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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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MARTINELLI, Anton

 

1. MARTINELLI, Anton (Erhard)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Baumeister, Architekt

3. BIOGRAPHIE

* 1684
† kurz vor 15.09.1747, Wien

Martinelli lernte beim Maurermeister Chr.Al.Öttl. 1711 wurde er Meister, 1730 Hofmaurermeister und gilt zugleich als einer der meist beschäftigten Baumeister des österreichischen Barocks. In einer Spezifikation (im Archiv der Wiener Baumeister-genossenschaft) zählt M. die stattliche Liste seiner Bauten nach Territorien geordnet auf.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Anton Martinelli ist der älteste Sohn des Francesco Martinelli.

Johann Adam Thien v. Thinnfeld ist der Auftraggeber des Palais Thinnfeld, das für seinen Sohn Anton Balthasar Thien von Thinnfeld errichtet wird. Detaillierte Angaben gehen aus dem Rechnungsbuch des Bruders des Bauherrn Ferdinand Josef
Thinn v. Thinnfeld hervor.

 
5. WERKE (STEIERMARK)

5.1 Palais Thinnfeld, Mariahilferstr. 2, Graz
Der Haupttrakt des Palais wurde 1739 bis 1742 durch den Eisen-Gewerken Anton Thinn v. Thinnfeld nach Entwurf des
Wiener Architekten Ant.Martinelli erbaut.
Bei dem Bau handelt es sich um eine schlichte, vornehme Fassadengliederung mit Mansardendach. Das Erdgeschoss
wurde später mehrfach verändert.

5.2 Im Obergeschoss des Palais Thinnfeld befindet sich ein prachtvoller Ofen, der nach Zeichnungen von Ant. Martinelli
vom Hafner Emeran Grueber ausgeführt wurde.

6. BIBLIOGRAPHIE

Dehio-Handbuch, Die Österreichischen Kunstdenkmäler, Graz, 1979
Österreichische Kunsttopographie II, 1908
Österreichische Kunsttopographie: Kunstdenkmäler der Stadt Graz, 1984
Pirchegger: Häuserbuch, 1960
Popelka, Graz II, 1960
v.Wurzbach, C.: Biographisches Lexikon Österreich, XVII 1867

©Lisbeth Mikula, Mai 2005

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