Workshop in Obergurgl zu digitalen Menschenrechten

Soll Elon Musk bestimmen, was wir online sagen dürfen? Digitale Menschenrechtsexpert:innen diskutieren auf Einladung der Universität Innsbruck, wie Plattformen Menschenrechte besser schützen können. Mehr über diesen Workshop und die Studie zum Thema Menschenrechte in der Plattformpraxis, welche diesen Sommer veröffentlicht wird, lesen Sie in diesem Artikel.

Online-Menschenrechtsschutz geht uns alle an

Digitale Menschenrechtsexpert:innen diskutieren auf Einladung der Universität Innsbruck, wie Plattformen Menschenrechte besser schützen können.

Soll Elon Musk bestimmen, was wir online sagen dürfen? Welche Rolle spielen Algorithmen dabei, unsere Aufmerksamkeit in Online-Räumen zu lenken? Und wie kann man effektiv gegen Hassrede online vorgehen? Diesen Fragen widmen sich im Rahmen des Global Digital Human Rights Networks (GDHRNet) Expert*innen aus mehr als 50 Ländern.

Prof. Matthias C. Kettemann vom Institut für Theorie und Zukunft des Rechts leitet eine der drei Arbeitsgruppen des internationalen EU-finanzierten Netzwerks (Global Digital Human Rights Network) (GDHRNet), die sich besonders mit der Praxis der Internetplattformen beschäftigt. Gemeinsam mit Ass.Prof. Dr. Clara Rauchegger organisierte er in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut vom 1.-3. Juli einen Workshop mit 30 Internetexpert:innen im Universitätszentrum Obergurgl der Universität Innsbruck, um die Durchsetzung von Menschenrechten im Internet zu diskutieren.

Höhepunkt des Workshops war die Diskussion der zentralen Ergebnisse einer Studie zu unternehmerischen Best Practices zur Stärkung der Menschenrechte im digitalen Raum. Die 12 Beiträge, die im Sommer im Rahmen eines von Prof. Kettemann herausgegebenen Sammelbandes open access veröffentlicht werden, arbeiten heraus, wie Menschenrechte in der Plattformpraxis besser geschützt werden können.

Schwerpunkte der Studie sind unter anderem die Analyse der versteckten Machtverhältnisse in der Plattformökonomie. Aufgrund ihrer systematischen Einordnung in übergeordneter Ebene haben etwa App Stores großen Einfluss auf die angeboten Apps und erlauben es großen „Gatekeepern“, wie Google und Apple, versteckte Macht auszuüben. Die Studie zeigt auch das innovative Potenzial von Smalltech auf, also Klein- und Mittelplattformen, die oft kreative Ansätze an die Mitwirkung von User:innen pilotieren. Ein weiterer Beitrag der Studie befasst sich mit der Herausforderung, automatisierte Entscheidungssysteme dergestalt zu entwickeln, dass sie diskriminierende Inhalte, wie Hassrede oder Rassismus, effektiv voneinander unterscheiden können – ohne die Meinungsfreiheit in Gefahr zu bringen.


Impressionen


 

 

 

Dumlao

© Nathan Dumlao

 

Kontakt:

Universität Innsbruck
Institut für Theorie und Zukunft des Rechts 

Univ.-Prof. Mag. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard)
Professur für Innovation, Theorie und Philosophie des Rechts
Institutsleiter 

Innrain 15, 6020 Innsbruck

Telefon  +43 512 507 81605 
Mobil     +43 676 378 76 25
E-Mail    matthias.kettemann@uibk.ac.at
Web       uibk.digitalkettemann.tirol@MCKettemann Zoom




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