Innsbrucker Theoriekolloquium
Positionen zur Rechtstheorie als kritische Praxis

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CONVENERS: Univ.-Prof. Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)Univ.-Ass. in MMag.a Dr.in Caroline Voithofer, Ass. Prof. MMaga. Dr. Clara Rauchegger, LL.M. (Cambridge)

Sie können sich ganz unten auf dieser Seite zu der Vortragsreihe anmelden. Bei Fragen können Sie sich immer gerne an zukunftsrecht@uibk.ac.at wenden.

 

In dieser Reihe:

Kann es eine Kritische Systemtheorie geben? Zur Frage der rechtssoziologischen Differenzierungstheorie

Inwiefern muss sich eine soziologisch orientierte Rechtstheorie der Aufgabe stellen, einen neuen Begriff der Einheit des Rechts in der Vielfalt seiner Gestalten zu finden? Dieser Frage stellt sich Frau Dr.in Linda Nell im Rahmen einer grundlagentheoretischen Revision rechtssoziologischer Paradigmen.

Vortragende
: Dr.in Linda Nell, Institut für Soziologie, Universität Münster

Termin: 25.11.2021, 13:30-14:30 Uhr, online

Linda Nell

Selbstreflexion der Privatrechtswissenschaft 

Frau Prof.in Dr.in Marietta Auer beschäftigt sich mit der teilweise als krisenhaft beschriebenen Situation der deutschen Rechtswissenschaft. Angeknüpft wird dabei am Rückgang des Interesses an der überkommenen Dogmatik, starken Einflüssen der europäischen Normsetzung und der Hinwendung zu einfachen Urteilsbesprechungen sowie Kurzlehrwerken ohne wissenschaftlichen Anspruch.

Vortragende: Prof.in Dr.in Marietta Auer M.A., LL.M., S.J.D. (Harvard), Direktorin am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie

Termin: 02.12.2022, 13:30-14:30 Uhr, online

Marietta Auer

Der Code des Kapitals

Durch das Recht als »Code« kann jedes Objekt, jeder Anspruch und jede Idee in Kapital umgewandelt werden. Auf dieselbe Weise, wie früher Landbesitz in Kapital transformiert wurde, gibt es heute Techniken zur Codierung von Aktien, Anleihen und Zukunftserwartungen. Welche Rechtsinstrumente dabei von Bedeutung sind und vor allem welche Rolle Anwälte als Hüter dieses Codes spielen, erläutert Frau Prof.in Dr.in Katharina Pistor.

Vortragenden
: Prof.in Dr.in Katharina Pistor; Edwin B. Parker Professor of Comparative Law, Columbia Law School


Termin: 27.01.2022, 13.30-14.30 Uhr, online

Pistor

Zum Wandel der Rechtssubjektivität in der Moderne

Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Vesting beschäftigt sich in Abgrenzung zur »konstituierten« Seite mit der »instituierten« Seite der Rechtssubjektivität. Eine sich selbst erzeugende und sich selbst immer wieder verändernde Freiheit steht dabei im Mittelpunkt einer Entwicklungsgeschichte der Rechtssubjektivität und ihrer kulturellen Formen in der Moderne. Beleuchtet werden dabei auch die drei Ideale des modernen schöpferischen Menschen, zu dessen Subjektivität Freiheitspraktiken zählen: Gentleman, Manager und Homo Digitalis.

Vortragender: Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Vesting

Termin: 10.02.2022, 13.30-14.30 Uhr, online

Vesting

Pierre Bourdieus Rechtsdenken: eine sozial- und kulturtheoretische Perspektive

Trotz der Bedeutung Pierre Bourdieus als einer der einflussreichsten Soziologen des 20. Jahrhunderts, wurde seine Perspektive auf das Recht bisher kaum rezipiert. Frau Prof.in Dr.in Andrea Kretschmann beschäftigt sich daher mit einer systematischen sowie kritischen Auseinandersetzung mit seinem Rechtsdenken im Kontext seines übrigen Werks, aber auch im Kontext anderer Rechtstheorien.

Vortragende
: Prof.in Dr.in Andrea Kretschmann, Professorin für Kultursoziologie,
Leuphana Universität Lüneburg


Termin: 24.03.2022, 13.30-14.30 Uhr, online

Kretschmann

Technologisches Regieren

Herr Dr. Vincent August untersucht das Netzwerk als Grundbegriff des 21. Jahrhunderts mit den daraus resultierenden Formen der Konnektivität, Flexibilität und Selbstorganisation. Dabei wird veranschaulicht, wie Foucault oder Luhmann auf die Kybernetik zurückgriffen, um die Ideenwelt der Souveränität abzulösen und das Regierungsdenken grundlegend zu verändern.

Vortragender
: Dr. Vincent August, Institut für Sozialwissenschaften, HU Berlin

Termin: 28.04.2022, 13.30-14.30 Uhronline

vincent-august

Die Fremdheit des Rechts. Aufzeichnungen eines fragilen Versprechens

Der Anspruch, das gesellschaftliche Verfügen zu überschreiten, vermittelt rechtlichen Strukturen ausgeprägte Tendenzen der Entfremdung.
In der Rekonstruktion einer unterbelichteten Linie moderner Rechtstheorie, die vom Deutschen Idealismus zum Alteritätsdenken des 20. Jahrhunderts führt, erkundet Herr Dr. Benedict Vischer diesbezüglich das schillernde Versprechen rechtlicher Fremdheit.

Vortragender
: Dr. Benedict Vischer, Centre Marc Bloch, HU Berlin


Termin: 02.06.2022, 13.30-14.30 Uhr, online

benedict-vischer

 

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