des kassettierten Tonnengewölbes zeigt eine illusionierte balustradengesäumte Öffnung, aus welcher ein geflügelter weiblicher Genius, weiße und rote Rosen streuend, in den Raum einschwebt. Mascagni greift das bereits im Festsaal gemalte Motiv auf, allerdings wirkt im Unterschied dazu die Höhendimensionierung der Grotte unmittelbarer, da nicht der gesamte Raum als freier Himmel gestaltet ist.

Silber- bzw. Spiegelgrotte: Das flache Tonnengewölbe mit Stichkappen ist mit Malereien versehen, die ursprünglich von Mascagni stammten. Sie wurden 1951/52 erneuert.

Die Dekoration illusioniert architektonische Versatzstücke vor offenem Himmel. Wie im Festsaal ist eine Rundöffnung mit Balustrade in der Mitte dargestellt, an deren Rand vier weibliche Figuren mit Notenblättern in Händen singen. Seitlich dieser Balustrade, zwischen weiblichen Gestalten in den Zwickeln spielen die Instrumente Flöte, Gamba, Laute, und Lyra.

Vogelsanggrotte: Die Decke ist mit imitierten Tuffstein versehen. Die freien Flächen dazwischen gestaltete Mascagni als
Himmel mit fliegenden Vögeln; an den Rändern des Tuffgesteins wachsen scheinbar Pflanzen, dazwischen sitzen weitere
Vögel.

Grotte (ohne Namen, situiert zwischen Neptun- und Ruinengrotte): Die Deckenmalereien sind als Pendant zur Silber- bzw. Spiegelgrotte gestaltet, die musizierenden weiblichen Figuren spielen jedoch einheitlich auf Lauten.

Ruinengrotte: Zwischen dem Grottengestein der Decke sind blauchangierende Himmelspartien und scheinbar einstürzende Mauerpartien sichtbar; die Wände weisen – in bewusst ruinösem Zustand – Frauen in antikischer Kleidung auf, die nicht identifizierbar sind.

Die Malereien der Grotten bieten motivische Wiederholungen der Dekorationsschemata von Festsaal und Oktogon im Piano nobile.

Es fällt auf, dass Mascagni äußerst selten, offenbar nur aus der ikonographischen Notwendigkeit heraus, allegorische Gestalten darstellte, wie er überhaupt nach Möglichkeit vermied, Körperhaftigkeit zu betonen bzw. einen nackten Körper zu formen. Erst in Schloss Hellbrunn finden sich zahlreiche Personfikationen vereint ( Rott- Freund, 1994 S. 45).

5.2 Kreuzkapelle, St. Peter- Friedhof, Salzburg
Der Onkel des Erzbischofs Paris Lodron, Dompropst Anton Lodron , erkor sich die Kapelle als Grablege, in der er 1615 beigesetzt wurde. Die unter der Ägide Paris Lodron vorgenommenen Umbaumaßnahmen durch Santino Solari dauerten etwa
von 1615 bis 1625, Mascagni arbeitete um 1620 bis 1623 an der Innendekoration (Wallentin, S.104).

Mascagni schichtet den Himmelsgrund in verschiedene Farbzonen, die symbolhaft die Figurengruppen hinterfangen. Der
Zyklus begründet sich im Namenspatronat Graf Anton Lodrons. In den beiden ersten Ovalen mit Jugendszenen des Heiligen,
die das eremitische Leben einteilen, mag eine Parallele zum Entschluss Anton Lodrons, die geistliche Laufbahn einzuschlagen, gewesen sein. Das Quellenwunder sowie das Mahl der beiden Heiligen Antonius und Paulus ist wohl in Verbindung mit der Eucharistie zu sehen. Der Tod des Hl. Paulus und die Glorie des hl. Antonius schließlich weisen auf das Ableben des Namensvetters hin.

Restaurierungen: 1659 unter Abt Amandus; 1710 unter Abt Placidus; 1877; 1904;1960/61 Ausbesserungen an den
Stuckaturen.

5.3 Dom, Salzburg
Der Freskenzyklus Mascagnis, in Auftrag gegeben von Erzbischof Paris Lodron 1623-28, schildert alttestamentarische
Szenen in der Kuppel, die typologisch auf die dargestellten Leiden Christi des Langhauses bezogen sind; die monochromen Kartuschen zeigen vorwiegend Wundertaten. Im Presbyterium endet die Vita Christi mit nachösterlichen Szenen. Die südliche Konche thematisiert die Vita Mariens, die nördliche Konche Ereignisse aus dem Leben des hl. Franz von Assisi als Exemplum der Imitatio Christi.

