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Transformation (Fortsetzung)
Programm im Wintersemester 2020/21

Das letzte Semester war eine ziemliche Herausforderung, hat zugleich aber auch Potentiale aufgezeigt – nicht nur für uns. Zu Homeoffice verdonnert mussten wir schweren Mutes alle geplanten Veranstaltungen absagen und uns erstmal orientieren. Nachdem die erste Schockstarre überwunden war, trudelten auch schon die ersten Beiträge von Freund*innen, Interessierten und Aufmerksamgewordenen ein und die ein oder andere Diskussion wurde angezettelt – hochkarätig besetzt, durch die unendlichen Möglichkeiten des digitalen Veranstaltungsraumes.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen bedanken, die mit ihren Beiträgen, Gedanken, Mühen dazu beigetragen haben, dass das vergangene Semester trotz des transformativen Charakters ein höchst gelungenes geworden ist. Ein Blick auf unsere Homepage, die Zeugin dieser Gelungenheit ist, lohnt sich – ein buntes Mosaik an Text-, Radio- und Videobeiträgen lädt zum Stöbern und Verweilen an: SoSe 2020: Transformation

Vorsichtig optimistisch und an die „neue Normalität“ angepasst starten wir jetzt aber ins neue Semester und präsentieren in gewohnt analoger Manier das neue Programm – Transformation 2.0 sozusagen. Wir freuen uns sehr über alte und neue Kooperationen, über spannende und wichtige Fragestellungen und vor allem freuen wir uns darauf, bekannte und unbekannte Gesichter wiederzusehen.


Hier findet sich der WuV-Programmfolder zum Download 

Das Semesterprogramm als ics-Datei für Ihren Kalender Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)

 

Neustart - Resilienz
WuV-Diskussion

Mittwoch, 23. September 2020, 19.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
ONLINE

Moderation: Roland Psenner

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Wir möchten das Semester mit einem kleinen Flashback zum letzten Semester eröffnen. In den mehreren „Krisensitzungen“ des Arbeitskreises geriet Organisatorisches schnell in den Hintergrund, während sich gerade aufgrund der Unterschiedlichkeit von fachlichen Zugängen, Lebenswelten und Erfahrungen höchst anregende Diskussionen entwickelten. Diese wollen wir nun in ähnlicher Form fortführen und öffnen. Unter dem Überbegriff „Resilienz“ wollen wir verschiedene Perspektiven und Zugänge aufzeigen und Themen, die uns in dieser außergewöhnlichen Zeit beschäftigt haben, diskutieren. In einem offenen Online-Format laden wir alle WuV-Mitglieder und Interessierten dazu ein, sich an der interdisziplinären Diskussion zu beteiligen.

Wir freuen uns über aktive Beteiligung, gerne mit Mikrophon und Webcam, oder auch via Chat. Auch Zuseher*innen sind natürlich willkommen! Link zur Teilnahme:  https://zoom.us/j/94758128646

Theater - Wohin?
[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Montag, 12. Oktober 2020, 9.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Treibhaus - Café, Angerzellgasse 8

Im Gespräch: Tamara Burghart und Elena Messner
Moderation: Maria Piok 

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Für die Kultur ist kein Geld mehr da! Die Krise einer Großbank hat sämtliche Landesmittel aufgebraucht, der Traum vom Wachstum liegt in Trümmern, und mit ihm der Kulturbetrieb. Mehrere arbeitslos gewordene Künstler ziehen kurzerhand in eine leer stehende Industriehalle und vereinigen sich zum Theater auf Lager. Was Elena Messner in ihrem neuen Roman Nebelmaschine (Editon Atelier 2020) anhand einer fiktiven Geschichte aufrollt, wurde vor wenigen Monaten für viele Kunst- und Theaterschaffende erschütternde Realität. Doch auch hier tat sich einiges… In einem Gespräch zwischen der Autorin Elena Messner und der Theaterschaffenden Tamara Burghart soll ausgelotet werden, inwiefern Krisen gerade im künstlerischen Bereich immer auch Chancen beinhalten, es eine existentielle Notwendigkeit ist, selbst aktiv zu werden, und wie gerade in Krisenzeiten politische Kunst und investigatives Theater enorme gesellschaftliche Bedeutung erhalten.

Tamara Burghart, geboren 1984 in Kitzbühel. Schauspielausbildung an der Schauspielschule Sachers Innsbruck. Diverse Film- und Theaterrollen in Tirol, am Tiroler Landestheater, bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs, im BRUX / Freies Theater Innsbruck. Gemeinsam mit Michaela Senn Leiterin des Theatervereins triebwerk 7, Mitbegründerin des Theatervereins Die Volkskantine.

