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Vortrag und Diskussion:
Roboter-Ethik: Kann technische Gestaltung gesellschafts- und feministische Kritik sein?
Das Beispiel emotionaler Softwareagenten

 

Vortrag: Dr.in Corinna Bath (Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität, Berlin)

 

Zeit: Donnerstag, 28. Oktober 2010 19:30 Uhr
Ort: Zukunftszentrum Tirol, Arena Universitätsstr. 15a, 6020 Innsbruck

 

Üblicherweise wird unter der Hand von einer Arbeitsteilung zwischen den Disziplinen ausgegangen: Die Technikwissenschaften stehen in dem Dienst, Artefakte zu konstruieren, während den Gesellschaftswissenschaften für die Interpretation und Reflektion des Sozialen - im besten Fall auch des Zusammenspiels von Technik und Gesellschaft - zuständig sind. Im Vortrag möchte ich am Beispiel der Forschung und Entwicklung von emotionalen Softwareagenten zeigen, dass sich die disziplinären Verhältnisse in der Praxis sehr viel komplexer darstellen.

Die KonstrukteurInnen menschenähnlicher emotionaler Maschinen greifen nicht nur auf sozial- und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse zurück, um die Artefakte zum Funktionieren zu bringen. Vielmehr versuchen einzelne VertreterInnen technische Produkte so zu gestalten, dass sie den NutzerInnen (emotionale) Erfahrungen ermöglichen, welche jenseits der bestehenden sozialen, hierarchischen Ordnungen liegen, und zu gesellschaftskritischer Reflektion und Engagement anregen.

Es soll herausgearbeitet werden, auf welche Annahmen und epistemologischen Prämissen diese Ansätze beruhen, um die Voraussetzungen einer kritischen bzw. feministischen Technikgestaltung zu diskutieren.

 

Dr.in Corinna Bath ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg “Geschlecht als Wissenskategorie” an der Humboldt Universität zu Berlin. Ihre Forschungsgebiete sind Interdisziplinäre Übersetzungsarbeit zwischen Geschlechterforschung, Informatik und Wissenschafts- und Technikforschung, inbesondere Geschlechterforschung in der Informatik, feministisch Technoscience-Forschung, feministische Epistemologie mit speziellem Interesse an „intelligenten“ Technologien wie „sozialen“ und „emotionalen“ Softwareagenten sowie dem Semantic Web.

 

WuV gemeinsam mit Ethucation

 


Schwerpunkt: Die ethischen Fragen des neuen Jahrtausends