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DELAI, Guiseppe Carlo

 

1. DELAI, Guiseppe Carlo (Josef)
Aiji, Dalai,De Lai, Delaia, Delaij, De ay, De Laya, Del Ayo, De Ley, Del Eyo, Dellay, De Lago, Laico, de Laio, de Lalio, Layo, de Ley, Tolloy

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Baumeister, Stadtarchitekt (Patricia Mair, Die Baumeisterfamilie Delai und Ihre Sakralarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Südtirol, 1997, S. 28.)

3. BIOGRAPHIE

Geburts- sowie Sterbedaten unbekannt.

Sohn von Andrea Delai. Er war in Bozen als Stadtarchitekt tätig. Vormund von Giacomo Antonio, dem Maler. Er vollzog die Teilung der Güter von Giovanni Battista il giovane. In allen seinen Dokumenten unterzeichnete er mit „Guiseppe de Lay Maestro de muradori“. Es gibt jedoch keine genaue Übersetzung dafür. Er war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts äußerst aktiv. Er blieb jedoch immer in Bozen, wo er das Haus der Delai für sich erwarb. 1762 verfasste er sein Testament. Er hinterließ seinen Besitz den Kindern des Malers Giacomo Antonio. Mit ihm endete die Bautätigkeit der Familie Delai in Bozen. (Patricia Mair, Die Baumeisterfamilie Delai und Ihre Sakralarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Südtirol, 1997, S. 28.)

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

keine weiteren Angaben

 

5. WERKE

(SÜDTIROL)

(Bozen)

4.1 Merkantilpalast
Fertigstellung 1718-27

4.2 Dreifaltigkeitskirche vor 1730 (zerstört)

4.3 Bozen-Moritzing
St. Mauritius 1735

4.4 Dominikanerkirche
Merkantilkapelle 1743 (zerstört)

4.5 Pfarrkirche
Neubau der Gnadenkapelle 1743-45

Die Gnadenkapelle wurde 1742/1745 an den Chorraum der Pfarrkirche angebaut, sie wird Giuseppe Delai und Joseph Gerhard zugeschrieben. Sie basiert auf einen oktogonalen Grundriss, der durch den Anbau an den Chor auf sechs Seiten reduziert wird. Nach außen sind fünf Seiten des Oktogons sichtbar, die übrigen drei Seiten werden im Grundriss durch den geraden Anschluss zum Chor ersetzt. Die breite Wand im Osten ist fensterlos, die übrigen Seiten werden von interessanten Fensterformen durchbrochen. Ein hohes Rechteck endet mit den Kapitellen aus Stein, die den eingezogenen Halbkreisbogen aufnehmen. Im Sockel der Kapelle wird die Steinquaderung der gotischen Kirche aufgenommen. (Patricia Mair, Die Baumeisterfamilie Delai und Ihre Sakralarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Südtirol, 1997, S. 211-212.)

(Brixen)

4.6 Dom
Pläne und Bauleitung 1745-48

(Deutschnofen)

4.7 Maria Weißenstein
Neufassung 1753

(Salurn)

4.8 St Johann Nepomuk Kapelle, vor 1745

(St. Lorenzen)

4.9 Fronwies- Heilog Kreuz
Pläne und Bauleitung um 1731

4.10 Grabkapelle 1743

(Sterzing)

4.11 St. Elisabeth im Deutschhaus 1729-33

(Terlan)

4.12 Gratlkirche , um 1725

(Vahrn bei Brixen)

4.13 Neustift Umbau der Stiftskirche, 1743-37

6. ABBILDUNGEN

keine Abbildungen vorhanden

7. BIBLIOGRAPHIE

SAUR, Allgemeines Künstler Lexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Band 2, München 1992.

Patricia Maier, Die Baumeisterfamilie Delai und Ihre Sakralarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts in Südtirol, Innsbruck 1997.

 
©Lisa Schwarzfurtner, November 2009

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