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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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CARLONE, Diego Francesco

 

1. CARLONE, Diego Francesco
Carloni, Carlos, Caroloni

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Ital. Stuckateur

Üppige Blumengewinde, Früchte und schweres Eichenlaub, Akanthusblüttermotive gehören zum charakteristischen Carlone-Stuck. Oft ist diese Laubwerk mit Bändern durchzogen und mit der figuralen Plastik zu einer lebensvollen Einheit verschmolzen.
Die üppigen Fruchtschnüre und stilisierten Pflanzengirlanden treten oft vollplastisch aus der Wandfläche hervor.

3. BIOGRAPHIE

* 1674, Scaria heute zu Lanzo d'Intelvi bei Como
† 22. Juli 1750, in Scaria

Diego Francesco Carlone folgte einer langen Familientradition und erlernte bei seinem Vater das Handwerk der Stuckatur und der Bildhauere. 1695 ging er zu Studienzwecken nach Rom, wo er im Umfeld der Ferrata- und Raggi-Nachfolger seine Fertigkeiten verbesserte. Wahrscheinlich um die Jahrhundertwende übernahm er die väterliche Werkstatt. (Suchy, S. 51)

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Sohn des Stuckateurs Giovanni Battista Carlone und Taddea Aglio (de Allio). Bruder von Carlo Innocenzo Carloni: Sie sind die letzten Vertreter des Stammzweiges der Familie Carloni aus Scaria.

Verheiratet mit Maria Francesca Aglio, sie hatten vier Kinder.

Lernt vermutlich in der Passauer Dombauhütte seines Vaters, verlässt diese um 1695 (Wanderschaft), übernimmt 1701 die Leitung der Werkstatt und arbeitet bis um 1720 zusammen mit seinem Onkel Paolo de Allio (Aglio), dem stellvertretenden Werkstattführer.

Die gemeinsame Tätigkeit war gut und sie bekamen Aufträge von dem bekannten Arch. Fischer von Erlach aus Österreich; Fischer fand in Paolo de Allio und Diego Francesco Carlone zwei hervorragende Stuckateure. Bis 1714 tätig in Österreich, danach im s-dt. Raum.

Bei der Beschaffung von Aufträgen bedient er sich meist der Vermittlung durch andere verwandte Wanderkünstler.
Eine rationelle Werkstattorganisation ermöglichte es, zahlreiche Aufträge anzunehmen. Die Ausf. bestimmter Formen, wie geliederte Blattranken, lang gezogenener Akanthus, lockere Blattzweige, überlässt er spezialisierten Mitarbeitern.
In Arbeitsteilung werden die Statuen gefertigt: Köpfe und Gewandpartien mit Modeln. Seine Originalität liegt nicht in der Ausführung des Einzelwerkes, sondern im Entwurf, in dem sich ein Stilwandel mit der Neubildung in Form von Figurentypen
und Dekorationsmitteln vollzieht. Außerdem übernimmt Carlone die letzte Überarbeitung der rohen Stuckfiguren selbst und entwickelt über kleine Abwandlungen der Grundform allmählich einen anderen Stil, der so nur von einem eizelnen Künstler getragen werden kann.

Seine Werke sind überlebensgroßen und bilden fast ausschließlich weiß gehaltenen Gewandfiguren, auf die er sich gegen
Ende des zweiten Jahrzehnts zunehmend beschränkt. Die geringe Individualität der Figuren macht sie gegeneinander austauschbar. Er schuf ornamentale Stuckdekorationen, vor allem jedoch Stückplastiken. In ausschl. dekorativer Funktion
treten die gerahmten Figurenreliefs auf, die sich meist in reich geschmückten Repräsentationsräumen finden. Anders als im
süddeutschen Raum üblich, behält das Pflanzenornament von den frühen bis zu den letzten Werken einen gleich bleibenden Anteil.
Das sehr untersch. breite Bandelwerk weist wenig Pflanzliches nur an den Knickungen und Kurven auf. Beim arch. Ratabelaltar folgt Carloni einen feststehenden Typus, der nur gerinfügig variert wird: breiter, doppelter Sockel, darüber einfache oder doppelte Säulenordnung vor pilasterartigen Rücklagen, stark gestuftes Gebälk, das in der Mitte von dem erweiterten Rahmen des Gem. stark überschnitten wird, darüber Auszug mit Gemälde oder Relief. In dieses Gerüst werden Figuren und pflanzliche Dekorationsformen eingefügt, die durch Blüten- und Blattschnüre verbunden sind.

