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FRANCESCHINI, Marco Antonio

 

1. FRANCESCHINI, M. (Marcantonio, Marc’Antonio)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Maler, Zeichner

3. BIOGRAPHIE

* 05.04.1648, Bologna
† 24.12.1729, Bologna

Sohn von Giacomo Fransceschini und Giulia Maffei, beide Bologneser; Bruder des Musikers Petronio. Franceschinis erster Lehrer war Giovanni Maria Galli Bibiena d.Ä., nach dessen Tod (1665) er sich selbständig weiterbildet. Mit 20 Jahren
arbeitet Franceschini in der Werkstatt von Carlo Cignani, dessen bedeutendster Schüler er wird, und begegnet dort dessen Cousin Luigi Quaini. Mit Cignani arbeitet er an zahlreichen Werken in unterschiedlichen Städten der Emilia-Romagna, vorzugsweise Fresken, die er nach Entwürfen des Meisters kongenial realisiert. Franceschini heiratet Teresa Quaini, die Schwester seines Mitschülers und Mitarbeiters L. Quaini (1643-1717).
Leicht und gewandt in seinem Schaffen, aber auch äußerlich teilt F. im allgemeinen mit seinem Lehrer Cignani die Vorzüge
und Schwächen der Albani-Schule, deren letzter großer Ausläufer er ist.

Ab 1680 arbeitet er selbständig, zusammen mit L. Quaini, der häufig die Architektur- und Landschaft-hintergründe realisiert sowie mit den Quadraturmaler-Brüdern Haffner, anfangs mit Enrico, später mit Anton Maria. Der größte Teil von Franceschinis Arbeiten ist bekannt durch das von ihm selbst zusammengestellte Rechnungsbuch (libro die conti), welches er vom Januar
1684 bis zum 15.9.1729 führte (Bologna, Biblioteca Comunale).

Seit 1685 unterhält er Kontakte nach Genua und gewinnt dort den Wettbewerb um die Ausmalung des Palazzo Ducale. Er arbeitet für zahlreiche Kirchen und Paläste, v.a. in Bologna, aber auch in anderen italienischen Städten.
Tatzreiter: Durch seinen künstlerischen Ruf bekommt F. zahlreiche Aufträge von Landesfürsten und ausländischen Adeligen, dessen Bitten er aber meistens abschlug um Bologna für längere Zeit nicht verlassen zu müssen. F. beschränkte sich auf Sendungen von Staffeleibildern um sie zu befriedigen. Seine Landschaften mit innigem Gespür für arkad. Poesie waren bei adeligen Sammlern in W-Europa, besonders aber in den deutschsprachigen Ländern begehrt und bereiteten mit einer zunehmend zum Pastell tendierenden Farbigkeit, der eleganten Linienführung und der Grazie der weiblichen Gestalten das Rokoko vor.  Neben Bologna schuf F. aber auch noch zahlreiche Werke in Genua, Modena, Piacenza und Rom. Den Zenit seines Ruhmes erreichte er gegen Anfang des 18. Jh..

In den 60er Jahren seiner Tätigkeit hat er mit zahlreichen Schülern und Gehilfen außer monumentalen Malereien, Fresken
und Temperabildern auch eine Menge biblischer und profaner Staffeleibilder geschaffen, deren Kenntnis und Würdigung,
soweit sie erhalten sind, dadurch erschwert wird, dass sie sich in abgelegenen Kirchen oder schwer zugänglichen Privat-sammlungen befinden, in den großen Galerien aber nur ganz vereinzelt vorkommen. Von seinen beliebtesten Bildern liefen zahlreiche Repliken um, für die auch oft sein Schwager Quaini seinen Namen lieh. 1709 unterstützt Franceschini die
Gründung der Akademie (zu Ehren v. Papst Clemens XI. Albani „Clementina“ genannt) und wird dort 1710 Vizepräsident
(unter dem 1. Präsident Carlo Cignani).