Elena Messner, geboren 1983 in Klagenfurt, aufgewachsen in Ljubljana und Salzburg, Studium der Komparatistik und Kulturwissenschaften in Wien und Aix-en-Provence. Sie ist als Lehrende und Kulturwissenschaftlerin tätig, schreibt Prosa, Essays und Theatertexte.

In Kooperation mit: Literaturhaus am Inn

ROBOLOVE
Film & Diskussion

Montag, 19. Oktober 2020, 18.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Leokino, Anichstraße 36

Es diskutieren: Maria Arlamovsky , Doris Eibl, Anne Siegetsleitner 
Moderation: Gabriele Werner-Felmayer

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ROBOLOVE verhandelt die Strategien von Männern und Frauen, die an der Entwicklung von humanoiden, androiden Robotern beteiligt sind. Roboter, die vielleicht eines Tages den menschlichen Körper und das menschliche Leben erweitern werden.
Aus einer Vielzahl von Perspektiven lernen wir, die immense Komplexität dieses Themas zu begreifen. Utopische Visionen kollidieren mit der Spannung zwischen Technik und sozialer Verantwortung, während der Unterschied zwischen Mensch und Androide allmählich zu verschwinden scheint.
Aus diesem Mosaik entsteht eine Ambivalenz, die diese futuristischen Technologien in Frage stellt–gleichzeitig aber voller Aufmerksamkeit jene betrachtet, die es wagen, diese neuen Maschinen zu schaffen: Maschinen, die als Spiegel unserer Menschlichkeit gesehen werden können.

Im Anschluss Publikumsdiskussion mit Regisseurin Maria Arlamovsky, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Doris Eibl und Philosophin Anne Siegetsleitner

Regie/Buch: Maria Arlamovsky | Kamera: Sebastian Arlamovsky | Produktion: NGF–Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH

Kartenreservierungen bitte an der Kinokassa oder telefonisch: 0512 560470 (Leokino)

Eine Veranstaltung im Rahmen des UNESCO Welt Bioethik Tages 2020 von: ethucation in Kooperation mit WuV und Forschungszentrum medical humanities

IFFI talks
we [still] must discuss, we [still] must invent

4.-6. November 2020, jeweils 14.00 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben

 

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IFFI talks finden im Rahmen des IFFI – Internationales Film Festival Innsbruck in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Wissenschaft und Verantwortlichkeit statt. In mehreren Terminen werden Themen und Problemstellungen, die in den Filmen des IFFI angesprochen werden, aufgegriffen und vertieft. Regisseur*innen begeben sich ins Gespräch mit Expert*innen zu Fragen über Darstellungsstrategien, politisches und gesellschaftliches Engagement sowie die spezifischen Herausforderungen, die sich Regisseur*innen in den unterschiedlichen Regionen des IFFI stellen.

Das IFFI widmet dieses Jahr die Retrospektive den Dritten Kinos. Das Zitat des antikolonialen Vordenkers Frantz Fanon leitet das in den 1960er Jahren entstandene Manifest „Für ein Drittes Kino“ von Getino und Solanas ein. Der Einschub des [still] spannt den Bogen in die Gegenwart und unterstreicht die Relevanz des Kinos als Träger emanzipatorischer Diskurse.

Programminfos und Details zu den talks in Bälde hier und auf iffi.at

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Eindämmung und Ausgrenzung
Migration und Flucht in der Pandemie

Mittwoch, 18. November 2020, 19.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a


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Seit Monaten bestimmt die Covid-19 Pandemie den gesellschaftlichen Diskurs. Nur selten rückt dabei jedoch deren Wirkung auf Migration und Flucht in den Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei werden gerade durch den aktuellen Ausnahmezustand bestehende soziale Ungleichheiten und Machverhältnisse verdeutlicht und verschärft. Welche Folgen haben die politischen Maßnahmen und wirtschaftlichen Entwicklungen für die Arbeits- und (Über)Lebenssituationen von Migrant*innen und Geflüchteten? Wie wirken sich die Renationalisierung europäischer Politik und die verstärkten Grenzregime aus? Welche sind die Themen und Herausforderungen, mit denen sich Beratungseinrichtungen konfrontiert sehen?

Podiums- und Publikumsdiskussion – weitere Infos folgen!

Eine Veranstaltung im Rahmen des Inncontro – Internationales Filmfestival der Vielheit von
19.-21. November 2020 im Leokino, verstanstaltet von Initiative Minderheiten Tirol und Verein Sahel Tirol um den Austausch über Migrations- und Fluchtthematiken in Form von internationalen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie deren diskursive Einbettung zu fördern.

