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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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LUCHESE, Filiberto

 

1. LUCHESE, Filiberto (Filip Alberto, Filippo, Philipert, Philiberto)
Lucchese, Lucchesi, Luches, Luchesi, Luckes, Lugesch

 

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Kaiserlicher Hofbaumeister und Ingenieur, Architekt, Stuckateur, Geometer

 

3. BIOGRAPHIE

getauft 26.12.1606 in Melide (Tessin)
† 21.05.1666, in Wien (am „hietzigen Fieber“ )

Filiberto Luchese entstammt einer italienischen Architekten- und Steinmetzfamilie aus dem Raum des Luganer Sees, wurde
am 26.12.1606 in Melide getauft und ist am 21.05.1666 in Wien im Alter von 60 Jahren gestorben. Sein Taufname lautete Filip Alberto, der ihm vermutlich im Gedenken an seinen Großvater Alberto Luchese verliehen wurde.

Seine Lehrzeit dürfte er zwischen 1620 und 1630? vermutlich in einer Lehrwerkstatt im Umkreis seiner Verwandtschaft
absolviert haben.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Filiberto Luchese entstammt einer Baumeisterfamilie aus dem Raum des Luganer Sees.
Sein Urgroßvater Giovanni Luchese d.Ä. übte nachweislich bereits in den 30-er Jahren des 16. Jh. in Prag den Beruf des Maurers aus und trat später, bis zu seinem Tod, gemeinsam mit seinem Sohn Alberto Luchese in die Dienste Ferdinands II.

Filibertos Großvater Alberto Luchese hatte in Innsbruck das Amt des Hofbaumeisters inne, bis er schließlich vor 1600 nach Melide zurückkehrte, wo er auch verstarb.

Als Sohn von Giovanni Luchese d.J., dessen Beruf nicht bekannt ist, und seiner Frau Elisabetta hatte Filiberto Luchese noch mehrere Geschwister, u.a. war er der Bruder von Domenico Luchese (geb. 18.09.1612), der eine militärische Laufbahn ein-schlug, von Giovanni Battista Luchese (gest. 1675), der als Stuckateur tätig war, von Maria Luchese, eine verehelichte de Biancini (seit 1626 Ehe mit Christoph de Biancini) und von Domenico Luchese, der als Stuckateur in Österreich und Ungarn arbeitete. Filiberto Luchese selbst dürfte als Junggeselle keine Nachkommen hinterlassen haben.

Lucheses Freundeskreis ist vor allem innerhalb der italienischen Gemeinde in Wien zu suchen, u.a. verband ihn eine enge Freundschaft mit der italienischen Familie Tencalla aus Bissone, besonders mit Carpoforo Tencalla, der ein bevorzugter Freskomaler von Luchese war und mit Giovanni Pietro Tencalla, der sein Socius und späterer Nachfolger als kaiserlicher Hofarchitekt war (dessen Vater Constante Tencalla war bis zu seinem Tod 1646 als Hofarchitekt des polnischen Königs tätig).

Weiters zählte die in Wien lebende Familie Carlone zu seinem Freundeskreis, worauf auch seine Patenschaft für Sebastian Filiberto Carlone (1655: Taufpate im Wiener Stephansdom) hinweist.
Die Familie Carlone dürfte Filiberto Luchese auch mit einem seiner wichtigsten Auftraggeber dem Grafen Adam Batthyány bekannt gemacht haben, für den er - wie auch für die Familie Pálffy - seit 1640 tätig war. Seit dieser Zeit stand Luchese auch
als Militäringenieur im Dienst von Kaiser Ferdinand III.

Zu weiteren Auftraggebern Lucheses zählten noch der spanische König Phillip IV. und auch die französische Königin Anna.

 

5. WERKE

(BURGENLAND)

5.1 Die Stuckarbeiten in der Schlosskapelle von Schloss Rechnitz, die im Zeitraum vom Sommer 1640 bis 1641 entstanden und von Graf Adam Batthyány in Auftrag gegeben wurden, gelten als ein Werk des F. Luchese, der 1640 noch zusätzlich einen Altarentwurf für die Schlosskapelle anfertigte. Schloss Rechnitz existiert heute leider nur noch als Ruine,
da es 1945 in den letzten Kriegstagen des II. Weltkriegs aus bisher noch ungeklärten Gründen abgebrannt ist.

