Suche:

Beziehungen Österreich-Israel seit 1945

 

 

Chronologie der Ereignisse

 

 

Weiterführende Informationen

1938-1945

Vorgeschichte

 

 

12./13. März 1938

"Anschluß Österreichs" an das nationalsozialistische Deutschland.

 

Linz beim Willkommensgruß für Hitler
&
Rede Adolf Hitlers in Linz am 13. März 1938

Seit 1939

Aufgrund arabischen Drucks betreibt die britische Regierung "White Paper-Politik" in Palästina. D.h. jüdische Einwanderung wird auf 1.500/Monat beschränkt, Landkäufe sollen eine arabische Mehrheit sichern. Bekämpft wird diese Politik von der Irgun und anderen militanten jüdischen Gruppen.

 

Von der zionistischen Vision zum jüdischen Staat
Informationen zur politischen Bildung (Heft 278)

1942 bis 1945

Nachdem sich die "Jewish Agency" auf die Seite der Alliierten stellt, entsteht die freiwillige "Jewish Brigade" als Teil der britischen Armee.

 

 

Oktober 1943

Moskauer Deklaration: Österreich wird zum ersten Opfer nationalsozialistischer Aggression erklärt. Auf diese Aussage gründet der Opferstatus Österreichs nach 1945.

 

 

1945

 

 

 

1945 bis 1948

In Pogromen in Polen sterben 1945-46 ca. 350 Juden. Die Folge ist der Beginn einer Massenflucht von Juden quer durch Europa, oft mit dem Ziel Palästina.

"Jewish Agency" und "Bricha" organisieren die Flucht europäischer Juden durch Österreich und Italien nach Palästina. Die "Jewish Agency" vertritt die jüdischen Interessen auch nach der Staatsgründung Israels 1948 bei den Verhandlungen zum österreichischen Staatsvertrag. Bis 1950 kommen laut israelischen Angaben rund 300.000 Juden aus Ost- und Südosteuropa auf ihrem Weg nach Palästina/Israel durch Österreich.

 

Thomas Albrich, Exodus durch Österreich. Die jüdischen Flüchtlinge 1945 - 1948, Innsbruck 1987.

Thomas Albrich (Hrsg.), Flucht nach Eretz Israel. Die Bricha und der jüdische Exodus durch Österreich, Wien 1998.

Anton Pelinka, Österreich - Israel: Eine komplizierte Beziehung, Essay für die Gesellschaft für Politische Aufklärung, Aktualisiert 7.7.1998.

27. April

Ausrufung der Zweiten Österreichischen Republik

 

 

8. Mai 1945

Kriegsende;

ca. 6 Millionen Juden wurden von den Nationalsozialisten ermordet, 10 Millionen Menschen befinden sich noch in den Konzentrationslagern: Juden, Kriegsgefangene, politische Flüchtlinge ... Unmittelbar nach Kriegsende befinden sich ca. 11 Millionen "Displaced Persons" (DP) in Europa, 1,65 Millionen halten sich in Österreich auf. Darunter sind auch ca. 20.000 bis 30.000 jüdische KZ-Häftlinge.

 

Videoalben: Amerikaner marschieren in Braunau ein, 2. Mai 1945 & Ende des Zweiten Weltkrieges: Kapitulationsunterzeichnung in Innsbruck, 3. Mai 1945
&
Auszug aus einem Memorandum der Staatskanzlei, Auswärtige Angelegenheiten, Aug. 45
&
Abkommen über die Alliierte Kontrolle in Österreich vom 4. Juli 1945 [Erstes Kontrollabkommen]

10. Mai

In der 5. Sitzung des Kabinettsrates legt Karl Waldbrunner (Unterstaatssekretär für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr) drei Gesetzesentwürfe vor: Repatriierungsgesetz (Sicherstellung reichsdeutschen Vermögens), Verwaltergesetz (Verwaltung von "herrenlosem Vermögen"), Gesetz zur Erfassung der "Vermögenschaften, die nach dem 13. März 1938, sei es eigenmächtig, sei es auf Grund von Gesetzen oder anderen Anordnungen den jüdischen, teiljüdischen, jüdisch-versippten oder anderen Eigentümern im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Machtübername entzogen worden sind".

 

Robert Knight (Hrsg.), "Ich bin dafür die Sache in die Länge zu ziehen". Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945-52 über die Entschädigung der Juden, Frankfurt 1988, S. 81.

1946

 

 

 

1946

In Palästina organisiert die Hagannah zusammen mit den militanten Gruppen Irgun und Stern den Widerstand gegen die Briten.

 

 

Anfang 1946

Wiederaufnahme wirtschaftlicher Kontakte zwischen Österreich und dem britischen Mandatsgebiet auf Betreiben der wiedergegründeten Austro-palästinensischen Handelskammer und der Austro Levant Trading Co. Ldt. (Zusammenschluß österreichischer Geschäftsleute in Palästina). Heinrich C. Katz wird zum ehrenamtlichen Vertreter der Bundeswirtschaftskammer in Tel Aviv ernannt.