In Kooperation mit: Inncontro – Internationales Filmfestival der Vielheit


Die Krise meistern
Erfahrungen aus dem Lock-Down

Mittwoch, 9. Dezember 2020, 19.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Haus der Begegnung, Forum, Rennweg 12

 

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In unserer Gesellschaft gibt es eine zunehmende Vielfalt von Lebensentwürfen und -umständen, Stärken und Verwundbarkeiten, Herausforderungen und Abhängigkeiten, in schier unendlichen Kombinationen und Überschneidungen. Dadurch scheint die Bewältigung von Krisensituationen und Anpassung an neue Rahmenbedingen zu einer höchst individuellen Angelegenheit zu werden, obwohl letztlich alle gefordert sind. Auch lassen sich enorme Unterschiede beobachten, wieviel Unterstützung, Anerkennung oder zumindest Aufmerksamkeit Menschen in ihren jeweiligen Situationen entgegengebracht wird. Daher stellen wir die Frage, wie es Menschen in dieser außergewöhnlichen Zeit ergangen ist und was wir daraus mitnehmen können – Positives wie Negatives.

In dieser Veranstaltungsreihe interessieren wir uns für Erfahrungen aus dem Ausnahmezustand und möchten einen Raum schaffen, der dazu einlädt, über Erlebtes und Gemeistertes zu sprechen und gemeinsam zu reflektieren.

In Kooperation mit: Haus der Begegnung



Stadt - Land - Dorf
[Montagsfrühstück. Forum für strategische Langsamkeit]

Montag, 14. Dezember 2020, 9.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Treibhaus - Café, Angerzellgasse 8

Im Gespräch: Wolfgang Andexlinger und Karin Peschka 
Moderation: Arno Ritter

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Das pulsierende Leben der Stadt gegen dörfliche Einöde, ländliche Idylle gegen Lärm, Schmutz, und urbanes Elend: Immer wieder werden Stadt und Land als zwei völlig unterschiedliche Lebens- und Kulturräume gegenübergestellt – Kulturräume, die uns und die wir prägen. Unsere wandelnden Bedürfnisse und Vorstellungen führen zu mannigfachen Transformationsprozessen, die Siedlungsraum und Landschaft verändern: Dabei stellt sich die Frage, ob man Stadt und Land nicht weniger dichotom als gemeinsamen Raum denken könnte, den wir kollektiv gestalten und gleichzeitig schützen müssen. In diesem Sinne widmen sich Wissenschaft und Literatur der Frage, wie wir Lebensräume zu einem Daheim für alle machen können.

Wolfgang Alexandlinger, Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte, assoziierter Professor für Städtebau und Raumplanung; Leiter des Amtes für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration der Stadt Innsbruck.

Karin Peschka, mehrfach ausgezeichnete Autorin, setzt sich in ihren Texten immer wieder mit Stadt-Land- und anderen Fragen auseinander.

In Kooperation mit: Literaturhaus am Inn, aut. architektur und tirol


Die Krise meistern
Erfahrungen aus dem Lock-Down: Kinder und Jugendliche

Mittwoch, 13. Januar 2021, 19.00 Uhr Diese Veranstaltung in einen Kalender übertragen (ics)
Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2 / 1. Stock


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Im Zusammenhang mit Covid-19 wird viel über Kinder und Jugendliche geredet. Doch im Vordergrund scheint einerseits ihre mögliche Rolle bei der Verbreitung des Virus zu stehen, andererseits sind die Modi für Kinderbetreuung und Schulorganisation medialer Dauerbrenner. Was sind aber Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in dieser Zeit, in der wesentliche Strukturen weggebrochen sind und Kontakte zu anderen eingeschränkt wurden und werden? Und wie geht es jenen, die im familiären Bereich oder/und in ihrer Rolle als Erzieher*innen und Lehrer*innen mit neuen Aufgaben und rasch wechselnden Rahmenbedingungen konfrontiert sind? Wie jongliert man unter Mehrfachbelastung im oftmals unzureichenden Wohnraum, im virtuellen Klassenzimmer oder im Betreuungs-Schichtdienst zwischen Distanz und Nähe? Wie können notwendige Kontakte und Unterstützung für junge Menschen, die zahlreiche sehr unterschiedliche Dimensionen von Entwicklung und Wachstum durchleben, aufrechterhalten werden? Was ist in dieser Hinsicht in den vergangenen Monaten gelungen oder misslungen? Und was haben wir alle dabei gelernt?

In dieser Veranstaltungsreihe interessieren wir uns für Erfahrungen aus dem Ausnahmezustand und möchten einen Raum schaffen, der dazu einlädt, über Erlebtes und Gemeistertes zu sprechen und gemeinsam zu reflektieren.

In Kooperation mit: Stadtbibliothek Innsbruck, Haus der Begegnung

 

 


Wissenschaft und Verantwortlichkeit (kurz: WuV) ist eine Gemeinschaftsproduktion der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der Medizinischen Universität Innsbruck, des MCI Management Center Tirol und der ÖH Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck

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