5.2 Die Städteplanung von Schlaining dürfte auf F. Luchese zurückzuführen sein. Einen Hinweis darauf liefert ein Schuldenverzeichnis von 1658, worin F. Lucheses Tätigkeit als Geometer von 1642/1643 in Schlaining erwähnt wird.
Laut P. FIDLER (1988, S. 182) dürfte F. Luchese im Auftrag der Grafen Batthyány den Plan für den Umbau der Burg
Schlaining entworfen haben, die unter der Bauleitung von Simone Retacco von 1642-1652 umgebaut wurde. Ein Nachweis
für F. Lucheses Beteiligung beim Umbau kann erst ab 1647 (P. FIDLER,1990, S. 152f) erbracht werden. Ein Anhaltspunkt,
der für eine Beteiligung Lucheses spricht, ist auch eine formale Zuordenbarkeit der Stuckarbeiten zum Umkreis des F.
Luchese.
Nach Angabe von D. FREY (1929, S. XXVI) kam die Burg Schlaining erst 1648 in den Besitz der Grafen Batthyány, woraus hervorgeht, dass der Zeitpunkt des Baubeginns erst später erfolgt sein müsste.

5.3 Im Auftrag von Graf Adam Batthyány, der seit 1644 durch Kauf in den Besitz der Burg Bernstein kam, übernahm Luchese ab 1645 (SCHMELLER-KITT, 1980, S.43) bzw. aufgrund anderweitiger Verpflichtungen in Wien wahrscheinlich erst ab 1647/1648/1649 (lt. CZEIKE, 1988, S. 245: 1647;lt. FIDLER, 1990, S. 154: 1648; lt. LORENZ, 1999, S. 564: 1648/1649) –1650 die Bauleitung des Rittersaals im Erdgeschoss des (Süd-)Osttraktes der Burg Bernstein, wofür er 1648 honoriert wurde. Der Rittersaal wurde als profaner Festsaal mit Stuckdekoration an Wänden und Decke ausgestattet. In den Fensternischen befinden sich Jagdszenen, weiters sind vor allem Szenen aus den Metamorphosen des Ovid dargestellt, die nach Kupferstichen des Antonio Tempesta (von 1606) gefertigt sind.

5.4 Bautätigkeit in Güssing: Neben einer Beteiligung bei der Modernisierung des Batthyánischen Schlosses in Güssing dürfte F. Luchese auch die Planung des von Graf Adam Batthyány 1638 gegründeten Franziskanerklosters und der Klosterkirche „Mariä Heimsuchung“ in Güssing übernommen haben. Die Pläne von F. Luchese für die Klosteranlage der Franziskaner lagen im Sommer 1641 vor, womit ein Baubeginn ab diesem Zeitpunkt möglich wäre. Die Fertigstellung der Sakralbauten dürfte schließlich um 1649 erfolgt sein, wobei über die ausführenden Bauleute und über den Verlauf der Bau-arbeiten nichts bekannt ist. Der Güssinger Hochaltar , der mit 1649 datiert ist, basiert möglicherweise ebenso auf einem Entwurf des F. Luchese.

5.5 Der Entwurf (um 1663) für das Schloss Esterházy in Eisenstadt stammte wahrscheinlich vom Wiener Hofarchitekten
F. Luchese. Es existieren noch andere Pläne für dieses Bauwerk, die vermutlich der ersten Planungsphase (Vertrag von 1663) angehören, aber nicht ausgeführt wurden und wahrscheinlich dem Baumeister Carlo Martino Carlone (1616-1665) zuzuschreiben sind, den D. FREY (1929, S. X) für den eigentlichen Architekten des Schlosses hielt.