Seine Werkstatt hat auch fremde Entwürfe ausgef., die nicht ohne Einfluss bleiben, wie die von J.B. Fischer von Erlach bei
der Salzburger Kollegienkirche oder im Schloss Klesheim.
Der nach Zeichnungen Fischers von diesen beiden ausgeführte Stuck in der Kollegienkirche und in Schloß Klesheim ist eine Höhepunkt der Kunst in dieser Materie.

In den österreichischen Landen könnte Michael Beer Kirchenbauten der Carlone kennengelernt haben; sicher hat er früher oder später die Wirkung des Salzburger Doms aufgenommen.

5. WERKE (SALZBURG)

5.1 Universitäts- oder Kollegienkirche zur Unbefleckten Empfängnis Mariä (1696-1707)
1706 Diego Francesco Carloni und Paolo Aglio (d'Allio) unterschreiben einen Auftrag für die Stuckateurarbeiten in der Kollegienkirche von Salzburg. Sie kombinierten ihre Talente bei mindestens einem Dutzend Anlässen.
Am 16. Mai 1706 (? oder 1705) schließt die Hofbaumeisterei durch den Hofbauinspektoren Raimund Anton Meinrad Freiherrn von Rehlingen, den kaiserlichen Architekten und Ingenieur Johann Bernhard Fischer und den Hofbauverwalter Johann Matscher mit den Stuckateuren Diego Francesco Carlone und Paolo de Allio einen Kontrakt "wegen Auszier- und Verförttigung der Stuckatorarbeith in der neuen Collegikürchen in Frauengartten.
Am 26. Oktober 1707 (? oder 1706) wird mit denselben ein ähnlicher Kontrakt wegen der Verfertigung der Stuckateurarbeit an dem Hochaltare geschlossen, und zwar: verpflichten sich Carlone und Aglio den Hochaltar von ihrer Arbeit durchaus mit Gewilckh, Khindln und Engln nach des Herrn Fischers Rüss und Angaben, sinsonderheit aber die Bildtnus der Unbefleckhten Empfängenen Muetter Gottes Mariae sambt der Weltkugel und selbige haltenden Englen, wol erhebt, auch ihrer Kunst nach aufs beste zuverfertigen, wie ingleichen auch ober dem Haubtgsimbs daselbst in der Schallen die zwei Seittenvertieffungen sambt der Halbrundung nach gleichmeßiger Angebung des Herrn Fischers mit Franzess. Laubwerk zu zieren, vor diese Müehe und Arbeith wird ihnen von der Hofbaumeisterei versprochen 1000 fl. (Regierungsarchiv).
Um dieselbe Zeit werden weitere Abmachungen über die fernere Stuckateurarbeit in der Kirche getroffen: Carlone und Aglio verpflichten sich in dem Gwelb umb das Ovalfenster ober dem Hochaltar eine Glori mit Engeln, Kindlen, Cherubinen und Gwilckh, nach des Herrn Fischers Anzeigung und Abredung ihrer Kunst und Wissenschaft nach gemäß auf das Fleißigste zu machen.
Die vier klaine Cappellen sambt deren Eingängen ihrem gemachten und von dem Herrn Fischer approbirten Riss nach zu verfertigen. Den Music-Chor inwendig in der Kirchen mit jonischen Capitelln, einem gezierten Fries, auch in der Mitte mit
einem Cartell under dem Eingang aber nach Angebund des Herrn Fischers die sechs Arkaden zu ornieren.
An der Facciata der Kirchen yber die drei Eingängspögen die obere zwei Seitenfenster, auch in denen Füllungen und denen Parapeten der Thurnfenster nach des Herrn fischers Aufzeichnung, mit weniger das Fries in der Facciata auch wo es von-nethen, die zwei keonere Kürchenportall abgeredeten maßen zu zieren. 1500 fl. (Regierungsarchiv)
.

