Hidden Histories

... von aufbegehrenden Studierenden, "verschwundenen Bildern" und andere überraschende Einblicke in die Geschichte der Universität aus den letzten 100 Jahren

 

Das mehrteilige historische Vermittlungsprojekt – ein Beitrag des Instituts für Zeitgeschichte zum 350 Jahr-Jubiläum der Universität Innsbruck – gewährt exemplarische Einblicke in die Vielfalt des Universitätslebens. Dabei werden bewusst solche Episoden aufgegriffen, die entweder lange Zeit verdrängt, zugedeckt und verschwiegen wurden, weil der Umgang mit ihnen schwierig war oder die in Vergessenheit gerieten, weil sie nur lückenhaft dokumentiert sind, wie dies v.a. bei studentischen Protesten bzw. der Studierendenkultur generell der Fall ist. Mit den präsentierten Geschichten sollen Themen aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts angesprochen werden, die für das Universitätsleben bzw. den Universitätsbetrieb relevant und repräsentativ waren bzw. sind.

Das Projekt besteht aus einer Führung zu verschiedenen Schauplätzen solcher "Hidden Histories" im Unigelände, einer Website (under construction), die die recherchierten Geschichten dokumentiert, sowie einer Szenischen Aufführung.

Projektleitung: Ingrid Böhler
Koordination: Marcel Amoser
Unter Mitarbeit von David Baldessari, Gunda Barth-Scalmani, Andrea Brait, Ina Friedmann, Martin Haselwanter, Dirk Rupnow, Johannes Schmid, Simon Schöpf.

Besonderen Dank an: BfÖ und ZID, Peter Goller, Niko Hofinger, Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Katholische akademische Verbindung Rheno-Danubia Innsbruck, ÖH Innsbruck, Roland Sila, StV Geschichte, Stubnhocker, Subkulturarchiv Innsbruck, Andrea Urthaler


EinBlick in unsichtbare, vergessene und verdrängte Uni-Geschichte vor Ort

Führung

Dienstag, 22. Oktober 2019, 17:00 – 18:30 Uhr, Denkmal (Adler) vor dem Hauptgebäude, Innrain 52, Innsbruck

Leitung: Marcel Amoser und Ingrid Böhler

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Bild: Protestierende Studierende vor dem Senatssitzungssaal im Hauptgebäude der Universität,16. 2. 1973 (Credit: Universitätsarchiv)

Diese zeithistorische Spezialführung handelt von Kapiteln aus der jüngeren und jüngsten Unigeschichte, die entweder verdrängt und vergessen wurden, weil der Umgang mit ihnen schwierig war, wie dies vor allem auf das Erbe aus der NS-Zeit zutrifft, oder weil sie nur lückenhaft belegt sind, wie es bei der studentischen Protestkultur bzw. der Studentenkultur generell der Fall ist.

Anmeldung ist erforderlich; Anmeldung beim Veranstalter bis 18. Oktober 2019

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Eintritt / Kosten: kein Eintritt

Anmeldung unter Uni-Führungen und im Jubiläumsbüro

Nähere Informationen unter Hidden Histories (Testseite)

Weitere Führungen | Veranstaltungskalender


„Der einzige Feind, den es wert ist zu hassen“

Studentischer Rechtsextremismus an der Universität Innsbruck – Szenische Darstellung eines Disziplinarverfahrens mit David Baldessari und Johannes Schmid

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War es ein Lausbubenstreich oder ein politisch motivierter Akt? Ist der „scharfe Grog“ der Schuldige oder doch die beiden jungen Männer, die ihn getrunken haben?
Am 21. November 1961 machten sich zwei Studenten der Universität Innsbruck spät abends auf, den jüdischen Teil des Westfriedhofs zu schänden. Insgesamt beschädigten sie 48 Grabsteine. Sie brachen in derselben Nacht auch in die Bude einer Studentenverbindung ein.
Polizeilich überführt, gerichtlich verurteilt, acht Monate inhaftiert – als letzte Konsequenz hatten sich die beiden Studenten dem akademischen Disziplinarsenat zu stellen. Wie wird ihre Tat bewertet? Dürfen sie weiterstudieren? Gelingt es ihrem
Anwalt Zweifel zu wecken – an dem politischen Hintergrund, an der Ernsthaftigkeit des Vergehens und vor allem an dem antisemitischen Gedicht, das es auch noch zu erklären gibt?

Die Theateraufführung ist Teil des Vermittlungsprojekts „Hidden Histories“ am Institut für Zeitgeschichte und findet im Rahmen des 350-Jahr-Jubiläums der Universität Innsbruck statt.

Unterstützt durch die Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Niko Hofinger, die Katholische akademische
Verbindung Rheno-Danubia Innsbruck und die Studienrichtungsvertretung Geschichte.


Termine

  • Mittwoch, 22. Mai 2019, 19:00 Uhr, Geiwi-Turm, HS 6 (Eintritt frei)
  • Freitag, 14. Juni 2019, 20:00 Uhr, Theater praesent (Eintritt: 12€, ermäßigt: 10€)
  • Samstag, 15. Juni 2019, 20:00 Uhr, Theater praesent (Eintritt: 12€, ermäßigt: 10€)

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"Der Hörsaal 6 verwandelte sich in einen Theatersaal" - Bericht zur szenischen Darstellung aus dem Newsroom der Universität vom 5. Juni 2019

Am 22. Mai wurde die „Geiwi“ der Universität Innsbruck Schauplatz eines ungewöhnlichen Ereignisses: Der Hörsaal 6, in dem normalerweise Vorlesungen oder Vortragsveranstaltungen stattfinden, verwandelte sich in ein Theater. Ein geglücktes Experiment, wie die positive Resonanz der rund 150 Anwesenden... weiter lesen.

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