Wer als Autor des zugrundeliegenden Programms gelten kann, ist aufgrund fehlender archivalischer Nachrichten bislang ungeklärt. Auch die Frage, inwieweit sich bereits Markus Sittikus (1612-19) mit der Erstellung eines Freskenprogramms für
den Dom beschäftigte, muss unbeantwortet bleiben. Anzunehmen ist, dass sein Nachfolger Paris Lodron (1619-53), der die Fertigstellung des Doms zügig vorantrieb, maßgeblich an der Ausarbeitung mitgewirkt hat. Es wird wohl um 1620-23 ent-standen sein.

Abb. 5 Salzburg, Dom, Kuppel

Abb. 6 Salzburg, Dom, Langhaus

Abb. 7 Salzburg, Dom, südliche Konche

Abb. 8 Salzburg, Dom, nördliche Konche

Der Zyklus spiegelt in ungewöhnlich prägnanter Weise das Nachleben der Forderungen des Konzils von Trient zur Kunst-darbietung wider. So ist mit diesem Programm das in den tridentinischen Akten erklärt didaktische Ziel erstmals nördlich der Alpen in monumentaler Form zum Ausdruck gebracht (Jedin, 1935 S. 328f).

Rezeption fand Mascagni damit im Norden jedoch nicht. Dies lag vorwiegend an den politischen Umständen des 30-jährigen Krieges, der Großbauten vielfach zum Erliegen brachte.

Restaurierung: Seit dem 18. Jahrhundert wurden fünf Restaurierungen im Salzburger Dom durchgeführt, die zum Teil erhebliche Eingriffe in die Originalsubstanz der Domfresken Mascagnis bedeuteten. Die älteste bekannte Innenansicht des Doms gibt ein Stich des Augsburger Kupferstechers Melchior Küsel von etwa 1682 wie (Salzburg, Museum Carolino Augusteum).

Die Restaurierungen von 1828 und 1855 setzten sich zur Aufgabe, durch Entfernung bestimmter Ausstattungsgegenstände
den Eindruck eines `Renaissance-Domes` zu vermitteln (Hahnl, S. 124).

Anlässlich der Restaurierung von 1828 wurde das Hochaltarblatt Mascagnis, das seit 1742 durch ein von Andreas Rensi gefertigtes Auferstehungsgemälde ersetzt war, an seinen originalen Standort zurückgebracht (Schallhammer, S.56).

Die Restaurierungsarbeiten waren noch nicht abgeschlossen, als am 15. September 1859 ein Brand das Dach und damit die Fresken des Langhauses schwer schädigte (ÖKT 9, S.9).

Am 16. Okt. 1944 schlug eine Bombe in die Kuppel ein und zerstörte sie sowie Teile der beiden Konchen, des Presbyteriums und des östlichen Langhausjochs. Von 1954 bis 1956 renovierten Arthur Sühs und Hans Fischer sämtliche Fresken und erneuerten die fehlenden.

Nachdem man sich entschlossen hatte, die Innenausstattung zu rekonstruieren und dazu noch Fotos des unzerstörten Zustandes heranziehen konnte, stellte man fest, dass durch die Restaurierungen von 1875-80 die originale Farbigkeit der Fresken durchwegs verfälscht und auch vereinzelte Veränderungen der Kompositionen vorgenommen worden waren. Die Übermalungen wurden, soweit möglich, abgenommen (Salzburg, BDA, Restaurierungsbericht, S.5f).

Als Neuschöpfungen müssen die Darstellungen der Kuppel, der beiden Konchen und des östlichen Jochs des Langhauses gelten. Werkimmanente Vergleiche im Oeuvre Mascagnis mit den Fotographien und dem gegenwärtigen Zustand belegen,
dass die Fresken des 19. Jahrhunderts dem Original näher standen als jener nach der Wiederherstellung von 1954/1956
(Rott- Freund, S.56).

Rupertusoratorium, Dom, Salzburg

Die beiden Oratorien des Domes liegen über den östlichen Kapellen des Langhauses, nördlich das Rupertusoratorium, etwa
um die Zeit der Domfresken 1623/28 von Mascagni (Schallhammer, S. 61) (Hahnl, S.127f.) (Neuhardt, S.29 und 47) ausgemalt, südlich das Virgilsoratorium, das vermutlich 1670 Frans de Neve dekorierte (Schallhammer, S. 62).

