Test Panel XY

Panel 1: Migration - regional/global

Donnerstag, 16. April 2020, 09.00 bis 10.30 Uhr, Virtueller Konferenzraum 1
Chair: Dirk Rupnow (Innsbruck)

Sarah Oberbichler (Innsbruck): „Amerikamüde“ – die Rückkehr von Amerika-Auswander*innen nach Österreich zwischen 1850 und 1950

Rita Garstenauer (St. Pölten): Das Gespräch findet (nicht) statt. Über den Versuch, einen Austausch über Geschichte zwischen Langansässigen und Zugewanderten in Niederösterreich zu stiften

Annemarie Schweighofer-Brauer (Innsbruck/Moers): Transkulturelle Biografiearbeit und biographische Sensibilität in der Sozialen Arbeit

Abstracts

 

Kommentare

Ebner behandelte das Umbruchsjahr 1968. In einer thematisch breit angelegten Darstellung skizzierte er dieses sehr differenziert und verschaffte dem Publikum dabei einen Überblick über den historischen Kontext und seiner Vorgeschichte, den Ereignissen sowie den Folgen des Jahres in Österreich. Zu Beginn hielt Ebner fest, dass er sich nach fast 20 Jahren erst 2018 wieder vermehrt mit dem Thema bzw. dem Jahr 1968 beschäftigt habe, womit er die Bedeutung und Wirkung des aktuellen Erinnerungsjahres verdeutlichte. Allgemein zeigte Ebner die Unterschiede in der Erinnerung und der Wahrnehmung des Jahres in Vergangenheit und Gegenwart auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete ein Zitat aus dem Roman „Der Mai ist vorbei“ (1978) von Peter Henisch (geb. 1943). Ebner sprach die Absicht aus, die darin zum Vorschein kommende Desillusion eines 68ers zu widerlegen und eine realistische Sicht auf dieses Jahr zu geben. Er richtete seinen Blick auf das innen- und außenpolitische Setting, auf die Hochschulen selbst sowie auf Kultur und Gesellschaft Österreichs im Jahr 1968. Mit einem Quellenmaterial basierend auf einer Vielzahl von Zeitungen und Presseartikeln verortete er es in seinem breiteren historischen Kontext und veranschaulichte damit die Spannungen und Konfliktlinien dieses Jahres.

Die Politik in Österreich war laut Ebner im Jahr 1968 nicht von Revolution oder größeren Unruhen geprägt. Seit 1966 gab es eine ÖVP-Alleinregierung und im Jahr 1968 selbst standen nur zwei größere Wahlen in Graz und im Burgenland an. Aufgrund von Skandalen war die ÖVP in einer schwierigen Position, zumal die SPÖ unter Bruno Kreisky zunehmend in der bürgerlichen Presse punkten und WählerInnen der Mitte und des rechten Spektrums ansprechen konnte. Die FPÖ war kaum präsent und machte sich lediglich durch eine vom Allgemeinen Bauernverband organisierte Traktor-Demonstration bemerkbar. Auf den Hochschulen kam der Ring Freiheitlicher Studenten regelmäßig auf 30 % in ganz Österreich, womit die Universitäten eine Hauptbasis bildeten. Die KPÖ war nach Niederschlagung des Prager Frühlings intern gespalten und konnte die eigene Richtungsentscheidung erst Anfang 1969 fällen. Somit beschrieb Ebner es als wenig überraschend, dass die zweitgrößte Demonstration des Jahres 1968 eine „Pensionisten-Demo“ war. Wie der Referent ausführte, drückt dies den Unterschied zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Wahrnehmung des Jahres aus. Im Gegensatz zur Bewertung des Jahres in der Gegenwart sei es in Österreich kaum als großes politisches Revolutionsjahr verstanden worden. In Bezug auf die außenpolitischen Entwicklungen waren vor allem die Attentate auf Martin Luther King, Rudi Dutschke (beide April) sowie Robert F. Kennedy (Juni) innerhalb kurzer Zeit bedeutsame Ereignisse.

