15. Mai 1945: On to Japan?, Schwaz

Die Zukunft der Soldaten der US-Divisionen in Tirol war nach dem 8. Mai unklar. Sie erhielten nach dem Ende der Kämpfe zwar Okkupationsaufgaben übertragen, diese sollten jedoch nur einige Wochen dauern.
On to Japan
(Credit: Sammlung Larry Wayne, University of Southern Mississippi, 103d Infantry Division Research Collection)

Die Zukunft der Soldaten der US-Divisionen in Tirol war nach dem 8. Mai unklar. Sie erhielten zwar Okkupationsaufgaben übertragen, diese sollten jedoch nur einige Wochen dauern, längstens bis zur Ablösung durch französische Truppen Anfang Juli. Im Pazifik ging der Zweite Weltkrieg unterdessen weiter. Dort kämpften die USA nach wie vor gegen Japan und viele der erst 1943 einberufene Soldaten hatten zu wenige Punkte auf ihrem Armeekonto stehen, um tatsächlich auf die Heimreise hoffen zu können. Für die jungen Soldaten war es viel wahrscheinlicher, dass sie bald für den nächsten Kriegseinsatz nach China, Burma oder Indien transferiert würden.

Das Foto zeigt einen GI der K Company des 409th Regiment der Cactus Division in Schwaz beim Betrachten eines Plakats der US Army mit der Aufschrift „Visit the South Seas – For Free Passage See Your Commanding Officer“ auf der Anschlagtafel einer NSDAP-Ortsgruppe. Es warb um Freiwillige für den Transfer in den Pazifik. Doch es gab nur ganz wenige unter seinen Kameraden, schrieb zum Beispiel Private David Baumgartner an seine Eltern in Ohio, die so „rau und hart“, vom Militär so begeistert waren, dass sie unbedingt weiterkämpfen wollten.

Das Punktesystem, das über den Transfer der Wehrpflichtigen oder ihre Heimreise entschied, dominierte die Gespräche und Korrespondenz der GIs.  

 

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