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LORENZONI, Pietro Antonio

 

1. LORENZONI, Pietro Antonio

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Maler

3. BIOGRAPHIE

* um 1721 in Trient
† 18.1.1782 in Salzburg

Als Sohn eines Schmiedes aus Trient bildete er sich gelegentlich in Rom fort.
Durch die Unterstützung des Grafen Laktanz von Firmian kam er nach Salzburg, wo er unter Erzbischof Schrattenbach Unterkammerdiener war. Der Zeitraum, in dem er als Maler tätig war, wird zwischen 1730 und 1780 einberaumt.
In dieser Zeit soll er mitunter der Lehrmeister des Malers Johann Nepomuk de la Croce zu Burghausen gewesen sein.
Als vermögender Mann verstarb er in Schlossermeisters Hause am Mönchsberg am Fahrweg in die hohe Festung.

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Die Stelle als Kammerdiener unter Schrattenbach war, wie man aus Mozarts Leben weiß, eine Art und Weise Kunst und Künstler zu ehren.
Durch seine Kunst scheint er gut verdient zu haben da er als wohlhabender Mann starb. Seine Werke  sehr unterschiedlichen Wertes (Wurzbach) befinden sich vor allem in Salzburg in Privatbesitz sowie in Kirchen.

 

5. WERKE

(SALZBURG)

5.1 Köstendorf, Altersheimkapelle „Unserer Lieben Frau 7 Schmerzen“
1963/64 statt ehem. Schwabkapelle an Altersheim angebaut. Aus dieser stammt das ursprüngliche Seitenaltarblatt der Filialkirche Pfongau, hier nun als Altarblatt mit der Darstellung der Pietà von P.A. Lorenzoni von 1776. Pillwein bezeichnet dieses Werk als sein vorzüglichstes.

5.2 St. Georgen bei Salzburg, Dekanatskirche Hl. Georg
Seitenaltarbilder von 1763

5.3 Strobl, Pfarrkirche Hl. Sigismund, spätbarocker Saalbau,
Altarblatt mit der Darstellung des Hl. Franz von Sales um 1760

5.4 Salzburg, Friedhof St. Peter
5.4.1 Margarethenkapelle inmitten des Friedhofes, Leinwandbild Hl .Margaretha, 1771 sowie in den
5.4.2 Gruftarkaden, Arkade Nr. 6 in einem Holzrahmen die Vision des Hl. Ezechiel aus dem 2. Viertel des 17. Jh.
5.4.3 die Westliche Kapelle enthält ein Altarblatt mit der Darstellung des Todes des Hl. Benedikt von 1730
5.4.4 im Kirchhof zu St. Peter wurde 1867 die „Auferstehung der Toten“ in der Halle Nr. VI als Lorenzonis Werk von 1766 erwähnt; ein zweites - weniger wertvolles - soll sich ebenda in der Halle Nr. XXVIII befunden haben (Wurzbach)

5.5 Salzburg, Sebastiansfriedhof
Das Wandgrab des Johann Kherschpamer, gestorben 1775, enthält das Bild der Auferweckung des Lazarus von 1773.
Weitere Werke von ihm im Kirchhof zu St. Sebastian wurden am 30. April 1818 bei einem Brand zerstört.

5.6 Im Jahre 1821 befanden sich gegenüber des Rathauses im Hause 330 im Besitze des berühmten Botanikers Franz Anton Ranftl 12 Originalstücke Lorenzonis.

5.7 Salzburg, Mülln, Müllner Pfarrkirche und ehemaliges Augustiner-Eremitenkloster
In Stuckrahmen eingelassene Leinwandbilder an den Wänden des Altarraumes. Von P.A. Lorenzoni die Allmosenspende des Hl. Thomas von Villanova.

5.8 Schloss Leopoldskron
Pillwein berichtet von der Existenz einer Küche, zweier Küchenstücke und einem Farbenreiber des Künstlers. Laut Wutzbach befänden sich hier mehrere und die besten Bilder, meist „Conversationsstücke“ von seiner Hand.

6. ABBILDUNGEN

keine weiteren Angaben

7. BIBLIOGRAPHIE

Buberl, Paul, Die Denkmale des politischen Bezirks Salzburg, Wien 1913 (Österreichische Kunsttopographie Bd.10)
Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Salzburg Stadt und Land, Wien 1986
Franz, Martin, Kunstgeschichte von Salzburg, (Salzburger Heimatbücher, 1), Wien 1925
Lipowsky, Felix Josef, Baierisches Künstlerlexikon, München 1810 
Pillwein, Benedikt (Hrsg), Bibliograph. Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler, auch solcher, welche Kunstwerke für Salzburg lieferten, Salzburg, 1821
Thieme, Ulrich, Becker, Felix, Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Bd.23, Leipzig 1992
Tietze, Hans, Die Denkmale des Benediktinerstiftes Salzburg, (Österreichische Kunsttopographie Bd.11), Wien 1913
Tietze, Hans, Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg, Wien 1914, (Österreichische Kunsttopographie Bd.13)
Wurzbach, Constant von, Bibliograph. Lexikon des Kaiserthums Österreich, Bd.1-60. Register, Wien 1856-1891

 
©Mag. Daria Daniaux, 2006

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