(Jane Smith)


Ebner behandelte das Umbruchsjahr 1968. In einer thematisch breit angelegten Darstellung skizzierte er dieses sehr differenziert und verschaffte dem Publikum dabei einen Überblick über den historischen Kontext und seiner Vorgeschichte, den Ereignissen sowie den Folgen des Jahres in Österreich. Zu Beginn hielt Ebner fest, dass er sich nach fast 20 Jahren erst 2018 wieder vermehrt mit dem Thema bzw. dem Jahr 1968 beschäftigt habe, womit er die Bedeutung und Wirkung des aktuellen Erinnerungsjahres verdeutlichte. Allgemein zeigte Ebner die Unterschiede in der Erinnerung und der Wahrnehmung des Jahres in Vergangenheit und Gegenwart auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete ein Zitat aus dem Roman „Der Mai ist vorbei“ (1978) von Peter Henisch (geb. 1943). Ebner sprach die Absicht aus, die darin zum Vorschein kommende Desillusion eines 68ers zu widerlegen und eine realistische Sicht auf dieses Jahr zu geben. Er richtete seinen Blick auf das innen- und außenpolitische Setting, auf die Hochschulen selbst sowie auf Kultur und Gesellschaft Österreichs im Jahr 1968. Mit einem Quellenmaterial basierend auf einer Vielzahl von Zeitungen und Presseartikeln verortete er es in seinem breiteren historischen Kontext und veranschaulichte damit die Spannungen und Konfliktlinien dieses Jahres. Die Politik in Österreich war laut Ebner im Jahr 1968 nicht von Revolution oder größeren Unruhen geprägt. Seit 1966 gab es eine ÖVP-Alleinregierung und im Jahr 1968 selbst standen nur zwei größere Wahlen in Graz und im Burgenland an. Aufgrund von Skandalen war die ÖVP in einer schwierigen Position, zumal die SPÖ unter Bruno Kreisky zunehmend in der bürgerlichen Presse punkten und WählerInnen der Mitte und des rechten Spektrums ansprechen konnte. Die FPÖ war kaum präsent und machte sich lediglich durch eine vom Allgemeinen Bauernverband organisierte Traktor-Demonstration bemerkbar. Auf den Hochschulen kam der Ring Freiheitlicher Studenten regelmäßig auf 30 % in ganz Österreich, womit die Universitäten eine Hauptbasis bildeten. Die KPÖ war nach Niederschlagung des Prager Frühlings intern gespalten und konnte die eigene Richtungsentscheidung erst Anfang 1969 fällen. Somit beschrieb Ebner es als wenig überraschend, dass die zweitgrößte Demonstration des Jahres 1968 eine „Pensionisten-Demo“ war.

Wie der Referent ausführte, drückt dies den Unterschied zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Wahrnehmung des Jahres aus. Im Gegensatz zur Bewertung des Jahres in der Gegenwart sei es in Österreich kaum als großes politisches Revolutionsjahr verstanden worden. In Bezug auf die außenpolitischen Entwicklungen waren vor allem die Attentate auf Martin Luther King, Rudi Dutschke (beide April) sowie Robert F. Kennedy (Juni) innerhalb kurzer Zeit bedeutsame Ereignisse.

(Manfred Muster)


Ebner behandelte das Umbruchsjahr 1968. In einer thematisch breit angelegten Darstellung skizzierte er dieses sehr differenziert und verschaffte dem Publikum dabei einen Überblick über den historischen Kontext und seiner Vorgeschichte, den Ereignissen sowie den Folgen des Jahres in Österreich. Zu Beginn hielt Ebner fest, dass er sich nach fast 20 Jahren erst 2018 wieder vermehrt mit dem Thema bzw. dem Jahr 1968 beschäftigt habe, womit er die Bedeutung und Wirkung des aktuellen Erinnerungsjahres verdeutlichte. Allgemein zeigte Ebner die Unterschiede in der Erinnerung und der Wahrnehmung des Jahres in Vergangenheit und Gegenwart auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete ein Zitat aus dem Roman „Der Mai ist vorbei“ (1978) von Peter Henisch (geb. 1943). Ebner sprach die Absicht aus, die darin zum Vorschein kommende Desillusion eines 68ers zu widerlegen und eine realistische Sicht auf dieses Jahr zu geben. Er richtete seinen Blick auf das innen- und außenpolitische Setting, auf die Hochschulen selbst sowie auf Kultur und Gesellschaft Österreichs im Jahr 1968. Mit einem Quellenmaterial basierend auf einer Vielzahl von Zeitungen und Presseartikeln verortete er es in seinem breiteren historischen Kontext und veranschaulichte damit die Spannungen und Konfliktlinien dieses Jahres.