Die Historie des Salzburger Kirchengründers gehört zusammen mit den Darstellungen des gegenüberliegenden Virgils-oratoriums in den Verbund des Kirchenprogramms. Es handelt sich um die beiden Diözesanspatrone, die maßgeblich die Missionierung des salzburgischen Gebietes durch Verkündung des Evangeliums betrieben, d.h. die im Kirchenraum
geschilderte Lebens- und Leidensgeschichte Christi verbreiteten.

Dem Patrozinium entsprechend befasst sich der Zyklus mit Szenen aus dem Leben des hl. Rupertus. Fünf Szenen aus dem Leben des Heiligen an der Decke. (Abb. 9 Salzburg, Dom, Rupertusoratorium, Deckengemälde)

Die Buntwertigkeit der auf Kupfer gemalten Ölbilder erscheint – bedingt durch den Materialträger – als Kontrast zu dem
plastisch durchgearbeiteten Stuck, der weiß gehalten ist.

Hahnl schreibt den Zyklus des Rupertusoratoriums, der dem Leben des Kirchenpatrons Rupertus gewidmet ist, Ignazio Solari
zu (Hahnl, S. 127f). Der Vergleich mit den 1629 vollendeten Gemälde der Rupertuskapelle von S. Maria Assunta in Villa Lagarina, die nahezu übereinstimmende Komposition und Stilistik aufweisen, belegt die Autorenschaft Mascagnis (Rott-
Freund, S.162).

Restaurierung: 1859

ÖLGEMÄLDE

5.4 Erzbischof Markus Sittikus
Das früherste in Salzburg nachweisbare Gemälde Mascagnis entstand wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Ausmalung
der beiden Säle in Hellbrunn und gibt den Auftraggeber Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems wieder, datiert 1618. Öl auf Leinwand; Maße: 235x 143cm.

(Abb. 10 Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, Lustschloss Hellbrunn, Fürstenzimmer)

Die ungewöhnlich hieratische Haltung des Markus Sittikus, die durch die Beschaffenheit der Stoffqualität unterstrichen wird, gewährleistet zusammen mit der kühlen Farbgebung des Zinnober und Blau/Grün Distanz zum Betrachter. Mascagni schafft
mit der würdevoll distanzierten Haltung einen Typus des Repräsentationsbildes, der das Mäzenatentum des Erzbischofs betont. Hellbrunn 1613, vollendet 1615, der Dom 1614, seine Fertigstellung erlebte Markus Sittikus allerdings nicht mehr.

5.5 Erzbischof Markus Sittikus
Policka, Gemäldegalerie; Öl auf Leinwand, 1619 datiert; Maße: 202 x 107cm.

Neuhardt bezeichnet das Gemälde als Kopie J. Kaufmanns (Neuhardt, S. 25f), die er jedoch nicht gesehen hat. Der Vergleich mit der um ein Jahr älteren Fassung in Hellbrunn gibt zweifelsfrei die Autorenschaft Mascagnis zu erkennen; besonders die flächenhafte Behandlung der Gesichtspartie sowie der Mozzetta und des Rocks.

Eventuell wurde das Gemälde für den Familiensitz in Hohenems geschaffen.

Es zeigt, abweichend von der Fassung von 1618, den aktualisierten Baubestand sowohl der Schlossanlage Hellbrunns als
auch des Salzburger Domes. Die Kopie erneuert durch die Aktualisierung der Baubestände den repräsentativen Anspruch des Erzbischofs hinsichtlich seines Mäzenatentums.

5.6 Auferstehung Christi
Siezenheim, Pfarrkirche Maria Geburt, Anraum; Ca.1619; Öl auf Leinwand; Maße: 273 x 129 cm.

(Abb. 11 Auferstehung Christi, Siezenheim, Maria Geburt)

Christus steigt in goldener Gloriole aus der nächtlichen Sphäre empor. In keinem weiteren Werk setzt Mascagni ähnliche Dunkelwerte und Sfumato ein wie hier am Beispiel des liegenden Soldaten. Sie wiedersprechen wesentlich der Auffassung Mascagnis einer klärenden Durchbildung des Gegenstandes. Offensichtlich wurde das Werk von Mascagni selbst nie vollendet, sondern von einem Zeitgenossen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt (Riedl, S. 213). Dafür spricht auch, dass der Künstler in vergleichbaren Werken dieser Jahre Drapierungen bewusst zugunsten einer flächigeren Gestaltung vereinfachte.