Der vorhergehende Bau, das mittelalterliche Schloss Eisenstadt, eine kastellartige Vierflügelanlage mit quadratischen Eck-türmen um einen rechteckigen Hof, war seit 1622 im Besitz der Familie Esterházy. Da dieses Gebäude aufgrund seiner Baufälligkeit nicht bewohnbar war, zog es der erste Besitzer Graf Nikolaus Esterházy vor in einem Herrenhaus in Groß-
höflein zu leben. Die Auftragserteilung für den umfangreichen Umbau der mittelalterlichen Stadtburg in einen Barockbau,
erfolgte erst ab 1663 durch seinen Sohn Paul I. Esterházy (Regierungsdauer:1652-1713). Der gesamte Schlossumbau war
lt. einer Bauinschrift im Innenhof des Schlosses im Jahr 1672 nach fast zehnjähriger Bauzeit abgeschlossen. Nachdem der erste Baumeister Carlo Martino Carlone bereits frühzeitig aufgrund seiner „Schwäche“ und anderer Verpflichtungen außerstande war seine Arbeit fortzusetzen, wurde (lt. FIDLER, 1990, S. 202) die Bauleitung auf seinen Polier Sebastiano Bartoletto übertragen. Antonio Carlone dürfte dabei als Polier an diesem Bau beteiligt gewesen sein. Eine andere Version
(lt. HOLZSCHUH, 1995, S.148) lautet, dass der Umbau des Schlosses ab 1666 gemäß eines neuen Kontraktes durch Domenico Carlone (um 1615-1679) als Baumeister weitergeführt wurde, der Antonio Carlone (Sebastiano Bartoletto?) in
dieser Tätigkeit ablöste.

(NIEDERÖSTERREICH)

5.6 Schloss Petronell
Dreigeschossiger Bau um einen Hof mit Freitreppe und achteckigen Ecktürmen. Aus stilistischen Gründen kann man
Luchese den Umbau des Schlosses in Petronell zuschreiben. Der Bau geht auf den im Jahre 1660 unter Graf Ernst III. v. Abensperg und Traun begonnenen Ausbau einer mittelalterlichen Anlage zurück. Die Bauarbeiten führten die Baumeister Domenico Carlone und Carlo Canevale (1660-1679) aus. Die Beteiligung Lucheses an der Planung ist zwar urkundlich
nicht gesichert, jedoch auf der Grundlage von stilkritischen Beobachtungen anzunehmen. Die Gliederung der Fassade spiegle Philibert Lucheses künstlerische Konzeption wieder. Stilistische Verwandtschaft der drei Hoffronten des Petroneller Schlosses mit der Fassaden-lösung des Kremsierer Schlosses und des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg.
Außer den genannten Baumeistern begegnen wir am Bau auch anderen Mitgliedern der Truppe Luchese: dem Stuckateur Giovanni Castello, dem Maler Carpoforo Tencalla u.a.

Die Vermutung, dass Luchese am Umbau des Abensperg-Traun’schen Schlosses Petronell beteiligt war, stützt sich auf gesicherte Vergleichsbeispiele die wir aus seinem Oeuvre kennen. Mitglieder der Truppe Lucheses konnten aus Urkunden gesichert werden, wie etwa der Stuckateur Giovanni Castello oder der Maler Carpoforo. Die beiden angeführten Tatsachen sprechen dafür, dass Luchese tatsächlich unter dem Baumeister Domenico Carlone gearbeitet hat nachdem sein Stil an der Fassade erkennbar ist und seine Kollegen auch daran beteiligt waren.
Zwischen 1660 und 1673 wurde die alte Wasserburg zum heutigen Schloss umgebaut, wobei das einstige Konglomerat einzelner alten Bauobjekte zu einer Vierflügelanlage mit Eckpavillon umgestaltet wurde. Der Hoffassade wurde ein ge-schichtetes Pilastergerüst auf hohen Postamenten von Luchese vorgeblendet, das sich über die 13-achsige Ostfront erstreckt. Der obere Abschluss erfolgt durch ein dorisches Fries, dass mit dem Hauptgesims zusammenwächst. In der Mitte des Flügels führt eine zweiarmige Freitreppe zu dem im Hochparterre gelegenen Festsaal. Die durch die Arkadenöffnung hergestellte Betonung der Querachsen wird durch die geschwungene Form der Treppe gebrochen und hebt schon von außen sichtbar den wichtigsten Saal des Baues optisch hervor.

5.7 Schloss Marchegg
Barocke Schlossanlage mit zwei Geschossen; seine heutige Gestalt ist geprägt von Umbauten des 18. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte der vierziger Jahre des 17. Jahrhunderts ließ Graf Paul I. Pálffy (1590-1653) das Schloss Marchegg umbauen
und beschäftigte bei allen seinen Bauunternehmen den kaiserlichen Architekten Philiberto Luchese, welcher im Jahre 1650
die Arbeiten in Marchegg leitete und sich im Sommer desselben Jahres persönlich auf der Baustelle aufhielt.
Seiner Werkstatt muss man zweifellos auch die Stuckierung der Festräume zuschreiben. Sie haben mit gesicherten Werken (Bernstein, Rechnitz) vieles gemeinsam.