Erzbischof Johann Ernst Graf Thun stellte 1694 15.000 Gulden zur Verfügung und berief J.B. Fischer von Erlach, nach dessen Plänen der Bau 1696 begonnen und 1707 geweiht wurde, wobei allerdings eine Freskierung durch J.M. Rottmayr unterblieb.

Diese Akademie, den Benediktinern zur Verwaltung gegeben, wurde 1623 unter Paris Lodron als bischöfliche Residenz gegründet.
Der Kirchenbau begann 1696 unter dem Erzbischof J. Ernst Thun und dauerte bis 1707.
Um den beherrschend in den Mittelpunkt des Baus gestellten Kuppelraum ordnen sich die steil proportionierten Raumzüge
des Lang- und Querhauses. In die mächtigen Eckpfeilermassen eingelassen sind zweigeschossige zylindrische Kapellen-räume. Zwei Kolossalsäulen setzen eine anschauliche Zäsur zu Altarraum, dessen Stuckgloriole um die Immaculata gegen
das Licht des Apsisfensters eine Welt zwischen Schein und Wirklichkeit entstehen lässt.
Neben der großartigen Altarwandstuckierung von Diego Francesco Carlone und Paolo d'Allio und dem von Josef Anton
Pfaffinger 1740 geschaffenen Altar sind besonders die beiden Altarblätter des Querhauses von J.M. Rottmayr zu erwähnen.
Gewisse typische Merkmale in der Innengestaltung, wie die relative Einfachheit und die sparsame Verwendung von weißem Stuck (die besten Arbeiten von Diego Carlone und Paolo d'Allio), spiegeln den Geschmack des Erzbischofs wider, der im Einklang mit dem regionalen Stil stand. Es wird eine Raumform erreicht, die sich jener der Sorbonnekirche in Paris nähert - bezeichnend für die Konvergenz italienischer und französischer Gedanken im Denken Fischers.
Im Erdgeschoss des Mittelteils drei hohe Rundbogenarkaden zur Vorhalle; große Fensteröffnungen, im Obergeschoss rundbogig, zarter Dekor in den Umrahmungen von Diego Francesco Carlone und Paolo d'Allio. In der durch Rundbogen-
fenster und einem Ovalfenster im Gewölbe durchlichteten Apsis Stuckglorie aus Wolken, Strahlen und Engeln um die Figur
der vor dem Fenster schwebenden Maria Immaculata; die von Putten bevölkerten Wolken aufsteigend über die Wandgliederung und das Gebälk hinweg in die Halbkuppel der Wölbung, wie schon erwähnt, wurden 1707 von Diego Francesco Carlone und Paolo d'Allio nach Entwurf J.B. Fischers von Erlach ausgeführt.


5.2 St. Johannisspitalskirche
Die Kirche befindet sich im Hof des Regionalspitals im Bezirk von Mülln, wo sich das Schloß des Barons von Grimmig erhob, das vom Erzbischof Johann Ernst Thun im Jahre 1688 gekauft wurde.
Nach elf Jahren wurde das Spital mit der Kirche nach den Plänen von Fischer von Erlach errichtet; er hat das ganze Programm der inneren Dekoration durchgeführt.
Der Name von Carloni scheint nicht in den Buchhaltungsregistern unter den Mitarbeitern von Fischer auf, aber man braucht
nur die Dekorationstechnik zu beobachten: stilisierte Pflanzengirlanden von vier Putten getragen, Akanthusblätter …; z.B.
"Der segnende Gott" hat eine Stilähnlichkeit wie die "Glorie" der Universitätskirche.
Auch die zwei Figuren in den Nischen im Hauptschiff die "Hl. Anna mit Maria als Kind" und der "Hl. Josef mit Jesuskind"
wirken reif wie die im Hauptaltar in der Ursulinenkirche. Ihr Gesicht ist streng wie das einer alten Frau.