Pezolt hält die Darstellung für eine Kopie, die nach dem Brand im Jahr 1818 von Schloss Mirabell in die Hauskapelle von Schloss Kleßheim gebracht worden sei. Das Original habe Regimentsarzt Dr. Wernek um 1817 ersteigert (Pezolt, S.71).

5.7 Hl. Leonhard
Hüttau, Pfarrkirche St. Leonhard; Öl auf Leinwand; Ca.1619; Maße: 274 x 173 cm.
Wurde laut Chronogramm der Inschrift 1847 restauriert. Dehio, Salzburg, S. 1739.

Den Auftrag zu dem Hochaltargemälde erteilte wahrscheinlich noch Erzbischof Markus Sittikus, der 1612/13 nach einem Hochwasser den Chor neu errichten ließ (Wallentin, S.88).

Der hl. Leonhard ist als Patron der Gefangenen und Kranken dargestellt. Die Lichtsituation, die aufgrund der klaren Lokalfarbigkeit Kontrastwirkung zeigen müsste, spiegelt die Intention Mascagnis wider, die Beleuchtung stimmungsmäßig aufzufassen, d.h. Hell- Dunkel- Werte zu assimilieren.

(Abb. 12 Hl. Leonhard, Hüttau, St. Leonhard)

5.8 Martyrium des Hl. Thomas Becket
Hüttau, Pfarrkirche St. Leonhard; Öl auf Leinwand; Ca. 1619; Maße: 211 x 111 cm.

Erzbischof Markus Sittikus gab das Altargemälde des südlichen Seitenaltars wohl zusammen mit dem Hochaltar in Auftrag. Warum dieses seit dem 16. Jahrhundert selten dargestellte Thema gewählt wurde, ist nicht geklärt.

Mascagni setzt den Tötungsakt nahe an den Vordergrund in einen engbegrenzten Raum. Pezolt schreibt das Gemälde
irrtümlich Ignazio Solari zu. In : Salzburger Zeitung 1877, Nr. 74.

5.9 Aufnahme des Hl. Thomas Becket in den Himmel
Hüttau, Pfarrkirche St. Leonhard; Öl auf Leinwand; Ca. 1619; Maße: 208 x 110 cm.

Das Altargemälde des nördlichen Seitenaltars wurde wahrscheinlich mit dem Hochaltar von Erzbischof Markus Sittikus in Auftrag gegeben (Thieme-Becker, Bd. 24, 1930, S. 198)(Dehio, 1986, S.173,174). 

5.10 Letztes Abendmahl
Salzburg, Museum Carolino Augusteum; Öl auf Leinwand; um1620; Maße: 235,5 x 155 cm.

Allseitig beschnitten, ursprünglich wohl hochrechteckig, heute lünettenförmig. Unverständlich erscheint die Partie unterhalb
des Tisches. Statt der Kleidung bzw. der Füße Christi sind farbige Streifen gesetzt. Ob dieser Zustand auf Mascagni zurückzuführen ist oder später verändert wurde, ist nicht zu entscheiden.

Pezolt berichtet in einer Ausgabe der Salzburger Zeitung von 1877, das Gemälde, das er zu Unrecht Ignazio Solari zuschreibt, stamme aus der aufgehobenen Kirche der roten Bruderschaft und befinde sich gegenwärtig in der Salinenkapelle in Hallein. Da Kaiserin Carolina Augusta mit dem anstelle Mascagnis Auferstehung ersatzweise am Hochaltar des Domes aufgestellten Bild nicht einverstanden war, forderte Erzbischof Maximilian von Tarnoczy das dem städtischen Museum übergebene Gemälde Mascagnis zurück und bot im Tausch dafür die in der Salinenkapelle von Hallein befindliche Abendmahlsdarstellung an. 1922 gelangte es an ein Wandgrab (Arkade 9) im Sebastiansfriedhof in Salzburg. Nach der Restaurierung 1972/73 wurde es dem Museum Carolino Augusteum übergeben (Rott- Freund, S.189).