 

Datenbank zum Aktenbestand Österreich - Israel, Ordner 15, 16 & 17

6. März 1946

Ein Anglo-Amerikanisches Komitee wird nach Palästina entsandt, um die Situation zu analysieren. Das Komitee drängt auf Öffnung der Grenzen für 100.000 jüdische Einwanderer.

 

 

Mai 1946

Pogrom von Kunmadaras, Ungarn, mit drei Toten

 

 

15. Mai 1946

Nach wiederholten Beschlagnahmungen "Deutschen Eigentums" in Österreich Firmen durch sowjetische Behörden wird das Nichtigkeitsgesetz ("Bundesgesetz über die Nichtigerklärung von Rechtsgeschäften und sonstigen Rechtshandlungen, die während der deutschen Besatzung Österreichs erfolgten") vom österreichischen Nationalrat verabschiedet. Gleichzeitig wird das Erste Rückstellungsgesetz beschlossen. Es betraf den Teil des Vermögens, das automatisch dem Deutschen Reich zugefallen war.

 

Robert Knight (Hrsg.), "Ich bin dafür die Sache in die Länge zu ziehen". Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945-52 über die Entschädigung der Juden, Frankfurt 1988, S. 123ff.

17. Juni 1946

Anschlag des jüdischen Untergrunds auf die Verbindungswege zwischen Palästina und den Nachbarländern: Um Mitternacht werden 10 Brücken gesprengt.

 

 

17. Juni

Das Erste Rückstellungsgesetz wird mit wenigen Abänderungen, u. a. der zu Errichtung eines Entschädigung-Fonds, verankert. Sowjetische Behörden beschlagnahmen noch im Juni weitere 200 österreichische Firmen als "Deutsches Eigentum", woraufhin der österreichische Nationalrat als Gegenmaßnahme ein Verstaatlichungsgesetz beschließt.

 

Robert Knight (Hrsg.), "Ich bin dafür die Sache in die Länge zu ziehen". Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945-52 über die Entschädigung der Juden, Frankfurt 1988, S. 134ff.

28. Juni 1946

Das 2. Kontrollabkommen der Alliierten mit Österreich regelt die Stellung der DPs, wobei sich die Alliierten die absolute Zuständigkeit in allen Bereichen vorbehalten.

 

 

29. Juni 1946

Schwarzer Sabbath: Die Briten verhängen als Reaktion auf die jüdischen Angriffe eine Ausgangssperre über Palästina, 27 Kibbuzim werden besetzt, jüdische Anführer werden verhaftet (unter anderem auch Israel Galili, der Befehlshaber der Hagannah).

 

 

4. Juli 1946

Pogrom in Kielce, Polen: 41 jüdische Männer, Frauen und Kinder werden ermordet.

 

 

22. Juli 1946

Der Südflügel des King David Hotels in Jerusalem, in dem sich der britische High Commissioner und die Mandatarsadministration befinden wird vom jüdischen Untergrund in die Luft gejagt. 91 Briten, Araber und Juden verlieren dabei ihr Leben. Die Irgun unter Menachem Begin bekennt sich zu dem Anschlag. Die Briten belagern mit 27.000 Polizisten Tel Aviv, verhängen eine Ausgangssperre. Chaim Weizmann potestiert beim Hagannah Befehlshaber Yigal Allon und droht mit seinem Rücktritt. Die Hagannah trennt sich von den Militanten und widmet sich der Flüchtlingssituation.

 

 

1947

 

 

 

Anfang 1947

Großbritannien entscheidet, die Familien der britischen Soldaten aus Palästina zu evakuieren und legt die Palästina-Frage den Vereinten Nationen vor.

 

1. Request for a special session of the General Assembly on Palestine. Note from the British Government to the Secretary-General of the UN, A/286, 2 April 1947

23. Juli

Das Zweite Rückstellungsgesetz ("Bundesgesetz über die Rückstellung entzogener Vermögen, die sich im Eigentum der Republik Österreich befinden") wird beschlossen. Es betrifft entzogenes Vermögen, das seit Mai 1945 in staatliches Eigentum übergegangen war.

Das Dritte Rückstellungsgesetz ("Bundesgesetz über die Nichtigkeit von Vermögensentziehungen") wird beschlossen. Es betrifft das Vermögen, das in privaten Besitz übergegangen war.

 

Robert Knight (Hrsg.), "Ich bin dafür die Sache in die Länge zu ziehen". Wortprotokolle der österreichischen Bundesregierung von 1945-52 über die Entschädigung der Juden, Frankfurt 1988, S. 271ff.

15. Mai 1947

Andrej Gromyko, UN-Delegierter der Sowjetunion, die als Feind Nr. 1 des zionistischen Gedankens galt, vertritt bei den UN die Meinung, daß die Juden das Recht auf einen eigenen Staat hätten. Damit ist das größte Hindernis zum israelischen Staat beseitigt. Die UN-Vollversammlung beschließt die Entsendung des UNSCOP-Sonderausschußes (United Nations Special Committee on Palestine) nach Palästina.

