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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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MANFREDI, Luigi

 

1. MANFREDI, Luigi
Manfredini

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Bildhauer, Erzgießer und Medailleur

3. BIOGRAPHIE

* 17.9.1771, in Bologna
† 22.6.1840, in Mailand

Vater des Gaetano.
Er wurde Professor der Medaillenkunst an der Akademie zu Mailand und war der berühmteste Medailleur seiner Zeit.
Er gründete nach 1807 mit seinem Bruder (Vorname unbekannt) eine Bronzefabrik.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

L. Manfredi gründet mit seinem Bruder eine Bronzefabrik in Mailand.
Sein gleichnamiger Sohn, ebenfalls Bildhauer und Bronzegießer, wird in L. Forrer, Dict.of Medall., III(1907) erwähnt.

 
5. WERKE (STEIERMARK)

5.1 Kaiser Franz I., Denkmal am Freiheitsplatz in Graz
Der Bronzeguss des Denkmals von Pompeo Marchesi 1838 bis 1841 wurde von den Brüdern Manfredini ab 1839 in Mailand ausgeführt. Nach dem Tod von Luigi Manfredini 1840 wurde das Werk von Luigi Viscardi vollendet. Die Enthüllung fand am 19.08.1841 statt.

Die Statue war ursprünglich in Marmor geplant, die Stände stimmten allerdings für Bronze. Das Werk ist nahezu in der Mitte des Freiheitsplatzes platziert, mit der Vorderseite zur Hofgasse hin gerichtet. Ein breiter quadratischer Unterbau mit zwölf Steindocken und Bronzekette dient als Basis für den dreistufigen Sockel mit Postament. An der Postamentvorderseite
zwischen begrenzenden Lisenen steht die Inschrift: "Francisco I / Austriae / Imperatori / Grata Styria." Darüber befindet sich
ein Aufsatz mit antikisierenden Bronzeornamenten. Zuoberst ist das Bronzestandbild des Kaisers, im Ornat des Großmeisters des Ordens vom goldenen Vlies, die rechte Hand vorgestreckt, in der Linken das Zepter. Daneben befindet sich eine umrankte Säule mit Justitiaattributen, darauf die Krone mit der Aufschrift: "Justitia regnorum fundamentum".

6. BIBLIOGRAPHIE

Dehio-Handbuch: Die Kunstdenkmäler Österreichs, Graz, 1979
Hafner, O.: Zur Grazer Kunstgeschichte des Klassizismus, in: Mitteilungen der Gesellschaft für vergleichende Kunstforschung in Wien, 29.Jg.Jänner 1977, Nr.1.
Janisch: Lexikon, 1878
List, Rudolf: Kunst und Künstler in der Steiermark, 1967
Nagler: Monographie IV, 1871
Österreichische Kunsttopographie, Band LIII, Die Kunstdenkmäler der Stadt Graz, Wien 1997
Ohmeyer, C.:Das Franzens-Monument in Grätz, in: Allgemeine Bauzeitung, 7.Jg., 1842
Schreiner: Grätz, 1843
Thieme, Ulrich, Becker, Felix(Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künste, Band 24, München-Leipzig 1992
Wastler, Josef: Künstlerlexikon, Graz, 1883

©Lisbeth Mikula, Mai 2005

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