12. Mai 1945: Exhumierung von Opfern der Gestapo, Hall i. Tirol

Am 24. April ließ der Chef der Gestapo in Innsbruck, Max Nedwed, neun Todesopfer seines Gewaltregimes außerhalb des Friedhofs in Hall vergraben.
Exhumierung Hall
(Credit: T/5 Jerry Rutberg, 163 Signal Photographic Company, Quelle: National Archives, RG 111, ETO HQ 45 36652)

Am 24. April ließ der Chef der Gestapo in Innsbruck, Max Nedwed, neun Todesopfer seines Gewaltregimes außerhalb des Friedhofs in Hall vergraben. Aus dem Gebäude der Gestapo in der Herrengasse 1 wurde die Leiche von Robert Moser aus Innsbruck abtransportiert. Ihn hatten Gestapobeamte in den Tagen zuvor zu Tode gefoltert. Robert Moser hatte dem OSS-Agenten Fred Mayer (Operation Greenup) in seinem Elektrobetrieb als französischen Fremdarbeiter angestellt und ihm auf diese Weise eine legale Identität verschafft. Im so genannten Arbeitserziehungslager Reichenau hatte Lagerleiter SS-Untersturmführer Martin Schott am Abend des 23. April die Exekution von acht Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion und Polen durchgeführt. Die Verbrechen wurden der US Army bald nach der Besetzung Innsbrucks bekannt. Am 12. Mai führte die Abteilung für die Aufklärung von Kriegsverbrechen in der 7th US Army die Exhumierung durch. Das Foto zeigt den US-Ermittler Lt. Bert C. Engel (l.), wie er Martin Schott (r.) zu den exhumierten Leichen führt. Im Hintergrund steht der Innsbrucker Polizist Franz Ringer (in Lederhose), ehem. Häftling des KZ Dachau, der die US-Militärbehörden bei den Ermittlungen unterstützt.

 

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