5.3 Ursulinenkirche des Hl. Markus
Die Kirche des Hl. Markus der Ursulinen befindet sich wo früher das Seminar war, das 1669 von einem Schutt zerstört wurde.
Der Erzbischof Johann Ernst Thun beauftragt 1695 den Arch. Fischer von Erlach ein Institut für die Frauenerziehung zu
errichten, das von den Ursulinen aus Klagenfurt verwaltet wird. Die Arbeiten dauern von 1699 bis 1704. Die Altären sind mit Statuen aus dem klassischen Stil von Diego Francesco Carloni. Auf dem Hauptaltar befinden sich: der "Hl. Johannes
Evangelist und Johannes der Täufer", der "Hl. Josef mit Jesuskind" und die "Hl. Anna mit Maria als Kind". Auf dem linken
Altar befinden sich: der "Hl. Nikolaus von Tolentino" und ein "Hl. Bischof". Auf dem rechten Altar befinden sich: die
"Hl. Katharina" und die "Hl. Agnes".
Die Gruppe von der Hl. Anna wirkt leicht wie die in der Johannisspitalkirche und ist sicher auch eine Wiederholung der
Modelle, die in der Werkstatt von Giovanni Battista in Schlierbach entstanden sind. Die zwei sich an den Seiten des Haupt-altars befindenden Statuen von Johannes Evangelist und Johannes dem Täufer sind sehr ähnlich wie die in der Kirche von Rattenberg.
Die Zuschreibung an Diego Francesco Carloni der zwei Statuen des rechten Altars ist zweifelhaft, da sie nicht so locker ausgeführt worden sind; jedenfalls soll es sich um einen engen Mitarbeiter Carlonis handeln. Sicher von Carloni ist die
Kanzel mit den theologischen Tugenden; die Reliefs sind mit den Medaillons von Lambach vergleichbar. In der Kollegien-
kirche sind sie wegen der Ornamentik von größerer Nüchternheit geprägt.

5.4 Schloss Klesheim
1708 Carloni und Paolo Aglio bekamen einen Auftrag für die Stuckateurarbeiten in verschiedenen Säle und auf die Treppen
des Schlosses Klesheim. Die Arbeiten wurden 1709 bezahlt.
Erzbischof Johann Ernst Graf Thun erwarb 1690 zunächst diesen Grund, um darauf eines Fasanerie zu errichten. Er besann sich jedoch anders und ließ in den Jahren zwischen 1700 und 1709 nach Plänen von Johann Bernhard Fischers von Erlach
das Lustschloss erbauen. In diesem Schloss zeigt sich Fischer von Erlach von den Bauideen des oberitalienischen Manierismus beeinflusst. Die Stuckarbeiten im Innern (1709) fertigen Paolo d'Allio und Francesco Diego Carlone.
Die von oberitalienischen Bauidee des 16. Jh. abzuleitende Anlage entsprach in der ursprünglichen Form (Öffnung des Mittelteils) nicht den klimatischen Bedingungen des Standorts, wodurch Veränderungen notwendig wurden, so dass das
Schloss erst 1732 vollendet werden konnte. Großzügige Anordnung von Auffahrt, Vestibül und Treppenhaus. Hitlers Gäste-
haus (1940), seit 1993 das Gästehaus der Salbzurger Landesregierung.
Im Park nördlich des Schlosses das nach Fischer von Erlachs Plänen 1694 errichtete Hoyos-Schlösschen. Die vornehme,
auf die Gewölbe und Bogenscheitel beschränkte Stuckierung von Paolo d'Allio und Diego Francesco Carlone bleibt auch in
der Beletage zurückhaltend.
Fischer von Erlach wurde vom Franz Anton Fürst von Harrach zu Rat gezogen, somit wurden die beiden Stuckateure beauftragt.
Aus der Baugeschichte von Schloss Kleßheim beispielsweises sind uns einige Verträge erhalten, welche die Arbeiten der Stuckateuere Paolo d'Allio und Diego Francesco Carlone zum Inhalt haben. Beinahe jedes dieser Schriftstücke enthält den Satz: "…alles dies nach des Herrn Fischers Riss und Angaben". Fischer von Erlach zeichnete neben der architektonischen Planung also auch für verschiedenste Dekorationsdetails verantwortlich.