(Abb. 13 Letztes Abendmahl, Salzburg, Museum Carolino Augusteum)

5.11 Befreiung Petri
Obertauern, Filialkirche St. Peter; Öl auf Leinwand; Um 1620; Maße: 232 x 147 cm.

Die Darstellung diente ursprünglich als Altargemälde der von Santino Solari 1618-21 im Auftrag Erzbischof Paris Lodrons errichteten Expositurkirche. Im Zuge der Umgestaltung 1962/63 wurde dieser Altar entfernt, seither befindet sich das Werk an der östlichen Langhauswand (Dehio, Salzburg, S. 463).

Entgegen der biblischen Vorgabe wird der Raum nicht durch die Präsenz des Engels erhellt, sondern gleichmäßig stimmungshaft ausgeleuchtet. Mascagni vermeidet damit bewusst starke Kontrastierungen.

Eine Kopie der Darstellung, von der Hand eines unbekannten Malers, möglicherweise von Ignazio Solari, befindet sich im Konvent von St. Peter, Salzburg.Tietze wies das Gemälde, das im 19. Jh. eine Übermalung erfahren haben soll, Mascani zu (ÖKT 12, S.158) ( Riedl, S. 247). Der stilistische Vergleich mit dem Werk aus Obertauern bestätigt jedoch die unterschied-
liche Auffassung der Epidermis, sowohl des Petrus als auch des Engels.

5.12 Dompropst Anton Graf Lodron
Salzburg, St. Peter- Friedhof, Kreuzkapelle; Öl auf Kupfer; 1620/23; Maße: 179 x 99 cm.

Den Auftrag zu dieser Darstellung erhielt Mascagni in Zusammenhang mit der Dekoration der Grablege des 1615 verstorbenen Dompropstes Anton Lodron von dessen Neffen, Erzbischof Paris Lodron.

Das Gemälde mit dem Grafen in bischöflichen Ornat vor schwarzem Hintergrund entstand für das Epitaph, in das die von Paris Lodron verfasste Memorialinschrift eingemeißelt ist.

Mascagni schuf mit diesem Werk einen Typus der Sepulkralmalerei, der etwa 150 Jahre in Salzburg Gültigkeit besaß (Dehio, 1986, S.545) (Wallentin, 1985, S. 104) (Hermann, 1986, S. 14).

5.13 Tod des Hl. Paulus Eremit

Salzburg, St. Peter- Friedhof, Kreuzkapelle; Öl auf Kupfer; 1620/23; Maße: 288 x 168 cm.

Das Altargemälde entstand im Verbund mit der Dekoration der Grablege des 1615 verstorbenen Dompropstes Anton Lodron, dessen Neffe, Erzbischof Paris Lodron, Mascagni ca. 1620 damit beauftragte. Geschildert werden Szenen aus dem Leben
des Hl. Antonius, dem Namenspatron des Grafen (Dehio, 1986, S. 545) (Hermann, 1986, S. 14) (Wallentin, 1985, S. 104).

5.14 Wunder des wahren Kreuzes
Salzburg, St. Peter- Friedhof, Kreuzkapelle; Öl auf Kupfer; 1620/23; Maße: 194 x 108 cm.

Die in einem Stuckrahmen eingelassene Darstellung des nördlichen Seitenaltars malte Mascagni für die Grablege des Salzburger Dompropstes Anton Lodron, zu welcher Erzbischof Paris Lodron, der Neffe des 1615 verstorbenen Grafen, den Auftrag erteilte. Sie steht jedoch nicht in Zusammenhang mit der Vita des Namenspatrons, sondern bezieht sich auf das Patrozinium der Kapelle zum Hl. Kreuz.

Die der Legenda aurea entnommene Episode zeigt vor einer imaginären Silhouette Jerusalems die durch das wahre Kreuz
vom Tode errettete Frau, welche das Kreuz Christi in Dankbarkeit umfängt (Wallentin, 1985, S. 104) ( Hermann, 1986, S. 13).

5.15 Verehrung des Hl. Kreuzes durch Helena
Salzburg, St. Peter- Friedhof, Kreuzkapelle; Öl auf Kupfer; 1620/23; Maße: 194 x 110 cm.

Es wurde von Erzbischof Paris Lodron für die Grablege seines 1615 verstorbenen Onkels Anton Lodron in Auftrag gegeben.