Die Politik in Österreich war laut Ebner im Jahr 1968 nicht von Revolution oder größeren Unruhen geprägt. Seit 1966 gab es eine ÖVP-Alleinregierung und im Jahr 1968 selbst standen nur zwei größere Wahlen in Graz und im Burgenland an. Aufgrund von Skandalen war die ÖVP in einer schwierigen Position, zumal die SPÖ unter Bruno Kreisky zunehmend in der bürgerlichen Presse punkten und WählerInnen der Mitte und des rechten Spektrums ansprechen konnte. Die FPÖ war kaum präsent und machte sich lediglich durch eine vom Allgemeinen Bauernverband organisierte Traktor-Demonstration bemerkbar. Auf den Hochschulen kam der Ring Freiheitlicher Studenten regelmäßig auf 30 % in ganz Österreich, womit die Universitäten eine Hauptbasis bildeten. Die KPÖ war nach Niederschlagung des Prager Frühlings intern gespalten und konnte die eigene Richtungsentscheidung erst Anfang 1969 fällen. Somit beschrieb Ebner es als wenig überraschend, dass die zweitgrößte Demonstration des Jahres 1968 eine „Pensionisten-Demo“ war. Wie der Referent ausführte, drückt dies den Unterschied zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Wahrnehmung des Jahres aus. Im Gegensatz zur Bewertung des Jahres in der Gegenwart sei es in Österreich kaum als großes politisches Revolutionsjahr verstanden worden. In Bezug auf die außenpolitischen Entwicklungen waren vor allem die Attentate auf Martin Luther King, Rudi Dutschke (beide April) sowie Robert F. Kennedy (Juni) innerhalb kurzer Zeit bedeutsame Ereignisse.

(Jane Smith)


Ebner behandelte das Umbruchsjahr 1968. In einer thematisch breit angelegten Darstellung skizzierte er dieses sehr differenziert und verschaffte dem Publikum dabei einen Überblick über den historischen Kontext und seiner Vorgeschichte, den Ereignissen sowie den Folgen des Jahres in Österreich. Zu Beginn hielt Ebner fest, dass er sich nach fast 20 Jahren erst 2018 wieder vermehrt mit dem Thema bzw. dem Jahr 1968 beschäftigt habe, womit er die Bedeutung und Wirkung des aktuellen Erinnerungsjahres verdeutlichte. Allgemein zeigte Ebner die Unterschiede in der Erinnerung und der Wahrnehmung des Jahres in Vergangenheit und Gegenwart auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete ein Zitat aus dem Roman „Der Mai ist vorbei“ (1978) von Peter Henisch (geb. 1943). Ebner sprach die Absicht aus, die darin zum Vorschein kommende Desillusion eines 68ers zu widerlegen und eine realistische Sicht auf dieses Jahr zu geben. Er richtete seinen Blick auf das innen- und außenpolitische Setting, auf die Hochschulen selbst sowie auf Kultur und Gesellschaft Österreichs im Jahr 1968. Mit einem Quellenmaterial basierend auf einer Vielzahl von Zeitungen und Presseartikeln verortete er es in seinem breiteren historischen Kontext und veranschaulichte damit die Spannungen und Konfliktlinien dieses Jahres. Die Politik in Österreich war laut Ebner im Jahr 1968 nicht von Revolution oder größeren Unruhen geprägt. Seit 1966 gab es eine ÖVP-Alleinregierung und im Jahr 1968 selbst standen nur zwei größere Wahlen in Graz und im Burgenland an. Aufgrund von Skandalen war die ÖVP in einer schwierigen Position, zumal die SPÖ unter Bruno Kreisky zunehmend in der bürgerlichen Presse punkten und WählerInnen der Mitte und des rechten Spektrums ansprechen konnte. Die FPÖ war kaum präsent und machte sich lediglich durch eine vom Allgemeinen Bauernverband organisierte Traktor-Demonstration bemerkbar. Auf den Hochschulen kam der Ring Freiheitlicher Studenten regelmäßig auf 30 % in ganz Österreich, womit die Universitäten eine Hauptbasis bildeten. Die KPÖ war nach Niederschlagung des Prager Frühlings intern gespalten und konnte die eigene Richtungsentscheidung erst Anfang 1969 fällen. Somit beschrieb Ebner es als wenig überraschend, dass die zweitgrößte Demonstration des Jahres 1968 eine „Pensionisten-Demo“ war.

