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WuV-Vortrag:
Die Faulen und die Fleißigen
Anmerkungen zur aktuellen Leistungsgesellschaft

 

Präsentation: Dr.in Johanna Riegler
Moderation:
Suzana Ilic, BA

 

Zeit: Donnerstag, 21. Jänner 2016, 19:00 Uhr
Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, Forum, Innsbruck

 

Erwerbsarbeit ist finanziell notwendig, sozial identitätsstiftend und schafft die feinen begehrten Unterschiede. Sie ist moralisch erwünscht, wird psychologisch als erfüllend angesehen und zum Lebenssinn stilisiert. Kurzum: Erwerbsarbeit ist das „Um und Auf“, wie sich die Einzelnen in die Gesellschaft einbinden und die Gesellschaft auf die Einzelnen zugreift. Bezogen auf Menschenbild und kulturelle Wertmuster heißt das, dass der moderne Mensch vorrangig als Arbeitskraft definiert wird. Die Arbeit strukturiert den Alltag und den gesamten Lebenslauf. Erwerbsarbeit ist also nicht nur für die Mehrheit unabdingbare materielle Grundlage, sondern auch ideell der zentrale Bezugspunkt menschlicher Existenz.
Was passiert, wenn dieses zentrale Paradigma seinen umfassenden Ansprüchen nicht mehr gerecht wird.

 

Johanna Riegler ist Kultur- und Sozialanthropologin in Wien. Sie ist u.a. tätig am Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, am Zentrum für Soziale Innovationen und an der ÖAW. Forschungsschwerpunkte: Theoretische Fragen zum Kultur-, Identitäts- und Differenzbegriff; Soziokulturelle Faktoren in der Globalisierungsdebatte, Arbeitskultur und Paradoxien einer Arbeitsgesellschaft.

 

In Kooperation mit:
br1 – Betriebsrat wissenschaftliches Personal an der Universität Innsbruck - www.uibk.ac.at/betriebsrat/wissenschaftlich/
Haus der Begegnung - www.dibk.at/


Semesterprogramm: Achsen der Ungleichheit, Teil 2