Luchese beteiligte sich, wie in Urkunden aus dem Jahre 1650 festgehalten wurde, maßgeblich an den Umbauarbeiten des,
seit 1635 im Palffyschen Besitz befindlichen Schlosses von Marchegg. Nur die stuckierten Innenräume und ein erhaltener Gartenpavillon lassen uns erahnen wie der Bau vor der Barockisierung aussah.

Der an der Nordostecke des Gebäudes angrenzende Gartenpavillon mit kleiner Terrasse war ursprünglich loggiaähnlich gestaltet. Die offenen Arkaden wurden jedoch bereits 1713/29 geschlossen und Fenster eingebaut. Luchese gestaltete die Fassade mit dem für ihn charakteristischen Pilastergerüst.
An den Ecken des turmähnlichen Baues befinden sich jeweils zwei Pilaster die ein Drillingsfenster umrahmen. Es ist etwas aus der Fassadenflucht nach hinten versetzt und wird durch einen Segmentbogen, der durch einen im Putz modellierten Keilstein aufgebrochen ist, nach oben hin abgeschlossen. In das Bogenfeld wurde ein Ochsenauge eingesetzt.

5.8 Mannersdorf a.d. March, Rochuskapelle
Die Kapelle entstand 1637 bis 1657 unter ihrem Stifter Rudolf v. Teuffenbach, der Ort Mannerdorf gehörte damals aber schon Graf Paul Pálffy. Die Kapelle darf man als Werk des Giovanni Battista Carlone annehmen. In die Innenausstattung konnte
auch Philiberto Luchese noch eingreifen.

5.9 Hofhaus zu Kirchschlag
Herrenhaus, um 1670 durch Hans Christoph III. Graf v. Puchheim anstelle der alten Burg Kirchheim errichtet (Grundstein-
legung 11. September 1651). Es dürfte wohl 1652 vollendet gewesen sein. Die drei Trakte gehören zwei verschiedenen Bauphasen an; der in der zweiten Bauphase entstandene Osttrakt weist eine aufwendige frühbarocke Fassadengliederung
auf und wurde noch vor 1657 (Tod v. Graf Puchheim) erweitert und ein Festsaaltrakt errichtet, der vermutlich auf Filiberto Luchese zurückgeht. Der Vergleich mit gesicherten Werken Lucheses verstärke diese These. Im Rahmen der frühbarocken Ausgestaltung des Hofhauses wurde u.a. auch das Hofportal des Westtraktes, vermutlich von italienischen Stuckateuren aus der Luchese-Werkstatt, mit aufwendigen Stuckarbeiten ausgestattet.

Die von Hans Christoph III Graf Puchheim 1651 in Auftrag gegebene neue Residenz der Familie wurde in Mitten des Orts-zentrums von Kirchschlag in der Buckligen Welt erbaut. Das Hofhaus gelangte jedoch schon ein Jahr später durch Heirat in
die Familie Palffy, die 1655/57 den Architekten Philiberto Lucchese für die Fassadengestaltung des frühbarocken Saalbaues engagierten. Der 1658 fertig gestellte Bau war ursprünglich eine Dreiflügelanlage um einen nach Norden hin offenen Hof, dessen Bild sich im Laufe der Zeit jedoch durch Neubauten und Teileinstürzen gewandelt hat.
Luchese wendete an der Fassade des Hofhauses eine für ihn charakteristische Wandrhythmisierung an, die durch quantitative und qualitative Veränderungen des Pilastergerüstet zustande kommt. Der zweigeschossige Aufbau der Wand erstreckte sich ursprünglich über neun Achsen wobei die Anzahl von Pilastern variierte. Das Kordongesims mit den rustizierten Ecken und die rechteckigen Fenster mit gerader Verdachung unterstrichen den vertikalen Aufbau der Wand. Dreiecksgiebel wurde auf die gerade Verdachung gesetzt, die sich unterhalb von stuckierten Nischen befinden. Die darin enthaltenen Sandsteinbüsten repräsentieren die Personen des  Hauses Habsburg.