Der erste Vertrag wird am 19. Mai 1708 von Paolo Allio mit dem Namen "Carloni" unterschrieben.
Inbegriffen sind die Stuckateurarbeiten des Zentralsaales, der Laterne und der ovalen Fenster mit den acht Fensterarchitraven, acht jonischen Kapitellen, die Voluten der zwei Säle (heute nicht mehr sichtbar): alles nach Fischers Hinweise.
Der zweite Vertrag vom 29. Oktober 1708 sieht folgende Arbeiten vor: die Stuckteurarbeiten der Kapelle, des Oratoriums, des Empfangsaales und der Treppen des Schlosses, die Fassadenfenster mit Figurenpaar und die Fenster der kleinen Sälen.
Im Mai 1709 bekommt Carloni einen Teil der Geldsumme, die auch erhöht wird: "weil die Stuckateure eine Arbeit über ihre Möglichkeiten geleistet haben".
Wie aus einem Bericht des Bauinspektors des erzbischöflichen Hofes von Salzburg hervorgeht werden die Arbeiten im Juli unterbrochen, da keine Bezahlung der Arbeiten stattfindet. Somit sind die Arbeiten in der Kapelle und im Empfangssaal nur teilweise ausgeführt.
Der Erzbischof J. Ernst Thun, der der Auftraggeber von Fischer von Erlach war, stirbt: Aus diesem Grund erhält Diego
Francesco keinen weiteren Auftrag mehr. Seine Werke sind von zwei verschiedenen Arten: Die Statuen der Fensterbögen
auf der Fassade und auch die Stuckateurarbeiten auf den Seitenfenstern und in den inneren Räumen. Die Statuen auf dem Bogen des Zentralfensters werden links mit der "Großmut" und rechts mit der "Vorsicht" identifiziert, die letzte Figur wohl
mit Spiegel und Schlange zweifellos erkennbar. Die "Großmut" erweckt Zweifel wegen des ovalen Schildes.
Das Statuenpaar oberhalb den Seitenfenstern sind die vier Jahreszeiten: links "Herbst und Winter" und rechts "Frühling und Sommer". Die sitzenden Figuren sind nach Giovanni Battista als Beispiel genommen, jedoch mit Neuigkeiten: Die Struktur
des Paares nach dem Kriterium der Symmetrie ins Zentrum gesetzt, bleibt auch die autonome Figur aber sie ist nicht nur
mehr dekorativ, sondern in die Architektur harmonisch eingesetzt: die sitzenden Figuren wirken dynamisch, diese Technik
war vor ihm völlig unbekannt: z.B. die verschiedenen Bewegungen der Füße, die Position des Kopfes. Von großer Sorgfalt
und realistisch ausgeführt ist die Blumengirlande auf dem Haupt des Frühlings oder die Früchtedekoration des Sommers.
Das elegante Antlitz der Figuren mit den feinen Linien wird als Beispiel genommen.
Für die Stuckateurarbeiten verwendet er die Dekoration "a viticcio" (Rankenornament) als Basis für das sog. "nastro piatto" (Flachband).

