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3. Obergurgl Governance Symposium
Raum für Regional Governance

 

Programm: Dekan Univ.-Prof. Dr. Martin Coy (Universität Innsbruck) und Mag. Stefan Obkircher (Universität Innsbruck)

Datum: 09.-11. Oktober 2009
Ort: Universitätszentrum Obergurgl, Universität Innsbruck, Obergurgl

Anmeldeformular   bitte an arbeitskreis-wuv@uibk.ac.at
Ende der Anmeldefrist: 06. Oktober 2009

Programm   

 

Der Regional Governance-Begriff ist stark mit den dynamischen Prozessen der Regionalisierung verbunden. Es geht darum, Entscheidungen verschiedener Ebenen (Mehrebenensystem) so aufeinander abzustimmen, dass eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht wird. Regionen stehen vor der Herausforderung, dass jüngere räumliche Entwicklungen Unvereinbarkeiten zwischen bestehenden Gebietskörperschaften und den aufkommenden Funktionalräumen hervorrufen.

Regional Governance wird häufig als regionale Selbststeuerung durch Integration von Akteuren verschiedener Handlungslogiken über netzwerkförmige Kooperationsmuster (formell wie informell) verstanden. Folglich ist das Ziel  eine Partizipation der Bevölkerung mit gleichzeitiger Forderung nach einem organisatorischen Kern zu fördern, um so ein Verantwortungsbewusstsein für die Region zu schaffen. Zusätzlich zum Bemühen um Dezentralisierung ist auch die Veränderung der Handlungsformen von einer vertikalen hin zu einer mehr horizontalen Struktur von Bedeutung. Heute wird Konsensfindung und Umsetzung kontinuierlich über Verhandlungsprozesse umgesetzt, Konkurrenz und Kooperation treten an die Stelle der Koordination.

Die Leistung von Regional Governance ist, dass Regionen die Möglichkeit erhalten im Kollektiv eine regional-integrierte Problemlösung zu finden, um räumliche Entwicklungsprozesse steuern und koordinieren zu können. Hierbei sind die Wirkungen von politischen Rahmenbedingungen, Sachzwängen, Handlungsprioritäten und -limitationen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu berücksichtigen. Dies ist wichtig, um Regional Governance so zu gestalten, dass die verschiedenen Akteursgruppen ein Verständnis für die möglicherweise unterschiedlichen Regionswahrnehmungen entwickeln und darauf aufbauend die Interessen und Ansprüche der Region ganzheitlich betrachten.

Folgende Schwerpunkte sollen im Rahmen des Symposiums behandelt werden:

  • Die Rolle von Raumbezügen und Raumbewusstsein hinsichtlich des Erfolges von Regional Governance;
  • Kollektive Raumgestaltung als Katalysator für Governance-Prozesse, in dem es unter bestimmten Voraussetzungen eine Gemeinschaftsbildung fördert und kollektives Handeln auf eine konkrete Aufgabenstellung bezieht;
  • Regional Governance als ein konstitutives Element des sich ändernden Raumplanungsansatzes. Charakterisiert durch verstärkte Kooperation, Kommunikation, Dialog und Wettbewerb in regulativen bzw. kontrollierenden Prozessen.

Ziel der Veranstaltung ist es aktuelle Ansätze aus der Forschung und der Praxis zusammenzubringen. Beispiele aus dem Alpenraum bzw. Grenzregionen mit ihren vielfältigen, grenzübergreifenden Raumeinheiten können in diesem Zusammenhang ein geeignetes Untersuchungsumfeld für Prozesse der regionalen Selbststeuerung bieten. Die Tagung „Raum für Regional Governance“ soll dazu beitragen, den „grenzüberschreitenden“ Dialog zwischen der Wissenschaft und der Praxis zu unterstützen und neue Ideen zu entwickeln. Regional Governance kann dabei sowohl als Steuerungsrahmen, als Handlungskonzept, als auch als Analysekonzept für eine nachhaltige Regionalentwicklung betrachtet werden.

 

PartnerInnen: Universität Innsbruck (WuV, Institut für Geographie, GCS, Vizerektorat für Forschung)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung:

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