 

Speeches by Jewish Agency representatives in the General Assembly, May 1947 

 

18. Juli 1947

Das Flüchtlingsschiff "Exodus" landet nach einer aufsehenerregenden Irrfahrt im Hafen von Haifa mit 4.500 Flüchtlingen an Bord.

 

 

31. August 1947

Nach einer Besuchsreise empfiehlt der UNSCOP-Sonderausschuß die Teilung Palästinas in zwei Staaten und die Internationalisierung Jerusalems. Der Vorschlag wird von der UN-Vollversammlung und der "Jewish Agency" gebilligt, von den Arabern abgelehnt.

 

 

September 1947

UN-Vollversammlung in Flushing Meadows bei New York bringt den Teilungsvorschlag des UNSCOP- Sonderausschusses auf die Tagesordnung.

 

United Nations Special Committee on Palestine, Recommendations to the General Assembly, A/364, 3 September 1947

29. September 1947

Die arabischen Staaten lehnen den Teilungsplan offiziell ab.

 

 

2. Oktober 1947

Die "Jewish Agency" akzeptiert den Teilungsplan offiziell.

 

Presentation of the Jewish case by representatives of the Jewish Agency, October 1947
&
Statement to the Elected Assembly of Palestine Jewry by Mr. David Ben-Gurion,

2 October 1947

29. November 1947

Abstimmung bei der UNO: die Teilung Palästinas mit Internationalisierung Jerusalems wird mit Inkrafttreten am 1. Oktober 1948 beschlossen. In Palästina kommt es zu massiven Unruhen.

 

Future Government of Palestine, General Assembly Resolution 181 (II), 29 November 1947
&
The Arab reaction

1948

 

 

 

1948 bis 1951

Masseneinwanderung von Juden aus arabischen Staaten, Polen, Rumänien.

 

 

19. März 1948

Die USA ziehen die Zustimmung zum Teilungsplan zurück, Präsident Truman schlägt vor, Palästina unter den Schutz der UN zu stellen, sollte Großbritannien abziehen.

 

 

20. März 1948

Arabischer Angriff unter Abdel Kader al Husseini auf jüdischen Konvoi nach Jerusalem. Es ist der erste Konvoi, der nicht nach Jerusalem durchkommt. Die Wracks der 19 zerstörten Wagen säumen noch heute die Straße nach Jerusalem. Als Reaktion auf den Angriff entscheidet Ben Gurion, von der passiven Ressistance zur Aggression überzugehen.

 

Call on Arab and Jewish groups to cease acts of violence, Security Council Resolution S/714, 1 April 1948

8. April 1948

Dank sowjetischer Waffenlieferungen gelingt es den Juden, der Belagerung Jerusalems durch die Araber standzuhalten und Abdel Husseini zu töten.

 

 

9. April 1948

Die militanten Gruppen Irgun und Stern, die die offizielle Führung Chaim Weizmanns nicht anerkennen, erobern das palästinensische Dorf Deir Yassin, einen Vorort Jerusalems und töten 250 Araber. Das palästinensische Flüchtlingsproblem beginnt.

 

 

16. April 1948

Bei der UN Sondersitzung, in der die USA weiter für eine Treuhändlerschaft Palästinas eintreten, verkündet Arthur Creech-Jones, der Kolonialminister Großbritanniens, daß die Briten Jerusalem binnen zwei Wochen verlassen werden.

 

 

Ende April/Mai 1948

Nach dem Abzug der Briten beginnt eine neue Belagerung Jerusalems. Die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Irak, Libanon und Transjordanien erklären den Juden den Krieg und senden ihre Truppen an die Grenze Palästinas. Die UN drängen auf eine Verschiebung der Unabhängigkeitserklärung der Juden in Palästina.

 

 

Mai 1948

Briten verkünden Aufgabe des Palästinamandats.

 

 

12. Mai 1948

Der jüdische Exekutivrat beschließt, die Unabhängigkeit Israels auszurufen.

 

 

14. Mai 1948

Ende des britischen Palästinamandats, die letzten britischen Truppen ziehen aus Palästina ab. Der Leiter der Jewish Agency in den USA, Eliahu Epstein, informiert US-Präsident Harry S. Truman, dass die am selben Tag proklamierte Unabhängigkeit Israels um 18.01 [6.01] Uhr Washingtoner Zeit in Kraft tritt.

18.11 [6.11] Uhr Washingtoner Zeit: Harry S. Truman erkennt die provisorische Regierung Israels de facto an. David Ben Gurion wird erster Ministerpräsident, Chaim Weizmann erster Staatspräsident des Staates Israel.

 

Bild der Unabhängigkeitserklärung (in Hebräisch)

&
Reaktionen in der Presse: Palestine Post

15. Mai 1948

Inkrafttreten der Unabhängigkeitserklärung. Beginn des ersten israelisch-arabischen Krieges mit Angriff der ägyptischen, irakischen, libanesischen, transjordanischen und syrischen Armee.

 

Arab League declaration on the invasion of Palestine, 15 May 1948

17. Mai 1948

De facto Anerkennung des Staates Israel durch die Sowjetunion.