5.5 Kirche zur Himmelfahrt Mariae in Mülln
1709 Carloni und Paolo Aglio bekamen einen Auftrag für die Stuckarbeiten für die Sakrestei der Pfarrkirche von Müll.
Sie befindet sich in der Vorstadt am Fuße des Mönschsberges und hat eine komplexe Geschichte.
Der seit 1461 als Pfarrkirche dienende Bau wurde 1605 den Augustiner-Eremiten übergeben und kam 1835 in den Besitz
der Benediktinerabtei Michaelbeuern. Die ist im Kern ein einfacher spätgotischer Saalbau, der 1453 eingeweiht wurde.
Mehrmals umgebaut und zw. 1600 und 1700 barockisiert. Zwischen 1735 und 1738 wurde der Innenraum reich stuckiert und umgestaltet.
Im Gewölbe zarte Stuckrahmen und Blattstäbe, Stuckkartuschen in den Bogenzwickeln der Wände und Puttengruppen an
den Bogenscheiteln; in den nördl. Wandnischen stuckierter Kanzelkorb und Oratoriumsbrüstung; Portale in den konvexen Wandfeldern von Inschriftkartuschen mit Blattgirlanden bekrönt.
Die Tätigkeit von Diego Francesco ist begrenzt: eine Rechnung von 1709 bezüglich Stuckateurarbeiten in der Sakristei.
1747 wird sein Werk wegen Erhöhung des Raumes teilweise zerstört; es sind nur die Dekorationswände übrig geblieben.
Auf der Eingangstür befindet sich ein Medaillons mit der Darstellung des Glaubens mit Dekorationen von Teilen von Rose-
reliefs gleich wie die in Klesheim, mit einem Bogen mit zwei Putten.
Seitlich der Eingangstür Marmorbecken umgeben von Ornamentik mit reichen Vorhängen, die mit zwei Puttenköpfen enden.

In der Sakristei, die 1709 an die Kirche gebaut wurde, befindet sich ein Wandstuck urk. von Diego Francesco Carlone 1709 (Türumrahmung mit Relief des Hl. Bernhart), Deckenstuck von 1736.
Ehem. Klostergebäude, jetzt Pfarrhof und seit 1890 Brugsthof: im Bräustübltrakt Portal mit Stuckumrahmung um 1710, wohl
von Diego Francesco Carlone.

5.6 Tätig nicht nur als Schöpfer von figuralen Stuckateurarbeiten, sondern auch als Schöpfer von Stuckstauen in Österreich:
Büste des Herakles, Büste eines Antiken Helden und weibliche Büste, vielleicht Probestück für die Figuren der Seitenaltäre
in der Stiftskirche Einsiedeln. Um 1730/40. Stuckmarmor, weiß, Höhe 40 cm. Einsiedeln, Stiftssammlungen.

In der Dissertation von J. Sturm im SS 1968/69 "Beiträge zur Architektur der Carlone in Österreich" gibt es keine Tätigkeit
von Diego Francesco.

WERKE (OBERÖSTERREICH)

Seine Rolle als Vermittler und Verbreiter von Beispielen und Tendenzen der Barock-Skulptur in Süddeutschland und Österreich ist nicht zu unterschätzen und eine Grundlage für die Entwicklung des Rokoko.
Sein Stil war stark von der römischen Barockplastik beeinflusst. Seine Stärke lag nicht in der Ausführung des Einzelwerkes, sondern im Entwurf, in dem sich ein Stilwandel mit neuen Figurentypen und Dekorationsmitteln vollzieht. Außerdem übernahm er die letzte Überarbeitung der rohen Stuckfiguren selbst und entwickelte über kleine Abwandlungen der Grundform allmählich einen anderen Stil, der so nur von einem einzelnen Künstler getragen werden kann. Das Gros seiner Werke bilden die überlebensgroßen, fast ausschließlich weiß gehaltenen Gewandfiguren, auf die er sich gegen Ende des zweiten Jahrzehnts zunehmend beschränkt. Die geringe Individualität der Figuren macht sie gegeneinander austauschbar. In ausschließlich dekorativer Funktion treten die gerahmten Figurenreliefs auf, die sich meist in reich geschmückten Repräsentationsräumen finden.
Anders als im süddeutschen Raum üblich, behält das Pflanzenornament von den frühen bis zu den letzten Werken einen gleichbleibenden Anteil. Das sehr unterschiedlich breite Bandelwerk weist wenig Pflanzliches nur an den Knickungen und Kurven auf.
Beim architektonischen Retabelaltar folgt er einem feststehenden Typus, der nur geringfügig variiert wird: breiter, doppelter Sockel, darüber einfache oder doppelte Säulenordnung vor pilasterartigen Rücklagen, stark gestuftes Gebälk, das in der Mitte von dem erweiterten Rahmen des Gemäldes stark überschnitten wird, darüber ein Auszug mit Gemälde oder Relief. In diesem Gerüst werden Figuren und pflanzliche Dekorationsformen eingefügt, die durch Blüten- und Blattschnüre verbunden sind.