Wie der Referent ausführte, drückt dies den Unterschied zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Wahrnehmung des Jahres aus. Im Gegensatz zur Bewertung des Jahres in der Gegenwart sei es in Österreich kaum als großes politisches Revolutionsjahr verstanden worden. In Bezug auf die außenpolitischen Entwicklungen waren vor allem die Attentate auf Martin Luther King, Rudi Dutschke (beide April) sowie Robert F. Kennedy (Juni) innerhalb kurzer Zeit bedeutsame Ereignisse.

(Jane Smith)


Ebner behandelte das Umbruchsjahr 1968. In einer thematisch breit angelegten Darstellung skizzierte er dieses sehr differenziert und verschaffte dem Publikum dabei einen Überblick über den historischen Kontext und seiner Vorgeschichte, den Ereignissen sowie den Folgen des Jahres in Österreich. Zu Beginn hielt Ebner fest, dass er sich nach fast 20 Jahren erst 2018 wieder vermehrt mit dem Thema bzw. dem Jahr 1968 beschäftigt habe, womit er die Bedeutung und Wirkung des aktuellen Erinnerungsjahres verdeutlichte. Allgemein zeigte Ebner die Unterschiede in der Erinnerung und der Wahrnehmung des Jahres in Vergangenheit und Gegenwart auf. Den Ausgangspunkt dafür bildete ein Zitat aus dem Roman „Der Mai ist vorbei“ (1978) von Peter Henisch (geb. 1943). Ebner sprach die Absicht aus, die darin zum Vorschein kommende Desillusion eines 68ers zu widerlegen und eine realistische Sicht auf dieses Jahr zu geben. Er richtete seinen Blick auf das innen- und außenpolitische Setting, auf die Hochschulen selbst sowie auf Kultur und Gesellschaft Österreichs im Jahr 1968. Mit einem Quellenmaterial basierend auf einer Vielzahl von Zeitungen und Presseartikeln verortete er es in seinem breiteren historischen Kontext und veranschaulichte damit die Spannungen und Konfliktlinien dieses Jahres.

Die Politik in Österreich war laut Ebner im Jahr 1968 nicht von Revolution oder größeren Unruhen geprägt. Seit 1966 gab es eine ÖVP-Alleinregierung und im Jahr 1968 selbst standen nur zwei größere Wahlen in Graz und im Burgenland an. Aufgrund von Skandalen war die ÖVP in einer schwierigen Position, zumal die SPÖ unter Bruno Kreisky zunehmend in der bürgerlichen Presse punkten und WählerInnen der Mitte und des rechten Spektrums ansprechen konnte. Die FPÖ war kaum präsent und machte sich lediglich durch eine vom Allgemeinen Bauernverband organisierte Traktor-Demonstration bemerkbar. Auf den Hochschulen kam der Ring Freiheitlicher Studenten regelmäßig auf 30 % in ganz Österreich, womit die Universitäten eine Hauptbasis bildeten. Die KPÖ war nach Niederschlagung des Prager Frühlings intern gespalten und konnte die eigene Richtungsentscheidung erst Anfang 1969 fällen. Somit beschrieb Ebner es als wenig überraschend, dass die zweitgrößte Demonstration des Jahres 1968 eine „Pensionisten-Demo“ war. Wie der Referent ausführte, drückt dies den Unterschied zwischen der zeitgenössischen und der heutigen Wahrnehmung des Jahres aus. Im Gegensatz zur Bewertung des Jahres in der Gegenwart sei es in Österreich kaum als großes politisches Revolutionsjahr verstanden worden. In Bezug auf die außenpolitischen Entwicklungen waren vor allem die Attentate auf Martin Luther King, Rudi Dutschke (beide April) sowie Robert F. Kennedy (Juni) innerhalb kurzer Zeit bedeutsame Ereignisse.

(Jane Smith)

 

 


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