1720 übt er dieses Amt nochmals aus, 1721 ist er Präsident; 1713, 1718, 1724 und 1728 hat er den Lehrstuhl für Figur inne. 1711 beruft Papst Clemens XI. Franceschini nach Rom, um mehrfarbige Kartons in Tempera zur Vorlage für die Mosaiken
der Chorkapelle in St. Peter im Vatikan zu realisieren. Alle Motive sind dem Alten Testament entnommen; die Umsetzung in Mosaik wird zunächst von Filippo Cocchi, später von Giuseppe Ottaviani geleitet. Als Anerkennung seiner Arbeit wird Franceschini 1720 vom Papst zum Cavaliere dell’Ordine di Cristo ernannt.

Franceschini stirbt am 24. Dezember 1729. Zu seinen Haupterben ernennt er Sohn Giacomo Maria und Ehefrau Teresa Quaini, und im Falle ihres Ablebens seine Tochter Giulia, Ehefrau von Giovan Girolamo Gandolfi. Weiters gedachte er seiner Tochter Felicita, eine Nonne, und seines Sohnes Giovanni Callimaco, Zisterziensermönch. Sein ältester Sohn, Giacomo Maria, geb.
in Bologna 1672 erhielt seine künstlerische Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters, arbeitet in verschiedenen Städten Italiens, aber ohne je das Niveau des Vaters zu erreichen. Giacomo Maria stirbt in Bologna am 6. Dezember 1745.
 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Wegen seines künstlerischen Rufes ergehen zahlreiche Aufträge der Landesfürsten und von auswärtigen Adligen an Franceschini, die er jedoch meist ausschlägt, um Bologna nicht längere Zeit verlassen zu müssen; er beschränkt sich darauf von Bologna aus Staffeleibilder zu verschicken. Für seine zahlreichen Aufträge zieht Franceschini viele Mitarbeiter heran, darunter seinen erstgeborenen Sohn Giacomo, die Bologneser Maler Giacomo Alboresi, Tommaso Aldobrandini, Giacomo Antonio Boni, Giacinto Garofalini, Francesco Antonio Meloni und Filippo Pasquali aus Forlì. Seine häufigsten Themen sind Gestalten und Szenen aus dem Alten Testament, der griechisch-römischen Mythologie, der Literatur (v.a. Ritterepen), allegorische Figuren und Szenen aus dem Leben von Heiligen. In späten Jahren pflegte Franceschini auch Kartons für die Gemälde seiner Schüler zu zeichnen. Zu seinen eifrigsten ausländischen Auftraggebern gehörte Johann Adam Andreas,
Fürst von Liechtenstein, dessen in Wien aufbewahrte, die Jahre 1691 bis 1700 und 1704 bis 1709 um fassende Korrespondenz über zahlreiche Bestellungen Aufschluss gewährt. Anfangs des 18. Jahrhunderts steht Franceschini auf der Höhe seines Ruhmes und ist für den Fürsten v. Liechtenstein auch als Kunstagent tätig. Er malt für ihn einige Dutzend Werke, meist mythologischen und allegorischen Inhalts. Doch hat er sowohl die Berufung nach Wien, wie solche nach Heidelberg (durch
den Kurfürsten von der Pfalz), Mannheim, Modena und Spanien ausgeschlagen (an seiner Stelle ging Luca Giordano nach Madrid).

Schon im Jahre 1691 sandte Franceschini an den Fürsten zwei Bilder, nämlich zwei Halbfiguren der Stärke und Weisheit,
ihnen folgten noch zahlreiche andere, die sämtlich mit hohen Summen bezahlt wurden. Überhaupt zeigte Liechtenstein, der damals zu den bedeutendsten Kunstsammlern Europas zählte, wenig Neigung, österreichische Maler – Rottmayr ausge-nommen – zu beschäftigen. Stattdessen beauftragte er durchwegs bolognesisch geschulte Künstler, wie u.a. auch Lanzani
und Antonio Bellucci, mit der Ausstattung seiner Palais. Franceschini war jedoch nicht dazu zu bewegen, nach Wien zu kommen. Er schuf seine Gemälde in Öl auf Leinwand in Italien. Diese wurden nach Wien gebracht und an den Decken montiert.
 