Seine Werkstatt hat auch fremde Entwürfe ausgeführt, die nicht ohne Einfluss bleiben, wie die von J.B. Fischer von Erlach bei der Salzburger Kollegienkirche oder in Schloss Klesheim. Der Einfluss Fischers zeigt sich z.B. in der Linzer Karmeliterkirche
im Verhältnis von Raum und Raumschmuck.

Seinerseits beeinflusst er Egid Quirin Asam und seinen Schüler Joseph Anton Feuchtmeyer.

5.1 Kremsmünster: Stuck im Kaisersaal
1719 verkleidet er im Kaisersaal des Benediktinerstifts am Südende des Gasttraktes die Wände mit Stuck. 1720 wird er für
die Dekoration des Kaisersaales bezahlt. Es ist das letzte Relief, das er gemeinsam mit Allio ausführt.

5.2 Lambach: Stuck (BH Wels)
Am Hochaltar der Kirche Mariae Himmelfahrt mit einem mächtigen, den ganzen Chorschluss einnehmenden Säulenaltar,
schuf er zusammen mit Paolo d'Allio die Dreifaltigkeitsgruppe sowie die Engel und Wolken.

Im Nordflügel des sog. „Neuen Konvents“ des Benediktinerstiftes gestaltete er 1708 im Refektoium figurale und ornamentale Stuckdekorationen, über den Fenstern Büsten der Ordensstifter und an den Leibungen der Fensternischen Tugenden. Das Portal des Refektoriums gegen den Konvent und das Lavabo daneben stammen ebenfalls von ihm (1707 bis 1709) sowie auch die Stuckdekoration im Ambulatorium im zweiten Obergeschoss über dem Refektorium (1708/09).

5.3 Linz: Karmeliterkirche Hl. Josef, Stuck
Stuckierung der Seitenaltäre mit Figuren der Hl. Anna, Joachim, Josef, Jesus, Hl. Theresa sowie den Propheten Elias sowie Decken- und Wandstuck zusammen mit Paolo d'Allio in den Jahren 1710 bis 1715.

5.4 St. Florian: Stuck (BH Linz-Land)
1698 wird er zum erstenmal in den Rechnungsbüchern des Augustiner Chorherrenstifts erwähnt, dessen Anlageplan von
seinem Onkel Carlo Antonio Carlone stammt. Was er ausführte, ist unklar. Der Betrag von 24 Gulden lässt jedoch auf
kleinere Arbeiten schliessen.

1704 ist eine Bezahlung für die Dekoration des Audienzsaales, des angrenzenden Appartements und der Kapelle der
Prälatur vermerkt, die der Probst Franz Claudius Kröll in Auftrag gab. Das ikonographische Programm der Hauskapelle ist
der Himmelfahrt und der Krönung Marias gewidmet, die Anton Hannotin im Gewölbe malte, während die Stuckarbeiten an
der Nord- und Südwand Reliefs in zwei Medaillons mit der Allegorie der Kirche und des Glaubens und an der Westwand
zwei Reliefbüsten mit dem reuigen Petrus und der büßenden Magdalena darstellen.
Zwischen den Fenstern sind der Erzengel Michael und Schutzengel abgebildet.
Der Stuck im Wohnzimmer und im Audienzzimmer, das auch als Speise- und Musikzimmer diente, zeigt Allegorien und
Szenen aus dem alten Testament sowie Reliefs mit musizierenden Engeln und Musikinstrumenten. Auf der Seite mit Aus-
blick auf das Salettl findet man einen Putto mit dem Zeichen des Adlers.