Abb. 1. Tatzreiter, Hofhaus
Abb. 2 - 5 Detailansichten, Fotos: Jill Tatzreiter

5.10 Wasserbauten a.d. March
Während der Donauüberschwemmungen von 1651 wurde Luchese zu verschiedenen Wasserbauten herangezogen.

5.10.1 1651 inspizierte Luchese den einreißenden Donaudamm bei Tulln. Die Details über seinen Einsatz sind nicht bekannt. Auch später mussten die Dämme und Wasserbauten ständig repariert werden.

5.10.2  Auch die älteren Wasserbauten bei Nussdorf bedurften regelmäßiger Reparaturen und Inspektionen. Obwohl bei diesen Bauten Luchese nie namentlich genannt wird, ist seine Beteiligung anzunehmen.

5.10.3 1665 war das Flussbett des Wiener Donauarmes versandet. Luchese kam mit einem konkreten und realisierbaren Vorschlag, den Wasserstrom zu verschieben. Auch wurde Luchese vom Kaiser beauftragt, den Fluss March auf die Schiff-barmachung zu untersuchen und ein Gutachten mit Kostenvoranschlag und einen Zeitplan vorzulegen, was am 13.2.1654 geschah. Es kam jedoch nicht zur Ausführung, das Projekt geriet in Vergessenheit.

5.11 Wiener Neustadt, Befestigungen
1642 wurde Luchese zum ersten Mal aus der kaiserlichen Kasse honoriert, nachdem er die Festungen in Ungarn inspiziert hatte. Gleichzeitig beteiligte sich Luchese maßgebend an den neuen Befestigungen in Wiener Neustadt.

5.12 Schloss Walpersdorf
Als Lucheses Spätwerk ist die Brücke die zum Schloss Walpersdorf führt zu nennen, die er mit dreifachen Schlusssteinen versehen hat. Einem Schreiben Kaiser Ferdinand III., in dessen Dienste Luchese seit 1640 stand, an den Grafen Georg
Ludwig Sinzendorf, ist zu entnehmen, dass sich das Schloss zu dieser Zeit in Sinzendorfischen Besitz befunden hat, die
laut Landschaftsgüterbuch zur Herrschaft Walpersdorf gehört hat.

(WIEN)

In Wien wurde Luchese schließlich Kaiserlicher Hofarchitekt. Während dieser Zeit schloss er Freundschaft mit dem Maler Carpoforo Tencalla, den er in zahlreichen seiner Bauten mit der Ausführung der Freskenmalereien beauftragte.
Sein engster Mitarbeiter war Giovanni Pietro Tencalla.

5.13 Rund 1650 gab es einen Aufschwung des monumentalen Bauens in Wien. Filiberto Lucheses Palais Ferstel (ehem. Abensperg-Traun) in der Herrengasse (nicht erhalten) von 1655 dürfte der erste Adelspalast neuen Typs in Wien gewesen
sein. Daraufhin folgen rund 1660 das Palais Starhemberg und der Leopoldinische Trakt der Wiener Hofburg. Sie alle sind gekennzeichnet durch flachgehaltene, kolossale Pilastergliederungen, die sich gleichmäßig über die gesamte Fassade hinziehen.

5.14 Brigitta-Kapelle, 20. Bezirk, Forsthausgasse
Erbaut zwischen 1645 und 1651 ist die Brigittakapelle das erste urkundlich gesicherte Bauwerk Lucheses. Die Kapelle hat
einen achteckigen Grundriss, ist im Inneren aber ein zylindrischer Rundbau mit Kuppel und Laterne. Die Außenform erinnert absichtlich an ein Feldherrenzelt als Anspielung auf die Stiftung.

5.15 Fassade der Jesuitenkirche „Zu den neun Engelschören“ am Hof, 1. Bezirk
1657 wurde eine Neugestaltung der Fassade durch eine Stiftung von Eleonora von Gonzaga, Witwe Kaiser Ferdinands III., erreicht. Erst Bösel konnte 1987 den Entwurf Filiberto Luchese sicher zuschreiben. Die Aufgabenstellung war nicht einfach,
da die eigentliche Fassade der Kirche mit dem seitlich vortretenden Trakts des Konvents zu verbinden war und dabei auch
eine Verbindung zur Bauflucht des Benachbarten Palais Collalto herzustellen war. Außerdem wollte der Orden mit der neuen Fassade ein städtebauliches, architektonisches Monument schaffen, das eine Verbindung zur Mariensäule des Platzes „am Hof“ schuf. Luchese ließ die beiden seitlichen Baublöcke über die Breite der Kirche hinaus greifen und schaffte so eine Verbindung zu den angrenzenden Bauten. Dabei schließen sie den Freiraum der Terrasse ein, die über das Sockelgeschoss geatzt ist. Die kolossale dorische Ordnung zieht sich einheitlich durch die Fassade. Der monumentale Bau wird durch kräftig geschichtete Pilaster und bedachtsam eingesetzte Segmentgiebel belebt.