 

 

20. Mai 1948

Graf Folke Bernadotte wird von der Generalversammlung der UN zum Vermittler für Palästina ernannt.

 

 

September 1948

Daniel Kurt Lewin stellt sich als "Agent Consulair d'Israel à Vienne" vor. Er soll für die jüdischen DPs in Österreich tätig werden und ihre Auswanderung organisieren. Da Österreich den Staat Israel noch nicht offiziell anerkannt hat, wird Lewin von der US-Besatzungsmacht als offizieller Vertreter der Provisorischen Regierung Israels anerkannt.

 

 

17. September 1948

Der UN-Vermittler Bernadotte wird in Jerusalem ermordet, sein Palästina-Plan wird am 20. September den UN vorgelegt.

 

 

22. Oktober 1948

Israel und Ägypten beschließen Waffenstillstandsabkommen.

 

 

13. Dezember 1948

Israel erklärt Jerusalem zu seiner "Ewigen Hauptstadt".

 

Israel Claims Jerusalem, Address by President Weizmann in Jerusalem, 1 December 1948

&

Creation of a Conciliation Commission, General Assembly Resolution 194 (III), 11 December 1948

22. Dezember 1948

Neuerliche Kampfhandlungen zwischen Israel und Ägypten

 

 

1949

 

 

 

7. Jänner 1949

Ende der Kämpfe in Sinai, die israelischen Streitkräfte ziehen nach britischem Ultimatum und Druck der USA aus der Sinai-Halbinsel ab.

 

 

Februar bis Juli 1949

Israel zwingt alle arabischen Staaten zu Friedensverträgen. Waffenstillstandsabkommen: Teilung Jerusalems wird beschlossen, das westliche Jordanland fällt an Jordanien, der Gaza-Streifen an Ägypten.

 

 

24. Februar 1949

Israel und Ägypten unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen.

 

Israel-Egypt Armistice Agreement, 24 February 1949

März 1949

De facto-Anerkennung Israels durch Österreich, d.h. Vorstufe der Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

 

 

23. März 1949

Israel und Libanon unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen.

 

Israel-Lebanon Armistice Agreement, 23 March 1949

3. April 1949

Israel und Transjordanien unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen.

 

Israel-Jordan Armistice Agreement, 3 April 1949

25. April 1949

Transjordanien wird Jordanien.

 

 

11. Mai 1949

Israel wird UN-Mitglied.

 

Admission of Israel to the United Nations, General Assembly Resolution 273 (III), 11 May 1949

Sommer 1949

Überführung der sterblichen Reste Theodor Herzls aus Wien nach Jerusalem und damit symbolischer Schlußpunkt der Auswanderung nach Israel.

 

Theodor Herzl, der Vater des Zionismus

Juni 1949

Israel schlägt ein Wirtschaftsabkommen mit Österreich vor, ab 1950 beginnt ein fruchtbarerer wirtschaftlicher Austausch. Ein 1950 gewährter österreichischer Kredit über 50 Millionen Schilling trägt 1950 wesentlich zur Verbesserung der Beziehungen bei.

 

 

20. Juli 1949

Israel und Syrien unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen.

 

Israel-Syria Armistice Agreement, 20 July 1949

9. Dezember 1949

UN-Generalversammlung stimmt für die Internationalisierung Jerusalems unter dem Schutz der UN.

 

International Regime for Jerusalem, General Assembly Resolution 303 (IV), 9 December 1949

1950

 

 

 

1950 bis 1955

Erster (General-)konsul in Tel Aviv ist Karl Hartl, Sozialist und während des Krieges führendes Mitglied der französischen Resistance. Erster israelischer Konsul in Wien war der aus Deutschland stammende Arieh Eshel.

 

 

Frühjahr 1950

Aufnahme konsularischer Beziehungen zwischen Österreich und Israel & de iure-Anerkennung Israels durch Österreich. Gegenseitige Bestätigung erfolgt erst 1952!

 

 

24. April 1950

Jordanien annketiert die West Bank und Ost-Jerusalem.

 

Jordanian Annexation of West Bank, Resolution Adopted by the House of Deputies, Amman, 24 April 1950

17. Juni 1950

Ägypten, Saudi Arabien, Syrien, Libanon und Yemen initiieren einen Sicherheits- und Unterstützungspakt.

 

 

Juli 1950

Die Knesseth beschließt die Konfiszierung deutschen Eigentums in Israel, die Ausweitung des Beschlusses auf österreichisches Vermögen wird mit großer Mehrheit abgelehnt.

 

 

5. Juli 1950

Knesset erläßt das Aliya-Gesetz, das "Law of Return 5710-1950": jeder Jude hat das Recht, als Immigrant nach Israel zu kommen.

 

Law of Return 5710-1950

1951

 

 

 

20. Juli 1951

König Abdullah von Jordanien wird in der Al Aqsa Moshe in Jerusalem ermordet.

