Digitale Identität: Bin ich mir eigentlich gut genug?

Prof. Kettemann startet ein neues Projekt zur digitalen Identitätsbildung bei jungen Menschen. Mehr über dieses Projekt lesen Sie hier.

Digitale Identität: Bin ich mir eigentlich gut genug?

#meandmyavatar: Self-Enhancement und Self-Empowerment im Netz

In sozialen Medien erleben Jugendliche verzerrte digitale Realitäten und aufpolierte Schönheitsideale. Dadurch entstehen oft Selbstzweifel mit dem Wunsch, das Offline-Ich zu optimieren um noch mehr dem Online-Ich zu entsprechen. Ein (hybrides) Dialogevent der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) soll 30 Jugendlichen im Alter von 15-25 Jahren im Herbst 2022 die Möglichkeit geben, diese Themen zu reflektieren, eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln und ein Vision Statement zu formulieren.

 Digitale Technologien verändern die sozialen Beziehungen im öffentlichen und privaten Leben. Oft bekommen junge Menschen falsche Ideale in sozialen Medien vorgegaukelt und werden durch konstruierte digitale Identitäten verunsichert. Dabei entsteht häufig der Eindruck, sich ständig verbessern und optimieren zu müssen. Schaffen sie es nicht, verstärken sich Selbstzweifel und mangelndes Selbstbewusstsein.

 

Sensibilisierung der digitalen Ethik

Gerade in der Entwicklungsphase von jungen Menschen, verändern sich kognitive, biologische und soziale Aspekte, die sich auch in ihren digitalen Lebenswelten widerspiegeln. In dieser Phase suchen Jugendliche nach Halt und Orientierungspunkte im sozialen Umfeld, die sie oftmals in digitalen Medien finden. Speziell in dieser Identitätsentwicklung sind junge Menschen besonders verletzlich. Um zu erfahren inwieweit die digitalisierte Selbstdarstellung tatsächlich ein Problem für junge Menschen darstellt und sie damit umgehen ist es notwendig, sich mit ihren Lebenswelten auseinanderzusetzen. Das bedeutet, ihnen ein Forum zum Austausch zu geben und sie auch als Expert*innen ihrer Lebenswelt anzuerkennen.

 

Netzwerk mit 30 Jugendlichen

In einem österreichweiten (hybriden) Dialogevent der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sollen 30 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren von 23/24. September 2022 eine gemeinsame Vision entwickeln, um eine Balance zwischen dem Druck der Online-Selbstdarstellung und den Möglichkeiten einer gesunden digitalen Identität zu finden. Die aktive Beteiligung der Co-Creation reicht von der Gestaltung des Formats und der Themen bis hin zum Austausch mit Digital Natives. In diesem Format diskutieren die "Jungen 30", wie sie beim Thema der digitalen Selbstdarstellung mit ethischen Fragen der Authentizität umgehen und wo die Grenze zwischen Selbstbetrug und digitaler Selbstverwirklichung liegt.

 

Gemeinsames Vision Statement

In einem ersten Online-Planungstreffen vor den Sommerferien werden rund 10 Themen identifiziert, die im hybriden Workshop im Herbst behandelt werden. Über den Sommer findet ein inhaltlicher Austausch in Kleingruppen statt. Im hybriden Dialogevent im Herbst wird ein Vision Statement entwickelt, das als kommunizierbares und visuell attraktives Ergebnis an relevante Stakeholder übergeben wird. Dabei sollen Zugänge entwickelt werden, die anderen Jugendlichen eine gesunde digitale Partizipation aufzeigt und individuelle Formen der Kommunikation und Gemeinschaft schafft.

Das ÖAW-Team lädt interessierte Jugendgruppen, Vereine und Institutionen sowie interessierte Jugendliche im Alter von 15-25 Jahren ein, diese österreichweite Vision aktiv mitzugestalten. Anmeldung unter: https://forms.gle/SDqZBpUQv16VdwFB7

Mehr Infos: https://www.oeaw.ac.at/detail/veranstaltung/digitale-identitaet-bin-ich-mir-eigentlich-gut-genug

 

Rückfragen & Anmeldung:

Miriam Egger, miriam.egger@student.uibk.ac.at, Universität Innsbruck

Michael Fasching, michael.fasching@uni-graz.at, Universität Graz

 

Projektleitung:

Prof.in Dr.in Kathrin Otrel-Cass – kathrin.otrel-cass@uni-graz.at (Institut für Bildungsforschung und Pädagog*innenbildung/AB Lehren/Lernen und digitale Transformation, Universität Graz)

Prof. Dr. Matthias C. Kettemann, LL.M. (Harvard) – matthias.kettemann@uibk.ac.at (Institut für Theorie und Zukunft des Rechts, Universität Innsbruck; HFDT, Universität Graz)

 

 

 

Möchten Sie an diesem Projekt teilnehmen?

  Hier finden Sie alle Informationen bezüglich der Anmeldung.

   Website des Projekts (ÖAW)

  Link zum Kurzvideo

 

  


ÖAW

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