5.16 Filiberto Lucheses Fassadenentwurf für die mittelalterliche Westfront der Stadtpfarrkirche St. Michael in Wien
und das Barnabitenkolleg
Der unausgeführte Entwurf greift die Ideen der Fassade der Jesuitenkirche wieder auf und sah auch einen Engelssturz vor.
1662 legten Luchese und Tencalla die Pläne für das Kloster und die neue Kirchenfassade vor. Der Neubau des Kollegs nahm das zur Verfügung stehende Baugelände äußerst ökonomisch und konsequent aus. Ihr Hauptaugenmerk legten die zwei Planenden jedoch auf den Platz vor der Hofburg.

5.17 Leopoldinischer Trakt der Wiener Hofburg
Ein Verlängerungsbau von 4 oder 5 Achsen in Anschluss an den Westturm der Altburg wurde schon zwischen 1547 und 1552 erbaut. 1660-66 wurde dieser nach einem Entwurf von Filiberto Luchese unter der Beteilung von Domenico und Martino Carlone bis zur Amalienburg erweitert und schuf so eine Verbindung zwischen den beiden. Dem neuen Trakt fehlt ein klassisches Gebälk. Die Fenster sind vertikal zusammengezogen und über einem gebänderten Sockelgeschoss erhebt sich eine kolossale Pilasterordnung. Diese Gliederung wird ohne einen Rhythmuswechsel über die ganze Länge des Traktes durchgezogen. Ursprünglich gab es jedoch eine Belebung des Baus durch Farbkontraste. Das Konzept dieser Umgestaltung sollte zudem
auch über den mittelalterlichen Kernbau der Burg weitergeführt werden. Der langgestreckte Trakt ist Ausdruck des auf-kommenden Residenzgefühls der Habsburger. 1668 gab es jedoch einen Brand und der Wiederaufbau in vergrößertem
Umfang wurde nach Plänen von Giovanni Pietro Tencala vollzogen.

5.18 Stuckdekoration des „Paradeisgarten“ der Wiener Hofburg
Zusammen mit dem Maler Giacomo Bonvinci und dem zweiten Stukkateur Giovanni Domenico Luchese schmückte
Filiberto Luchese von 1642-43 die „Lustzimmerl“, die bereits seit dem 18. Jahrhundert spurlos verschwunden sind.

5.19 „Castrum Doloris“ für die Kaiserin Maria Anna
Die von Luchese geschaffene Trauerdekoration wurde vom 27.-29. August in der Wiener Augustinerkirche aufgestellt. Ein
Stich überliefert eine hohe Baldachinarchitektur mit abgeschrägten Pfeilern und hohen Postamenten, die auf einem Stufen-podest ruht. Im Vergleich zu anderen Trauerarchitekturen dieser Zeit zeichnet sich diese durch elegante Proportionen und zurückhaltende Dekoration aus.

5.20 „Castrum Doloris“ für den spanischen Infanten Balthasar Carlos
Auch diese von Luchese geschaffene Trauerdekoration wurde in der Augustinerkirche aufgestellt und zwar 1647. Wieder
durch einen Stich überliefert, wirkt die Trauerarchitektur durch ihre gedrungen Formen jedoch ganz anders als das „Castrum Doloris“ der Kaiserin.

5.21 „Castrum Doloris“ für den Erzherzog Leopold Wilhelm
Vom 11.-13.12.1662 wurde dieses Trauergerüst in der Augustinerkirche aufgestellt. Es ähnelte vor allem in den unteren
Partien dem, des spanischen Infanten. Es ist wiederum durch einen Stich überliefert.

5.22 „Castrum Doloris“ für König Philipp IV. (†1665)
Von den bildlich überlieferten Trauerarchitekturen Lucheses bildet diese den künstlerischen Höhepunkt. Man kann in großem Ausmaß zukunftsweisende stereometrische Formenspiele erkennen, die später bei Tencalla vorkommen.