 

 

13. September 1951

Die "Palestine Conciliation Commission" eröffnet neuerlich eine Gesprächsrunde in Paris mit arabischen und israelischen Abgesandten.

 

 

Seit Herbst 1951

Verhandlungen um einen österreichischen Handelskredit von 100 Millionen Schilling, Österreich fordert im Mai 1952 als Gegenleistung den Verzicht Israels auf Reparationen - es standen die Verhandlungen Österreichs mit dem "Jewish Committee for Claims on Austria" (Geldzahlungen an notleidende ehemalige österreichische Juden im Ausland und eine Verbesserung der söterreichischen Gesetzgebung für Opfer der NS-Verfolgung) an. Die israelische Delegation gibt bei der Vertragsunterzeichnung für den Kredit die Erklärung ab, daß alle Forderungen Israels an Österreich getilgt wären. Nach Abschluß der "Schilumim"-Verhandlungen (Shilumim = Reparation) mit Deutschland bestätigt der israelische Außenminister Sharett im September 1952 den Verzicht seines Landes auf Forderungen gegenüber Österreich.

 

 

21. November 1951

Die "Palestine Conciliation Commission" gibt das Scheitern der Gespräche bekannt.

 

 

1952

 

 

 

1952

Wiedergutmachungs-Abkommen Israels mit der Bundesrepublik Deutschland bei der Unterzeichnung des "Luxemburger Abkommens".

 

 

November 1952

Österreich stimmt nach langem Hinauszögern für die Aufnahme von Verhandlungen mit dem "Jewish Committee for Claims on Austria" (zukünftig "Claims Committee").

 

 

Dezember 1952

Israel stimmt bei der Generalversammlung der UNO für ein Ende der alliierten Besatzung und die Wiederherstellung der vollen Souveränität Österreichs. Österreich erhielt bei dieser Gelegenheit auch die Stimmen der arabischen Staaten, nachdem es das Versprechen abgegeben hatte, mit Israel kein Abkommen nach dem Muster des deutsch-israelischen Vertrages (bezgl. deutscher Reparationszahlungen an Israel) zu schließen.

 

 

1953

 

 

 

Juni 1953

Beginn der Verhandlungen Österreichs mit dem "Claims Committee" unter Nahum Goldmann. Die Verhandlungen ziehen sich mit mehreren Unterbrechungen bis Juli 1955.

 

Auszug aus einem Schreiben von Bundeskanzler Julius Raab, Nov. 53

 

1954

 

 

 

1955

 

 

 

15. Mai 1955

Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages.

 

Austria - Constitution

Juli 1955

Nach Unterzeichnung des Staatsvertrages und nach Abschluß der Verhandlungen mit dem "Claims Committee" verbessert sich der diplomatische Austausch der beiden Staaten. Israel wandelt das Konsulat in Wien umgehend in ein Generalkonsulat um, unterzeichnet ein Luftverkehrsabkommen und erkennt im November 1955 die österreichische Neutralität an.

 

 

26. Oktober 1955

Der österreichische Nationalrat beschließt das Bundesverfassungsgesetz zur immerwährenden Neutralität Österreichs.

 

Constitutional Law on the Neutrality of Austria

1956

 

 

 

1956

Sinai-Konflikt Israels (Frankreichs und Großbritanniens) mit Ägypten, wegen des besetzten Suez-Kanals. Am 29. Oktober 1956 besetzen Frankreich und Großbritannien den Kanal während Israel Ägypten angreift. Israel besetzt den Gazastreifen und die Halbinsel Sinai. Erst nach einem Ultimatum des amerikanischen Präsidenten Eisenhower und des sowjetischen Ministerpräsidenten Bulganin zieht sich Israel, bis März 1957 aus den eroberten Gebieten zurückzuziehen.

 

Geschichte des Nahost-Konflikts
Informationen zur politischen Bildung (Heft 278)

Februar 1956

Mit den Spielen der Fußballmannschaft des SC Kapfenberg gegen den israelischen meister Petach Tikwa beginnt der österreichische Sportverkehr mit Israel.

 

 

Frühjahr 1956

Israel erhebt sein Generalkonsulat in Wien zur Gesandtschaft. Kurt Enderl, der seit Frühjahr 1955 Hartls Nachfolger in Tel Aviv war, wird nur zum Geschäftsträger aufgewertet. Österreichs Interesse am Ausbau diplomatischer Beziehungen und am Abschluß eines Handelsvertrages hält sich in Grenzen, da negative Rückschläge für die wichtigeren Handelsbeziehungen mit arabischen Staaten befürchtet.

 

 

1957

 

 

 

1957

Aufgrund eines UN-Beschlußes übergibt Israel die besetzten Gebiete Sinai und den Gaza-Streifen an UN-Streitkräfte.

 

 

Nach 1957

Aufgrund des israelfreundlichen Stimmverhaltens Österreichs in der UNO und anderen internationalen Gremien im Zusammenhang mit dem Sinai-Krieg, entwickelt sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten weiterhin freundschaftlich. Als Ausdruck dieser Politik wird Kurt Enderl kurz vor Weihnachten 1957 zum Gesandten ernannt. Enderl übergibt dem israelischen Staatspräsidenten Ben Zwi am 2. Jänner 1958 sein Beglaubigungsschreiben, bei deiser Gelegenheit wird er erstmals offiziell in deutscher Sprache angesprochen.