Sein größter ausländischer Auftraggeber war der Fürst von Liechtenstein in Wien, für den er neben der Anfertigung von dekorativen Stücken mythologischen Themas auch als Kunstagent auftrat. Im Archiv des Liechtensteinmuseum, bzw. in
dessen Archiv in Vaduz befindet sich bis heute die Korrespondenz zwischen dem Fürsten und F. die Aufschluss über die zahlreichen Bestellungen zwischen den Beiden liefert.

Neben Quaini, der häufig die Architektur- und Landschaftlichen Hintergründe realisierte, arbeitete F. noch mit anderen
Künstlern zusammen wie etwa den Quadraturmaler-Brüdern Enrico und Anton Maria Haffner. Aber auch andere Künstler wie seinen erstgeborenen Sohn Giacomo, die bologneser Maler Giacomo Alboresi, Tomaso Aldobrandini, Giacomo Antonio Boni, Giacinto Garofalini, Francesco Antonio Meloni und Filippo Pasquali aus Forlì zählten zu seinem Kollegenkreis.
Die Arbeiten die von seinen Mitarbeitern ausgeführt werden sollten, malte F. auf Kartons in Originalgröße, wobei er hier immer Grautöne verwendete um die Wirkung vor Ort besser abschätzen zu können.

Als sein bedeutendstes Werk gelten die 1687-94 entstandenen Fresken und ein Altarbild in der Kirche Corpus Domini in Bologna, die er in Zusammenarbeit mit Quaini und Enrico Haffner schuf.
F. unterstützte 1709 die Gründung der Akademie Clementina in Bologna und wurde 1710 deren Vize-Präsident und ein paar Jahre später dann Präsident.  Die Kapelle der Akademie wurde von ihm mit einer Verkündigung ausgestattet. In späteren Jahren, als er 1713, `18, `24, `28 den Lehrstuhl für Figur inne hatte pflegte F. auch Kartons für die Gemälde seiner Schüler,
zu denen u.a. sein Sohn Giacomo, G. Garofalini, Girol. Gatti, F.A. Meloni, Ant. Rossi, G. A. Boni und Seb. Galeotti zählten,
zu zeichnen.

1710/11 wurde F. von Papst Klemens XI. für die Dekoration der Peterskirche nach Rom berufen. Allerdings beschränkte sich seine Tätigkeit bis 1712 auf nur drei Kartons mit Darstellungen der sechs Heldinnen des Alten Testaments, die als Mosaiken
in den Lünetten umgesetzt wurden. Weitere Arbeiten scheint der Neid der römischen Künstlerkollegen, unter denen ihm nur Maratta näher trat, vereitelt zu haben. Nachdem F. zur Anerkennung seiner Arbeit 1720 vom Papst zum Cavaliere dell’Ordine
di Cristo ernannt wurde, kehrte er in seine Heimatstadt Bologna zurück.

F. vertritt den kalssischen Stil der Bologneser Amlerei und orientiert sich an direkten und indirekten Vorbildern F. Albani, Annibale Carracci, C. Cingnani, D. u. G. Reni. Er gehörte zu den produktivsten und angesehensten Künstlern Bolognas im späten 17. und frühen 18. Jh. In seinen Werken entfaltet er eine ungemeine Vielseitigkeit in der Erfindung und Gruppierung bildreicher Motive und Situationen, in der wirkungsvollen Inszenierung eines umfangreichen Apparats. Die kalkuliert-
harmonische Ausgewogenheit seiner Komposition, sein malerisches Raffinement und die sinnlich-dekorative Leichtigkeit
seiner Handschrift machen ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der Bologneser-Schule.

Die Hauptquellen aus der wir das meiste über F. Leben erfahren ist neben der Biographie von Zanotti, das Manuskript des
Oretti und die Tagebuchartigen geschäftlichen Aufzeichnungen, genannt Libro dei Conti, welche er vom Januar 1684 bis zu 15.9.1729 führte.