Mascagni setzt die Gestalten nahe an den Vordergrund, er verzichtet jedoch auf eine voluminöse Inszenierung der Figuren.
Das hochragende schlanke Kreuz gibt gewissermaßen die Proportionen vor, wodurch gegenüber der sonst von Mascagni gesuchten Tiefenwirkung die Höhendimensionierung überwiegt (Wallentin, 1985, S.104) ( Hermann, 1986, S. 14).

5.16 Epitaph mit Portrait des Erzbischof Markus Sittikus
Salzburg, Dom, Presbyterium; Öl auf Kupfer; 1620/25; Maße: 133,5 x 147,5 cm.
Gemälde für das Epitaph des verstorbenen Erzbischofs; architektonischer Rahmen von Konrad Asper.

Das für den 1619 verstorbenen Erzbischof Markus Sittikus entstandene Epitaph mit dessen Bildnis wurde von seinem Nachfolger Paris Lodron in Auftrag gegeben, der auch die Memorialschrift verfasste. Zur Aufstellung kam das Epitaph wohl
erst ein Jahr nach der Domweihe 1629 (Grauer, S.51).

In betender Haltung blickt der Verstorbene auf den Betrachter, der Hintergrund ist als Rauminterieur definiert. Das Bildnis
steht in der Nachfolge des von Mascagni geschaffenen Sepulkraltypus eines Portraits in Ewiger Anbetung (Schallhammer,
1859, S. 63f) ( Pezolt, 1877, Nr. 74) ( Scheider, 1889, S. 82f) ( Wallentin, 1985, S. 135) (Dehio, 1986, S. 530).

(Abb. 14 Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, Salzburg, Dom, Epitaph)

5.17 Auferstehung Christi
Salzburg, Dom, Hochaltar; Öl auf Leinwand; Ca. 1625/28; Maße: 459 x 262 cm.

Restaurierungen: Vor 1877 reinigte Martin Pitzer das Gemälde und entfernte Übermalungen; Restaurierungen nach der
schweren Schädigung aufgrund des Bombeneinschlags von 1944 durch Annemarie Fiebich-Ripke.

(Abb. 15 Auferstehung Christi, Salzburg, Dom, Hochaltar)

Den Auftrag zu dem Hochaltargemälde erhielt Mascagni von Erzbischof Paris Lodron. Das Gemälde bildet den triumphalen Abschluss des Passionszyklus im Langhaus. Für die Wahl der Darstellung auf dem Hochaltar mag die Tatsache gebildet haben, dass legendär der Todestag des Kirchenpatrons Rupert mit dem Tag der Auferstehung zusammenfiel (Riedl, 1861, S. 247) ( Schallhammer, 1859, S. 56f) ( ÖKT 9, 1912, S.30) ( Thieme- Becker, Bd. 24, 1930, S. 198) ( Grauer, 1953, S.104)
(Heinzle, 1969, S. 225) ( Hahnl, 1974, S. 124) ( Dehio, 1986, S. 529) (Mencarini, 1986, S. 120).

5.18 Christus in der Vorhölle
Salzburg, Dom, Südwand des Presbyteriums; Öl auf Leinwand; Ca. 1625/30; Maße: 524 x 348 cm.

Das von Erzbischof Paris Lodron in Auftrag gegebene Gemälde schildert eine nachösterliche Begebenheit, die im Presbyterium zusammen mit der Auferstehung des Hochaltars, dem Pendant der Grablegung von Ignazio Solari und den Deckenfresken den abschließenden Komplex des im Langhaus begonnenen christologischen Zyklus bildet.

Trotz der Nachtdarstellung wird der Disegno betont. Die Figuren werden konturiert, es kommt zu keinem nahtlosen Übergang zwischen Gestalt und Ambiente. Allerdings werden grelle Kontrastierungen zugunsten eines stimmungshaften Eindrucks vermieden (Thieme- Becker, Bd. 24, 1930, S. 198) ( Fuhrmann, 1960, S. 16) ( Heinzle, 1969, S. 225) ( Dehio, 1986, S. 529).