 

 

1958

 

 

 

Sommer 1958

Unterzeichnung eines Handelsvertrages.

 

 

1960-1965

 

 

 

1960

Die diplomatische Vertretung wird in den Rang einer Botschaft erhoben. Adolf Eichmann, der Leiter des SS-Judenreferats im RSHA wird aus Argentinien entführt und nach dem Eichmann-Prozeß (1961) 1962 in Jerusalem hingerichtet.

 

 

1964

Israelisches Abkommen mit der EWG.

 

 

1965

Aufnahme diplomatischer Beziehungen Israels mit der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

1966-1970

 

 

 

1966

Aufhebung der Militärverwaltung über die arabische Bevölkerung Israels.

 

 

Juni 1967

Der "Sechs-Tage-Krieg" Israels gegen Ägypten (Präventivschlag Israels gegen Ägypten am 5. Juni 1967), Syrien und Jordanien mit Besetzung der Sinai-Halbinsel, des Westjordanlandes, des Golan und von Gaza ruft in Österreich meist unkritische pro-israelische Begeisterung hervor. Aufgrund zweifelhafter historischer Vergleiche zwischen Österreich 1938 und Israel 1967 kann sich das "Opfer" Österreich in der Presse solidarisch an die Seite des "Opfers" Israel stellen.

 

Geschichte des Nahost-Konflikts
Informationen zur politischen Bildung (Heft 278)

1968 bis 1986

An die 270.199 russische Juden wandern über Wien aus.

 

 

1971-1975

 

 

 

6. Oktober 1973

Beginn des "Jom Kippur-Kriegs" Ägyptens und Syriens gegen Israel. In dem drei Wochen dauernden Krieg gelingt es Israel - nach Anfangserfolgen der Araber - über den Suezkanal nach Ägypten und im Norden bis 30 km vor Damaskus vorzudringen. Erst 1974 und 1975 gelingt

 

Geschichte des Nahost-Konflikts
Informationen zur politischen Bildung (Heft 278)

28. September 1973

Zwei arabische Terroristen nehmen aus einem Zug mit jüdischen Auswanderern aus der Sowjetunion vier Geiseln. Bundeskanzler Bruno Kreisky erreicht eine friedliche Beendigung der Geiselnahme unter der Bedingung der Schließung des Durchgangslagers für jüdische Auswanderer aus der Sowjetunion in Schönau in Niederösterreich, das de facto von der Jewish Agency verwaltet wird. Diese Konfliktlösung führt zu einer massiven internationalen Debatte in der Kreisky von israelischen und amerikanischen Diplomaten heftig kritisiert wird. Golda Meir fordert in Wien die Rücknahme der Entscheidung. Im Zuge der Debatte wird klar, daß Kreisky bereits seit längerem versucht die Rolle der Jewish Agency, deren Ziel alleinig die Auswanderung nach Israel war, zu beschränken und eine freie Wahl des Exillandes erreichen wollte. Österreich bleibt auch nach der Schließung des Lagers Transitland Nummer 1.
Trotzdem zeichnet sich ab dieser Affäre eine deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Österreich und Israel ab.

 

 

März 1974

Kreisky steht einer Delegation der Sozialistischen Internationale vor, die eine "Fact Finding Mission" in den Nahen Osten - nach Ägypten, Syrien und Israel - unternimmt. Obwohl Kreisky bewußt immer wieder seine jüdische Herkunft anspricht und deutlich für das Existenzrecht des Staates Israel eintritt, bleibt das Mißtrauen bestehen.

Trotz seiner Unterstützung für den Staat Israel, setzt sich Kreisky's in dieser und zwei weiteren "Fact Finding Missions" 1975 für die Lösung des Palästinenserproblems durch die Schaffung eines palästinensischen Staates ein. Dadurch wird Kreisky noch suspekter.

 

 

November 1975

Österreich stimmt der Anti-Zionismus Deklaration der UNO nicht zu.

 

 

1976-1980

 

 

 

1976

Bekanntwerden des Programms zur "Judaisierung des Galil". Demonstrationen israelischer Araber. Seither gild der 30. März als "Tag des Bodens", als Protesttag der israelischen Araber und Palästinenser.

 

 

1977

Wahlsieg des "Likud"-Blockes (Zusammenschluß von Parteien aus dem bürgerlichen Lager). Menachem Begin löst Jitzchak Rabin als Premierminister ab. Damit verschärft sich die Auseinandersetzung mit/gegen Kreisky. Eine Interview-Schlacht von Begin und Kreisky zeigt die Kontroverse.

Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar al Sadat in Israel, der 1978 gemeinsam mit Menachem Begin den Friedensnobelpreis erhält.

 

 

1977 bis 1982

"Politsiche Eiszeit" zwischen Israel und Österreich. Es finden keine offiziellen Besuche statt.

