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Schwerpunkt im Rahmen des Sigmund-Freud-Jahres

Kultur und Unbehagen in der Psychoanalyse

 

Referent: Univ.- Prof. Dr. Josef Aigner (Institut für Erziehungswissenschaften - LFU)
Moderation: Dekanin Univ.- Prof. Dr. Heidi Möller (Institut für Kommunikation im Berufsleben und Psychotherapie - LFU)

Zeit: Montag, 09. Oktober 2006, 19:30 Uhr
Ort: Madonnensaal, Theologie, Karl-Rahner-Platz 3, 6020 Innsbruck

 

Die Freud'sche Psychoanalyse - das zeigt sich danz besonders auch im heurigen "Jubeljahr" zu Freuds 150. Geburtstag - ist in der Öffentlichkeit in erster Linie als therapeutische Einflussform bekannt und teilweise geachtet. Interessanter Weise war dieser Teil seines Werks für Freud selbst nicht der bedeutendste: dagegen ging es ihm hauptsächlich um die "Wahrheiten", die er mit der Psychoanalyse über das Wesen der Menschen und ihre konflikthafte Verflechtung mit der sie umgebenden Kultur ausfindig machen wollte.

Auf dieser Suche stieß Freud auf sehr "unangenehme Wahrheiten" über unsere Kultur, die wohl viel mehr Anlass zur Vernachlässigung und Ignoranz seines Werks - auch und besonders in seinem Heimatland - gegeben haben. Freud hält unserer Kultur den Spiegel vor, und es geht einer kritischen psychoanalytischen Forschung und Tradierung von Freuds Werk heute darum, das "Unbehagen in der Kultur" auf seine Relevanz für heutige Verhältnisse hin zu befragen und unter Umständen neu zu schreiben.

 

Dr. Josef Aigner studierte Pädagogik und Psychologie an der Universität Salzburg. Nach zwei Jahren als klinischer Psychologe an einer Beratungsstelle in Bregenz begann er 1982 die Ausbildung zum Psychoanalytiker im Psychoanalytischen Seminar Vorarlberg (bis 1990). Seit 1993 ist er an der Universität Innsbruck (LFU) - Institut für Erziehungswissenschaften - tätig.

 


Schwerpunkt: Das Unbehagen in der Kultur