5.19 Maria-Schnee-Wunder
Salzburg, Dom, südliche Konche; Öl auf Leinwand; Ca. 1625/28; Maße: 404 x 241 cm.

Erzbischof Paris Lodron gab diese Darstellung mit drei weiteren Werken des Domes in Auftrag. Das von Tietze und Dehio Antonio (Ignazio) Solari zugeschriebene Altarblatt (ÖKT 9, S. 31 ; Dehio, Salzburg, S. 530) stammt von Mascagni, wie der Vergleich mit der Grablegung Solaris an der nördlichen Presbyteriumswand des Doms belegt (Abgebildet in ÖKT 9, S. 29 Fig.33.) Solari lehnt sich in diesem Gemälde eng an die Gestaltungsweise der Figuren Mascagnis, dennoch rundet er die
Köpfe stärker, wodurch sie die Anmut verlieren. Zudem arbeitet Solari Drapierungen genauer durch, lediglich die Repoussoirfigur zeigt die Mascagni eigene Behandlung, Farbe flächig aufzutragen.( Rott- Freund, 1994, S. 199) ( Fuhrmann, 1960, S.16, 23)
(Mencarini, 1986, S. 120).

(Abb. 16 Maria- Schnee- Wunder, Salzburg, Dom, Altar der südlichen Konche)

5.20 Portiunkula-Ablass
Salzburg, Dom, nördliche Konche; Öl auf Leinwand; Ca. 1625/28; Maße: 403 x 28 cm.

Das Altargemälde gehört zum Franziskuszyklus der nördlichen Konche als Exemplum der Imitatio Christi. Der Auftraggeber
war Erzbischof Paris Lodron. Die dargestellte Episode bezieht sich auf eine Ablassbitte des Franziskus für reuige Sünder (Thieme-Becker, Bd. 24, 1930, S. 198) ( Dehio, 1986, S. 530) ( Fuhrmann, 1960, S. 23).

(Abb. 17 Portiunkola-Ablass, Salzburg, Dom, Altar der nördlichen Konche)

5.21 Tod des Hl. Rupertus
Salzburg, Dom, Rupertusoratorium ; Öl auf Leinwand; Ca. 1625/28; Maße: 181,5 x 121,5 cm.

Das von Erzbischof Paris Lodron in Auftrag gegebene Altarblatt gehört zum Zyklus der Wand- und Deckengemälde des Rupertusoratoriums mit Szenen aus dem Leben des hl. Rupertus. Zwei Diakone halten den wohl im Langhaus der Kirche
St. Peter in Salzburg zusammengesunkenen Rupertus. Die Klarheit des Kolorits, welche mit der Farbintensität der Wand-
und Deckendekoration korrespondiert, betont die Zeichenhaftigkeit der Darstellung (Thieme- Becker, Bd. 24, 1930, S. 198)
(Heinzle, 1969, S. 225) ( Dehio, 1986, S. 532) ( ÖKT 9, 1912, S. 21).

(Abb. 18 Tod des hl. Rupertus, Salzburg, dom Rupertusoratorium, Altargemälde)

Register der Arbeiten in Italien:

FRESKEN

Volterra, Badib S. Giusto, Refektorium (Deckengemälde; zehn Lünetten)( Durch Erdbeben zum Teil stark zerstört.
Auftraggeber: Abt Grisostomo Ticci.
Florenz, Konvent S. Maria degli Angeli, Kamaldulenserkloster, zweiter Kreuzgang (Sechs Lünetten)
Auftraggeber: Abt Grisostomo Ticci.
Monsummano, S. Maria della Fontenuova, Östliches Deckengemälde des Langhauses.
Auftraggeber: Großherzog Ferdinand I. de Medici und seine Gattin Christina.
Florenz, Kloster SS. Annunziata, Chiostro Grande (Zwei Lünetten)
Villa Lagarina, S. Maria Assunta (Rurertuskapelle und Sakristei)
Auftraggeber: Erzbischof Paris Lodron
Nogaredo, Palazzo Lodron Hauskapelle
Auftraggeber: Erzbischof Paris Lodron