 

5. WERKE

(NIEDERÖSTERREICH)

5.1 Schloss Ebergassing
Ehem. Wasserschloss, massiger 3-geschossiger Vierkanter mit Arkadenhof, gelangte 1642 an die Fürsten v. Liechtenstein, veränderte Anlage Mitte des 18. Jahrunderts, bemerkenswerter spätbarocker Saal mit Pilastergliederung aus rotem Marmor, Stuckdecke mit Malerei: Götterszene vermutlich von Marcantonio Franceschini.

Laut  Jill Tatzreiter sind keine Werke in Niederösterreich bekannt!

(WIEN)

(1691-1700) und 1704-1709

5.2 Palais Liechtenstein (Rossau, erb. 1691 bzw. 1698-1711 (Entwurf v. Domenico Martinelli ).
Johann Adam Andreas I. wollte ursprünglich, die Wände im Inneren des Palastes flächendeckend mit einem geschlossenen Programm von Ölgemälden tapezieren. Dieser Plan war sowohl zeitlich als auch finanziell nicht realisierbar und so bestellte
er bei Franceschini Ölbilder, die auch  in die Deckenspiegel eingesetzt wurden. Zunächst gab er Auftrag für zwei Gemälde-
folgen zur Ausgestaltung zweier Räume im Piano nobile des Wiener Gartenpalastes und bestimmte, dass die Gemälde als Ersatz für Tapisserien die Säle vom Boden bis zur Decke vollständig auskleiden sollten, was die verschiedensten, zum Teil kolossal dimensionierten Gemälde erklärt. Der Gemäldezyklus mit 26 Darstellungen  wurde 1700 vollendet und abgerechnet (Baumstark 1980, S 58f). Das vom Fürsten vorgegebene Thema waren die „favola dell`ovidio“ und Franceschini wählt zyklische Darstellungen des Diana-Mythos und die Geschichte von Venus und Adonis.
Insgesamt gestaltete er die Gemälde für vier Räume und die Galerie des Gartenpalastes. Francheschini ging dabei auch auf
die Vorliebe des Fürsten für die Darstellung des nackten weiblichen Köpers in vielen Werken ein (Baumstark 1980, S 59).
Dies war Ausdruck seiner Hochachtung für die Antike.

Er ist auch Berater des Fürsten Adam von Liechtenstein und Übermittler von Aufträgen an andere Künstler. Der erste Auftrag „Das Auffinden des Moses durch die Tochter des Pharao“ überzeugte den Fürsten und war entscheidend für alle weiteren Aufträge (Miller Dwight 1991, 38).
Das Palais Liechtenstein wurde von 2001-2004 von der Fürstenfamilie neu renoviert und auf den neuesten Stand der Museumstechnik gebracht. Die feierliche Eröffnung fand 2004 statt. Ein Teil der Gemäldesammlung ist noch in den Depots
auf Schloss Vaduz/Liechtenstein. Geplant sind jährliche Sonderausstellungen aus den Beständen des Fürstenhauses.

