Logo von WuV

 

 

Zurück

 

Vortrag und Diskussion:
Google-Ethik: Wer sucht, der wird gefunden?
Die Politik der Sichtbarkeit. Der erste und zweite Index der Suchmaschinen 

 

Vortrag: Univ.-Prof. Dr. Felix Stalder (Dozent der Theorie der Mediengesellschaft, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich)

 

Zeit: Donnerstag, 02. Dezember 2010, 19:30 Uhr
Ort: Zukunftszentrum Tirol, Arena Universitätsstr. 15a, 6020 Innsbruck

 

Suchmaschinen produzieren Sichtbarkeit. Hierbei muss aber zwischen zwei Formen der Sichtbarkeit unterschieden werden. Auf der einen Seite machen Suchmaschinen veröffentlichte Informationen allen zugänglich, in dem ein Index dieser Informationen angelegt und durchsuchbar gemacht wird. Daraus entsteht horizontale Sichtbarkeit, in der sich die Nutzer gegenseitig sehen können. Auf der anderen Seite legen Suchmaschinen einen zweiten Index über die Nutzer und deren Verhalten an, der vertikale Sichtbarkeit produziert. Der Betreiber der Infrastruktur kann Dinge sehen, die den Nutzern verborgen bleiben. Die sozialen und politischen Konsequenzen dieser beiden Formen der Sichtbarkeit sind radikal verschieden.


Dr. Felix Stalder ist Dozent im Studienbereich Neue Medien, Hochschule für Kunst und Gestaltung Zürich, Schwerpunkt Medienökonomie. Er beschäftigt sich mit politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen der Informations- und Wissengesellschaft. Arbeitsschwerpunkte bilden die Veränderung der Wissenordnung (Stichwort : Open Source, Wissensallmende, Autorschaft), die strukturell-räumlichen Veränderungen sozialer Prozesse (Stichwort: Translokalität und Space of Flows) und Theorien der Netzwerke.

  


Schwerpunkt: Die ethischen Fragen des neuen Jahrtausends

Nach oben scrollen