 

 

1978

Mit dem "Wiener Dokument" versucht Kreisky den Dialog zwischen Israel und Ägypten zu verbessern. Mitentworfen wird das Dokument vom ehemaligen israelischen Außenminister Abba Eban und Willy Brandt, akkordiert wird es von Anwar al-Sadat, Shimon Peres und Vertretern der PLO. In Israel hat Kreisky jedoch seine Akzeptanz schon verloren.

 

 

17. September 1978

US-Präsident James E. Carter vermittelt im Camp-David-Abkommen Frieden zwischen Ägypten und Israel.

 

Camp-David Abkommen
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

Juli 1979

Kreisky organisiert in Wien ein Treffen zwischen Yassir Arafat und dem Präsidenten der Sozialistischen Internationale, Willy Brandt. Begin kommentiert dieses Treffen in der Knesset höchst negativ, die "Jewish Telegraphic Agency" vergleicht Kreisky mit Hitler.

 

 

11. März 1980

Österreich erkennt als erster westlicher Staat in Europa die PLO an. Die Bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Österreich erreichen einen Tiefpunkt.

 

 

1981-1985

 

 

 

Juni 1981

Menachem Begin kritisiert im Wahlkampf Österreich derart heftig, daß offiziell dagegen protestiert wird.

 

 

1982

Rückgabe der Sinai-Halbinsel und Beginn des Libanon-Krieges.

 

 

1983

Nach dem Rücktritt Kreiskys als österreichischer Bundeskanzler ändert sich die Priorität der österreichischen Außenpolitik: Österreich wendet sich von "globalen" Zielsetzungen ab und dem europäischen Umfeld zu.

 

 

1983 bis 1986

Österreichische Regierung unter Fred Sinowatz. Sinowatz zeigt ein ausgeprägtes Verständnis für jüdische Anliegen und Israel. Zwar wird dies von offizieller Seite in Israel positiv zur Kenntnis genommen, doch agiert Kreisky weiter als Vermittler für die PLO und bei Gefangenenaustausch-Aktionen, was in Israel mit Argwohn betrachtet wird.

 

 

1985

Israel zieht sich bis auf eine Sicherheitszone im Süden aus dem Libanon zurück.

 

 

1986-1989

 

 

 

1986

Die Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten und die damit verbundene Diskussion über Kriegsvergangenheit zwingt Österreich zu einem unfreiwilligen "comeback" in den Nahen Osten.

Im Zuge der "Waldheim-Affäre" wird auch immer stärker die Verantwortung Österreichs für Verbrechen der NS-Zeit diskutiert. Waldheim wird jedoch in den USA weit stärker kritisiert als selbst in Israel, wo man sich nach Kreisky eine Entspannung der Beziehungen zwischen Israel und Österreich erhofft hatte.

 

Die Affäre Waldheim: Eine Fallstudie zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in den späten achtziger Jahren

1986 bis 1992

Beiderseitige Herabsetzung des Ranges der diplomatischen Vertretungen stellt einen neuen Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen Österreich und Israel dar.

 

 

1987

Beginn der "Intifada", des Aufstandes der Palästinenser in den besetzten Gebieten.

 

 

1990-2000

 

 

 

1990/91

Zweiter Golfkrieg mit irakischen Raketenangriffen auf Israel. Österreich beteiligt sich als Mitglied des UN-Sicherheitsrates an den Sanktionen gegen den Irak.

 

 

30. Oktober 1991

Madrider Friedenskonferenz.

 

Letter of Invitatin to Madrid Peace Conference
Generaldelegation Palästinas in Deutschland

1992

Abgang Kurt Waldheims als Bundespräsident und Regierungswechsel in Israel, Jitzchak Rabin von der Arbeiterpartei kommt an die Macht. Gleichzeitig kommt es zu einer weitgehenden entpolitisierung der österreichisch-palästinensischen Beziehungen. Eine Entspannung tritt ein.

 

 

Juni 1993

Israelbesuch Bundeskanzler Franz Vranitzkys. Vranitzky überbringt Rabin die hochpolitische Botschaft von Yassir Arafat, daß dieser bereit sei, den Gaza-Streifen und die Stadt Jericho in Selbstverwaltung zu übernehmen. In einer Rede an der Hebräischen Universität in Jerusalem relativiert Vranitzky die österreichische Opferthese, wonach Österreich das erste Opfer von NS-Aggressionen gewesen sei und bekennt sich zur österreichischen Verantwortung für die Opfer des Nationalsozialismus und dessen Nachkommen.

 

Auszug aus der Rede von Vranizky vor der Universität Jerusalem, Juni 93

September 1993

Mit dem "Oslo Abkommen" beginnen die ersten offiziellen direkten Verhandlungen zwischen PLO und Israel.

 

Prinzipienerklärung vom 13. September 1993
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

29. April 1994

Versuch einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit wird im Pariser Protokoll festgehalten.