Wilfried DÜR, 2004:
Die Deckenbilder in der Galerie: Apollo und Juno, Jahreszeiten und Planeten, 1709.
Wie meistens überließ der Fürst dem Künstler die Festlegung des Sujets und begnügte sich mit der Schilderung der Lichtverhältnisse und den Maßangaben der 3 Felder, die Santino Bussis Stuckdekoration für die Deckenbilder vorbereitet hatte.
Nach Franceschinis Programmvorschlag sollte im mittleren großen Gemälde Apoll und Juno darstellen, da Sonne und Luft die herrausragenden Bedingungen für das Gedeihen eines Gartens bilden würden. Während Apoll in Begleitung der beiden wärmeren Jahreszeiten erscheinen sollte, sollte Juno von Repräsentanten des Regens begleitet sein. Die flankierenden Leinwandbilder sollten Beispiele der fürstlichen Beschäftigung mit der Agrikultur darstellen wie z.B. Quintus Cincinnatus am Pfluge stehend, die Fascien überbracht werden, oder Abdominus, der die Königasinsignien von Tyrus bei der Gartenpflege empfängt.
Der Fürst stimmte dem Hauptconcetto zu, zog aber in den Deckengemälden himmlische Szenerien vor, sodass F. vorschlug, anstelle der historischen Gartenszenen je drei Planeten wiederzugeben, um ihren Einfluss auf das Gedeihen der Pflanzen anzuzeigen.
Das Hauptgemälde ist durch Ausbuchtungen in der Mitte zentriert und zeigt vor einem blaugrauen Himmelsgrund den kitharaspielenden, strahlenden Sonnengott, dem die Repräsentanten von Frühling, Sommer und Herbst (Flora, Ceres und Bacchus) zugeordnet sind. Daneben thront Juno als Göttin der Lüfte, darunter eine dunkle Regenwolke mit wassertriefenden Gestalten und anderen hinweisen auf das wohltuende himmlische Nass. Die umgebenden vier Stuckmedaillons enthalten z.B. Darstellungen von Pan und Nymphe oder Juno mit den Äpfeln der Hesperiden. Reliefs mit Herkulestaten richten sich gegen jene Wand, hinter der sich der große Saal mit Pozzos Apotheose des Herkules befindet. F. bezeichnet das große Galeriegemälde als sein bislang bestes.
Es zeigt, in der Tradition des Bologneser Akademismus stehend, neben der an Reni und Albani entwickelten Konturenbildung und figuralen Idealität eine ausponderierte Kompositionsart, die sowohl für seinen Schüler Bartholomeo Altomonte als auch für Daniel Gran von Bedeutung sein sollten.

5.3 Büßende Magdalena
5.4 Jakob und Rahel
5.5 Joseph und Potiphars Frau
5.6 Hl. Sebastian mit der Hl. Irene
5.7 Schlafendes Christuskind
5.8 Lukrezia
5.9 Narziss
5.10 Zwei Zyklen mit je 13 Werken für das Dianazimmer und das Venuszimmer und Adonis (letzterer von Meloni gestochen) Auftrag erfolgte 1692, der Zylkus wurde 1699 abgeschlossen. Franceschini erhielt 6700 Dukaten Belohnung (Wilhelm 1911, 93)
5.11 Bacchus und Ariadne und Apollo
5.12 Drei Deckenbilder in der Galerie: 1. in der Mitte: Apollo oder die Sonne (mit seinen 23 Figuren von F.selbst für sein bestes Werk erklärt) an den Seiten die Planeten: 2. Venus, Mars Merkur und 3. Diana, Juppiter und Saturn.
5.13 Gerechtigkeit und Klugheit (von Fiessinger gest. (37 Nummern im Kat. v. 1873)
5.14 Der Tod des Adonis (1692 ) von Johann Adam v. Liechtenstein erworben
5.15 Die Verwandlung des toten Adonis (1692)
5.16 Venus und Adonis auf der Jagd (1698)
5.17 Latona und die lykischen Bauern
5.18 Diana und Actäon (Inventar Nr. 69 )
5.19 Marmorsaal: drei Ölgemälde
5.20 1.Stock: Aufnahme des Adonis in den Olymp
5.21 Götterhimmel
5.22 Medaillons mit Liebesszenen
5.23 Aurora raubt Cephalus
5.24 Amor und Psyche
5.25 SAMMLUNG CZERNIN: Venus und Amor

(allgemein)

