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Filmvorführung & Diskussion:
Alles, was wir geben mussten
(Never let me go)

 

Moderation: Priv.-Doz. Dr. Andreas Exenberger
Input: Univ.-Prof.in Dr.in Gabriele Werner-Felmayer

 

Im Anschluss an den Film Diskussion zum Thema "Die Grenzen der Solidarität"

 

Zeit: Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:00 Uhr
Ort: Haus der Begegnung, UG (Forum), Rennweg 12, 6020 Innsbruck



Der Film: Die Kinder Kathy, Ruth und Tommy wachsen Ende der 70er-Jahre isoliert und behütet in Hailsham, einem englischen Internat, auf. Doch die Idylle trügt, denn die Einrichtung birgt ein grausames Geheimnis, das den Freund_innen nach und nach enthüllt wird und ihr Leben dramatisch verändert: Ihr einziger Lebenssinn besteht darin, als Organspender_innen zu dienen.
Als junge Erwachsene verlassen sie Hailsham. Doch von Freiheit und Selbstbestimmung kann nicht die Rede sein. Die Hailsham-Erziehung hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Systemkonform und unterhinterfragt akzeptieren sie ihr Schicksal. Der Gedanke, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und zu verändern, kommt in der Lebenswelt der Hailsham-Kinder nicht vor. Wie betäubt bewegen sie sich in einem Warteraum bis sich ihre eigentliche Bestimmung erfüllt und sie ihre Aufgabe als Spender_innen erfüllen können.
"Alles, was wir geben mussten" ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verlust und Schicksalsergebenheit. Der Film basiert auf dem vielgepriesenen Bestseller ‚Never let me go’ von Kazuo Ishiguro und wurde von Alex Garland für die Leinwand adaptiert.

 

Ishiguro kommt mit ‚Alles, was wir geben mussten’ auf seine ureigensten Themen zurück: menschliche Unbehaustheit und ein sehr britisches Verständnis von Pflichterfüllung bis zur Selbstaufgabe. Alex Garlands wunderbar verschlankendes Drehbuch vermeidet, mehr noch als der Roman, Erklärungen und Fragen danach, wie es so weit kommen konnte. Man fügt sich ins System. In diesem System ist die stille Akzeptanz der unabwendbaren Vernichtung eine Selbstverständlichkeit."
Süddeutsche Zeitung

 

www.fox.de, Fox Searchlight Pictures
Spielfilm 2010, 99 Minuten
Regie: Mark Romanek
Besetzung: Carey Mulligan, Keira Knigthley, Andrew Garfield, Charlotte Rampling


WuV gemeinsam mit: Land Tirol, Ethucation, Haus der Begegnung und KTLV – Katholischer Tiroler Lehrer_innenverein


Semesterschwerpunkt: PROTEST