5.23 Umbau der Schottenkirche
Lucheses Anteil an dem Umbau fällt nur in die letzte Phase. Die Profilierung des Attikagesimses und ihre charakteristischen glockenförmigen Konsolen weisen direkt auf ihn hin. Wahrscheinlich wurde er um 1650 mit der Stuckierung der Langhaus-kapellen und der Vollendung der Westfront beauftragt..

5.24 Das Gartenpalais Trautson im Augarten (nicht erhalten)
Der Bau ist auch unter dem Namen „Favorita im Augarten“ bekannt. Die Baudaten sind nicht bekannt, außer dass der Bau
1654 begonnen wurde. Die Anlage bestand aus drei Höfen und führte in Wien ein neues Schema der ebenerdigen „villa suburbana“ mit einem aufgestockten corps-de-logis ein. Die Hof- und Gartenfassade dieses corps-de-logis war gleich.

5.25 Die Servitenkirche in der Roßau
Diese Sakralarchitektur von 1651 verdankt ihren optischen Ausdruck dem Stukkateur, der das Langhausgewölbe gegliedert
hat. Dieses Langhausgewölbe verleiht dem Raum einen basilikalen Querschnitt. Es ist nicht gesichert ob Luchese nur an der Planung der Fassade oder auch bei der Grundriss- und Raumkonzeption des Langhauses beteiligt war.

5.26 Die Ursulinenkirche (Johannesgasse)
Der Baubeginn ist nicht belegt, es muss jedoch nach 1660 sein. Die Straßenfront ist fünfachsig, hat zwei Geschosse und ist oben mit einem Giebel abgeschlossen. Auch die Pilasterordnung ist wieder kolossal und basiert steht auf Basen und Postamenten. Man kann hier wieder die enge Zusammenarbeit Tencallas und Lucheses sehen.

5.27 Plan für das „Magazinhaus“ im Wiener Arsenal
Den Plan für das Lagerhaus legte Luchese 1665 vor.
Es handelte sich dabei um ein schmuckloses viergeschossiges Gebäude.

5.28 ? Pläne für das Palais Rottal in Wien
Es ist nicht geklärt, ob Luchese noch vor seinem Tod im Mai 1666 Pläne für den Umbau des Hauses in der Singerstraße lieferte. Die Ausführung des Palais von Graf Johannes Rottal fällt aber sicher seinem Nachfolger Tencalla zu.

 

6. ABBILDUNGEN

(BURGENLAND)

6.1 Schloss Rechnitz
Innenansicht der Schlosskapelle von Rechnitz: Bildnachweis: FREY, 1929, S. 70, Foto: österr. Bundeslichtbildstelle
Bildmaterial im Internet (20.02.2004): www.rechnitz.com/rechnitz/admin/galleryvorschau.jsp?artikelid=5-8k magazin.orf.at/bgldmagazin/imlamd/erleben/stories/5389/-19k

6.3 Rittersaal der Burg Bernstein
6.3.1 Innenansicht des Rittersaals mit Stuckarbeiten
6.3.2
Innenansicht des Rittersaals: Fensternische mit Jagdszenen, Bildnachweis: FREY, 1929, S. 58f.,
Foto: österr. Bundeslichtbildstelle

6.3.3 Stuckdecke
6.3.4
Stuckkartusche: Bildnachweis: LORENZ, 1999, S. 565

6.3.5 Stuckdecke, Ausschnitt, Bildnachweis: FREY, 1929, S. 59, Foto: österr. Bundeslichtbildstelle

6.5 Schloss Esterházy in Eisenstadt
6.5.1
Burg Eisenstadt: Ansicht, Kupferstich von Houfnagel, 1617, Ausschnitt, Bildnachweis: PERSCHY, 1995, S. 146

6.5.2 Fassade, Kupferstich von Matthias Greischer, um 1678, Bildnachweis: HARICH u.a., 1993, S. 18,
Foto: Kolorit-Verl./Archiv

Außenansicht Anfang 20. Jhdt.
6.5.3
Fassade
6.5.4
Gartenfront
6.5.5
Innenhof des Schlosses, Bildnachweis: FREY, 1929, S. 5f., Foto: österr. Bundeslichtbildstelle