1712 wird er für vier Statuen in den Kaiserzimmern im zweiten Stock, in der sog. „Saletta“ des neu gebauten Stiftsgebäudes bezahlt. Die Nischenfiguren aus Stuckmarmor stellen die Wachsamkeit und die Keuschheit dar.

(NIEDERÖSTERREICH)

5.5. Pfarrkirche Hl. Stephanus, Kirchberg am Wagram
Der Altaraufbau, die Kanzel und die Blendkanzel (Suchy S.69)


(TIROL)

5.6. Rattenberg, Servitenkirche (1707-09)
Stuckglorien der Presbyterien (Schemper S. 514)

6. ABBILDUNGEN

KOLLEGIENKIRCHE
5.1.1 - Engel, Detail aus dem Triumphbogen
5.1.2 - Absis (catino absidale): unbeflächtes Empfängnis
5.1.3 - Putte, Detail der Dekoration des Nebenschiffes

ST. JOHANNISSPITALKIRCHE
5.2.1 - die Hl. Anna mit Maria als Kind

URSULINENKIRCHE
5.3.1 - Seitenaltar: die Hl. Katharina von Alessandria und die Hl. Apollonia

SCHLOSS KLESHEIM
5.4.1 - Fassade
5.4.2 - Fassade: Details der Allegorie des Vorsichts und der Allegorie des
Sommers.
5.4.3 - Ansicht des Eingangssaales
5.4.4 - Detail der plastischen Dekoration auf dem Bogen des Eingangssaales

zu 5.1. http://www.stift-kremsmuenster.at/fileadmin/user_upload/stift/Inhalt/Kaisersaal1.jpg; 15.01.2010

zu 5.2. in Colombo, Coppa; S.170; Abb.70

zu 5.3. in Colombo, Coppa; S.176; Abb.74

zu 5.4. http://cms.ttg.at/alias/stift-st-florian/tagungen/1177467/prunkraeume.html?&_lang=de; 15.01.2010

zu 5.4. Keuschheit in: Decker, S.49; Abb.27

zu 5.5. http://www.pfarrverbandkirchbergamwagram.at/index.php?id=34; 15.01.2010


 
7. BIBLIOGRAPHIE

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Wolfgang Steinitz, Salzburg, ein Kunst- und Reiseführer für die Stadt und ihre Umgebung, Residenz Verlag, Salzburg und
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Österreichische Kunsttopographie, die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg, bearbeitet von Dr. Hans Tietze mit archivalischen Beiträgen von Dr. Franz Martin, in Kommission bei Anton Schroll & Co., Wien 1912, 237,238,248

weiters:

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Passau, Bischöfl. Ordinariatsarchiv: Ratsprotokolle 1681/82, 511, 513, 519/9, Rep. II, Nr V, 15.
St. Florian, Stiftsarchiv: Urkundenbuch des Stift Florianischen Pfarrhofes und exempten Domminimus zu Vöcklabruck,
Bd 4, Nr. 584, 585; fasc. Stukkat. Nr 34
Salzburger Landesarchiv: XX, 4, Bauakten C. II. 2, Hofkammer, Alte Bauakten, Or. C. IV. 8. c., A. I. 3
StaA: Stadtkammeramtsrechungen Scaria, Pfarrarchiv: Liber Mortuis Parentiae Scariae
G. Amman, Diego Francesco und Paolo d'Allios Tätigkeit in der ehemaligen Augustiner-Eremiten-Klosterkirche zu Rattenberg, in: Festschrift Johanna Gritsch, Innsbruck-München, 1973, S 9 – 22
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©Patrizia Menin & Ursula Singer, Oktober 2004; ergänzt von Kerstin Klimmer, Februar 2010

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arch. architektonisch
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ehem. ehemalig
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Hl. Heilig/e/r
ital. italienisch
s-dt. süd-deutsch
sog. sogenannt
untersch. unterschiedlich
urk. urkundlich
z.B. zum Beispiel
zw. zwischen

 

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