 

Pariser Protokoll
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

4. Mai 1994

Gaza-Jericho Abkommen

 

Gaza-Jericho-Agreement
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

November 1994

Israelbesuch Bundespräsident Thomas Klestils. Klestil spricht in der Knesseth, wobei er, die österreichische Vergangenheit betreffend, eine ähnlich Position wie Vranitzky vertritt. Trotzdem ist zu diesem Zeitpunkt das Thema der Friedensverhandlungen zwischen PLO und Israel von zentralerer Bedeutung. Die österreichische NS-Vergangenheit und das "Phänomen Jörg Haider" interessieren nur am Rande.

 

Aus den Erläuterungen zum Fragebogen des "Nationalfonds der Republik Österreich"

1995

Durch die EU-Mitgliedschaft Österreichs reduziert sich das unabhängige Profil der österreichischen Nahostpolitik. Österreichs Nahostpolitik wird im wesentlichen von der Politik der EU abhängen.

 

 

28. September 1995

Unterzeichnung des Autonomieabkommens durch Rabin und Arafat in Washington, steht als Endpunkt für die in Madrid 1991 begonnenen Friedensverhandlungen

 

The Israeli-Palestinian Interim Agreement on the West Bank and the Gaza Strip
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

4. November 1995

Ministerpräsident Jitzhak Rabin wird nach einer Friedensdemonstration in Tel Aviv von einem fanatischen Juden ermordet.

 

 

29. Mai 1996

Benjamin Netanjahu von rechts-nationalen Likud und wird Ministerpräsident.

 

 

17. Jänner 1997

Versuch zur Umsetzung des Autonomieabkommens durch die Räumung der West-Bank.

 

Protocol Concerning the Redeployment in Hebron
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

23. Oktober 1998

Israel und die PLO unterzeichnen das Wye-Abkommen; weiterer Rückzug aus der Westbank.

 

Das Wye Abkommen
Historischer Essay der Jewish Agency
Wye-Abkommen
Das Abkommen, übers. ins Deutsche von der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

17. Mai 1999

Ehud Barak von der Arbeiterpartei wird Ministerpräsident.

 

 

4. September 1999

Sharm el-Sheikh Abkommen.

 

Sharm el-Sheikh Memorandum
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

2000-

 

 

 

2000

Die FPÖ unter Jörg Haider wird an der Regierung beteiligt. Israel zieht seinen Gesandten aus Wien ab. Israel wird mit Avraham Toledo für die nächsten drei Jahre nur durch einen Geschäftsträger in Wien vertreten sein.

 

 

25. Juli 2000

Gipfel von Camp David scheitert.

 

 

September 2000

Beginn der 2. Intifada (Al-Aqsa-Intifada). Bis Mai 2003 mehr als 90 palästinensische Terroranschläge in Israel.

 

Naher Osten
Aus Politik und Zeitgeschichte (B 49/2000)

Welche Zukunft hat der Friedensprozess im Nahen Osten?
Aus Politik und Zeitgeschichte (B 13-14/2001)

Gewalt und Gegengewalt im "Heiligen Land"
Aus Politik und Zeitgeschichte (B 35-36/2002)

6. Februar 2001

Ariel Sharon vom rechts-nationalen Likud wird Ministerpräsident.

 

 

14. Juni 2001

Der Tenet Plan verspricht einen Waffenstillstand.

 

The Tenet Cease-Fire
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

November 2002

UNO-Resolution 1441 betreffend Irak.

 

 

13. November 2002

"Kulturpartnerschaft" Österreich - Israel soll die Beziehungen zwischen Österreich und Israel stärken.

 

 

20. März 2003

Amerikanische und britische Truppen im Irak-Krieg. Ende des Regimes von Saddam Hussein.

 

 

30. April 2003

Friedensplan ("Road Map") von USA, UN, EU und Russland vorgelegt. Ziel: palästinensischer Staat im Jahre 2005.

 

Fahrplan (roadmap) zur Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts
der Generaldelegation Palästinas in Deutschland

1. Mai 2003

US-Präsident George W. Bush verkündet auf dem Flugzeugträger "Abraham Lincoln" das Ende der "größeren Kampfhandlungen" im Irak.

 

 

13. Mai 2003

Terroranschlag der Al-Qaida gegen Wohnanlagen für westliche Ausländer in Riad/Saudi Arabien; mehrere Dutzend Tote.

 

 

17. Mai 2003

Erstes "erfolgloses" Treffen zwischen Sharon und dem palästinensischen Regierungschef Abbas in Jerusalem. Selbstmordanschläge in Jerusalem: 9 Tote. Ausgangssperre in Ramallah, dem Hauptquartier Arafats und Regierungssitz von Abbas.

 

 

30. Juli 2003

Die diplomatische Eiszeit zwischen Israel und Österreich ist vorbei. Nach dreieinhalb Jahren Pause entsendet Jerusalem wieder einen Botschafter nach Wien.

 

 

19. August 2003

Neuerlicher Selbstmordanschlag in Jerusalem mit 22 Toten und Rücktritt Mahmut Abbas. Friedensprozess wird wiederum gestoppt.

 

© Eva Pfanzelter 2002-2003