5.26 BUDAPEST - Auffindung des Moseskindes
5.27 CHAMBERY - Hl. Praxedis
5.28
DRESDEN - Büßende Magdalena, Geburt des Adonis
5.29
BOLOGNA - (1673/4) Fresko im Chor vonn S.Petronio, Titelheiliger mit Madonna
5.30 BOLOGNA - (1673) S. Maria die Servi Lünetten/Geschichten des Hl Filippo Benizzi
5.31 BOLOGNA - (1687-94) Kirche Corpus Domini; Fresken und Altarbilder (Himmelfahrt und himmlische Glorie der
Hl. Caterina Vigri „ La Santa „ genannt/in den Kapellen dieser Kirche“ Der Tod des H.l Josef“, Seitenstücke „Hl. Caterina in Ekstase“, “Verkündigung„. Von den übrigen Bologneser Arbeiten Fs. seien an dieser Stelle die folgenden genannt: S.Giovanni Battista die Celestine(1687) Madonna mit Lukas, Johannes der Täufer, Hl. Pier Celestino
Im Chor von S.Bartolomeo di Porta Ravegnana (1691) Legende des Hl. Bartholomäus
Dom S. Pietro: Hl. Familie mit Jakobus und Hl. Rochus
5.32
FLORENZ - Uffizien: Amor als Sieger; Selbstporträt (von Pazzi gestochen)
5.33 FORLI - S. Filippo Neri: Beschneidung
5.34 GENUA - (1714) Santa Maria delle Vigni „Fresken der Himmelfahrt“ im Auftrag Filippo Neri
5.35 GENUA - Chiesa dell’Immacolata Concezione: Hl. Josef
5.36 GENUA - Palazzo Reale: Thronsaal-Bacchus und Ariadne
5.37 GENUA - Palazzo Brignole: Moses und Rebekka
5.38 GENUA - Palazzo Pallavicini: Himmelfahrt der Hl. Magdalena, Vision des Ezechiel, Madonna mit Kind, Geburt des Adonis
5.39 MODENA - (1696) Palazzo ducale Deckenbild (1815 abgebrannt)
5.40 MODENA - S. Carlo: Pestprozession des Hl. Borromeo

5.41 PARMA - Madonna della Steccata, Cap.S. Giorgio: Hl. Georg
5.42 PIACENZA - (1688/.89); Malereine in der Kuppel des Domes
5.43 PIACENZA - S.Pietro;Chorkap.: Hl: Ursula
5.44 RAVENNA - Pinakothek:Hl Bartholomäus und Severus
5.45 REGGIO EMILIA - S. Prospero, Kap. Fresken und Altarbild: Hl. Prosperus, Venerio u.Gioconda (1701)

5.46 RIMINI - S. Agostino (1687), 2.Kap: Hl. Thomas von Villanova

5.47 ROM - (1710) Klemens XI ruft ihn für Dekorationen der Peterskirche und in den Vatikan
5.48 ROM - Gall.Naz: Tod des Adonis

5.49 ST. PETERSBURG - Eremitage: Parisurteil
5.50 TURIN -
S. Lorenzo: Hochaltarbild Hl. Laurentius

 

6. ABBILDUNGEN (WIEN)

Franceschini_Geburt des Apolle Diana Abb. 1
Die Geburt des Apollo und der Diana, 1692–1709, Öl auf Leinwand, 175 x 210 cm, Inv.-Nr. G 29

Franceschini_Diana und Actaeon Abb. 2
Diana und Actaeon, 1692/1698, Öl auf Leinwand, Höhe 481 cm, Breite 254 cm, Inv.-Nr. GE69

Franceschini_Latona und die lykischen Bauern Abb. 3
Latona und die lykischen Bauern, Höhe: 477,5 cm, Breite: 256,5 cm,Öl auf Leinwand, Inv.Nr.: G 72

Franceschini_Venus und Adonis auf der Jagd Abb. 4
Venus und Adonis auf der Jagd, 1692–1709, Öl auf Leinwand, 479 x 254 cm, Inv.-Nr. G 77

Franceschini_Apollo und Diana töten Python Abb. 5
Apollo und Diana töten den Python, 1692–1709, Öl auf Leinwand, 176 x 209 cm, Inv.-Nr. G 1

Abbildungsnachweis: www.liechtensteinmuseum.at

7. BIBLIOGRAPHIE

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©OSR Wilfried Dür, November 2004; ergänzt von Elsa Uibo, November 2005; Mag. Daria Daniaux, 2006 und Dr. Adelheid Gassner-Briem, 2007; überarbeitet und ergänzt von Jill Tatzreiter, Juni 2007

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