ÖLGEMÄLDE

Hochzeit zu Kana; Volterra, Palazzo die Priori.
Hiob; Volterra, Palazzo dei Priori
Geburt Mariens; Volterra, Palazzo Minucci Solaini, Pinakothek.
Kreuzigung Christi; Volterra, Oratorio della Misericordia.
Hl. Hieronymus; Florenz, Galleria Corsini.
Tod des Conte Ugolino ; Florenz, Privatbesitz.
Christus fällt unter dem Kreuz; Florenz, SS. Annunziata, Konvent
Schenkung der Gräfin Mathilde von Tuszien; Vallombrosa, Abtei, Bibliothek.
Pietà; Florenz, S. Niccolò sopr Arno, Sakristei.
Bildnis der Maria; Florenz, SS. Annunziata, Konvent.
Verkündigungsengel Gabriel; Florenz, SS. Annunziata, Konvent.
Enthauptung des Antonius; Florenz, SS. Annunziata, Konvent.
Tod des Hl. Rupertus; Villa Lagarina, Rupertuskapelle.
Bildnis der Eltern Erzbischof Paris Lodrons ; Villa Lagarina, Rupertuskapelle.
Der Hl. Borromäus vor dem Bildnis Mariens ; Nogaredo, Palazzo Lodron, Hauskapelle.
Mystische Vermählung der hl. Katharina von Alexandrien; Rovereto, S. Caterina.
Martyrium der Hl. Katharina von Alexandrien; Trient, Biblioteca provinciale dei Cappuccini.
Enthauptung der Hl. Katharina von Alexandrien; Trient, Biblioteca Provinciale dei Cappuccini.
Wahl des P. Angiol Maria Montorsoli zum Ordensgeneral; Florenz, SS. Sette Fondatori, Refektorium.
Bildnis des Ordensgenerals P. Angiol Maria Montorsoli; Florenz, SS. Annunziata, Konvent.
Apostelkreuze; Florenz, SS. Annunziata, Sakristei.

ZEICHNUNGEN

Ornamentzeichnung; Florenz, Uffizien
Der Hl. Romuald sieht im Traum seine Mönche zum Himmel Steigen; Stuttgart, Staatsgalerie.
Die Enthüllung des Gnadenbildes der SS. Annunziata; Paris, Louvre.
Die Enthüllung des Gnadenbildes der SS. Annunziata; London, Britisch Museum.

STICHE

Enthüllung des Gnadenbildes der SS. Annunziata; Florenz, Kunsthistorisches Institut.
Enthauptung des Antonius; Florenz, Kunsthistorisches Institut.
Wunderbare Rettung des Petrus; Florenz, Kunsthistorisches Institut.
Die cypriotische Königin; Florenz, Kunsthistorisches Institut.
Maria erscheint einem Gefangenen im Kerker; Florenz, Kunsthistorisches, Institut.
Errettung Magdalenas durch Maria; Florenz, Kunsthistorisches Institut.
Heilung Marco Cambinis; Florenz, Kunsthistorisches Institut.

 

6. ABBILDUNGEN

Abb. 1 Bildnis des Fra Arsenio Mascagni, Salzburg, Dommuseum (Ölgemälde, unbekannt)
Abb.2 Lustschloss Hellbrunn, Festsaal, Detail (Bilger, Robert, Zürich)
Abb. 3 Lustschloss Hellbrunn, Oktogon, Detail der Kuppel (Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien)
Abb. 4 Lustschloss Hellbrunn, Neptungrotte (Rott- Freund, Susanne)
Abb. 5 Salzburg, Dom, Kuppel ( Salzburg, Landesstelle für audio- visuelle Meddien)
Abb. 6 Salzburg, Dom, Langhaus (Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien)
Abb. 7 Salzburg, Dom, südliche Konche (Rott- Freund, Susanne)
Abb. 8 Salzburg, Dom, nördliche Konche (Rott- Freund, Susanne)
Abb. 9 Salzburg, Dom, Rupertusoratorium, Deckengemälde (Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien)
Abb.10 Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, Lustschloss Hellbrunn (Salzburg, Landesstelle für audio- visuelle Medien)
Abb.11 Auferstehung Christi, Siezenheim, St. Maria Geburt (Rott- Freund, Susanne)
Abb.12 Hl. Leonhard, Hüttau, St. Leonhard (Rott- Freund, Susanne)
Abb.13 Letztes Abendmahl, Salzburg, Museum Carolino Augusteum (Museum Carolino Augusteum)
Abb.14 Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems, Salzburg, Dom, Epitaph (Rott- Freund, Susanne)
Abb.15 Auferstehung Christi, Salzburg, Dom, Hochaltar (Neuhardt, Johannes)
Abb.16 Maria-Schnee-Wunder, Salzburg, Dom, Altar der südlichen Konche (Rott- Freund, Susanne)
Abb.17 Portiunkula-Ablass, Salzburg, Dom, Altar der nördlichen Konche (Rott- Freund, Susanne)
Abb.18 Tod des Hl. Rupertus, Salzburg, Dom, Rupertusoratorium, Altargemälde (Rott- Freund. Susanne)

 
7. BIBLIOGRAPHIE

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© Hubert Profanter, Mai 2003
 

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