Kurzeinführung in Windows PE

Windows PE (Preinstallation Environment) ist eine abgespeckte Windows-Version, die dazu dient, das eigentliche Windows-Betriebssystem zu installieren und Reparaturen daran vorzunehmen.

Windows PE kann mittels PXE (Preboot Execution Environment) direkt über das Netzwerk gebootet werden. Das ist die empfohlene Methode. Dazu benötigen Sie

  1. einen vollwertigen Anschluss an das Datennetz der Universität (INNET)
  2. einigermaßen aktuelle PC-Hardware (Baujahr ab ca. 2004, mindestens 512 MB RAM)

Im Folgenden wird beschrieben, wie Sie Windows PE auf Ihrem PC zum Laufen bekommen. Das funktioniert unabhängig von den darauf installierten oder (noch) nicht installierten Betriebssystemen. Die lokale Festplatte wird beim Starten von Windows PE nicht angetastet, sondern erst, wenn Sie die entsprechenden Befehle zum Festplattenpartitionen einrichten, Laufwerke formatieren, Images zurückspielen usw. ausführen.

  1. PXE-Unterstützung im PC-BIOS aktivieren

    Auf vielen PCs ist PXE standardmäßig deaktiviert. Zum Aktivieren suchen Sie im Setup des PC-BIOS nach Netzwerkboot, PXE oder MBA. Die Netzwerkboot-Option kann sich auch unter den Einstellungen der Netzwerkkarte verstecken, z.B. Network Interface Controller = on w/ MBA. In manchen BIOS-Versionen gibt es die Möglichkeit, die Funktionstaste für das Bootmenü und/oder den Netzwerkboot zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Sorgen Sie dafür, dass diese Funktionen aktiviert sind.

    Wie diese Einstellungen konkret vorgenommen werden, ist leider vom jeweiligen PC abhängig. Wenn Sie die Einstellungen weder im System noch in der Beschreibung des PC-BIOS finden, wenden Sie sich an die Service-Hotline des ZID, Tel. 0512 507-23999.

  2. PC über das Netzwerk booten

    Beim Systemstart sollte am Bildschirm angezeigt werden, mit welcher Funktionstaste der Netzwerkboot ausgelöst wird. Meistens ist das die Taste [F12].

    Auch das funktioniert nicht bei jedem PC gleich. Wenn Sie weder im System noch in der Beschreibung des PC-BIOS finden, wie man über das Netzwerk booten kann, dann wenden Sie sich an die Service-Hotline des ZID, Tel. 0512 507-23999.

  3. Ethernetadresse bekanntgeben

    Für einen erfolgreichen Netzwerkboot muss die Ethernetadresse des PC im DHCP-Server des ZID eingetragen sein, sonst bleibt der PC mitten im Verbindungsaufbau an der folgenden Stelle hängen:

    CLIENT MAC ADDR: xx xx xx xx xx xx  GUID: xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx
    DHCP...
    

    Wenn das passiert, wenden Sie sich an die Service-Hotline des ZID, Tel. 0512 507-23999 und geben die angezeigte 12- bzw. 6x2-stellige MAC-Adresse (Ethernetadresse) bekannt. Nach ein paar Minuten, wenn der Netzwerkboot nicht automatisch fortgesetzt wird, starten Sie den PC neu und versuchen nochmals über das Netzwerk zu booten.

  4. Windows PE starten

    Wenn der Netzwerkboot erfolgreich war, erscheint das ZID UIBK PXE Menue. Wählen Sie den Menüpunkt Windows und dann Windows PE 3.0. Jetzt wird Windows PE geladen, das dauert ca. 2 Minuten.

    Um mit Windows PE etwas Sinnvolles machen zu können, benötigen Sie eine Verbindung zu einem Server. Dazu erhalten Sie das Dialogfeld Windows PE Netzwerkanmeldung, in dem Sie sich vorerst anonym anmelden können:

    Benutzername: winsetup
    Kennwort: tupwin

    Damit ist Windows PE betriebsbereit. Sie können jetzt Kommandozeilenbefehle in der Windows PE Console eingeben. In der vom ZID eingerichteten Windows-PE-Umgebung finden Sie auch Desktop-Icons, ein Startmenü und eine Taskleiste vor, üblicherweise wird aber alles über die Windows PE Console abgewickelt.

  5. Windows PE beenden

    Wenn Sie Windows PE beenden wollen, schließen Sie die Windows PE Console mit dem Befehl exit oder über das [x] am rechten oberen Fensterrand. Damit wird der PC neu gestartet.

    Um den PC gleich herunterzufahren und auszuschalten, geben Sie in der Windows PE Console den Befehl wpeutil shutdown ein.

Spezielle Hinweise

  • Windows PE weist allen zugänglichen Festplattenpartitionen und Wechselmedien entsprechende Laufwerkbuchstaben zu. Diese Buchstaben können, müssen aber nicht unbedingt mit denen übereinstimmen, die von den installierten Betriebssystemen verwendet werden! Vor dem Zugriff auf ein Laufwerk sollten Sie also prüfen, ob es das richtige ist. Windows PE selbst verwendet für seine eigenen Systemdateien immer das virtuelle Laufwerk X:.

  • Windows PE erkennt die meisten USB-Laufwerke und -Sticks, diese sollten aber erst bei laufendem Windows PE eingesteckt werden, nicht schon vorher.

  • Windows PE benötigt zum Betrieb keine Festplatte, muss daher das ganze System im Hauptspeicher (RAM) halten. Wenn mehr Hauptspeicher als verfügbar benötigt wird, treten Fehlfunktionen auf, ohne dass Sie unbedingt eine entsprechende Fehlermeldung erhalten. Microsoft gibt 512 MB als Minimum für den Betrieb von Windows PE an.

  • Es kann sein, dass ein Treiber für neue oder exotische Hardware (noch) nicht in Windows PE enthalten ist. Wenn Sie die Treibersoftware samt der dazugehörigen .INF-Datei besitzen, können Sie versuchen, den Treiber im laufenden Windows PE mit dem Befehl drvload xxxxxx.inf nachzuladen. Verwenden Sie dazu die Treiberversion für Windows 7 (32bit) oder, falls nicht verfügbar, für Windows Vista oder Windows XP.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Verwendung von Windows PE finden Sie in der Dokumentation zu den betroffenen Systemen (z.B. dem Uni-PC), sobald diese fertiggestellt ist.