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Vier Krisen von Finanzen, Wirtschaft, Energie und Klima 


 

Vortrag: Univ.-Prof. Dr. Elmar Altvater (Otto-Suhr-Institut an der FU Berlin)

Zeit: Mittwoch, 02. Dezember 2009, 19:30 Uhr
Ort: Zukunftszentrum Tirol, Universitätsstr. 15a, 1. Stock, 6020 Innsbruck

 

Der Kapitalismus befindet sich in der tiefsten Krise seiner 500jährigen Geschichte. Billionensummen werden in die Rettung von Banken und Unternehmen gesteckt. Es ist höchst zweifelhaft, ob auf diese Weise ein Weg aus dem Krisental in die lichten Höhen des Wachstums gebahnt werden kann. Ist angesichts von Energiekrise und drohendem Klimakollaps Wachstums überhaupt noch verantwortbar?

Ist "grünes Wachstum" möglich, was spricht für und was gegen einen "green New Deal"? Die öffentliche und offene Debatte über Alternativen ist eine Notwendigkeit. Die arrogante These "there is no alternative" ist heute angesichts des Zustands des globalen Kapitalismus nicht nur ein Armutszeugnis, sondern ein gefährlicher Irrtum. Denn Alternativen gibt es, und sie werden praktiziert: solidarische Genossenschaften entstehen überall in der Welt. Die umfassende Nutzung erneuerbarer Energieträger weist einen Ausweg aus der fossilen Welt von Kohle, Gas und Öl mit all ihren Konflikten.


Univ.-Prof. Dr. Elmar Altvater studierte Soziologie und Ökonomie in München. 1971 wurde er Universitätsprofessor für politische Ökonomie am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Er beschäftigte sich, neben Fragen zur Entwicklungstheorie, der Verschuldung und Regulierung von Märkten, intensiv mit den Auswirkungen von kapitalistischen Ökonomien auf die Umwelt. Altvater zählt zu den renommiertesten Kritikern der politischen Ökonomie und verfasste globalisierungs- und kapitalismuskritische Schriften.

Elmar Altvater war Mitglied der Enquête-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten (1999-2002) des Deutschen Bundestages.

 

Gemeinsam mit dem Zukunftszentrum Tirol

 


Semesterschwerpunkt: Das Ende des Kapitalismus