6.9
Abb. 1:
Fidler, Römische historische Mitteilungen, 990, Abb. 199
Abrufbar unter: http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Kirchschlag%20-%20Hofhaus
Abb. 2-5: Fotos
Jill Tatzreiter
Abb. 6: Fidler, Römische historische Mitteilungen, Abb. 2
Abrufbar unter: http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Marchegg
Abb. 7: Fidler, Römische historische Mitteilungen, 1990, Abb. 12, 13
Abrufbar unter: http://www.burgen-austria.com/Archiv.asp?Artikel=Marchegg

6.12
Abb. 8-10: Fotos Jill Tatzreiter

 
7. BIBLIOGRAPHIE

BRUCHER, Günter (Hg.), Residenzgalerie Salzburg (Hg.), Die Kunst des Barock in Österreich, Residenz Verl., Salzburg
und Wien 1994, S. 30f.
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FIDLER, Peter, Filiberto Luchese – Ein vergessener Pionier der österr. Barockarchitektur, in Römische Historische
Mitteilungen, Bd. 30, Verl. der österr. Akademie der Wissenschaften, Wien 1988; S. 176-183, 193

FIDLER, Peter, Architektur des Seicento, Baumeister, Architekten und Bauten des Wiener Hofkreises, Habil. Schrift,
Innsbruck 1990; S. 145–149, 150-157, 201ff.

FREY, Dagobert, Kunsthistorisches Institut des Bundesdenkmalamtes (Hg.), Das Burgenland, seine Bauten und
Kunstschätze, Verl. Anton Schroll & Co, Wien 1929; S. Xf., XXV, XXVIf., XXVIII, XXX, (ABB.: Schlosskapelle Rechnitz: S. 70, Rittersaal der Burg Bernstein: S. 58f., Schloss Esterházy: S. 5f.)

HARICH, Johann, SCHLAG, Gerald, SCHREINER, Emil, SCHUSTER, Karl, Schloß Esterházy, Geschichte und
Beschreibung, Kolorit Verl., Wien 1993; S. 16, 33ff., (ABB. S. 18)

LORENZ, Hellmut (Hg.), Geschichte der Bildenden Kunst in Österreich, Bd. IV Barock, Prestel Verl., München, London,
New York und österr. Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, S. 564ff., (ABB.: Stuckaturarbeiten des Rittersaals der
Burg Bernstein: S. 565)

PERSCHY, Jakob Michael (Red.) : Burgenländische Landesausstellung, Eisenstadt 1995: Die Fürsten Esterházy,
Magnaten, Diplomaten und Mäzene; HOLZSCHUH, Gottfried: Kapitel: Zur Baugeschichte des Fürstlich Esterházyschen Schlosses in Eisenstadt; S. 144-155, (ABB. S. 146)
RIESENHUBER, Martin P., Die kirchliche Barockkunst in Österreich, Verl. der Christlichen Kunstblätter, Linz 1924,
S. 246
SCHEMPER-SPARHOLZ, I., Die Stuckdekoration des Rittersaals der Burg Bernstein im Burgenland, ÖZKD 33,
1979; S. 96-102

SCHMELLER-KITT, Adelheid: Dehio-Handbuch Burgenland, Verl. Anton Schroll & Co, Wien 1980; S. 43, 120f.
THIEME, Ulrich, BECKER, Felix, Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 23,
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BRAUNEIS, Walter: Die Schlösser im Marchfeld, Marchegg, St. Pölten-Wien 1981, S.76-83.
BRUCHER, Günther: die Kunst des Barock in Österreich, Salzburg-Wien 1994, S.30, 76.
DEHIO-HANDBUCH, Bd. Wien, 4.Aufl., Wien 1954, S.68.
FIDLER, Peter: Filiberto Luchese – Ein vergessener Pionier der österreichischen Barockarchitektur, in : Römische
Historische Mitteilungen, Bd.30, Wien 1988, S.177-198.
FIDLER, Peter: Architektur des Seicento, Baumeister, Architekten u.Bauten des Wiener Hofkreises, Habilitationsschrift, Innsbruck 1990, S.147, 177-179.
FIDLER, Petr: Zur Baugeschichte des Schlosses Marchegg und seinen barockzeitlichen Umbauten durch Philiberto
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© Sonja Kölbersberger, September 2004; Elsa Uibo, November 2005; ergänzt und überarbeitet von
Jill Tatzreiter, Januar 2008

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